An alle Atheisten warum glaubt ihr nicht an Gott?

23 Antworten

Ich glaube an keinen Gott. Die kurze Begründung ist eine Gegenfrage: „warum sollte ich?“. Ich diskutiere viel über den Theismus und trotzdem habe noch kein überzeugendes Argument für die Existenz eines Gottes gehört.

Das Prinzip des Theismus widerspricht dem der Wissenschaft, nach welchem ich mich zu richten versuche. In der Wissenschaft beobachtet man die Natur und versucht beobachtete Phänomene mit einer These zu erklären. Wenn diese These gut und viel erklärt und falsifizierbar ist spricht man von keiner These mehr, sondern von einer Hypothese. Wird diese dann belegt kann man von einer wissenschaftlichen Theorie sprechen, wird sie widerlegt wird sie verworfen oder erneuert. Der Theismus mag vielleicht entstanden sein um zu erklären, jedoch auf niedrigem Niveau, da er so viel voraussetzt wie er erklärt. Des Weiteren ist das Prinzip der „heiligen“ Schriften unwissenschaftlich. Häufig geht der Glaube von der zugehörigen „heiligen“ Schrift ab. Dann erklärt man sich die Natur, durch die „heilige“ Schrift. Würde man wissenschaftlich vorgehen, wäre eine „heilige“ Schrift jedoch nie zum Einsatz gekommen. Außerdem wurden viele Teile z.B. der Bibel bereits widerlegt, so z.B. der Schöpfungsmythos oder die große Flut. Wäre man wissenschaftlich vorgegangen wäre diese These als Erklärung also verworfen oder erneuert werden. Was wurde gemacht? Sie wird neu interpretiert…die newtonsche Gravitationstheorie wurde auch nicht neu interpretiert, sondern von der allgemeinen Relativitätstheorie abgelöst.

Außerdem scheint es mir doch sehr irrational an einen allmächtigen, allwissenden und allgütigen Zauberer zu glauben, der das Universum, Milliarden von Galaxien mit Milliarden Sternen und Milliarden Planeten, für nur eine auf einem Planeten lebende weitentwickelte Spezies erschaffen hat. Dazu ist Allmacht allein schon paradox (siehe Allmacht-paradoxon), das selbe mit Allwissenheit und dass All-Gütigkeit nicht sein kann sollte auch offensichtlich sein. Dann natürlich noch alle Belege für seine Existenz verwischen, damit er Wissenschaftler schön in die Irre führen kann und noch viele einander ausschließende Religionen entstehen lassen, damit die Hölle auch schön voll wird.

Wir haben bereits so viel durch die wissenschaftliche Methode gelernt, jedoch war die Erklärung nie Gott. Hätte er sich echt nicht mal unmissverständlich zeigen können, wenn doch so ziemlich alles davon abhängt, ob man an ihn glaubt oder nicht? Würde man alle religiösen Schriften zerstören und alle Bücher mit allem Wissen, dann würden nach ein paar tausend Jahren ganz neue Religionen entstehen, jedoch nicht dieselben wie vorher, während das Wissenschaftliche Wissen, so wiedergewonnen werden würde, da es in der Natur zu finden ist. Es gibt keine großen Unterschiede zwischen dem Unsichtbaren und dem nicht Existenten…

Kein Verstecken Spiel hat so lange angehalten…

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Bin überzeugter Atheist und nicht religiös.

Hier ist meine Lieblingserklärung zu dem Atheismus- u. Glaube an Gott-Thema...

https://youtu.be/P5ZOwNK6n9U

Meiner Meinung nach treffend erklärt und absolut plausibel. Ich find Ricky Gervais einfach klasse!

Ich persönlich würde mich nicht ganz als Atheist sehen. Ich glaube früher konnte man sich die ganzen Naturphänomen nicht erklären wie z.b die Polarlichter dann hat man eben geglaubt das eine höhere Macht dafür verantwortlich ist. Dadurch entstanden diese ganzen Vorstellungen wie sollte man es sich anderes auch erklären.

Mich persönlich stört aber das die Kirche ihre Macht sehr ausgiebig ausgenutzt hat z.b mit dem Ablassbrief was natürlich jetzt schon lange her ist, aber man hat die Angst der Bürger ausgenutzt um an Unmengen von Geld zu kommen.

Ich finde den Gedanken aber gut das es egal wo du bist und was du tust immer jemand da ist der für dich da ist und an den du dich wenden kannst das ist dann "Gott".

Nur die Auffassung von verschiedenen Religionen finde ich sehr fragwürdig.

Warum sollte ich einfach irgend was glauben was andere Leute behaupten ohne Belege? Immer im Widerspruch zu anderen Religionen, die mit genau so schlechten Belegen was anderes behaupten? Teils sogar im Widerspruch zur beobachtbaren Realität?

Glaubst Du, daß es Drachen wirklich gibt? Das wir in jedem Dorf einen Panzer stationieren sollten um die abzuwehren und vielleicht schon einmal im Jahr eine Jungfrau auswählen sollten die wir Opfern falls der Drache kommt? Nur so für den Fall? Warum glaubst Du nicht an Drachen?

Falsche Frage.

Richtige Frage ist: Warum glaubt jemand an Gott.

Und nicht an

  • die Zahnee
  • das Fliegende Spaghettimoster
  • Einhörner
  • Thor und Odin
  • den Yeti
  • den Weihnachtsmann
  • Shiva
  • den Osterhasen

oder irgend etwas anderes, auf das es keinerlei Hinweise gibt?

In einer Gesellschaft, in der viele Menschen getauft sind, politische Parteien ein C im Namen führen, gesetzliche kirchliche Feiertage existieren und überhaupt dem ganzen Kirchenthema ein derartiger Raum eingeräumt wird, kann die Frage, mag sie für dich auch unverständlich sein, ja gar nicht so falsch sein.

Die unerhörte Respektlosigkeit, mit der Gottesglaube hier wiederholt (haha - du hast den Witz gar nicht erfunden!) mit dem Glauben an Zahnfee, Osterhasen und Spaghettimonster gleichgesetzt wird, muss selbst mir als Atheisten auffallen.

Wem da wirklich gar kein Unterschied auffällt, der hat sich im Leben echt nicht viele Gedanken gemacht.

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@Kittyhawkins

Und du solltest, wenn du schon von Respekt redest, mal zumindest meine Antwort überdenken, bevor du mir Respektlosigkeit vorwirfst.

Ich schrieb nämlich nur, was die rchtige Frage ist. Nicht dass ich mir noch keine Gedanken darüber gemacht habe oder dass ich nicht nach Antworten suche oder Ansätze dazu habe.

Ferner ist es ein Unterschied, ob ich ohne Anlass irgendwelchen Leuten "an den Latz knalle", dass Gottesglaube nichts anderes als der an die Zahnfee ist, oder ob ich auf die Frage nach dem Nichtglauben, die ja die Frage nach dem Glauben fast automatisch mit einschließt, eine Gegenfrage stelle.

Viele Gläubige können sich anscheinend einen NIchtglauben gar nicht vorstellen oder schieben ihn in die Glaubensecke, "du glaubt ja auch nur", fordern Beweise für eine Nichtexistenz oder schließen daraus, dass Gott weder beweisbar noch nicht widerlegbar ist, auf eine 50:50-Chance, was nicht nur naiv gerechnet ist sondern in vielen Fällen auch unredlich.

Es gibt einen Unterschied zwischen den MIllionen Gläubigen und Usern, die sich mit einem provokanten Namen hier anmelden und provokante Frage stellen.

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@ThomasJNewton

Ich habe deine Antwort gelesen. Und auch nach nochmaligem Überdenken finde ich es vermessen, die Frage als "falsch" zu bezeichnen. Zumal der Fragesteller die Frage nach den Gründen FÜR einen Glauben an Gott als Christ ganz sicher selbst beantworten kann.

Wenn dich die Gründe dafür interessieren, stell doch selbst eine Frage und bezeichne nicht die Fragen anderer als "falsch".

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