Wie kann man bei Amphetamin-Entzug die Symptome lindern?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
mein Freund hat vor 4 Tagen aufgehört, "Speed" zu ziehen, nachdem er zuletzt fast ein Jahr beinahe täglich konsumiert hat.

Nasale Insufflation? Und fast 365 Tage? Wäre evtl. nicht ein "langsames Ausschleichen" vernünftiger? – Natürlich nur wenn man die etwas wiedererlangte Aktivität nicht dafür missbraucht sich zu überarbeiten...

Gerade bei den Schmerzen würde ich ihn gern helfen. Weiß jemand Rat?

Gliederschmerzen kenne ich bei Amphetamin eigentlich nicht als bekanntes Symptom. Es könnte aber wohl etwas mit dem Kreislauf zu tun haben. – Mehr verrate ich nicht. ;)

Auf jeden Fall hilfreich:

  • Schlafen: Wenn man sich fast ein Jahr durch externe Werkzeuge sich "psychisch wacher" hält, kann logischerweise nach einiger Zeit die Wirkung nur noch so stark sein, als ob man gar keine Drogen nehmen würde bzw. weit weit vor dem Anfang der 1. Einnahme. Es kann durchaus sein, dass man täglich über 14 Stunden schläft über Wochen hinweg. Ob das nun gut ist oder nicht will ich nicht einfach so festsetzen. Jedoch muss das Gehirn doch irgendwann keine Lust mehr haben zu schlafen? und da kann eine Hilfe im Tagesablauf (Essen kochen, Einkauf, etc.) sicherlich in der "Abwesentheit" helfen. (Mir fällt gerade auf, dass ich die letzten Tage sogar so viel geschlafen habe, dass ich gar nicht mehr zur Amphetamineinahme gekommen bin. oO
  • Ruhe , Freizeit: Wohl selbsterklärend wenn man so lange nur Speedy Gonzales war.
  • Gesund Ernährung – jetzt besonders wichtig; mit viel Gemüse (Grünkohl schlägt alles) und Obst (Blaubeeren seien sehr gesund und hätten irgendeine Verbindung mit Amphetaminen. Ob mit "Blueberrys" Valium®, Stimulanz-Tabletten oder tatsächlich die Frucht gemeint ist konnte ich nicht wirklich ergooglen. Es scheint jedoch tatsächlich die Frucht zu sein, über die man in Drogenforen diskutierte.

Neutral:

  • Therapie: Sogar hier reden die Leute einen ein, dass man sie zu 99,999999% bräuchte ob wohl sehr viele zu den 00,000001% gehören, lol. Wenn es jedoch wirklich nicht mehr hilft oder evtl. ein guter Therapeut bzw. eine gute Therapie mit hoher Erfolgswahrscheinlichkeit (nicht verwechseln mit -aussicht!) aufzufinden ist, sollte man sie natürlich nutzen. Medikamente (Benzos, Neuroleptika, Schmerztabletten und sogar Stimulanzien) für den Notfall vorzubereiten wäre ebenfalls keine schlechte Idee.

  • Hobbys und Wünschen nachgehen: Neutral nenne ich es deshalb da es durchaus richtig ist etwas aufmunterndes und aktivierendes zu tun. Jedoch sollte man nicht vergessen, dass man im Entzug eine geringere Leistungskapazität hat als ein "cleaner Mensch" (Was absolut KEIN MENSCH scheint zu beachten, egal bei welchen psychischen Problemen...). Wie gesagt sollte man mit seinem "Wunschzwang" nicht übertreiben, denn dann wäre wieder AMP nötig und damit wären wir wieder mit der leicht sichtbaren Abhängigkeit.

  • Beratung, Drogenaufklärung, Gespräche: Obwohl gefühlt über 75% aller Stellen totaler Schrott sind und man im Internet mit höchster Wahrscheinlichkeit mehr über Drogenaufklärung informiert wird als durch diese Leute ; gebe ich nicht die Hoffnung auf, dass evtl. Selbsthilfegruppen mit Leuten, die ähnliche Probleme hilfreich sein könnten. Andererseits scheinen sogar dort eine Menge indoktrinierter Abhängige zu geben, die als erstes Gebot die "Reinheit bzw. Cleanheit im Blut" erlangen wollen, anstatt eine gesunde Lebensqualität. Aber zugegeben kenne ich keine.

  • Eventuell riskant:

  • Wie oben angedeutet könnten vielleicht z.B. Stimulanzien helfen um den Stimulanzienentzug zu lindern (Captain Obvious hat mir geholfen). Ob jedoch z.B. ein bisschen Koffein wirklich den Entzug lindert wage ich zu bezweifeln. Genauso, ob Koffein tatsächlich "schwächer" wirkt als Amphetamin. (Die Wirkung auf die Psyche ist schwächer – aber mit der Wirkung auf den Körper und den Blutdruck würde Koffein insgesamt härter wirken) Zusätzlich gäbe es wie gesagt die "Reaktivierung" in die Abhängigkeit und blablabla...

  • Antidepressiva: Genauer betrachtet könnten wenige sogar sehr gut beim Entzug bzw. der bedingten Depression helfen. Jedoch müsste man nicht die falschen auswählen und auch sie erst kennen (SSRIs würde nicht empfehlen, auch wenn man sie immer als erstes bekommt.). Bupropion und Venlafaxin sind chemisch ein bisschen mit Amphetaminen verwandt und man stellt sich die Theorie ob diese vielleicht nicht gegen die Probleme beim Entzug helfen könnten. Andererseits können diese für manche tatsächlich wie echtes Amphetamin wirken und es ist auch etwas schwer von Antidepressiva runter zu kommen. ^^ Aber wenn es unbedingt sein muss, müssen sie sein. Jedoch wie gesagt nicht die Wirkung missbrauchen um damit wieder überfordernde Dinge zu tun! ;-)

Gute Besserung!

Schau mal. Vielleicht hilft Dir das Forum weiter:

http://forum.suchtmittel.de/viewtopic.php?t=8430

Eigentlich gehört ein Entzug in ärztliche Behandlung. Hier behommt er auch entsprechende ärztliche Unterstützung, was die Nebenwirkungen angeht. Der körperliche Entzug bei einer Sucherkrankung in der Regel relativ schnell abgeschlossen. Aber was danach kommt, ist die psychische Abhängigkeit, die meist viel größer ist, als die körperliche.

Darum empfielhlt sich im Anschluß immer eine sog. Entwöhnungsbehandlung, wo er auch psychisch alle Unterstützung bekommt, die er braucht, um clean zu bleiben. Es gibt auch ambulante Beratungsstellen und auch ambulante Einrichtungen, wo man sehr gut aufgehoben ist. Er lernt dort auch, mit dem Thema umzugehen und sich anderweitig zu beschäftigen. Das ist sehr wichtig, damit er nicht wieder den Drogen oder auch dem Alkohol verfällt.

Ich weiß, es ist alles leichter gesagt als getan. Aber einen ersten Schritt seid ihr ja schon gegangen. Ich drücke Euch gaanz fest die Daumen, daß es klappt.

Das wäre jetzt zu Weihnachten das größte Geschenk - vor allem für Euch beide.

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Das sind alles gute Tipps, danke dafür, aber da ich selbst im sozialen Bereich arbeiten werde (studiere Ergotherapie), sind das alles mir bekannte Wege. Ich kenne ihn gut genug um zu wissen, dass er sich auch definitiv in Behandlung begeben wird, wenn er es nicht schaffen sollte oder rückfällig würde. Aber er will es erst mal alleine schaffen und darin unterstütze ich ihn auch - wäre doch positiv, wenn er es ohne Medikamente usw hinkriegt ^^

Meine Frage richtet sich also nicht alleine an den Entzug an sich, sondern eher an bekannte Hausmittelchen, die die Schmerzen in den Beinen und das allgemeine Unwohlsein lindern.

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@NekoTheCrow

Na dann drücke ich beide Daumen und wünsche Euch alles Gute, daß es so klappt, wie ihr Euch das vorstellt :-)

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@NekoTheCrow

die schmerzen kannst du sehr gut mit dem schüssler salz nr 7 behandeln, einfach morgens und abends je 3 tabletten einnehmen, auf der zunge zergehen lassen. es handelt sich höchstwahrscheinlich um nervenschmerzen durch verschiedene mangel im körper. haben mir bombastisch geholfen.

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wo er auch psychisch alle Unterstützung bekommt, die er braucht, um clean zu bleiben.

Warum ist bitte schön die höchste Priorität nur "clean/rein im Blut" ?

Was ist mit dem Rest? Gesundheit, alltägliche Probleme, fehlende Verarbeitung, usw.

Die Ursachen liegen wo anders als "man hat etwas im Blut" und darauf sollte man sich fixieren!

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Die Tagesstruktur so ausbauen, dass er keine Zeit hat sich über Speed Gedanken zu machen. Wichtig ist ebenfalls die sogenannte "Suchtverlagerung"...

... Statt Speed zu ziehen muss was anderes diesen "Platz" einnehmen. Ich empfehle Sport, Bildnerisches gestallten, basteln, oder eine art Musiktherapie!

Spazieren im Wald oder Joggen ist auch ne Variante. Wichtig ist dass er möglichst keinen Alkohol trinkt, das könnte sonst die neue Sucht werden.

Falls er unruig oder aggressiv wird muss er die überschüssige Energie in Bewegungen umwandeln. Wenn er 2 Wochen durchhält ist er über dem Berg! Lachen hilft auch!

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Gute Idee, früher hat er viel Sport getrieben, vielleicht hilft ihm das wieder auf die Sprünge :)

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" Nieren " schmerzen nach energy drinks oder amphetamin?

Hey Leute ich habe früher über 2 Jahre Amphetamin konsumiert
( schon lange weg von dem dreck ) danach tat mir immer der Bereich um die Wirbelsäule weh bzw. wo die letzte Rippe zu ende ist am Rücken .

Nun habe ich das mein arzt gesagt und als er mich gefragt hat wo die Nieren sitzen habe ich dort gezeigt .

Er hat aber seitlich bei mir auf einen bereich gedrückt wo mein Becken anfängt . also deutlich unter dem Bereich wo die Rippen aufhören .

Er meinte auch das die schmerzen von der Verspannung der Muskulatur kommen würden . Die ich manchmal über Monate hinweg in diesem Bereich habe . Auch wenn ich zuviel salz esse merke ich es dort .

Es hieß auch das man seine Nieren nicht merkt und das man seine Nieren erst bei einer Nieren isufizienz merkt und das auch die die zur Dialyse gehen im Nierenbereich keine Schmerzen hätten .

Ist es nur eine verkrampfte Muskulatur die seltsamer weise nur auftritt wenn ich Nierenschädliche substanzen konsumiere ? Das will bei mir nicht in den kopf .

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danke schonmal für antworten

lg sockendieb

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