Ambulante pflegedienst trotz Schwangerschaft?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Es gibt (außer dem allgemeinen Verbot der Beschäftigung während der Schutzfristen sechs Wochen vor und acht bzw. zwölf Wochen nach der Entbindung) keinen festen Zeitpunkt für Einschränkungen oder gar Beschäftigungsverbote.

Zuerst einmal ist dein Arbeitgeber nach Kenntnis deiner Schwangerschaft in die Pflicht genommen. Er muss auf Grundlage „seiner“ Gefährdungsbeurteilung und meist in Zusammenarbeit mit dem Betriebsarzt oder der aufsichtführenden Behörde (z.B. Gewerbeaufsichtsamt) deinen Arbeitsplatz prüfen und gegebenenfalls ein arbeitsplatzbezogenes, generelles Beschäftigungsverbot (also ohne besonderes ärztliches Attest) aussprechen. Darunter fallen z.B. Arbeiten mit gesundheitsgefährdenden Stoffen, erhöhte Unfallgefahr, schweres Heben, ständiges Stehen, Akkordarbeit usw. Dein Arbeitgeber kann dich dann auch in eine andere Abteilung (z.B. Büro) versetzen.

Ein individuelles Beschäftigungsverbot spricht der behandelnde Facharzt ganz oder teilweise per Attest aus und ist auf den persönlichen Gesundheitszustand der werdenden Mutter bezogen. Dabei muss noch kein krankhafter Zustand vorliegen, es genügt alleine die Möglichkeit eines Schadenseintrittes infolge der weiteren Beschäftigung. Dies trifft z.B. auch für psychische Belastungen am Arbeitsplatz, anhaltende Rückenschmerzen oder auch bei Übelkeit und Erbrechen zu.

Das Attest beim individuelles BV ist klar abzufassen. Es muss neben der Rechtsgrundlage die voraussichtliche Geltungsdauer („zunächst bis ...“) enthalten.

Der Facharzt kann auch den Umfang, d.h. die begrenzte Arbeitsmenge („nicht mehr als ... Arbeitsstunden pro Tag“) bzw. die Art der untersagten Tätigkeit möglichst genau und mit allgemein verständlichen Angaben darstellen. Es ist auch möglich, darzustellen, welche Art von Tätigkeit die Schwangere ausüben darf (Positivliste).

Wird ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen, hat die werdende Mutter gegen ihren Arbeitgeber nach § 11 Absatz 1 Satz 1 MuSchG Anspruch auf zeitlich unbegrenzte Zahlung des vollen Arbeitsentgelts (Mutterschutzlohn). Dieses bekommt der Arbeitgeber auf Antrag über das Umlageverfahren 2 (U2-Verfahren) von der Krankenkasse der werdenden Mutter erstattet.

Alles Gute für dich und eine gesunde und tolle Schwangerschaft und Geburt!





Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Werdende Mütter dürfen nicht beschäftigt werden,soweit nach ärztlichem Zeugnis Leben und Gesundheit von Mutter und /oder Kind bei Fortdauer der Beschäftigung gefährdet ist. (§ 3 Abs.:1 MuSchG)

Rechtzeitige Rücksprache mit dem Arzt ist also wichtig.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das Mutterschutzgesetz regelt bestimmte Aufgaben, die in der Schwangerschaft nicht durchgeführt werden können:

http://www.gesetze-im-internet.de/muschg/__4.html

Dafür ist der Arbeitgeber verantwortlich. Er kann Dir besondere Aufgaben zuweisen oder ein Beschäftigungsverbot aussprechen. Für Dein Gehalt kann er in diesem Fall einen Ausgleich von der Krankenkasse einfordern.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

also ich denke das man einfache arbeiten sehr lange verrichten kann. die frage ist: darf man das in dem beruf . ich weiss von berufen , bei denen man ab feststellung der schwangerschaft gar nicht mehr arbeiten darf, egal wie gut es einem geht. dachdeckerinnen z.b. dürfen den beruf nicht mehr ausüben in der schwangerschaft

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Normal gehst du so 8 Wochen vor dem Termin in Karenz.
Alles wirst Du sicher nicht machen dürfen. zB schwere Sachen heben

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

6 Wochen vor der Geburt musst du aufhören

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Nobody2016
20.03.2016, 09:03

Ich weiß das ist bei allen berufen so ist meine Frage war speziell auf Altenpflege im Ambulanten Pflegedienst gemeint . Deine Antwort auch oder meintest du allgemein? ?

0
Kommentar von FrauFriedlinde
20.03.2016, 09:43

Ich weiß von keinen Ausnahmen, außer du bist irgendwie krank

0

Diese Fragen beantwortet Dir das Mutterschutzgesetz.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?