Am Montag Ausbildungsbeginn und habe Angst davor?

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6 Antworten

So einen Beginn hattest schon öfter im Leben: Kindergarten, Grundschule, irgendeinen Verein, Mittelstufe, Partnerschaft, was auch immer.

Das Lampenfieber gehört dazu und wird sich legen, sobald die Krabbelgruppe verlässt und zum Alltag übergehst. Also keine Sorge, bisher hast es ja noch immer hinbekommen.

Was die pubertierenden Kinderchen betrifft, da solltest als Ausbildungs-Oma doch locker drüber stehen. Was sollten die schon können, was nicht als Teenie auch schon hattest?

Aus einer großen Klappe lässt ganz schnell die Luft raus, wenn direkt hingehst und sagst: „... dann erklär mal, [Vorname]. So, dass auch ich das verstehe.”

Die, wo wirklich erklären können, bekommst dann schnell als Freunde, die anderen bleiben Klassenclowns.

Hab keine Angst vor Mathematik. Was da benötigst, schaffst locker, und für den Rest hast die Erklärer mit der (nicht ganz so) großen Klappe.

Dass du dich entschlossen hast, eine Ausbildung zu machen, die dich fordern wird, spricht für dich.

Dass du am Thema dieser Ausbildung wirklich Interesse hast, ist schon mal ein ganz wichtiges Plus.

Und wenn andere, Jüngere, schlau daherreden und behaupten, sie wüssten all das, was du nicht weißt, ignoriere es einfach. Ich beobachte immer wieder, dass sich fast jeder dieser Burschen weit überschätzt. So mancher Schüler behauptet heute, Programmieren zu können und merkt noch nicht mal, dass das einfach nicht wahr ist !!!

Nebenbei: Als Fachinformatiker für Systemintegration muss man vor allem gute Hardware-Kenntnisse haben und wissen, wie man z.B. PCs aufsetzt, Betriebssysteme installiert, Netzwerke einrichtet und weiß, was zu tun ist, wenn irgend wo was nicht funktioniert.

Fachinformatiker für Systemintegration sind keine Software-Entwickler.

Gehe selbstbewusst an diese Ausbildung heran und lasse dich nicht einschüchtern. Sei auch deinen jüngeren Kollegen gegenüber stets selbstbewusst und souverän. 

Sei dir klar darüber, dass du allein vom Alter und der Lebenserfahrung her her ihnen gegenüber einen Vorsprung hast.

Vor allem aber:

Scheu dich nie, deine Ausbilder zu fragen, wenn du etwas nicht weißt. 

Es ist ja schließlich der Zweck jeder Ausbildung, deine Wissenslücken zu beheben. Je mehr du frägst, desto schneller wirst du dazulernen und desto mehr Interesse deinerseits beweist du damit.

Dumm ist nur, wer sich nicht zu fragen traut.

Guten Morgen, Du brauchst keine Angst zu haben, denn alle haben mal so angefangen. 

Sollten blöde Sprüche kommen, über hör sie - denn Leute die solche Sprüche drauf haben dass sind nicht die hellsten.

Um die Berufsschule kommst Du leider nicht drum herum. Ich wünsche Dir starke Nerven und gutes Durchhaltevermögen, lieben Gruß

Es wird sich herausstellen, ob du klarkommst oder nicht. Probezeit ist meist 4 Monate und in dem Zeitraum solltest du dir eine Meinung gebildet haben.

Wenn es nicht klappt, hör wieder auf.

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, weshalb man sich nicht auf seine persönlichen Stärken besinnt und dort einen Beruf sucht, als eigentlich auf den kompletten Schwächen (man liest es genau, deine negative EinstellungI etwas aufzubauen.

Wenn du mit 23 in der Berufschule bist, hast du den Vorteil, dass du Auto fahren kannst und ich finde es ist ganz lustig mit 16jährigen. Man hat den Vorteil, dass man in der Freundschaftszone ist und darauf lässt sich ja auch was aufbauen (Hilfestellung bei Aufgaben usw.)

Ich hatte auch den Wirtschaftszweig und arbeite über 30 Jahre in dem Beruf und bin jetzt im Controlling. Was du dabei mit Sekretariatsaufgaben und Briefe stempeln meinst, erschließt sich mir nicht. Dafür haben wir eine Hilfskraft und keinen mit einer kaufmännischen Ausbildung.

KleinerGnom6 01.07.2017, 14:04

Wenn es nicht klappt, hör wieder auf, hört sich leicht an. Aber mit einem abgebrochenen Studium und abgebrochener Ausbildung, bräuchte ich wahrscheinlich nirgendwo mehr antanzen. Deswegen setze ich mich ja auch so sehr unter Druck.

Meine Stärken liegen natürlich im wirtschaftlichen Bereich und das es dort auch andere Tätigkeiten gibt ist mir klar. Ich habe jedoch gesehen, was meine Kollegen an Arbeit geleistet haben, manche mussten für ihren Job ein Staatsexamen bestehen, wobei deren Arbeit lediglich Pipifax war. Ich habe mich in diesem Umfeld auch nie wohlgefühlt und schon erst recht nicht zugehörig. Die Thematik war nie meins und ich möchte an sich ungerne die nächsten 40 Jahre einen Job ausüben, der mir weder Spaß macht noch mich interessiert :( Ich möchte jetzt wo ich jung bin nochmal etwas ausprobieren...wenn es dann nicht klappt wäre klar wo mein Weg hinführen würde, aber glücklicher würde er mich sicherlich nicht machen. Ich kann nicht beurteilen, ob Mathematik eine Schwäche ist. Wie gesagt, ich hatte sehr viele familiäre Probleme und anschließend auch psychische und habe daher damals nie viel gelernt, weil ich zu sehr mit mir beschäftigt war. Ausserdem war ich schüchtern, habe mir nie Hilfe geholt wenn ich etwas nicht verstanden habe. Habe die Probleme weiter mitgenommen und dann war klar, dass ich irgendwann nicht mehr mit allem hinterherkommen würde. Da ich heute anders bin, aus allem gelernt habe und auch nicht mehr faul bin wie früher, kann ich mir durchaus vorstellen, dass es mir heute leichter fallen wird. Ich habe mir nur zu oft eingeredet, dass ich das nicht kann und dafür zu dumm bin. Kein Wunder wenn man dann diese Dinge anschließend auch nicht versteht, weil man sich nicht verstehen will. Ich war damals sehr naiv.

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Die Ausbildung ist dazu da jeden, auch wenn jemand keine großen Vorkenntnisse hat perfekt in diesem Beruf auszubilden. Mach dir keine Sorgen.

Nur befürchte ich auch, dass ich mich nun mit 23 in der Berufsschule mit 16 Jährigen pubertären Jungs rumschlagen muss, 

Hier musste ich kurz schmunzeln, ich bin selber in einer Ausbildung als FISI und von 20 Systemintegrateuren im Jahrgang bin ich der einzige unter 18. Der Rest ist meist 18 oder 19 oder auch älter. Es gibt auch mehrere Studienabbrecher die auch schon über 30 sind.

Und ich sage es mal so wie ich es kenne, geärgert weil er wenige Kenntnisse hat wird bei uns niemand. Es wird sowieso alles, selbst die kleinsten Grundthemen durchgenommen.

Zum Thema Mathe: Außer Subbnetting, Prozessortaktberechnungen, Umwandeln von verschiedenen Zahlensystemen und Logikschaltungen am Anfang wird nichts wirklich Mathenahes dran kommen. Die Berufsschule ist auch recht Wirtschaftslastig, da wirst du vermutlich auch nen paar Vorteile haben.

Schöne Grüße,

Nico

KleinerGnom6 01.07.2017, 14:24

Danke, deine Antwort hat mich auf jeden Fall sehr beruhigt :)

Ja ich nehme mal an, dass auch ein paar Studienabbrecher da sein werden :)

Was erwartet einen denn so die ersten Wochen im Praktikum? Kannst du mir da was von deinen Erfahrungen schildern?

Ich kann mir noch nicht wirklich vorstellen, welche Aufgaben die ersten Wochen auf mich zukommen werden und habe ein wenig Angst davor, doofe Fehler zu begehen oder vor allem schlimme Fehler :-/

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greenstar19 01.07.2017, 14:52
@KleinerGnom6

Also bei mir begann alles mit einer Einführungswoche wo alle Azubis die anfangen zusammen waren, also vom ganzen Betrieb. haben so den Betrieb kennen gelernt, Spiele gemacht etc.

In der ersten Woche passiert eigentlich nichts großes. Am Anfang wurde mir alles gezeigt, die Technik, Räumlichkeiten, Kollegen etc. Ich sollte mein Arbeitsplatz einrichten und so die Grundlagen kennen lernen da es auch viel neues gab. Zum Beispiel Windows installieren übers mtd, bestimmte Software installieren etc.. Ich hab Anfangs viel meinem Chef bei der alltäglichen Arbeit über die Schultern geschaut. Und dann hab ich von Zeit zu Zeit immer mehr Aufgaben übernommen. Am Anfang waren es reine Supportaufgaben wie Rechner auf-abbauen, Windows installieren, Software installieren. Da einem das alles auch gezeigt wurde wie es geht kann man da wenig falsch machen. 

Ich wüsste nicht was man da für schlimme Fehler machen kann, wenn man einen gemacht hat kann man ihn auch meistens wieder korrigieren.Doofe Fehler passieren Anfangs mal, so auch mir, aber die Kollegen wissen dass auch und nehmen es einem nicht übel. Schließlich passieren denen auch Fehler, obwohl sie schon längst ausgelernt haben. Im Nachhinein lacht man oft nur zusammen drüber ;)

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grtgrt 01.07.2017, 15:08
@KleinerGnom6

Meine Ausbildung war in Katastertechnik, und als ich sie begann, wusste ich noch nicht mal, was das Wort "Katastertechnik" denn nun eigentlich bedeutet.

6 Jahre später war ich stolzer Besitzer des besten Abschlusses aller Absolventen meines Jahrgangs (in ganz Bayern).

Mit IT bekam ich erst viel später zu tun: Nach meinem Studium der Informatik (als Nebenfach). Diesen dritten meiner insgesamt 3 Berufe habe ich dann, wie auch schon die beiden vorher, mit Begeisterung ausgeübt: ganze 30 Jahre lang.

Mit Servicetechnikern (heute würde man sagen: mit Fachinformatikern für Systemintegration) hatte ich stets nur zu tun, wenn meine vom Arbeitgeber oder dessen Kunden gestellte IT-Ausrüstung nicht funktioniert hat wie sie sollte. Daher kann ich dir nicht sagen, wie deren Ausbildung heute denn nun genau verläuft.

Du kannst das aber nachlesen im von der Industrie- und Handelkammer vorgegebenen Ausbildungsplanhttp://www.frankfurt-main.ihk.de/pdf/berufsbildung/ausbildung/ausbildungsplan/Fachinformatiker\_Ausbildungsplan.pdf .

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KleinerGnom6 01.07.2017, 17:00
@greenstar19

Na das klingt ja schon mal sehr vielversprechend :)

Ich habe zwar meinen PC schon mal von innen gesehen, aber noch nie getraut den ausseinander zu bauen :x Da er doch recht teuer war und ich keine Ahnung habe, lass ich mir das lieber mal von den Experten erklären bevor es bei meinem Puff macht :-D

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an dem Punkt an dem du dich selbst Weib nennt habe ich aufgehört zu lesen. Ich bitte dich überdenke mal deinen Ausdruck.

KleinerGnom6 01.07.2017, 13:55

Das war nicht so abwertend gemeint wie es sich anhört ;)

Mal davon abgesehen, dass ich nie mich als Weib bezeichne. Es geht viel mehr darum, dass ich glaube, dass andere mich als "Weib" bezeichnen und nicht als erwachsene Frau ansehen.

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