Amateurfilme! - Regen?

...komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Hi, wollte schon vorhin antworten, habe aber die Frage aufm PC (war ursprünglich am Handy) nicht mehr gefunden... Jetzt aber! :)

So wie ich das sehe, hast du 3 Optionen:

Option 1:

Du machst alles in der Postproduktion. Hier hast du den Vorteil, dass dein Equipment auf jeden Fall trocken bleibt. Außerdem bist du unabhängig vom Wetter, da du ja auch ansonsten alles zu haben scheinst (Greensceen, Beleuchtung, "Windmaschine" ;) ), brauchst du kein Sonderequipment anschaffen. Nachteile sind, dass du extrem eingeschränkt bist vom Platz her, man dreht halt drinnen und vor einem Greenscreen. Wenn man nicht grade eine Profistudio mit 50qm Greenscreen hat, reicht es meistens (in den eigenen vier Wänden) nur für Close-Ups, nicht für Aufnahmen aus der Totalen. Hinzu kommt, dass das Endresultat wohl eher bescheiden ausfällt. Regen nachzustellen (realistisch) ist sehr schwer. Klar kriegt man es leicht hin, das ein paar Striche den Bildschirm runtersausen, aber wenn es echt aussehen soll (Tiefe+Tiefenschärfe, nasse Personen/Objekte und zum Beispiel Böen, also Einfluss von Wind), dann wird es schon schwieriger (hier ist es natürlich auch eine Frage der Software).

Fazit: Wirkt zu unecht, meistens nur eingeschränkte Kameraeinstellungen

Option 2:

Alles komplett draußen drehen. Hierbei ist von Vorteil, dass man praktisch uneingeschränkt ist (natürlich Location abhängig), was Kameraeinstellungen und - fahrten angeht. Außerdem geht es nicht echter vom Endresultat her, es ist echt. Die Darsteller werden wirklich nass (was sich unter anderem auf Mimik und Gestik positiv auswirkt => realer). Von Nachteil ist natürlich, dass die Gefahr besteht, dass die Kamera nass wird. Außerdem ist man vom Wetter abhängig. Was man auch nicht vergessen sollte ist, dass wenn man als Amateur dreht (und nicht nebenan einen beheizten Wohnwagen o.ä. hat und keine Wohnung in der Nähe ist) und man mal eben 30 Shots braucht, bis die erste Einstellung gut ist (ich weiß ja nicht wie perfektionistisch du veranlagt bist), dass die Schauspieler sehr schnell frieren. Hinzu kommt, dass sie beim 10. Shot vielleicht schon triefend nass sind, obwohl sie laut Drehbuch gerade erst die Wohnung verlassen haben. Umziehen und Trocknen nach jedem Shot wäre die Folge.

Fazit: Man ist Wetter abhängig und läuft Gefahr, Equipment kaputt zu machen

Option 3:

Man dreht bei gutem Wetter draußen und baut sich eine Regenmaschine. Im Internet findet man Anleitungen, wie man mit wenig Geld aus einem Schlauch eine Regenmaschine baut (kriegt man evtl. auch kostenlos hin, mit - eventuell kaputtem - Material von Freunden/Nachbarn/etc.) Die Vorteile sind, dass man echtes Wasser verwendet (Schauspieler werden nass) und, dass man um sein Equipment und die Gesundheit der Darsteller relativ unbesorgt sein kann. Allerdings muss man auch hier sagen, dass man in den Kameraeinstellungen wieder Recht eingeschränkt ist, es sei denn, man will eine riesige Regenmaschine bauen - ich glaube eher nicht.

Fazit: geht evtl. etwas ins Geld, dafür hat man ein gutes Endresultat

So, jetzt schreib ich mal meine eigene Meinung/Erfahrung dazu :)

Im großen und Ganzen würde ich Option 2 nehmen. Warum? Alleine kriegt man das Projekt wahrscheinlich sowieso eher nicht hin. Da besorge ich mir lieber ne handvoll Leute, die mir beim Dreh mit einem Regenschirm assistieren - und den Darsteller mit Handtüchern und warmen Getränken ;) (man findet oft Freunde, die an so etwas Spaß haben - evtl. spendiert man Pizza oder so). Wobei viele Amateurkameras/Camcorder ein paar kleine Spritzer schon aushalten.Außerdem hat man ein super Endresultat - ist halt real - und das kostenfrei. Außerdem finde ich es wichtig, die Möglichkeit einer Totalen zu haben.

Sollte ich das partout nicht wollen, würde ich mich zwischen 1 und 3 wie folgt entscheiden: habe ich Lust für mehr Aufwand (und eventuell etwas Geld) ein besseres Endresultat zu erzielen oder pfeife ich auf das bessere Endresultat (weil mein Film sowieso nicht nur aus dieser Szene besteht - das ginge für mich persönlich nicht, bin Perfektionist bei sowas), drehe dafür aber gemütlich in einem Haus, habe keinen Transportaufwand (nur wenn man bei sich dreht) und einen Kühlschrank und ein Klo, und und und.

Ist also deine Entscheidung :)

Meine persönliche Meinung ist aber immernoch Option 2. Wenn ich eine regnerische Szene haben will, drehe ich im Regen. Kompromisse könnte man machen, indem man in einer Lagerhalle/großen Garage dreht, die nass werden kann. Dann bräuchte man aber auch eine Regenmaschine und einen großen Greensscreen.

Zusammenfassung:

  • Option 1: schlechtes Ergebnis und/oder schwer in der Postproduktion, keine Möglichkeit der Totalen

  • Option 2: das beste Ergebnis, Gefahr einer kaputten Kamera kann durch Regenschirme o.ä. leicht verhindert werden, habe bisher immer so gedreht

  • Option 3: besseres Resultat als 1, dafür evtl. Unkosten, ebenfalls keine Möglichkeit einer Totalen

Hatte leider keine Zeichen mehr...

Wegen Forum, ich kenne eigentlich nur dieses hier, ist m.M.n. relativ gut, auch wenn es meistens eher um Technik geht (da hab ich zum Beispiel etwas zum Bau einer Regenmaschine gefunden) :)

Hoffe das hilft dir weiter :)

http://www.slashcam.de/news/single/Wie-man-eine-Regenmaschine-baut-6600.html

0
@IchBinDasDoch

Hey, danke erstmal, da hast du mir echt gut geholfen ;-)

Du hast natürlich recht wenn du sagst das Option 2 am besten ist... Das sehe ich auch so! Allerdings ist es so, dass es jetzt Sommer ist und Regen selten ist. Wichtig ist mir auch, dass es eine einigermassen dunkle Umgebung ist. Ausserdem könnte auch der Greenscreen nass werden (Wäre das schlimm?). Also ist so naja :/ wenn du noch mehr Tipps hast freue ich mich natürlich darüber ;) Würde auch gerne deine Meinung dazu hören ;)

Lg DerTypTutking

0
@DerTypTutking

Ich dachte eigentlich, dass der Greenscreen wegfällt, eben weil man direkt vor Ort dreht. Darf ich denn fragen was du vor hast?

Der Greenscreen wird ja nur noch gebraucht, sollte man etwas Irreales in den Hintergrund setzen wollen oder eine Location, die weit weg ist und an die man als Amateurfilmer eher nicht ran kommt. Ansonsten läuft man besser damit, wenn man sich eine geeignete Location sucht, anstatt einen Greenscreen zu nehmen.

Ob der Greenscreen nass werden darf oder nicht kann ich dir pauschal nicht sagen. Fakt ist, es gibt Programme die gut mit Schwankungen im Farbbereich umgehen können (After Effects zum Beispiel). Wenn er aus Stoff ist, wird er vermutlich dunkle Flecken kriegen, wenn er nass wird. Aus hartem Material (wahrscheinlich bei dir eher nicht der Fall, da meistens nur in Profi-Studios vorhanden) also zum Beispiel grüne/farbige Wände, da wären die Tropfen an sich ein Problem.

Generell ist es ziemlich schwer ein gutes Ergebnis mit Greenscreen zu erhalten, wenn auch noch Regen dazu kommt, wirds umso schwerer...

Wenn du möchtest, kannst du meine Freundschaftsfrage annehmen und wir skypen die Tage mal, ist einfacher als hier. Ich kann dir definitiv besser und spezifischer helfen, wenn du mir konkret sagst, was du möchtest :)

1

Was möchtest Du wissen?