Altersvorsroge bei ERGO empfehlenswert?

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13 Antworten

Ich sage immer .. Altersvorsorge gibts nicht, vor dem Alt-werden kann man sich nur schützen, indem man früh stirbt.

Altersvorsorge heisst, Versicherungen sein Geld zu geben, die damit Provisionen, Gehälter und Bürohochhäuser bauen, und ausserdem noch eine Rentenzahlung garantieren, auch für den Fall, dass man älter wird als der statistische Durchschnitt. Nicht garantiert werden kann natürlich Inflation und Verzinsung.

Leisten kann sich sowas, wer genug Geld hat .. wer in "prekären" Arbeitsverhältnissen beschäftigt ist, der kann auch keine Beiträge zahlen, um der Altersarmut zu entgehen.

Wer aber etwas Geld übrig hat, der sollte .. mein Rat .. sehr wohl etwas sparen, aber nichts den Versicherungen geben. Erste Wahl ist die eigene Wohnung oder das eigene Haus. Erhöht das Nettoeinkommen nach Rückzahlung des Darlehens um die Nettomiete, mit absolutem Inflationsschutz, ohne Steuerlast oder Zugriff der Krankenversicherungen. Und dann gibt es bis zur Rückzahlung des Darlehens keinen Grund, über andere Geldanlagen gross nachzudenken. Ist das erledigt .. braucht man neben der normalen Rente als Arbeitnehmer nicht wirklich 1000 Euro im Monat oder was der Versicherungsvertreter als "Rentenlücke" ausrechnet, sondern Vermögen .. um Reisen, Autokauf, evtl auch Gesund heitskosten zahlen zu können. Also Reserve hat man dann noch die Immobile, die man auch zu Lebzeuen beleihen oder aus Erbpacht verkaufen kann. Alles ohne die teuren und keieswegs sicheren Versprechungen der Versicherungen ...

Superklasse Antwort!!!

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Also wenn ich mein Geld in eine eigene Immobilie packe ist das gut, wenn die Versicherung aber Geld in Immobilien investiert ist das schlecht?

Why?

Leisten kann sich eine Altersvorsorge jeder mit einem Einkommen.

Die Frage ist welche Form und ob die Beiträge ausreichend hoch sind um der Altersarmut zu entgehen. Von 5,- € im Monat wird sich kein Regen in der Wüste erzeugen lassen und wenn das Nettoversorgungsniveau im Alter nicht über GruSi liegt, ist es in der Tat müßig.

Erhöht das Nettoeinkommen nach Rückzahlung des Darlehens um die Nettomiete, mit absolutem Inflationsschutz, ohne Steuerlast oder Zugriff der Krankenversicherungen.

Dass eine eigene selbstgenutzte Immobilie aber auch zum teuren finanziellen, steuerlich irrelevanten, Ruin werden kann, bitte nicht verschweigen.

Jede Anlage, jedes Investment, jede Entscheidung birgt Risiken und ich für meinen Teil würde einen Teufel tun mich 30 Jahre (i.d.R.) lang der Bank zum Sklaven zu machen.

Aktien, die schlecht laufen, kriege ich zumeist börsentäglich verkauft. Eine Schrottimmobilie ehr weniger.

Und nochmal zurück du den von dir erwähnten Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen: Probezeit oder befristete Verträge kriegen keine Finanzierung, weder für selbstgenutzte noch für fremdgenutze Immobilien.

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@kevin1905

Zitat: <Also wenn ich mein Geld in eine eigene Immobilie packe ist das gut, wenn die Versicherung aber Geld in Immobilien investiert ist das schlecht?>

schlecht, weil man eben nicht Miteigentümer ist, und nur völlig intransparent an den Gewinnen und Verlusten, nach Verwaltungskosten und Provisionen, partizipiert. Im besonderen Fall der LV mit Anlage in bestimmten Wertpapieren, also z.B. offenen Immobilienfonds, kann man den Immo Bestand und die Entwicklung zwar mitverfolgen und erhält auch je nach Vertrag die Anteile irgendwann .. aber Immofonds waren meistens auch eine superschlechte Geldanlage .. Und investieren in Abschreibungsobjekte (Supermärkte) und Prestigeimmos (teuere Hochhäuser in besten Lagen) die sich viel spekulativer entwickeln und für die es oft auch keinen nachvollziehbaren Markt gibt das sowas selten verkauft wird, die Mieter oft die Muttergesellschaft des Fonds ist .. alles was bedeutet, man macht sich, wie du schreibst, auf Jahrzehnte zum Sklaven der Finanzinstitute.

Aber egal, selbst wenn ich Unrecht habe, und man erwischt einen Fond, der ein solide Rendite erwirtschaftet: Dann zahlt man z.B. 800 Euro Miete, und hat einen Fond, der 800 Euro erwirtschaftet (muss ein ganz schön grosses Vermögen sein, dass 9600 E im Jahr erwirtschaftet. Nachteil 1 ... von den Erträgen zahlt man Steuern und womöglich Krankenkassenbeiträge. Nachteil 2 .. die Erträge haben nichts mit der Miete zu tuen, die Miete kann steigen, die Erträge in einem schlechten Jahr mal ausfallen ...

Zitat: <Dass eine eigene selbstgenutzte Immobilie aber auch zum teuren finanziellen, steuerlich irrelevanten, Ruin werden kann, bitte nicht verschweigen.>

ja klar, aber das hat man weit mehr selber im Griff ... erste Regel: nur kaufen, was man auch leisten kann, nicht den Maxbetrag, den die Bank vielleicht rausrückt wenn man noch Versicherungen abschliesst. Und natürlich muss man erst mal Eigenkapital schaffen ...  Im worst case: Arbeitslosigkeit, Scheidung, Zwangsverkauf, müsst man auch die LV auflösen, was in den ersten Jahren auch einen Totalverlust bedeuten kann. Also kein Unterschied.

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Erste Wahl Wohneigentum:

wenn es passt.

https://m.youtube.com/watch?feature=youtu.be&v=bryQe9H5B0w

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@Dickie59

Danke .. Interessanter Beitrag .. nur das Müller natürlich mit Aktien sein Geld verdient (als Author, Semiarredner etc) ... seine Einstellungen zu Versicherungen, Gold etc sind schon ok .. das die Immobilie nicht zu jedem passt .. mag auch stimmen. Das Dramatisieren von Kosten .. da hat er es aber etwas übertrieben, nach 25 Jahre eine neue Heizung und Fassade sind wohl verkraftbar und kalkulierbar ... und viele Kosten sind eh umlagefähig, zahlt man als Mieter also auch mit .. 

Das Problem ist aber: Alles andere mag gute Renditen versprechen, aber ist auch mit Risken verbunden. Aber Wohnen, Miete zahlen muss ich auf jedenfall, auf die Kreuzfahrt kann ich verzichten, auf den Mercedes im Rentenalter auch .. aber wenn ich die Miete nicht bezahlen kann, dann habe ich ein richtiges Problem. Und wenn ich keine zahlen muss, fällt diese Grundsorge schon mal weg. Wenn das geregelt ist, kann man sich an riskantere Sachen machen, wäre im Gegensatz zu Müller mein Rat.   

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@juergen63225

eben, manchmal hilft etwas Polemik. Aber deshalb dürft ja auch klar werden, das eine Einzelhandelskauffrau mit 1650€ Bruttoeinkommen keine Aktien und Gold kaufen wird, aber mit einem Partner/Mann der mehr verdient gern auf die Immobilienschiene gelockt wird, da habe ich nun schon einige fallen sehen oder am Tischtuch nagen sehen. Alles in einem muss man sich dafür Zeit nehmen.

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Vor der Altersvorsorge steht die Berufsunfähigkeitsabsicherung.

Besteht eine BUV?

ERGO war mal neben der Allianz der größte Lebensversicherer Deutschlands. Die Zeiten in denen der Konzern wirklich gute Produkte am Start hatte, sind aber schon länger vorbei.

Altersvorsorge muss auch nicht zwingend über eine Versicherungslösung erfolgen. Für manche Leute ist das sinnvoll, für andere weniger.

Ohne eine Bedarfsanalyse sollte gar nichts passieren.

Dann stellt sich die Frage wie du als Student Altersvorsorge und Berufsunfähigkeitsschutz von einem quasi nicht vorhanden Einkommen bedienen willst. Für mich als Makler wäre das ein No-Go, beinahe vorprogrammiertes Storno.

DEINE Altersvorsorge solltest du keinesfalls "deinem Kumpel" überlassen. Der ist wahrscheinlich Tipgeber für einen Vermittler.

Lass dich von einem Versicherungsmakler unabhängig beraten  Dann könnte es durchaus sein, dass auch das Angebot der ERGO mi ins Spiel kommt.

Ich kann Dir einen guten Rat geben.

Bevor Du irgendeinen Vertrag bei einem Kumpel oder so abschließt, erkundigst Du Dich vorher genau, welche Möglichkeiten und Varianten es gibt. Mach Dir erstmal drüber Gedanken, welche Absicherung Du überhaupt haben möchtest und wieviel Geld Du dafür auszugeben bereit bist.

Dann erkundigst Du Dich bei mehreren Anbietern und suchst Dir das für Dich beste Angebot raus.

Pass dabei auf, wie hoch die jeweilige Abschlußgebühr ist. Das muss mittlerweile angegeben werden!

Gerade bei Altersvorsorge und derartigen "Versicherungen" zahlst Du immense Abschlußgebühren.

Ich habe mal in jungen Jahren eine Kapital-Lebensversicherung abgeschlossen. Auch bei einem Kumpel. Erst viel später habe ich herausbekommen, dass ca. 1 Jahresbeitrag (!) weg ging für die Provision. Und ich bin noch ein zweites Mal mit "Empfehlungen eines Kumpels" auf die Nase gefallen. Seitdem kümmere ich mich selbst um alle diese Belange.

Nur ein kleiner Rat von einem älteren Schreiber hier, der eben auch "Lehrgeld" bezahlt hat. Muss ja nicht jeder denselben Fehler machen ;)

Sehr gut - die Idee mit dem Schlau-machen! Ich rate von so was vehement ab! Ja, er ist scharf auf die Prämie. Aber bei Geld hört die Freundschaft auf! Und bei Versicherungen schrillen bei mir die Alarmglocken, weil diese oft nicht zahlen wollen - steht im Vertrag, dass sie nicht müssen ;-) so reden die sich raus. Das Geld, welches Du heute einzahlst, ist schon nächstes Jahr nicht dieselbe Summe wert, wegen unserer Inlfation. Wie viel willst Du da investieren?? Du brauchst das Geld, welches Du jetzt hast - BaföG ist wenig genug!

Was ein Quatsch...ob eine Versicherung zahlt oder nicht hängt von Versicherungsbedingungen ab und kommt bei den Sachversicherungen zum tragen...bei ihm gehts aber um Altersvorsorge! Und Thema Inflation...was soll denn die vernünftige Alternative sein, das Kopfkissen, oder das 0,01 %Sparbuch??

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@AlexOHZ

Meine Alternative: Hinnehmen, wie es nun mal ist! Da kann man nichts schönreden!

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@AlexOHZ

Bei Altersvorsorge ist es ein heikles Thema, was eigentlich Geld der Versicherung und was Geld der Versicherten ist.

Alternativen: Immobilien und Aktien.

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Hallo, es schadet nichts mal andere Anbieter anzuschauen und zu vergleichen. Nur leider kannst du das nicht, da zu 80% AV Produkte verkauft werden und nicht dir die Nachteile und Vorteile der Produkte erklärt wird. Es gibt kein Sparplan ohne Kosten. Die Altersvorsorgen über Versicherungen nehmen die gesamten Kosten auf die vereinbarte Laufzeit bezogen in den ersten 5 Jahren und das günstiger Sparen in Fonds, Aktien usw wird nachgelagert vom Staat mit Abgeltungssteuer(25%) auf die Gewinne eingezogen. Die Kostenunterschiede sind gering und ist von jeder individuellen Produktnutzung abhängig. Moderne Altersvorsorgen sind heute flexible Sparverträge im Versicherungsmantel, die bis zum 80.-85. Lebensjahr flexibel genutzt werden können. Ergo gehört nicht dazu. Lass dich in Ruhe von mehrern Anbieter Produkte zeigen. Versicherungsmakler sind unabhängig und sollte eine gute Adresse sein. Viel Glück! constein

Altersvorsorge ist wichtig und richtig! Zunächst musst du dir die Frage stellen, wieviel Geld du entbehren kannst. Monatlich 50-100€ wäre ein Einstieg. Muss es unbedingt eine Versicherung sein, die ca. 25 Jahre läuft? Spare dein Geld und kaufe zu einem günstigen Zeitpunkt DAX-Aktien, lege diese dann 10-15 Jahr weg, kassiere die Dividende und hoffe, dass die Aktienwerte in der Zeit steigen.

Zuerst ist die Frage zu beantworten. 

Welche Altersvorsorge ist für mich optimal“?

Erst wenn man das weiß, denkt man über das Unternehmen nach,welches einem die Lösung bietet.

Alle Versorgungsformen sind sowohl in der Einzahlungsphase wie in der Rentenphase unterschiedlich besteuert. Die größten Auswirkungen entstehen aber ab Beginn der Rentenphase. Die Besteuerung und die Krankenversicherung wirken sich hier enorm aus.

Um eine gleiche Nettorente nach Steuern und Krankenversicherung in allen Vorsorgearten zu erzielen, hat man unterschiedlich hohe Aufwendungen für seine Rente. Denn es ist schon ein großer Unterschied, ob ich von dem im Angebot errechneten Betrag noch Steuern und ggf. Krankenversicherung bezahlen muss oder nicht. Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird. Erst dann kann man sagen welche Schicht, welche Art der Altersvorsorge optimal ist. Auch Kombinationen können in Betracht kommen.  

Seit 1.1.2005 gilt das Alterseinkünftegesetz,
1.Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente)
2.Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente
3.Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw.–Kapitallebensversicherungen, Investmentfonds

Auf alle Fälle würde ich mit einem Versicherungsmakler sprechen, denn der ist nicht nur auf einen Anbieter festgelegt  sondern verfügt in der Regel über das komplette Produktuniversum des Marktes. 

Wichtiger ist zu Beginn des Berufslebens ist immer ein Berufsunfähigkeitsversicherung und ggf. ein Privathaftpflichtversicherung. Erst dann muss man sich über die AV Gedanken machen.


Hallo

Es ist immer wieder Interresant was manche für eine Meinung haben , und hier von sich geben .

Du bist aber anscheinend schon mal auf den richtigen Weg , da du dich  vorher Informierst . Wie einige ja schon sagten , gibt es immer mehere Möglichkeiten voruzsorgen . Doch wie Kevin 1905 schon sagte :


Ohne eine Bedarfsanalyse sollte gar nichts passieren.


Dann stellt sich die Frage wie du als Student Altersvorsorge und
Berufsunfähigkeitsschutz von einem quasi nicht vorhanden Einkommen
bedienen willst. Für mich als Makler wäre das ein No-Go, beinahe
vorprogrammiertes Storno.


Und gerade zu diesem Thema , wo es um viel Geld geht , sollte man sich von einen unabhänigen  Makler oder Kaufmann für Versicherungen und Finanzen beraten lassen .

Zu den Angeboten der ERGO in diesem Bereich möchte ich hier nichts sagen , sonder Schweige und genieße mit der Vielzahl an Anbietern , womit wir zusammen arbeiten. Die ERGO sind zwar auch mit im Angebot , aber Altersvorsorge von denen habe ich noch keine vermittelt .

LG

casybeny

Sorry aber es gibt keine abhängige Makler :-)

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@Niklaus

Das weißt jemand aus dem Fach . Aber eine Laie nicht unbedingt , und deswegen erwähne ich es immer ;-)

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Im Moment passt es sowieso nicht, wenn Du nicht zuverlässig Geld übrig hast, das Du dauerhaft nicht für aktuelle Bedürfnisse benötigst.

Und wenn Du dich im Alter von 25 bis 30 Jahren mal mit Altersvorsorge befassen kannst: Wenn Du mit einer Reihe von Aktien(fonds) keinen Erfolg haben solltest, die teilweise bis zu 40 Jahre Zeit haben, die erhoffte Rendite einzufahren, dann steht zu befürchten, dass auch etliche andere Vorsorgemodelle nicht erfolgreich sein werden.

War klar dass jetzt alle auf die Provision rumhacken, aber die gab es nun mal schon immer...wichtig ist doch was am Ende rauskommt, und wenn es ein ordentliches Produkt ist (sicher, möglichst gefördert etc...), dann ist es doch ok wenn jemand dafür Geld bekommt der es empfohlen hat! Irgendwer bekommt eh IMMER die Kohle, warum nicht also dein Kumpel?!
Die einzigen die auf Provision "verzichten", sind die sog. Honoroarberater...die "vergessen" aber auch leider zu erwähnen, dass 1 Stunde Beratung im Schnitt 150 EUR kostet, bei jeder fortlaufenden Betreuung!

Die Abschlussgebühr beinhaltet nunmal auch die fortlaufende Betreuung. Wenn man nicht bereit ist die Kosten (an wen auch immer...) zu zahlen, dann hilft nur GAR NICHTS ZU TUN! Und sit das die richtige Lösung? SICHER NICHT!

ERGO hat einige Gesellschaften als Partner, allerdings gibt es noch deutlich mehr! Schau gerne mal auf meine Rechner im Altersvorsorgebereich, dort erhältst du schon mal eine Übersicht. Dann fragst du welche dein Kollege alle anbieten kann. Viel wichtiger ist die Art des Produkts, dass es zu einem passt.

Und an wewog.....sorry dass du noch eine von den alten KLV erwischt hast, dort war es sogar nach Ablauf fast noch ein Minusgeschäft....aber heute gibt es genug vernünftige Möglichkeiten. Wenn du Fragen hast kannst sie gerne stellen.

Dein Kumpel möchte nur die Provision kassieren, wenn du noch kein festes Gehalt hast, warte lieber noch bis du ein festes Einkommen hast.

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