An alle die sich nach langjähriger Ehe getrennt haben?

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21 Antworten

Ich war noch nie verheiratet aber hab natürlich auch schon Trennungen hinter mir. Die letzte vor mehr als 3,5 Jahren.

Also aus meiner Sicht: Ja deine Bedenken sind alle richtig. Es wir eine Weile dauern, bis du in deinem "neuen Leben" ankommen wirst. Menschen sind Gewohnheitstiere und wahrscheinlich wird dir am Anfange ziemlicht oft etwas fehlen.

Und ja, es ist schwerer, wenn man mal krank ist. Dann schleppt man sich halt allein in den Supermarkt und stellt sich auch krank in die Küche, um was zu esen zu machen.

Gegen eine Berufsunfähigkeit hingegen kann man sich versichern, da würde ich mir nicht zu viele Gednaken drüber machen.

Das Leben ist teurer, wenn man allein ist,auch das sollte dir bewusst sein.

Es wird vielleicht eine ganze Weile niemand da sein, der einen mal in den Arm nimmt, wenn man einen schlechten Tag hatte, traurig oder krank ist. Man ist bei Familienfeiern oder Treffen mit Freunden oft die einzige alleinstehende Person.

Keine Ahnung, ob du einen neuen Partner findest. Wie alt bist du denn und wo wohnst du? Welche Vorstellungen hast du?

Ich bin jetzt 37 und Single seit ich 33 bin, in einer Großstadt. An Dates mangelt es nicht, wenn ich das möchte. Am passenden Gegenstück dagegen sehr. Manchmal will ich den Mann nicht, manchmal will der Mann nichts Festes, den ich mag. Ja, das kann sehr frustrierend sein und und an den Kräften zehren. Es nagt am Selbstwergefühl und man hat immer wieder Phasen, in denen man sich einsam fühlt.

Die Vorteile: man kann sein eigenes Ding machen und muss keine faulen Kompromisse eingehen. Keine schlechten Angewohnheiten die einen nerven. Nieman, dem man Rechenschaft schuldig ist. Zeit für sich selbst und eigene Interessen. Das kann auch sehr befreiend sein.

Ich würde die Freiheit gern aufgeben. Aber nur wenn das Gefühl stimmt und es für mich "der Richtige" ist. Das heisst nicht, dass er perfekt sein muss. Es muss halt einfach nur passen. Den zu finden ist allerdings sehr schwer.

Warum es dein Mann nicht mehr ist oder nicht zu sein scheint, das weisst nur du. Ich kann sagen: Perfekt existiert nicht und ob es wirklich etwas "Besseres" gibt, kann ich auch nicht beurteilen. Sei dir einfach nur bewusst, dass die Auswahl nicht sehr groß ist und auch das, was nach der Trennung kommt, sehr anstrengend sein wird.

Wenn du ihn aber nicht mehr liebst und dir dessen sicher bist, dass das so bleibt, dann trenn dich, denn alles andere wäre einfach nur eine große Lüge.

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Also ja - wenn du das Gefühl hast mit dieser Beziehung wirst du nicht glücklich und auch nicht das Gefühl hast dass sich das kitten lässt oder du das willst dann ist das wahrscheinlich für dich jetzt eine gute Entscheidung. Mich würde im Prinzip zwar interessieren wie er das sieht aber letztendlich ist das eure bzw. deine Entscheidung. Warum auch immer - Zuneigung kann verlöschen.
Zum Rest danach: Beziehungen sind immer gleich gestrickt - wir laufen so lange gegen dieselbe Wand bis wir daraus lernen. Lernen kannst du mit dem jetzigen Partner oder mit dem danach. Es ist aber dieselbe Story. Sei dir bewusst, dass die Probleme beziehungstechnisch sich immer im Kreis drehen - bis sich etwas ändert - und damit meine ich nicht den Namen des Partners. Mitunter ist man seelisch aber schon so weit weg vom Partner, dass man das Alles nicht mehr will.
Ansonsten dauert es sicher eine Weile bis du wieder ankommst im neuen Leben - vielleicht ist es auch ganz gut mal eine Zeit allein zu sein - denke so etwas braucht jeder mal. Es ist auch nicht immer einfach weil die Ängste die du hast ja vorhanden sind. Du wirst halt lernen damit umzugehen und sofern du nicht den nächsten schon im Blickfeld hast - bist du ohnehin erst einmal beschäftigt mit dir selbst. Das ist auch ganz GUT so.
Und weil du nach Erfahrung fragst - ich kenne das auch - war verheiratet und hatten 2 Kinder. Es war die beste Entscheidung die ich damals getroffen habe mich zu trennen - weil sich die Unstimmigkeiten negativ auf die Kinder auswirkten und jetzt - im Nachhinein - geht es allen viel besser. Es war zwar viel mehr "Absprache" nötig und Diskussion weil da eben 2 Kinder im Spiel waren und man nicht einfach gehen kann - aber es war gut wie es war. Nachdem ich mich extrem verändert hatte die Jahre zuvor wollte ich einfach nicht mehr - ich wollte nicht einmal mehr wirklich was mit den Kindern machen weil ich ihnen die Schuld unbewusst dafür gab, dass ich meinen Exmann nicht verlassen konnte. Die ganzen Moralapostel setzten mir ziemlich zu.
Die meisten vermute ich finden das Schlimmste an der Trennung ist das "Alleinsein". Also auf sich selbst zurückgeworfen und ohne Chance sich von sich selbst abzulenken. So etwas kann aber auch sehr lehrreich sein und vor Allem lernt man irgendwann die Verantwortung für sein Glück nicht immer Anderen in die Schuhe zu schieben. Das ist der wichtigste Aspekt dabei. Eine Trennung kann dich im Leben sehr viel weiter bringen, sofern nicht die nächste Wand schon in der Tür steht. Der Rest wird sich ergeben und du wirst so oder so gezwungen sein, damit zu leben. Was absolut nicht schlecht sein muss letztendlich.

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Tu es. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Wenn du einen eigenen Haushalt hast, wirst du dich besser fühlen und viel optimistischer in die Zukunft schauen. Es gibt irgendwie für alles eine Lösung, was deine Bedenken betrifft.

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Kommentar von Kamihe
08.11.2016, 14:01

Ich danke dir für dein Kompliment. Ich lebe auch getrennt und spreche aus Erfahrung.

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Ich hab auch eine Scheidung hinter mir. Wenn du ihn nicht mehr liebst solltest du ihn verlassen. Nur bei ihm zu bleiben weil du irgendwann eventuell Pflegepersonal brauchst oder Angst vor dem Alleinesein hast, wäre pure Ausnutzung. Ich verstehe aber deine Gedanken und deine Ängste. Versteh aber bitte das jede Person irgendwo sein passendes Deckelchen hat. Bei manchen Menschen kommt der passende Deckel erst nach ein oder mehreren Ehen. Zumal sich Menschen ja auch immer wieder ändern können. Weiß er das du ihn nicht liebst ? Hast du vorher versucht was zu retten ?

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Du musst dich entscheiden, was möchtest DU?

Abgesichert sein, ein eventuellen Krankenpfleger haben, nachts nicht alleine sein, Spinnen nicht selber retten müssen oder DEINE Vorstellung von Leben leben?

Beides geht, so wie du es beschreibst, nicht!

Ja, ich gebe dir Recht, die Liebe für den Partner kann vergehen, abhanden kommen, im täglichen Einerlei untergehen, dass ist schade aber es ist so. Eventuell haben sich beide Ehepartner während der Ehe auch voneinander weg entwickelt?

Ich habe meine erste Ehe im Jahr des 25. Ehejubiläums beendet, war ein harter Schritt, aber es ging nicht mehr. Ich hatte vorher lange gezögert und gezaudert, auch weil wir eine gemeinsame Tochter haben, die zum Zeitpunkt der Trennung erst 10 Jahre alt war. 

Es ging mir nach der Scheidung deutlich besser, der Druck war weg. Ich bin wieder verheiratet und deutlich zufriedener und entspannter als in der ersten Ehe, eventuell auch weil mehr Erfahrungen vorhanden sind auf jeden Fall, weil wir in der zweiten Ehe eine deutlich bessere Streitkultur haben. Es kommt alles auf den Tisch und das in einem ruhigen Ton mit dem Willen einer gemeinsamen, partnerschaftlichen Lösung.

Meine neue Frau und ich sind uns einig, eine Partnerschaft muss von beiden Seiten gepflegt werden, sie ist kein Selbstläufer. Hast du dein Handeln dementsprechend geprüft? Was hast du getan und was tust du, damit deine Partnerschaft gut funktioniert und dein Partner sich anerkannt und wertgeschätzt fühlt?

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Hallo Shanty, hier ist mein Erfahrungsbericht für dich:

Meine Ehe hat 7 Jahre gedauert. Als ich sie beendete (vor nunmehr fast 15 Jahren), war ich 41, hochgradig sehbehindert (was ich immer noch bin) und halbtags beschäftigt, und ich hatte mich um meine 7jährige Tochter und meinen pflegebedürftigen Vater zu kümmern. Für Ängste war da nicht viel Zeit. Trotz der schwierigen Umstände war meine Scheidung ein Befreiungsschlag, da es beim Heimkommen endlich keine dicke Luft mehr gab. 

Es folgten einige herausfordernde Jahre (mein Kind „groß ziehen“, meinen Vater durch Schlaganfälle und Demenz bis zum Tod begleiten, wieder ganztags zu arbeiten beginnen…), die ich auch ohne Partner ziemlich gut
bewältigt habe. (Eine kurze neue Partnerschaft erwies sich eher als
Energieräuberin denn als Heilsbringerin.) 

Vor ein paar Jahren bekam ich Krebs, den ich zum Glück mit Hilfe einiger großartiger Ärzte (bisher) gut überstanden habe. Als es mir wieder besser ging, habe ich mir eine neue Wohnung geleistet.

Heute darf ich sagen, dass ich ziemlich glücklich bin: weitgehend gesund - mit einem anstrengenden, aber doch recht interessanten Ganztagsjob, mit dem ich einigermaßen genug verdiene - mit einem kleinen, aber schönen neuen Zuhause – mit einer mittlerweile erwachsenen tüchtigen und lieben Tochter – mit wenigen, aber wunderbaren Freunden

Mein Tipp: Mach dir bitte nicht allzu viele Gedanken über die Zukunft! Ändere, was zu ändern ist, bevor es dich total fertig macht! Und hol dir Unterstützung von guten Freunden (die du hoffentlich hast) – sie sind auf Dauer oft viel hilfreicher als ein neuer Partner!

Alles Gute für dich!

    

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Ich habe das gleiche noch nicht erlebt, aber in schwierigen Momenten wenn ich Entscheidungen treffe überlege ich ich was mir wichtiger ist? Der Gewinn den ich mir erhoffe oder der Verlust der mir entsteht. Heißt mit anderen Worten es ist eine Ermessenssache und bedenke das du für ihn nichts mehr empfindest.


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Was willst du eigentlich? Eine Ehemann / Partner oder einen Versorger und Pflegekraft?

Wenn das der Grund für deine Zweifel sind, dann kann man deinem zukünftigen Ex nur wünschen, dass du dich endlich scheiden lässt.

Ansonsten schreibst du, dass du dir sicher bist, dass du ihn verlassen willst und ihn schon lange nicht mehr liebst. Also gehe!

Die Konsequenzen stehen auf einem anderen Blatt. Falls die 67 dein Geburtsjahr ist, hast du sicher noch gute Chancen einen anderen Partner zu finden, sofern du keine reine Egoistin bist. Versprechen kann dir das niemand. Vielleicht wirst du auch für den Rest deines Lebens Single bleiben und selbst dafür sorgen müssen, dass du über die Runden kommst. Und wirst in einem Pflegeheim gepflegt werden müssen.

Garantien gibt es nicht.

Vielleicht überlegst du dir erst einmal, warum du ihn verlassen willst und weshalb du das Singledasein - das dir ja anscheinend auch große Angst mach - so erstrebenswert findest.

Falls es nur ein paar unschöne Angewohnheiten von ihm sind - die haben andere Männer (oder Frauen) auch.

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Ich kenne unzählige Leute, die sich trennen, wenn die Kinder aus dem Haus waren oder bzw. über 15 Jahre so waren. Diese Leute waren alle 20 Jahre und länger verheiratet! Und ich schwöre: nicht einer Frau ging es schlechter. Alle blüten förmlich auf, nahmen ab, kauften sich neue Klamotten, fingen ein neues Hobby an ( oder ein altes wieder) und starteten beruflich noch mal durch.

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Kommentar von Shanty67
08.11.2016, 12:17

Das wünschte ich mir auch diese Freiheit was die anderen Frauen sich erkämpft haben...

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Kommentar von HalloRossi
08.11.2016, 12:30

Genau! Nur Mut!

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Ich habe es nach 25 Jahren Ehehölle geschafft, mich zu befreien. Als ich endlich soweit war, war mir Haus, Rente etc. erstmal egal. Das regelt sich oder wird auch gerichtlich geregelt. Meine Anwältin war ganz pfiffig und hat mich gut beraten.

In der ersten Zeit stand ich völlig neben mir, konnte die einfachsten Dinge nicht regeln. Meine Kinder haben mich überall hin begleitet. In kürzester Zeit habe ich 15 kg abgenommen und habe wochenlang nur zwei Stunden nachts geschlafen. Das alles habe ich gern auf mich genommen, um dem Tyrannen zu entkommen. Meine wiedergewonnene Freiheit ist mein höchstes Gut und lasse ich mir von Niemandem mehr nehmen.

Und ja, es finden sich neue Partner, wenn man es denn möchte.

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Glaub mir , ich habe über ein Jahr gebraucht um die Scheidung einzureichen . War auch arbeitslos . Er hat mir das Leben schwer gemacht . Liebe Freunde und meine Kinder haben mir immer zur Seite gestanden . Letztendlich habe ich es geschafft und hab seid einem halben Jahr Arbeit die mir Spaß macht . Verdiene mein eigenes Geld und hab drei Kinder die zu mir stehen . Das schaffst du auch !!!

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Hallo Shanty,

Um das Problem so wie ich es sehe und meine Lösung zu erklären, muss ich ein klein wenig ausholen:

Wir leben in einer Welt und Gesellschaft, in der sich jeder selbst der Nächste ist. Es gibt Leute, die empfehlen, wir sollen doch von den Narzissten und Psychopathen lernen, und so werden wie sie. Da bist Du auf einem guten Weg. Wie ich unten geschrieben habe, kommt in Deiner Frage, wenn ich das "mich" mitzähle, vierzehn mal "ich" vor. Habe kein einziges Wort gelesen, das Deinen "Noch"-Ehemann betrifft. Kein Wort welches Problem Du mit ihm hast, welche unaustehlichen Fehler  -- einfach rein gar nichts.

Ja, das Hochgefühl des jungen verliebstseins vergeht irgendwann einmal. Vieleicht ist es auch nur die Gewöhnung, die uns das nicht mehr so spüren lässt. Dann kommen die vielen kleinen Probleme des Alltags, jeder Mensch hat irgendwelche Fehler -- typsich menschlich ist, dass keiner perfekt ist. Und so wird früher oder später aus jedem Traumprinzen oder jeder Traumprinzessin ein Mensch aus Fleisch und Blut. Tja, thats life! War immer so, ist so, wird immer so sein!

Klar, das Einfachste ist dann einfach Trennung, nächster Versuch! Nur ist halt klar, dass dann genau wieder das Selbe passiert. Der/Die Nächst ist halt eben zwangsläufig auch nur ein Mensch! Sch...ße. Und nu??????? Alle halbe/dreiviertel Jahr den Partner wechseln. Klar! Heute kein Problem mehr.

Aber es gibt da noch die andere Variante: Sabsi spricht das recht gut an! Doppelpunkt: Lernen vernünftig miteinander zu reden, Grundlage der Beziehung Achtung und Respekt und mit offenen Ohren zuhören und nicht abblocken! Schauen, wo das Problem ist, gegenseitiges Verständnis entwickeln und gegenseitig rücksicht nehmen. Weg von Wahnvorstellungen wie "Ich muss mich da durchsetzen!" "Wenn wir erst verheiratet sind, werde ich ihn/sie schon erziehen!" und solchen unerträglichem Quatsch!

Wenn das gelingt, dann wird so eine Beziehung, genannt Ehe, oder auch einfach nur Partnerschaft ohne Trauschein eine einzigartige Sache, etwas ganz seltenes in unserer so egoistischen Welt. Wer das einmal verstanden hat, der wird eine derartige Beziehung jeden Tag als etwas besonderes erleben. Der trennt sich dann nicht so einfach, weil das erste Hochgefühl des verliebtseins weg ist.

Vielleicht musst du noch etwas reifer werden, um das zu begreifen, vielleicht wird das für Dich immer ein Geheimnis bleiben und Du jagst diesem Oberflächlichen hormongesteuerten Gefühl des Verliebtseins nach. Aber es lohnt sich einmal darüber nachzudenken!

Apropos oberflächlich und hormongesteuert: Als ich so um die 18 war, hat sich ein Mädchen an mich herangemacht. War ganz nett und hat auch richtg gut ausgeschaut. Aber irgendwie hat irgendetwas nicht gepasst. Die hat mich in die Sauna mitgenommen, da kam dann sogar der Saunawart regelmäßig schauen, wenn wir allein waren, ob da auch nichts läuft. Als Mann eigentlich kein Problem, lassen sich viele drauf ein. Aber irgendwas hat mich da alarmiert, und ich habe micht nicht auf sie eingelassen. Ein paar Wochen später hat dann ein guter Bekannter seiner Frau gebeichtet, dass er ein Verhältnis mit ihr hatte. Ok, nicht meine Angelegenheit. ein paar Monate später hat sie dann ein Kind entbunden: War schwarz-weißer Mischling. Der gute Bekannte war aber weiß. Ich bin mir sicher, dass die nur einen Vater für ihr Kind suchte. Ein paar solcher Erlebnisse, lies in mir die Überzeugung wachsen, dass mein Gehirn so groß ist, dass es noch nicht einmal in einem Elefantenschwanz platz findet, so ganz entgegen dem, was Männern so nachgesagt wird.

LG

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Kommentar von Lapushish
08.11.2016, 18:13

Und anfängliche Verliebtheit MUSS bedeuten, dass man sich auf ewig bindet? Es ist verwerflich, zu schwärmen und dann zu merken, dass es eben nur eine Verliebtheit war? Nicht alles ist die große Liebe und es ist vollkommen ok.

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Wie wäre es an der Ehe zu arbeiten? Eheberatung reden über das was einen stört. Ich würde meinen Mann nie so einfach aufgeben! Ich hätte schon bevor die liebe weg ist gehandelt!! 

Man kann liebe neu aufleben lassen, aber das bedeutet Arbeit für beide, seid ihr dazu bereit?

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Kommentar von Barney123
08.11.2016, 09:14

Hallo Sabsi,

Ich teile Deine Einstellung vollkommen. Wenn die Partner von Vorneherein eine vernünftige Kommunikation pflegen, wird es in der Regel  gar nicht so weit kommen. Aber lies mal die Frage durch: Immer nur ich, ich ich ich ich. Dass das dazu kommt, ist irgendwie klar. Mehr wir würde weiterhelfen, bzw hätte weitergeholfen. Aber es gibt bestimmt auch ein Du, Du, Du, Du Du, nur kommen dann halt die ganzen Vorwürfe und Schuldzuweisungen. So ticken viele.

Kenne jemanden, war eine ganz vernünftige junge Frau, bis sie dann wegen tatsächlicher Probleme sich an irgend so einen Quacksalber gewandt hat, oder auch eine Quacksalberin, eher rin. Da hat sie dann wunderbar gelernt und geübt, wie sie auf keinen Fall einmal kritisch über sich nachdenkt, sondern immer nur Vorwüfe macht und auf keinen Fall ein gemeinsames, verständiges Gespräch sucht. Läuft da dann irgendwie nicht so gut. Komisch.

Finde es ganz toll, dass es Menschen wie Dich gibt, Sabsi.

LG

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Kommentar von Lapushish
08.11.2016, 09:24

Keiner weiß, was in der Ehe passiert ist. Wenn es keinen Sinn mehr macht, muss man nicht krampfhaft versuchen, die Ehe zu retten. Dafür ist das Leben zu kurz. Man sollte sein Glück anstreben und Liebe kann man nunmal nicht erzwingen.

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Kommentar von Lapushish
08.11.2016, 18:16

Barney: korrigiere wenn ich mich irre; Aber bestätigst du nicht eigentlich meine Aussage  in einem nur etwas längeren Text? Du kommst doch auch zu dem Entschluss, dass nicht alles zu retten ist. Ob es nun an einem selbst oder dem andern liegt.

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Also ich finde kaum eine Antwort hier sinnvoll.
Ich bin erst 19, habe also keine Ehe hinter mir und die Erfahrung habe ich auch nicht voraus.
Allerdings habe ich schon früh gelernt: Du selbst bist deines Glückes Schmied.
Ja, du hast eine Eheversprechen abgelegt. Dennoch weiß hier niemand, wieso deine Liebe erloschen ist. Trotzdem ist hier jeder zweite Moralapostel.
Tu, was dich glücklich macht. Nutze deinen Partner nicht aus, spiele mit offenen Karten.
Wenn nur die Altersvorsorge und die Angst, du würdest ewig Single bleiben dich bei ihm hält, dann beende es euch beiden zur Liebe. Das macht weder ihn noch dich glücklich.
Alles wird sich fügen, glaub mir. Es ist nur wichtig, den ersten Schritt in die richtige Richtung zu machen. Gib euch BEIDEN die Chance, glücklich zu werden. Die einzige Pflicht die du ihm gegenüber hast ist Ehrlichkeit.
Man ist nie zu alt, sein Leben zu ändern oder eine neue Richtung einzuschlagen. Man muss es nur mit voller Überzeugung tun. Und diese kann dir keiner geben.

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Kommentar von Barney123
08.11.2016, 11:01

Hallo Lapushish,

Du bist 19. Ich war so um die 18, da hat mir ein Lehrer das Buch von Erich Fromm "Die Kunst des Liebens" empfohlen. Er war auch sonst sehr bewandert und hat uns viel über Psychologie gelehrt. Dass jeder selbst seines glückes Schmied ist, stimmt -- allerdings sehr begrenzt! Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenns dem bösen Nachbarn nicht gefällt! Und da ist dann halt das Ende von des eigenen Glückes Schmied!

Und doch! Es ist sehr gut untersucht, woran Beziehungen kaputt gehen und zerbrechen! Und es gibt Lösungen, um genau das zu verhindern! Es gibt eine ganze Wissenschaften, die sich mit dem Problem beschäftigen: die Kommunikationswissenschaft, die Psychologie und die Sozialwissenschaften. Und wenn wir nun einmal von den ganzen Superschlauen absehen, die da meinen sie könnten andere Menschen austricksen und unterdrücken und dann auch noch die Wahnvorstellung haben, das würde funktionieren, dann bleiben halt ein paar wenige, ganz einfache, jahrtausendealte Grundprinzipien übrig: Gegenseitige Achtung und Respekt, Gleichberechtigung; Leben und Leben lassen, Kompromisse, mit denen beide leben können!

Dieser ganze Rotz von wegen "Da musst du einen Trick anwenden!" "Manipulieren -- aber richtig" Komplotte schmieden --  all das funktioniert nicht! Die Ursache für derartige Vorstellungen ist der Mangel an Vertrauen, den die meisten Menschen in ihrer Kindheit gelernt haben. Deshalb glauben sie, sie müssen Kontrolle ausüben. Und genau diese Wahnvorstellung, entschuldige, wenn ich das so krass ausdrücke, genau diese Wahnvorstellung ist das eigentliche Problem und zerstört über kurz oder lang jede Beziehung! Genau diese Wahnvorstellung, dieser Mangel an Vertrauen führt zu dem Bedürfnis zu kontrollieren und den Anderen zu beherrschen.

Es gibt auch Menschen, die haben Selbstwertprobleme (was im Übrigen der Mangel an Vertrauen auch ist), die und müssen dann ohne das mit dem Partner/der Partnerin abzuklären mehrere Beziehungen haben, vermittelt dies doch das Gefühl der eigenen Wichtigkeit. Und ja, auch das führt oft zu einem Ende der Beziehung. Allerdings gibt es durchaus auch Paare, die damit leben können, dass der Partner weitere Beziehungen hat. Für mich wäre das nichts.

Wir wissen nicht, warum Shanty das Ende ihrer Beziehung will, ausser ich, ich, ich, ich ich......... Aber ich denke, wenn wir genau hinsehen, wird es in aller Regel auf das hinauslaufen, was ich hier in diesem Thread schreibe!

LG

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Kommentar von Lapushish
08.11.2016, 12:56

Niemand ist gezwungen, seine Beziehung zu retten, sich jemandem anzupassen oder sich für jemanden oder etwas zu verändern.
Ich habe nicht behauptet, man könne Beziehungen nicht retten. Aber das muss man weiß Gott nicht. Keiner MUSS irgendetwas. Und keiner weiß, ob sie es versucht hat, ihr Mann sich aber weigerte. Keiner muss irgendetwas. Merkt euch das. Vor allem, wenn wir alle keine Ahnung vom Leben dieser Frau haben. Es ist ihre freie Entscheidung, ob sie die Ehe 'retten' will, oder nicht. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht ganz, was dein Kommentar mir jetzt vermitteln sollte, denn an meiner Meinung und der Tatsache ändert es nichts.

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Kommentar von Lapushish
08.11.2016, 18:09

Mach dir nicht die Mühe, ellenlange Texte zu schreiben, um meine Meinung zu ändern. Du weichst völlig vom Thema ab, behauptest unterschwellig ich wäre sozial inkompetent und würde irgendwem irgendetwas in die Schuhe schieben. W T F, mir scheint DU hast irgendwelche Frustrationen.
Ich wäre nicht bereit mich für einen Partner zu ändern oder um etwas zu kämpfen. Ganz einfach, wenns vorbei ist, isses das auch.
Und deine äußerst lehrreichen Aussagen habe ich durchaus verstanden, jedoch nicht, was sie mit dem von mir Gesagten zu tun haben.
Herrje, versuch doch nicht einer fremden Person deine versteifte Meinung aufzudrücken.
Mit 60 Jahren solltest du doch gelernt haben, dass das keinen Sinn macht.
Eine Meinung zu haben, die man sich nicht von einem fremden Mann Ende mittleren Alters zerreden lässt, ist übrigens nicht stur, sondern völlig normal. Du lässt dir deine ja auch nicht von mir ausreden, also bitte wende dich mit deinem Mitteilungsbedürnis an deine Bekannten, oder an jemanden, der danach fragt - davon gibt's hier genug.

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Kommentar von Lapushish
08.11.2016, 18:37

Zum Glück habe ich mir in den letzten 3 Jahren sehr viel Stress dadurch erspart.
Kompromisse haben übrigens nichts damit zu tun, seinen Charakter zu verbiegen ;)

Liebe Grüße zurück.

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Aber wqs sind den die gründe sich nach langen Jahren zu trennen ?

Man hat doch sicher zusammen schon alles geschafft und wird auch das schaffen.

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Kommentar von Lapushish
08.11.2016, 09:24

Sie sagte doch, dass sie ihn nicht mehr liebt. Und das kann man eben nicht ändern.

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Liebe ist nur ein schwammiges idealisierendes Wort.

Wenn man eine Jahrzehnte lange Ehe hinter sich hat, dann bleibt man nicht mehr aus knalliger Liebe zusammen - die gibt es da nicht mehr. Sondern man bleibt zusammen, "weil es funktioniert" und weil man weiß, daß kaum was besseres nachkommt.

Man trennt sich aus einer Ehe, wenn der Partner sich schwer danebenbenimmt, z.B. dauernde Untreue oder Verschwendungssucht oder Gewalttätigkeit.

Aber wenn der Partner im Wesentlichen seine Aufgaben erfüllt, dann ist es ein Gebot des Anstandes, ihn nicht im Stich zu lassen. Zumal, wenn er Dich gut versorgt.

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Kommentar von Sabsi69
08.11.2016, 08:58

"Man bleibt zusammen weil es funktioniert "

Was für ein Schwachsinn 

Das ist mir zu pauschal!!!

Ich kenne ein paar wenige Paare, die son verliebt eie am ersten Tag. Das ist so schön anzusehen. 

Wahrscheinlich hast du diese Erfahrung nicht machen dürfen, schade

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Du meinst du hättest keine Gefühle mehr für ihn aber zweifelst daran,weil du sonst pleite wirst,sobald du dich von ihm trennst? Was bist du denn für ein Mensch und nutzt ihn für Geld aus? 

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Der Gesetzgeber hat sehr bewusst das "Trennungsjahr" vor die Scheidung gestellt. In dieser Zeit kannst Du feststellen, wie ernst es Dir mit Deinem Scheidungswunsch ist.

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Ich, aber niemals mit dem Gedanken, ob ich jemand neues finden würde. Verlasse ihn, denn du liebst ihn nicht mehr. Möchtest du ihn wirklich "vera*schen"? Oder du reißt dich zusammen, bis der Tod euch scheidet..

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Kommentar von Rationales
08.11.2016, 08:36

So eine Ehetrennung hat massive wirtschaftliche Auswirkungen für beide. Daher ist es ein gefährlicher und unerfahrener Rat, sich bloß wegen "abgekühlter Liebe" zu trennen. Wenn man 50 ist, hüpft man nicht auf dem "Partnerschaftsmarkt" rum wie eine 20jähige.

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Kommentar von Shanty67
08.11.2016, 08:37

Ich ver.a.. niemanden...er weisst das übrigens....

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Eigentlich bin ich absolut gegen scheidung aber in deinem fall hat dein mann definitiv jemand besseres verdient. Nur mit jemanden zusammen zu sein aufgrund seines geldes und der damit verbundenen Sicherheit ist das aller letzte!

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