Altersvorsorge wo abschließen?

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5 Antworten

Ich bin 23 und hab mir Gedanken über eine Altersvorsorge gemacht.

Löblich!

Allerdings hab ich gehört, man soll keine Altersvorsorge bei der Bank abschließen...

Eine Bankausbildung umfasst andere Inhalte als die eines Versicherungskaufmanns oder anderer Berufe. Sie fallen alle ins grobe Feld "Finanzdienstleistung", genau wie Metzger und Bäcker beides Lebensmittelhandwerk  sind. Ich würde aber keine halbe Kuh kaufen, die ein Becker geteilt hat....

Wo sollte man die Vorsorge abschließen?

Am besten bei einem von Gesellschaften unabhängigen Finanz- und Versicherungsmakler. Altersvorsorge ist vielschichtig und ein sehr individuelles Thema. Es muss keine Versicherungslösung sein, kann aber manchmal sinnvoll sein.

Dort lässt du eine Bedarfsanalyse erstellen anhand deines Ist-Zustand, deiner Ziele und deines Risikoprofils.

Und ist eine LV sinnvoll?

Kapitalbildende Lebensversicherungen sind für den Neuabschluss seit 2005 ungeeignet.

Risikolebensversicherungen sind keine Altesvorsorge, sie sichern nur das Todesfallrisiko ab und sind sinnvoll wenn durch dein Ableben jemand an den Rand des finanziellen Ruins gebracht wird.

Lebensversicherung: Nur als Risiko-Absicherung und am besten versichert Dein Partner oder Dein Kind Dein Leben (dazu musst Du bei der Versicherung einwilligen).

Altersvorsorge: Schwieriges Thema, die meisten wollen nur Geld an Dir verdienen, gerade bei Riester sind viele nicht glücklich mit dem, was herauskommt und Banken beraten nicht immer in Deinem Sinn.

Schau mal bei Stiftung Warentest/Finanztest für den Anfang und entscheide Dich dann weiter.

Lass Dich nicht hetzen.

Gib heute lieber 500 Euro für gute Beratung aus, es geht um zehntausende oder hunderttausende Euro im Alter.

Lebensversicherungen lohnen sich nicht mehr. Ob Du was bei der Bank abschließt kommt doch ganz auf die Rendite drauf an. Aber derzeit bekommt man fast keine Zinsen mehr, daher kommt man an Aktien oder Fonds nicht vorbei.



Meinen Aktien Top 20 Favoriten für 2017. 

Hier

habe ich eine Möglichkeit für Dich um Vorzusorgen. Nennt sich Fondssparplan in Aktienfonds:

Wenn Du das Geld für die nächsten 5-10 Jahre nicht brauchst,
dann beginne mit einem Aktien Fondssparplan. Kaufe monatlich 2 Fonds mit je 50€
und spare kontinuierlich. Wenn Du ein lohn hast, dann kannst Du 50 € vom Gehalt
abknüpfen und die anderen 50€ von den Ersparnissen. Sollte es zu wenig sein,
kannst Du den Betrag auch verdoppeln oder verdreifachen. Dadurch daß Du die
Fonds regelmäßig kaufst, kaufst Du zu höheren und auch zu tiefen Kursen,
dadurch vermindert sich der Einstandskurs. Das Depot kannst Du bei einer Onlinebank eröffnen und wenn Du über einen Vermittler kaufst 
sind die Fonds sogar ohne Ausgabeaufschlag zu haben. 100€/Monat sparen und das
40 Jahre lang bringt Dich auf einen Wert von ca. 120.000€. Solltest Du aufgrund
von Gehaltserhöhungen mehr verdienen, kannst Du die Sparbeträge auch
heraufsetzen und am Ende kommt dann entsprechend mehr heraus. Einen
Fondssparplan kannst Du jederzeit beenden und täglich zum aktuellen Kurs
verkaufen. Die Fonds findest Du zum Beispiel in der Zeitschrift Finanztest.

Risikohinweis:

Aktien und Fondsgeschäfte sind riskant. Sie können problemlos bis zu 50% und mehr schwanken, daher informiere Dich über deren Risiken, wenn Du damit Geschäfte tätigst. 

Viel Spaß beim Sparen!



Fonds sind das allerletzte, wozu ich rate.

Die nehmen sich Geld für die Verwaltung heraus und verdienen häufig auch noch am Ertrag, bei Verlust bist Du ganz alleine im Regen.

Eigene Erfahrung.

Wenn Aktien, dann pro Monat so viele Aktien von einer oder zwei Firmen kaufen, für die Du auch arbeiten würdest. Inland zuerst, dann auch Ausland. Denk dabei an die Kosten für den Kauf und das Depot. Nicht nur die selben Firmen, nach einem Jahr sollten es mehr als 8-10 sein und nach 10 Jahren mindestens 50.

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@nurlinkehaende

Nochwas: Bis zum 50./55. Lebensjahr (ca 10-15 Jahre vor Deinem geplanten Rentenbeginn) höchstens die Hälfte bis zwei Drittel von dem, was Du anlegen willst, in Aktien stecken. Ab dann sollten die Aktien Stück für Stück weg.

Meine Antwort auf die Eingangsfrage bleibt unverändert. Beratung und Zeit reinstecken.

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@nurlinkehaende

Ich habe schon sehr viel Geld mit Fonds verdient. Es ist logisch, daß die Fondsmanager auch bezahlt werden müssen und der Fonds auch nocht Verwaltungskosten hat. Aber besser als mit einem Fonds kann man selbst nicht diversifizieren. Nicht nur deswegen haben sehr viele Kunden Fonds statt Aktien, denn die Performance ist dahin, wenn Du unter 10 Aktien mal einen hast der einen Vermust von über 30% plötzlich hat. Die Diversifizierung in nur 10 Aktien reicht da nicht aus, es müssen schon 50 sein und dan kann mann auch schon wieder Fonds kaufen. Wer viele Einzelaktien kauft hat auch Kaufspesen, Fonds kann man auch ohne Ausgabeaufschlag über einen Vermittler ohne Spesen als Fondssparplan kaufen. Ich habe mit Fonds in den letzten 5 Jahren wesentlich mehr verdient als mit Einzelaktien, da ich immer einen oder zwei Verlustbringer hatte die mir die ganze Performance versaut haben. Zudem hat nicht jeder die Zeit viele Einzelaktien täglich zu verfolgen. Bei Fonds hat man die Arbeit nicht, das macht der Fondsmanager. 

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@nurlinkehaende

Die nehmen sich Geld für die Verwaltung heraus und verdienen häufig auch noch am Ertrag, bei Verlust bist Du ganz alleine im Regen.

ETFs sind kostengünstig und passiv. Sie bilden nur einen Index nach. Die TER beträgt hier meistens nicht mehr als 0,4% p.a.

Kein aktives Fondsamangement, geringe Kosten, dafür natürlich auch keine Outperformance möglich. Passiver Investmentansatz.

Eigene Erfahrung.

Ist alleine kein Argument (Anecdotal Argument).

Wenn Aktien, dann pro Monat so viele Aktien von einer oder zwei Firmen kaufen, für die Du auch arbeiten würdest.

Es gibt zwar mittlerweile einige Banken, welche Aktiensparpläne anbieten, aber hier wird Einkaufsprovision fällig (1,5% z.B. bei der Comdirect), wohingehen hauseigene ETFs meistens provisionsfrei eingekauft werden.

Auch muss man bei Aktien von einer höheren Volatilität ausgehen als bei Fonds/ETFs. Wir kennen das Risikoprofil des Fragestellers nicht, daher vorsichtig sein.

Aktien außerhalb eines Sparplans zu kaufen halte ich bei Beträgen unter 1.000 bis 1.500,- € pro Trade für Schwachsinn, da die Gebühren prozentual zu hoch wären und man unterm Strich das gleiche Problem hätte wie mit aktiv gemanagten Fonds.

Bei der Diversifikation bin ich bei dir. Einzelaktien sollten aber nur nach durchgeführter Fundamentalanalyse und Unternehmensbewertung eingekauft werden. Diese müsste der Fragesteller erst lernen.

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Wo sollte man die Vorsorge abschließen?

Da kann ich dir nur ein Versich.maklerbüro in deiner Nähe empfehlen - die können dir viele div. Gesellschaften und Tarife anbieten ;-)

Und ist eine LV sinnvoll?

In der heutigen Zeit mit einer Garantieverzinsung von gerade mal noch 0,9% nicht mehr empfehlenswert! Wenn überhaupt, dann nur noch als Risiko-LV zur Absicherung einer Familie, bei Hausbau- oder -kauf usw.

Gruß siola55

Der Makler ist kein Universalheilmittel.

Wenn der eine Rechnung für die Beratung verlangt, ist es was anderes als wenn er Provisionen kassiert.

Von einer Expertenantwort hätte ich deutlich mehr erwartet.

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@nurlinkehaende

"Wenn der eine Rechnung für die Beratung verlangt, ist es was anderes als wenn er Provisionen kassiert."

Ach ja, was hat denn das grundsätzlich mit der Qualität der Beratung zu tun ?

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@DolphinPB

@DolphinPB: Wie kritisch ist man als Versicherungsmakler wirklich? Ich habe hier mehr als einmal Versicherungen verkauft bekommen, die eindeutig zu teuer waren (Prämie doppelt so hoch als beim günstigsten Anbieter).

Aus Kundensicht:

  • Makler kostet nichts, bekommt aber Provision: Wird der Makler mir die Lösung empfehlen, die für mich besser ist oder wird er die Provision im Blick haben?
  • Makler stellt mir eine Rechnung und bekommt keine Provision: Da habe ich etwas mehr Vertrauen, denn ich bezahle ihn für eine Leistung, die er dann hoffentlich auch bringt.
  • Makler stellt mir eine Rechnung und bekommt zusätzlich Provision: Wenn mir die Provision nicht komplett gutgeschrieben wird, weiss ich wieder nicht, ob das für mich wirklich die beste Lösung ist.

Wenn ich zu einem Makler gehe, würde ich grundsätzlich nicht nur zu einem Makler gehen und mir auch anhören, wie gut Kunden von dem Makler beraten wurden.

Andere Menschen um Rat zu fragen, wie man mit dem eigenen Geld umgehen soll ist immer ein zweischneidiges Schwert. Am Ende hat der Makler sein Geld, aber ich habe in 40 Jahren die falsche Altersvorsorge und kann den Makler nicht mehr in Haftung nehmen.

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@nurlinkehaende

"Wie kritisch ist man als Versicherungsmakler wirklich?"

Hoffentlich sehr kritisch.

"Andere Menschen um Rat zu fragen, wie man mit dem eigenen Geld umgehen soll ist immer ein zweischneidiges Schwert."

Korrekt, hat aber absolut gar nichts mit der Art der Entlöhnung zu tun.

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Bei einem Versicherungs-/Anlageberater (gegen Honorar) oder bei einem Finanzanlagenvermittler und Versicherungsmakler.

Das sind die einzig sachkundigen, neutralen Stellen die auch für die Beratung haften.

Lebensversicherungen machen nur noch Sinn als reine Todesfallabsicherung.

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