An alle Homosexuellen, Transexuellen & Bisexuellen: Eure Eltern / Würdet ihr gehen oder soll ich bleiben?

15 Antworten

hallo Fragant1995,

ich habe von meinem Vater auf mein Outing hin die Worte gehört "Bei anderen ist es mir egal, aber in der eigenen Familie ist es natürlich schon eine Katastrophe".

Ich war damals übrigens auch 21 und hatte damals keinen Freund, und auch noch nie gehabt.

Es hat mich erst mal getroffen, aber ich habe mir dann gedacht, hm, es ist offenbar schlimmer für ihn als ich dachte. Ich habe viel versucht, ihn zu verstehen, und warum er so denkt.

Ich war geschockt, aber ich habe und ich glaube ich würde immer den kontakt zu meinem Vater halten wollen, außer

- wenn er den Kontakt nicht will

- wenn er mich schlagen oder mobben würde

Ansonsten würde ich den kontakt auf einem niedrigen Niveau halten aber nicht ganz abbrechen, wenn ich mich schlecht behandelt fühlen würde, weil er halt Fammilie ist, und Familie ist schon wichtig.

Wie ging es nun wirklich in meinem Fall weiter? Ich habe das Thema lange Zeit vermieden.Dennoch den Kontakt zu ihm gehalten, bzw. zu meinen Eltern (leben beide zusammen), nur nicht gemeinsam in Urlaub gefahren und auch seltener gemeinsam zu Verwandten. Das habe ich allerdings davor schon reduziert.. Den Kontakt zu halten fiel mir allerdings in sofern leicht , als mein Vater von sich aus weder versucht hat, mich umzupolen oder umzustimmen oder mir gut gemeinte Ratschläge zu geben.

Und ich habe dann irgendwann in seinen Äußerungen gemerkt, dass er es für sich eher akzeptiert hat. Dann habe ich ihn mal dazu gefragt und er hat gesagt: Er hat sich gedacht, "man kann es ja doch nicht ändern, also muss man es halt akzeptieren."

Inzwischen ist er derjenige von meinen Eltern, der mein Schwulsein besser akzeptiert, und auch mit meinem Freund mit seinen Eigenheiten gut klarkommt (Mein Freund kann manchmal fordernd auftreten oder beleidigt reagieren). Wobei auch positiv beigetragen hat, dass mein Freund meinen Vater im Krankenhaus besucht hat, als er schwer krank war. Inzwischen habe ich auch wieder ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern, und besuche sie gern, und telefoniere auch gern.

 

Meine Mutter hat eher so reagiert, dass sie immer die Hoffnung geäußert hat, dass da doch mal ein Mädchen auftauchen könnte, das mich "umstimmt" und deutlicher gesagt dass sie ja schon gerne Enkel hätte. Aber mit ihr konnte ich immer über Probleme reden bzw. sie sucht von sich aus das Gespräch. Daher ist da auch immer ein intensiver, von positivem Willen geprägter Kontakt gewesen. Nur ist es für mich manchmal anstrengender, weil ich mich nicht ganz so akzeptiert fühle. Auch hier versuche ich sie auch mit ihrem (Enkel-/Normalitäts-)Wunsch zu verstehen.

Auch sie kommt inzwischen etwas besser damit klar. Wenn sie mich am Telefon nicht erreichen kann,ruft sie bei meinem Freund an. Und wenn der sagt: "Geht mir auch so, ich kann Alex auch nicht erreichen, ist echt nervig, aber so ist er halt", dann fühlt sie sich von meinem Freund verstanden, und das hat ihr glaube ich auch etwas geholfen, mich und meinen Freund zu verstehen.

 

Bei meinem Freund war es anders:

Er hatte vorher schon sehr wenig Kontakt zu seinem Vater, weil der Vater die Mutter (und damit auch meinen Freund, seinen Sohn) verlassen hat. Eines Tages ha mein Freund dann bei einem der seltenen Besuche bei ihm gesagt,dass er schwul ist und einen Freund hat (mich). Der Vater hat dann zu meinem Freund gesagt, dass er seinen Freund (also mich) auch am besten nicht kennenlernen will. (Was für mich schade war, aber ich hatte kein Problem, das zu respektieren. Ältere Generation, habe ich mir gesagt.) Einige Zeit darauf haben der Vater von meinem Freund und dessen neue Freundin zu meinem Freund gesagt, dass er ja nicht auf die Idee kommen soll, an Weihnachten vorbeizukommen. Dann wollte mein Freund ihn gar nicht mehr sehen und hat den Kontakt komplett zu ihm abgebrochen, weil er gemerkt hat, dass er nicht willkommen ist.

Ich hätte nicht so heftig reagiert wie er, ich hätte versucht, im Gespräch zu bleiben, aber ich verstehe auch sehr gut meinen Freund, der seitdem nur noch schlecht über seinen Vater spricht und nix mehr mit ihm zu tun haben will.

 

Ich wünsche dir, dass dein Vater mit der Zeit (aber er wird Zeit brauchen), eher bereit ist, sich mit deiner Situation zu beschäftigen und einsieht, dass seine gut gemeinten Ratschläge dir nicht helfen werden, da du das, wo er Recht hat, selbst weißt, und er andere Dinge nicht so gut beurteilen kann wie du. Vor allem wünsche ich dir, dass er weniger den kleinen Jungen in dir sieht sondern den erwachsenen Mann mit eigenem Leben, und vielleicht sogar bereit ist, das Vertrauen in deine Lebenstüchtigkeit zu zeigen, das du verdienst. :)

Alex

 


 

Ich bin Trans (FzM) und habe mich mit Anfang 20 geoutet. Begeistert waren meine Eltern nicht, aber abgewendet haben sie sich auch nicht. Meine Mutter ist ohnehin sehr offen. Mein Vater hat zwar nach wie vor seine Probleme damit, aber es geht.

Allerdings wollte meine Mom damals auch nicht, dass ich mich operieren lasse und den Transweg gehe. Ich solle damit warten, bis sie tod sind.

Ich habe dann noch ca. 10 Jahre versucht, mein Leben als Frau zu leben und mit Anfang 30 habe ich dann gemerkt, dass es für mich so nicht weitergeht.

Ich habe meinen Eltern dann gesagt, dass ich meinen Weg als Mann gehen werde und ich die OP´s machen lasse. Sie haben es dann auch akzeptiert und wir verstehen uns nicht anders als vorher auch.

Meine Mutter hatte zwar ihre Zweifel, ob ich es nicht bereue, aber es gab im Krankenhaus nach der OP einen Moment, wo ihr klar wurde, dass ich es nicht bereuen werde.

Sie haben im KH gewartet, bis ich aus der OP aufgewacht bin und meine Mom hat mich dann gefragt, ob ich nun glücklich wäre. Ich habe an mir runter gesehen und meine flache Brust gesehen und habe nur gegrinst.

Klar, Eltern stellen sich oft was anderes für ihre Kinder vor. Aber ich denke, wenn ihnen bewusst wird, dass ihr Kind wirklich glücklich ist, dann können sie schon sehr viel akzeptieren und annehmen. 

Ich habe mit Anfang 30 aber auch nicht mehr bei meinen Eltern gewohnt. Hätte ich da noch bei ihnen gewohnt und sie hätten es nicht akzeptiert, dann wäre ich den Weg dennoch gegangen und hätte mich abgewendet.

Ich habe 10 Jahre meines Lebens verschenkt, weil ich Rücksicht auf sie genommen habe. Diese Zeit kann mir niemand zurück geben! Sie leben ihr Leben doch auch so, wie sie es für richtig halten und da rede ich ihnen auch nicht rein. Also warum sollte ich mir da als erwachsener Mensch was sagen lassen? 

Ich (18) bin Transgender (FtM) und weiß das schon seit ich ein Kindergartenkind war. Ich habe meinen Eltern auch schon sehr früh gesagt, dass ich viel lieber ein Junge sein möchte. Meine Eltern haben das zunächst toleriert, da sie glaubten, dass alles nur eine Phase sei. Seit ich 15 bin werde ich allerdings regelmäßig von ihnen, vor allem von meiner Mutter, deshalb fertig gemacht, dass ich krank sei und sie sich für mich schämen und dass ich endlich ein ganz normales Mädchen sein soll. Auch der Rest meiner Familie akzeptiert es nicht und macht mich deswegen ständig schlecht, sie sind alle sehr konservativ und gläubig. 

Mein Verhältnis zu ihnen ist deshalb kühler und distanzierter als vorher geworden, mich bei meinem Weg zu unterstützen kommt für sie nicht in Frage. Für mich gibt es deshalb nur noch die Möglichkeit von zu Hause auszuziehen, wenn ich mit der Schule bald fertig bin. Ich möchte allerdings nicht so weit weg ziehen, damit ich meine Eltern auch öfters besuchen kann, da ich ansonsten halbwegs mit ihnen und dem Rest meiner Familie auskomme und sie auch öfters mal meine Hilfe brauchen und ich die wunderschöne Natur in meinem Zuhause sehr mag. Ich hoffe auch, dass sie mich dann wieder mehr zu schätzen wissen, wenn ich nicht jeden Tag da bin und mich so auch stärker akzeptieren wie ich bin.

 Ich möchte ein Kontaktabbrechen oder Zerstreiten nämlich unbedingt vermeiden. Ich bin ein sehr sozialer Mensch und halte deshalb auch manche Beleidigungen aus. Aber hierbei muss jeder selbst wissen, wie weit dies ertragbar ist und wo die persönliche Grenze ist. Wenn sie mich aber noch mehr fertigmachen und mir das Leben schwer machen würde ich mich noch stärker distanzieren, ein völliges Abwenden würde ich aber immer versuchen zu vermeiden, da man nie weiß, ob man seine Familie irgendwann doch wieder braucht. 

Ich würde mich daher an deiner Stelle stärker von deinem Vater distanzieren, damit er spürt dass er dich braucht und sein Verhalten dir gegenüber verändern sollte um wieder mehr Kontakt und Hilfe von dir zu erfahren. Ich versuche zudem immer, meine Familie verstärkt auf unsere gemeinsamen Interessen und Hobbys hinzuweisen, damit sie merken, dass wir auch Gemeinsamkeiten haben und ich nicht krank bin, wie sie sagen und wir deshalb auch zusammen etwas unternehmen und sie dabei eine schöne Zeit mit mir haben können. Manchmal klappt das ganz gut, manchmal auch nicht. Probier es doch mal bei deinem Vater, vielleicht hilft das ein wenig euer Verhältnis zu verbessern oder ihn dazu zu bringen, dich besser zu verstehen. 

Trotz dem schlechten Verhalten von deinem Vater dir gegenüber würde ich mich dennoch erst mal nicht völlig von ihm abwenden, sondern zunächst nur  mehr von ihm distanzieren und sehen wie er darauf reagiert. Wenn er mal gut drauf ist, versuche es einmal mit einer Aussprache, wo du ihm alles sagst was dir am seinem Verhalten dir gegenüber nicht gefällt und was er tun soll, damit dich auch weiterhin um ihn kümmerst. 

Ich wünsche dir ganz viel Glück!!! Gib die Hoffnung nicht auf!  LG Alex :)

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