Amicitia Verhältnis Caesar

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Amicitia (wörtl. "Freundschaft") kann, wenn sie das gegenseitige Verhältnis politisch einflussreicher Personen bzw. Familien innerhab Roms bezeichnet, als eine Art Zweckbündnis im Interesse gemeinsamer politischer Absichten, weniger als auf gegenseitiger Zuneigung gründende wirkliche Freundschaft, bezeichnet werden.

Auch in außenpolitischen Beziehungen, auf der Ebene von Staaten und Völkern, gab es die amicitia. Hierunter muss man ein lockeres, durch friedliche Beziehungen geprägtes, aber oft nicht durch Vertäge näher bestimmtes, freundschaftliches Verhältnis zwischen Rom und einem Nachbarstaat bzw. -volk verstehen.

Der amicus populi Romani (Freund des römischen Volkes) war ein erblicher Ehrentitel, den der Senat dem Fürsten eines befreundeten Volkes verleihen konnte. Dieser Titel war verbunden mit öffentlichem Gastrecht, dem Recht römische Gerichte in Anspruch zu nehmen und verschiedenen Ehrenrechten.

(nach: E. Meyer, Römischer Staat und Staatsgedanke, Zürich ²1961, S. 235 f.)

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