Amerika, Häuser

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Mal ganz davon abgesehen, dass die Suggestion in der Frage schon falsch ist (hier werden keine Einfamilienhäuser aus Sperrholz gebaut; und todsicher werden nicht "die meisten Einfamilienhäuser aus Sperrholz gebaut, und es werden auch nicht dauernd Häuser durch Tornados zerstört - und durch normale Stürme, die wir hier im Sommerhalbjahr quasi täglich haben, erst recht nicht): Ja, das hat einen Grund, dass die traditionelle Holzständerbauweise nach wie beliebt ist. Es hat sogar mehrere Gründe, dass weitgehend auf Ständerbauweise oder auf eine Kombination aus Leichtbetonmauerwerk (Erdgeschoss) und Ständerbauweise (OG) zurückgegriffen wird.

Mal am Beispiel Florida: Der sandige Untergrund, den wir hier haben, ist immens mobil. Sehr starr gebaute Häuser bekommen relativ schnell Risse und werden brüchig und instabil. Das passiert oft schon innerhalb der ersten drei Jahre nach Bau. Holz dagegen ist vergleichsweise flexibel und dynamisch und kann sich der Bodenbewegung anpassen, ohne, dass die Stabilität des gesamten Baus direkt gefährdet wird. Folglich ist Holz unter diesen Voraussetzungen "robuster" (um Deinen Begriff zu verwenden) als Mauerwerk oder Beton.

Ein weiterer Grund ist die bessere Dämmfähigkeit von Holz. Schau Dir mal die Dämmwerte von Holz im Vergleich zu Mauerwerk und Beton an.

Noch ein Grund: Holz ist ein nachwachsener Rohstoff; die Verwendung von Holz ist umweltfreundlich.

Und so weiter und so fort.

In Nordamerika herrschen in manchen Gebieten starke Stürme, die ein Großteil der Häuser zerstören

Quatsch. Niemand würde dort mehr bauen. Es ist weder ein Großteil der Häuser, der zerstört wird, noch passiert das ständig. Ab und an kommt es zu Stürmen, die viele Häuser zerstören, aber noch lange nicht "den Großteil".

warum sie weiterhin die meisten Einfamilienhäuser aus Sperrholz bauen

Und wie kommst du auf diese Behauptung?

jou - die (fehlenden) finanzen.

Kostengründe. Nichts anderes.

berlinflorida 28.04.2014, 07:02

Nö. Mal ganz davon abgesehen, dass die Suggestion in der Frage schon falsch ist (hier werden keine Einfamilienhäuser aus Sperrholz gebaut): Gesamtbaukosten für ein ca. 150 m² großes Einfamilienhaus mittlerer Qualität betragen - je nach Region - ungefähr $200.000. Wer statt der konventionellen Ständerbauweise (die durchaus zahlreiche Vorzüge hat) lieber auf eine Kombination von Stahlbeton und Leichtbetonblöcken setzt, der zahlt nur ca. 5% mehr und kommt auf ca. $210.000 Gesamtbaukosten.

Es liegt nicht an den Kosten. Es liegt an den sonstigen Vor- und Nachteilen, dass weitgehend auf Ständerbauweise oder auf eine Kombination aus Leichtbetonmauerwerk (Erdgeschoss) und Ständerbauweise (OG) zurückgegriffen wird.

Mal am Beispiel Florida: Der sandige Untergrund, den wir hier haben, ist immens mobil. Sehr starr gebaute Häuser bekommen relativ schnell Risse und werden brüchig und instabil. Das passiert oft schon innerhalb der ersten drei Jahre nach Bau. Holz dagegen ist vergleichsweise flexibel und dynamisch und kann sich der Bodenbewegung anpassen, ohne, dass die Stabilität des gesamten Baus direkt gefährdet wird.

1

Die meißten Leute werden nicht das nötige Geld haben, sicherer zu bauen.

Was möchtest Du wissen?