Alternativmedizin contra Schulmedizin, was ist besser?

...komplette Frage anzeigen

18 Antworten

Hallo cerberusk,

das ist eine sehr traurige Geschichte, die Du erzählst. Und deshalb macht mich die Antwort, die ich Dir geben muss auch traurig. Ich gebe sie Dir trotzdem, weil ich denke, eine ehrliche negative Antwort ist letztlich besser als falsche Versprechungen.

Ich empfehle Dir das Buch von Theodor Much "Der große Bluff: Irrwege und Lügen der Alternativmedizin". Hierin wird für verschiedenste Verfahren recht schonungslos aber nachvollziehbar und an Beispielen belegt, wie sehr in der Alternativmedizin Versprechen und Wirklichkeit auseinanderklaffen.

Alternativmedizin verspricht nicht selten sanfte und einfache Heilung ohne Nebenwirkungen. Vor keinem, noch so schweren Krankheitsbild schrecken diese Versprechen zurück.

Und das ist natürlich genau das, was man in Deiner Situation bzw. der Deiner Mutter hören möchte: Dass es eine Lösung gibt und die auch noch über einen einfachen Weg.

Nur: Wer verzweifelt ist, der hinterfragt nur allzu oft nicht ausreichend, ob das ersehnte Versprechen denn auch realistisch ist. Die Verzweiflung ist ein schlechter Ratgeber und eine Quelle guter Geschäfte für Leute, die das Blaue vom Himmel herab versprechen. So war es schon immer. So wird es immer sein.

Die Wahrheit ist - nehmen wir als Beispiel die Homöopathie - dass die Grundprinzipien der Homöopathie (gezielte Wirksamkeit in kompletter Abwesenheit eines Wirkstoffes) in den 200 Jahren, in denen es sie gibt, in Widerspruch zum sich weiter entwickelnden Wissen gelaufen sind. Physik und andere Naturwissenschaften können heute erklären, in welcher Weise Hahnemanns Vorstellungen über seine Arzneien falsch waren.

Prompt können diese Arzneien in Studien keine Überlegenheit gegen Placebo (also Scheinmedikamente) nachweisen.

Natürlich berichten dennoch viele Menschen über erlebte Besserungen mit Homöopathika. Das widerspricht der Placeboaussage aber nicht. Gerade leichtere Erkrankungen heilen mit der Zeit von selbst wieder aus, so dass es unweigerlich zu Besserungen kommt, wenn man hier während der Krankheit Globuli eingenommen hatte. Auch chronische Krankheiten verlaufen in Schüben mit besseren und schlechteren Tagen. Wer Globuli an schlechten Tagen einnimmt, erlebt unweigerlich Besserungen, wenn der Schub von selbst uberstanden ist.

Eine gezielte Wirksamkeit auf irgendwelche Krankheitsbilder konnte die Homöopathie aber nirgends nachweisen - und das ist eben angesichts der Widersprüche zum gesicherten Wissen auch nicht zu erwarten.

Von daher: Nein, Deine Mutter kann weder ihre Medikamente durch Homöopathika ersetzen, noch kann sie auf eine wie auch immer geartete "unterstützende" Wirskamkeit hoffen. Es handelt sich um reine Placebos.

Placebos - das bedeutet wörtlich "ich werde gefallen" . Im optimalen Falle - also nur im ergänzenden Einsatz(!!) kann ein Placebo also die psychische Einstellung des Patienten zu seinem Leiden positiv beeinflussen. Das ist sehr wohl nachgewiesen.

Hoffnung und innere Einstellung bestimmen maßgeblich, wie sehr ein Patient unter seiner Erkrankung leidet, besonders, wenn die Beschwerden chronisch sind. Wer morgens schon beim Aufwachen in sich hineinhorcht und seine Fühler nach dem Leid ausstreckt, der leidet mehr als jemand, der noch etwas vor hat im Leben und für sich beschlossen hat, halt so gut wie möglich mit der Krankheit zu leben. - Bei 2 solch verschiedenen Patienten ist es dennoch möglich, dass der Arzt von gleich schweren Symptomen spricht, die beiden Patienten aber ihr Leid ganz unterschiedlich bewerten.

Und hier kann bei Patienten, die dazu neigen, ein Einsatz alternativmedizinischer Placebos tatsächlich einen Beitrag leisten, die psychische Haltung des Patienten zu entspannen und seinen Focus vom Leid zurück auf das Leben zu lenken. Das erreichen aber nicht die "Arzneien", sondern die ausführlichen Patientengespräche, die in der Alternativmedizin üblich sind.

Claudia Witt, Professorin für Komplementärmedizin, beschreibt das so: "Demzufolge spielt die Wirkung der homöopathischen Medikamente nur eine geringe Rolle. Ich denke, dass insbesondere die individuelle und umfassende Art der Behandlung relevant für den Behandlungserfolg ist."

Es ist also das Zwischenmenschliche, das hier den Focus verändert. Und auf das kann Deine Mutter natürlich auch setzen. Das ginge natürlich auch mit einem guten Psychologen oder in Selbsthilfegruppen - in beiden Fällen ohne esoterischen Überbau.

Achte aber darauf, dass ihr niemand ausredet, ihre lebensnotwendige Medikation weiter zu nehmen und sie durch Placebos ohne gezielte Wirksamkeit zu ersetzen. Das wäre sehr gefährlich für Deine Mutter.

Viele Grüße und alles Gute

Zunächst eimal eine Begriffsdefinition: (Fach-) Ärzte durchlaufen ein 6 - 8-jähriges Studium an einer Universität. Dort haben sie tausende Patienten gesehen und deren Behandlung mit noch erfahreneren Ober- und Chefärzten erprobt. Nach einer weiteren -mind. einjährigen- Zeit als Assistenzarzt darf er dann mal eine Praxis eröffnen.

Der "Alternativ-Mediziner" ist in der Regel Heilpraktiker. Dieser hat billigstenfalls einen Hauptschul-Abschluß, besucht dann (nicht einmal das ist vorgeschrieben) einen ein paar Wochen dauernden Abend- oder gar Fernlehrgang und geht dann zur HP-Prüfung. In dieser muss er nun belegen, dass er "keine Gefahr für die Volksgesundheit darstellt". Dies tut er in sofern, dass er im Großen und Ganzen die (vorrangig Infektions-) Krankheiten aufzählen kann, welche er nicht behandeln darf. Nach dieser Überprüfung darf er dann seine Praxis eröffnen...

Mangels diesem wissenschaftlichen Hintergrund tummeln sich in dieser Berufsgruppe teilweise die obskursten Behandlungsmethoden. Das "potenzieren" (verdünnen) von Substanzen auf eine Dosierung die bereits im Leitungswasser eine teilweise hundertfach höhere Konzentration enthält ist hier noch die belächelnswert harmloseste. Wenn Patienten zum Absetzen von Medikamenten zugunsten von Kräuter-Tee geraten wird, kann das sehr schnell böse Folgen haben (leider nur für den Pat.!).

Zweifelsohne hat die "Naturmedizin" ihre Daseinsberechtigung. Dass frischer Knoblauch das Risiko auf Prostatakrebs um bis zu 50% senkt oder Artischocken das Cholesterin senken etc. sind jedoch wissenschaftlich nachprüfbar.

Dass es "Oma X." nach Ihrer "Eigenblutbehandlung" jetzt subjektiv besser geht ist zwar erfreulich aber ob es einfach nur daran lag, dass sich der HP mehr (gut bezahlte) Zeit für die Behandlung genommen hat oder irgendwelche "bioenergetischen Felder" denen das Blut ausgesetzt wurde dafür verantwortlich sind, liegt in der Wahrnehmung des "Therapeuten". Denn dieser wird mit seinen 3 Rheumapatienten wohl eher keine randomisierte Doppelblind-Studie mit Placebo-Kontrollgruppe durchführen.

Natürlich kam die Menschheit jahrtausende mit "Medizinmännern" und "Kräuterhexen" aus, aber noch vor gut hundert Jahren starb man eben auch an Blinddarmentzündung. Mangels ärztlicher Versorgung sterben heute noch in manchen Ländern 3 von 4 Säuglingen woran auch eine Heer von Heilkundigen und Voodoo-Priestern nichts ändert.

"Wer heilt hat Recht" ? (das Lieblings-Zitat der Amateurheiler...)

Meine Oma hat früher bei Gewitter immer die "Wetter-Kerze" ins Fenster gestellt. Das hat mich beruhigt und niemals hat der Blitz eingeschlagen. Dennoch fühle ich mich heute mit dem Blitzableiter am Dach (erklärbar) sicherer.

Natur- und Komplementärmedizin können sicher einige Behandlungen unterstützen (eben komplementieren) und durch sanftere Wirkung die Nebenwirkungen vermindern aber als Ersatz (Alternative) für eine erforderliche Behandlung ist sie nicht zielführend.

Hier weitere Literatur: http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=0.7.47.3178

Zu deiner Frage:

Dass im Krankenhaus vorher verordnete Medikamente abgesetzt und anschließend vom HA erneut verordnet bekommt ist natürlich merkwürdig, aber auch unter Schulmedizinern gibt es natürlich differente Anschauungen und "Lieblingstherapien"

Hol Dir eine 2. (oder 3.) Meinung ein. Such einen Facharzt (Internisten) der evtl. auch auf Naturheilkunde spezialisiert ist. Dieser hat mindestens die Kenntnisse eines Heilpraktikers aber darüber hinaus hat er seinen eigentlichen Beruf regelrecht erlernt!

Und nochmals nein: Medikamente lassen sich nicht durch Kräutertee & Co ersetzen

Auch wenn der Begriff "Alternativmedizin" suggeriert, dass mit diesen Verfahren eine richtige und vertretbare Alternative, sprich Wahlmöglichkeit, zur wissenschaftlichen Medizin existiert, ist das nicht der Fall.
Im Gegensatz zur Naturheilkunde oder auch zu Entspannungstechniken, wie dem bereits erwähnten Autogenem Training, ist das Kennzeichen der "Alternativmedizin", dass für sie keine Beweise über die Wirksamkeit vorliegen.
Ihre Methoden, sei es Homöopathie oder anderes, sind keinesfalls geeignet, Medikamente gegen z.B. Bluthochdruck, Schilddrüsenerkrankungen oder Entzündungen der Lunge zu ersetzen.
Das könnte für den Patienten unabsehbare Folgen haben.

Auch der verbreitete Vorschlag, diese Verfahren "ergänzend" zur wissenschaftlichen Medizin zu verwenden, ist irreführend und bringt den Kranken nichts.
Erfolge dieser kombinierten Therapien beruhen auf der nachgewiesenen Wirksamkeit der wissenschaftlichen Medizin, Alternativmethoden bringen keinen zusätzlichen Nutzen und sind daher nur als Trittbrettfahrer anzusehen.

Die Medikamente Deiner Mutter lassen sich vielleicht durch welche austauschen, die besser aufeinander abgestimmt sind und weniger Nebenwirkungen verursachen.
Das Antibiotikum stellt eh keine Dauermedikation dar und wird nach Abklingen der Entzündung abgesetzt werden. Auch sollten den verschreibenden Ärzten alle Medikamente bekannt sein, die Deiner Mutter von Kollegen verschrieben wurden. Nur so lässt sich der Überblick behalten.

Psycholgische Unterstützung kann ihr sicher durch ihre Hausärztin vermittelt werden.
Das wäre ein wichtiger Therapiepunkt, den sie unbedingt in Anspruch nehemn sollte.

Wie die Ärztin schon gesagt hat, - es ist halt so.

Früher sind Leute mit solchen vielen verschiedenen Krankheiten eben gestorben. Das wäre die einzige Alternative

Erbanlage und psychische Probleme sind sicher beteiligt.

0

Vielleicht solltet Ihr einfach einmal den Arzt wechseln. Verschiedene Ärzte haben auch unterschiedliche Meinungen zur Medikation bei Erkrankungen. Meine Schwiegermutter hat jahrelang, täglich 12 Tabletten geschluckt, weil für sie der Arzt immer der Gott in Weiß war. Solange, bis dieser wegen Urlaub eine Vertretung hatte. Dieser Arzt hat nur die Augen verdreht, und die Medikamentengabe halbiert. Und siehe da, es ging Ihr dadurch sogar besser. Eigenmächtig sollte allerdings kein Patient Tabletten absetzen. Eine Ergänzung mit Naturheilmitteln kann manchmal sinnvoll sein. Dazu müssen Arzt und Heilpraktiker aber zusammen arbeiten. Es gibt auch schon einige Ärzte, die sich in der "Alternativmedizin" weitergebildet haben. Diese muß man aber oft nach Alternativen befragen., da einige Behandlungen von den Krankenkassen nicht bezahlt werden. Wenn es nach meinem Orthopäden gegangen wäre, hätte ich auch schon ein neues Hüftgelenk. Meine Frage nach Hyaluronspritzen, wurde mit -- das müssen sie dann aber selbst bezahlen -- beantwortet!! Kein Problem;; die Wirkung hält bei mir ein gutes Jahr an, warum sollte ich mich also operieren lassen. Jeder muß halt die für sich am besten funktionierende Therapie, und den besten Arzt, herausfinden. Du kannst Deine Mutter nicht zwingen, sich einen anderen Arzt zu suchen, aber vielleicht kannst Du sie mit guten Argumenten überzeugen. Jeder tut halt das, was er für sich für richtig hält. Viele haben auch Angst, bei Ihrer Erkrankung eigenverantwortlich zu handeln, da ist es halt einfacher dem Arzt die volle Entscheidung zu überlassen. Auch das muß man als Außenstehender akzeptieren.

Eine Ergänzung mit Naturheilmitteln kann manchmal sinnvoll sein. Dazu müssen Arzt und Heilpraktiker aber zusammen arbeiten.

Wieso müssen die das?

Du tust gerade so als hätten Heilpraktiker die Naturheilkunde für sich gepachtet (obwohl sie darin keinerlei Kenntnisse nachweisen müssen) und Ärzte davon nicht wissen würden....

Es gibt auch schon einige Ärzte, die sich in der "Alternativmedizin" weitergebildet haben.

Wie bildet man sich den konkret z.B. in Homöopathie weiter wo doch offensichtlich kein einziger Homöopath auch nur eine einzige Erkenntnis auf dem Gebiet der Homöopathie nennen kann die einen objektiven und unabhängigen Überprüfung standgehalten hätte. Was also soll ein Arzt im Rahmen einer solchen homöopathischen Weiterbildung eigentlich lernen?

Verrätst Du das mal bei Gelegenheit?

Bei Bachblüten oder Schüsslersalzen sieht es übrigens ja keinen Deut besser aus

4

An Eurer Stelle würde ich mal einen anderen Arzt aufsuchen und mir eine 2. Meinung einholen!

Alternativmedizin kann unterstützend helfen, bei der Anzahl der Beschwerden Deiner Mutter gehört sie aber in die Behandlung eines guten und erfahrenen Schulmediziners!

Alles Gute

Kann man nicht sagen, wenn jemand starke Mittel will wird er sagen, Naturmedizin hilft nicht. Das Vertrauen zum Behandler ist wichtiger. Bei Kindern würde ich aber immer zuerst natürlich behandeln.

brido,

Kann man nicht sagen, wenn jemand starke Mittel will wird er sagen, Naturmedizin hilft nicht.

Die Frage ging ja nicht um "Naturmedizin", sondern um "Alternativmedizin" und speziell um die Homöopathie.

Dass einige pflanzliche Präparate, wie sie schon in historischer Zeit aus der Natur gewonnen wurden, tatsächlich gezielte Wirksamkeit haben, würde hier niemand bestreiten.

Es ist aber gerade, weil die Homöopathie sich in der Werbung gerne als eine solche "Naturmedizin" dem Laien gegenüber präsentiert, wichtig auf die Unterschiede hinzuweisen.

Homöopathie (und viele alternativmedizinische Verfahren) haben mit traditioneller Naturmedizin und der tatsächlich vorhandenen gezielten Wirksamkeit von Phytowirkstoffen nicht das geringste zu tun. Sie beruhen nicht selten auf naturromantischen und/oder esoterischen Prinzipien und nahezu immer auf falschen Vorstellungen über unseren Körper. Diese Verfahren können auch keine Wirksamkeitsnachweise über Placebo hinaus vorweisen.

Bei Kindern würde ich aber immer zuerst natürlich behandeln.

Das ist auch bei wirksamer Pflanzenheilkunde keineswegs immer der richtige Weg; denn in Pflanzen sind als Stoffgemische oft mehr und schädliche chemische Wirkstoffe enthalten als in einem den nötigen Stoff isoliert zur Verfügung stellenden Präparat. Zudem enthalten Pflanzen den Wirkstoff in schwankender Konzentration, was die gerade bei Kindern (geringes Gewicht!) wichtige korrekte Dosierung erschwert.

Es ist eine die Natur romantisierende Vorstellung, dass "natürlich" gleichzusetzen ist mit "unschädlich" oder "das beste/sanfteste". Wer solches glaubt, mag einmal wirklich versuchen, in der Wildnis zu überleben - und dabei über die tiefere Bedeutung des Begriffes "Kampf ums Überleben" nachdenken.

4

Es ist das sinnvollste das eine mit dem anderen zu ergänzen. Die Schulmedizin hat in manchen Bereichen ihre Berechtigung, aber gelegentlich wäre die homöopathische Behandlung sinnvoller. Manchmal kann ein Patient beides gleichzeitig machen, wobei die üblichen schulmedizinischen Medikamente reduziert werden können. Das wäre sinnvoll, weil dadurch weniger Nebenwirkungen entstehen.

Deiner Mutter geht es nicht sehr gut. Sie hat viele Beschwerden die dauernd mit Medikamenten behandelt werden müssen. Es gibt natürlich die Möglichkeit parallel eine homöopathische Behandlung zu beginnen und dann nach einiger Zeit zu schauen welche Medikamente man weglassen kann. Das sollte aber ein homöopathischer Arzt machen, da deine Mutter wirklich schwer krank ist und ein Arzt sich auch eher mit dem Hausarzt absprechen kann.

Mittlerweile gibt es immer mehr gesetzliche Kassen die die Behandlung beim homöopathischen Arzt bezahlen. Das sind viele Bkk, die Technikerkrankenkasse und andere. Leider ist es auf der Hompage der Kassen oft schwer zu finden ob sie das bezahlen..

Es ist das sinnvollste das eine mit dem anderen zu ergänzen.

Mit der Begründung könnte man auch eine homöopathische Behandlung mit dem (kostenpflichtigen) Aufsagen von Zaubersprüchen aus den Harry Potter Romanen "ergänzen". Das wäre dann auch "sinnvoll"....

Die Schulmedizin hat in manchen Bereichen ihre Berechtigung, aber gelegentlich wäre die homöopathische Behandlung sinnvoller.

Dann nenne mal eine einzige Krankheit, bei der Homöopathie bessere Erfolgsaussichten nachweisen kann als die wissenschaftliche Medizin. Da kommt (lass mich raten) natürlich wieder nichts....

Manchmal kann ein Patient beides gleichzeitig machen, wobei die üblichen schulmedizinischen Medikamente reduziert werden können.

Auch das ist zunächst einmal eine reine Behauptung...Es gibt ja durchaus Studien (sogar von Homöopathen durchgeführt) bei denen man z.B. Krebskranke zusätzlich homöopathisch "begleitet" hat. Die einzige erkennbare Nebenwirkung war dabei, dass die Patienten die zusätzlich Homöopathie bekamen eine etwas geringere Restlebenserwartung hatten.

Das wäre sinnvoll, weil dadurch weniger Nebenwirkungen entstehen.

Das wäre erst dann sinnvoll, wenn die vorherige Annahme tatsächlich stimmen würde. Davon abgesehen behaupten ja Homöopathen, dass falsch gewählte homöopathische Mittel ja auch Nebenwirkungen haben könnten. Und das Homöopathen oft genug mehrere Anläufe brauchen um das sogenannte "passende" Mittel zu finden ist ja nun auch kein Geheimnis. Wobei sie mit dem Rumprobieren mit verschiedenen homöopathischen Mitteln in Wahrheit natürlich nur die Zeit überbrücken, bis es dem Patienten (zumindest in vielen Fällen) von alleine oder aufgrund anderer Behandlungen besser geht. Aber wenn man an Homöopathie glaubt, dann muss auch davon ausgesehen das homöopathische Mittel auch Nebenwirkungen haben können. Und wenn man an Homöopathie glaubt dann muss man auch davon ausgehen, dass es besonders schwierig ist das "passende" Mittel zu finden wenn zusätzlich noch allopathisch behandelt wird. Schließlich "unterdrückt" die Allopathie ja angeblich Symptome und verursacht zusätzlich neue Symptome die gar nicht auf die Krankheit sondern auf die allopathischen Mittel zurückzuführen sind. Bei einem derart "verzerrten" Symptombild tut sich der Homöopath ja ganz besonders schwer auf Anhieb das "passende" Mittel zu finden und wird wohl umso häufiger mal daneben greifen....

Deiner Mutter geht es nicht sehr gut. Sie hat viele Beschwerden die dauernd mit Medikamenten behandelt werden müssen. Es gibt natürlich die Möglichkeit parallel eine homöopathische Behandlung zu beginnen

In der Homöopathie gemäß Samuel Hahnemann gibt es diese Möglichkeit nicht. Paragraph 52 des Organon der Heilkunst solltest Du inzwischen ja eigentlich allmählich kennen - oder hat Hahnemann da seinerzeit Blödsinn geschrieben?

Das sollte aber ein homöopathischer Arzt machen, da deine Mutter wirklich schwer krank ist und ein Arzt sich auch eher mit dem Hausarzt absprechen kann.

Wie es um das homöopathische Fachwissen homöopathischer Ärzte bestellt ist wissen wir ja inzwischen. Da es kein Fachwissen auf dem Gebiet der Homöopathie gibt, dass einer unabhängigen und objektiven Überprüfung reproduzierbar standgehalten hätte (auch Du kannst ja dazu kein einziges konkretes Beispiel nennen) beschränkt sich das homöopathische "Fachwissen" auf überlieferte Rituale und Regeln.

4

Medikamente für die Schilddrüse, dass sich kein Kropf bildet ist leider unumgänglich. Medikamente für den Blutdruck sind leider auch unumgänglich. Meine Mutter hat mit Rote-Beete-Saft und Sauerkrautsaft im Wechsel gearbeitet, aber so gut wie nichts erreicht. Im Krankenhaus wir Ihre Mutter Antibiotika als Tropf bekommen haben, was man zu hause nicht kann. Antibiotika machen sehr müde und schlauchen die Verdauung. Weil nicht nur schädliche, sondern auch die nützlichen Bakterien getötet werden. Da muss die Darmflora wieder aufgebaut werden mit Coli-Bakterien und Laktobakterien. Naturjoghurt, nicht erhitzt, wo lebende Laktobakterien drin sind, hilft meist. Im Krankenhaus geben sie auch Aktimel als Nachtisch. In der Homöopathie gibt es viele Scharlatane. Es ist wichtig, dass Sie einen Allgemein-Mediziner bekommen, mit Schwerpunkt Homöopathie. Das zahlen auch die Krankenkassen. Bei Hömöopathie können Sie arm gemacht werden. außerdem sind Antibiotika keine Dauermedikation, sie sollte 2-5-oder 10 Tage eingenommen werden. Ansonsten bietet sich Cortison für eine Entzündung an. Seien Sie vorsichtig eine alte Frau auf Homöopathie umsteigen zu lassen. Die Medizin für Alte Leute, die Geriathrie, ist ein Kapitel für sich und leider ein spezielles Medizin-Gebiet. Es sollten jedenfalls nur geschulte Ärzte mit Schwerpunkt Naturmedizin in Angriff nehmen. Es könnte auch sein, dass Ihre Mutter von den Krankenhausaufenthalten geschwächt ist, nicht genug isst und trinkt. Alte Menschen trinken nicht genug, weil sie behaupten, keinen Durst zu haben. dabei trocknen sie aus. Machen sie mal den Test auf der Armhaut. Zupfen sie die Haut einmal nach oben. Bleibt sie in der gezupften Form stehen, ist sie ausgetrocknet. Springt die Haut zurück, hat sie genug Flüssigkeit zu sich genommen. Ich wünsche viel Erfolg bei der Suche eine Adäquaten Ärztin. Vista-Globe

Erstmal gute Besserung an Deine Mutter.

Zu Deiner Frage: Da die Wirksamkeit homöopathischer Mittel höchst umstritten ist und bisher keine Studie ihre Wirksamkeit nachweisen konnte, ist es nicht ratsam, die Tabletten Deiner Mutter durch solche Mittel zu ersetzen. Aber alternative Medizin unterstützend einzusetzen, kann helfen, die Medikamente zu reduzieren.

Zum Beispiel hilft in vielen Fällen autogenes Training gegen hohen Blutdruck. Allerdings nicht von heute auf morgen und nicht, ohne sich auch regelmäßig/täglich die Zeit dafür zu nehmen (die Tabletten wird sie wahrscheinlich trotzdem nicht ganz los). Desweiteren kann es helfen, Risikofaktoren zu reduzieren (also bei Rauchern weniger oder am besten gar nicht rauchen, bei Übergewicht Gewicht reduzieren und so weiter).

Die Nebenwirkungen der Medikamente muss Deine Mutter auch nicht einfach hinnehmen. Es gibt inzwischen sehr viele Blutdruckmittel auf dem Markt, und wenn Deine Mutter so unter den Nebenwirkungen leidet, dann müssen die Medikamente neu eingestellt werden. Geht zu einem Facharzt, z.B. zu einem Kardiologen bzw. Internisten. Auch sind Antibiotika in den seltensten Fällen eine Dauermedikation. Also, da würde ich nochmal nachhaken, weswegen sie diese bekommt und wie lange sie sie nehmen muss.

Zusätzlich wäre es vielleicht gut, eine Therapie in Erwägung zu ziehen, wenn Deine Mutter ihren Lebensmut verliert. Es gibt Therapeuten die auf den Umgang mit Krankheit spezialisiert sind. Aber oft hilft es auch, mit anderen Menschen gleichen Alters zusammen zu kommen.. Vielleicht habt Ihr ja einen Treffpunkt für Menschen ihren Alters in der Nähe (Kirchengemeinde, Bezirksamt, Seniorentreff o.ä.)

Ich hoffe, Deiner Mutter geht es bald besser.

Viele Grüße!

Zum Beispiel hilft in vielen Fällen autogenes Training gegen hohen Blutdruck.

Allerdings ist autogenes Training (genauso wie Biofeedback) keine "Alternativmedizin" sondern Teil der wissenschaftlichen Medizin. Alternativmedizin zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass ihre Wirksamkeit (von immer vorhandenen Placeboeffekten abgesehen) nicht belegen kann. Kann ein bestimmtes "alternativmedizinisches" Verfahren diesen Nachweis erbringen dann wird es Teil der wissenschaftlichen Medizin.

Oder wie Tim Minchin das in seinem Lied "Storm" so schön formulierte:

Do you know what they call alternative medicine

Thats been proved to work?

Medicine.

https://www.youtube.com/watch?v=KtYkyB35zkk

6
@MalNachgedacht

Der Grundgedanke stimmt, aber ganz so schwarz-weiß ist es nicht, denke ich. Es wird bei weitem nicht alles Tel der Schulmedizin (also dessen, was ein Mediziner in der Uni oder einer anerkannten Facharztausbildung lernt), dessen Wirksamkeit nachgewiesen wurde. Aber die Bezeichnung "Alternativmedizin" finde ich auch nicht ganz richtig für Verfahren, die eigentlich keine Alternative zur Medizin darstellen, sondern eine Ergänzung zur klassischen Schulmedizin. Mir fehlt da allerdings die richtige Bezeichnung, vielleicht ist wissenschaftliche Medizin da wirklich besser für nachweislich wirksame Verfahren.

1
@Speechy
Es wird bei weitem nicht alles Tel der Schulmedizin (also dessen, was ein Mediziner in der Uni oder einer anerkannten Facharztausbildung lernt), dessen Wirksamkeit nachgewiesen wurde.

Na dann verrate doch mal ein konkretes Beispiel für ein Verfahren dessen Wirksamkeit nachgewiesen wurde und das trotzdem nicht Teil der wissenschaftlichen Medizin geworden ist.

Aber die Bezeichnung "Alternativmedizin" finde ich auch nicht ganz richtig für Verfahren, die eigentlich keine Alternative zur Medizin darstellen, sondern eine Ergänzung zur klassischen Schulmedizin

Dafür wird gelegentlich der Begriff "Komplementärmedizin" verwendet. Aber auch eine Ergänzung macht ja nur Sinn wenn sie wirkt.

4
@MalNachgedacht

Für die Wissenschaft ist autogenes training nicht meßbar also nicht teil der Schulmedizin, genausowenig wie Hypnose oder Akupunktur, allerdings ist das Geld das man damit verdienen kann willkommen.

1
@MalNachgedacht

Soweit ich weiß, ist weder Autogenes Training noch PMR Teil der wissenschaftlichen Medizin, obwohl eine Wirksamkeit in Studien gezeigt wurde. Sie werden vielmehr als Zusatzleistungen oder eben unterstützend und ergänzend empfohlen.

Wenn man die Begriffe aber so definiert, das nicht dass, was gelehrt wird, gängige Schul- bzw. wissenschaftliche Medizin ist, sondern alles, dessen Wirksamkeit nachgewiesen wurde, dann hast Du natürlich recht. Ich denke aber, das, was die Ärzte als Medizin beigebracht bekommen, ist die in Deutschland gängige Schulmedizin. Und die anderen wirksamen Methoden sind komplementär dazu.

0
@brido
Für die Wissenschaft ist autogenes training nicht meßbar also nicht teil der Schulmedizin

Vielleicht solltest Du dich mal ein klitzekleines bisschen mit Wissenschaft beschäftigen bevor Du so einen Unsinn verbreitest: Hier findest Du z.B. über 1000 wissenschaftliche Arbeiten die sich mit autogenem Training beschäftigten

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=Autogenic+training

4
@brido
oder Akupunktur

über 20000 wissenschaftliche Arbeiten dazu:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=acupuncture

Wobei mal letztlich festgestellt hat, dass zwar das Stechen mit Nadel bei einigen wenigen Krankheiten eine Wirkung hat aber es egal ist wo genau man die Nadeln platziert.

Die ganzen "Meridiane" und "Akupunkturpunkte" die sich die ollen Chinesen ausgedacht haben sind also vollkommener Humbug.

Und nun mal als kleine Hausaufgabe:

Versuch man herauszufinden wie viele wissenschaftliche Arbeiten es zum Thema Hypnose bei pubmed gibt....

4

Ganz einfach: "Schul"-Medizin wirkt, Alternativmedizin nicht.

So leid es mir tut, dir diese Antwort geben zu müssen, aber du kannst mit Homöopathie nichts verändern, da es nur Placebomittelchen sind.

Deine Mutter braucht andere Hilfe - psychischen Beistand von dir, eventuell auch psychischen Beistand von anderer Seite, ...

Du klammerst dich im Moment an Alternativmedizin als letzten Strohhalm - Alternativmedizin wirkt aber nachweislich nicht besser als Placebos (egal ob das Bachblüten, Homöopathie, Bullrichsalze oder sonstige Mittel sind)

Bullrichsalze oder sonstige Mittel

Ich glaube, du meinst Schüsslersalze. Die sind in der Tat reine Placebos. http://www.sueddeutsche.de/wissen/teil-schuessler-salze-die-heilsamen-zwoelf-1.854997

Bullrichsalz ist simples Natrium-Hydrogencarbonat, das neutralisiert Magensäure und wirkt gegen Sodbrennen. Ein sehr altes Arzneimittel, schon vor 100 Jahren dichtete ein mäßig begabter Werbetexter "So wichtig wie die Braut zur Trauung ist Bullrichsalz für die Verdauung". :-)

5
@Pangaea

Sorry, ich meinte natürlich Schüsslersalze, danke für die Ergänzung :)

1

Ganz einfach: "Schul"-Medizin wirkt, Alternativmedizin nicht.

Alternativmedizin wirkt aber nachweislich nicht besser als Placebos (egal ob das Bachblüten, Homöopathie, Bullrichsalze oder sonstige Mittel sind)

Das sind allerdings einfach Behauptungen. Viele andere Menschen sind da ganz anderer Ansicht...

0
@Zephanjaa
Viele andere Menschen sind da ganz anderer Ansicht...

Das ändert auch nichts daran, dass es z.B. für Bachblüten keine soliden Belege für eine Wirkung über Placebo hinaus gibt.

Millionen von Menschen können eben sehr wohl irren....

4
@Zephanjaa

Zephanjaa,

Das sind allerdings einfach Behauptungen.

Nein, das ist das Ergebnis von Untersuchungen der verschiedenen Verfahren. Hierzu werden einerseits die behaupteten Mechanismen betrachtet - und inwiefern diese widerlegt sind. Bei Homöopathie, Bachblüten und Schüsslersalzen ist genau das der Fall.

Andererseits werden die Ergebnisse sauberer randomisierter und verblindeter Studien betrachtet. Ist hier prompt keine Überlegenheit gegen Placebo nachweisbar, so ergeben theoretische Erwartung und Praxistest ein übereinstimmendes Ergebnis. Und das ist dann eben keine "Meinung" mehr.

4
@Zephanjaa

Nein das sind keine Behauptungen, denn dafür gibt es viele Dutzende von Beweisen.

Jedes pharmazeutische Medikament, das heute zugelassen wird, muss sein Wirksamkeit nachweisen und dabei deutlich besser sein als Placebos.

Für Homöopathika gilt das nicht, da hier die Lobby durchgesetzt hat, dass bereits der Glaube an einwe mögliche Wirkung für die Zulassung ausreicht.

Und in mehreren objektiven klinischen Versuchen mit Hochpotenz-Homöopathika wurde immer wieder nachgewiesen, dass diese genauso wirken wie Placebo, nicht schlechter, aber eben auch nicht besser.

Natürlich mag "es viele andere Menschen mit ganz anderer Ansicht geben...". Das bezweifelt keiner, denn subjektive Ansichten sind eben subjektiv.

Nur die Beweise sprechen eben eine eindeutige Sprache, und diese Beweise zeigen, dass die Antwort des Ratgebers hier absolut korrekt ist.

1
@uteausmuenchen

Kann man nur unterschreiben und bestätigen.

Hätte ich erst lesen sollen - dann hätte ich meinen Kommentar gespart.

1

Es gilt immer die Regel:** Alles was hilft ist richtig!**

...und NEIN! Man kann nicht alle Medikamente durch homöopathische Mittel ersetzen. Weiß ich aus Erfahrung.

In solchen Fällen hilft einfach nur ausprobieren.

Aber immer unter Aufsicht eines Arztes. Denn man kann unter Umständen alles noch verschlimmern, wenn einfach drauf los gedoktort wird.

Mal einen Arzt suchen, der der Alternativmedizin offen gegenüber steht und nicht nur auf seine Schulmedizin pocht.

Das ist alles was ihr machen könnt.

Kurze Hauptantwort:

Auch wenn die Bezeichnung "Alternativ-"Medizin das vorgaugelt, gibt es zu echter, wirksamer Medizin keine Alternative. Es gibt nur Medizin, die wirkt und Medizin, die nicht wirkt.

Deshalb kann man sich auch nicht aussuchen, ob man lieber nach den Regeln der "Schulmedizin" oder den Regeln der "Alternativmedizin" gesund werden will. Alles - wirklich alles - was nachgewiesener Maßen wirkt (Chemie, Pflanzen, Entspannungs- und Bewegungsmethoden usw. usf.) wird in den Bereich der evidenzbasierten (nach den Regeln der Wirksamkeit ausgerichteten) Medizin angewendet. Und da dieser Kenntnisstand an den Universitäten (= Hochschulen) gelehrt wird, wird diese Medizin oft als "Schulmedizin" bezeichnet.

Alles andere (ich will hier das Wort "Alternativ" bewusst nicht verwenden) würde bedeuten, dass der Patient nicht nach den Regeln des anerkannten medizinischen Wissens behandelt wird, sondern anders. Anders als es dem aktuellen Kenntnisstand entspricht, das kann in der Regel nur eines sein: schlechter.

Es gibt natürlich Ausnahmen: Und zwar eine Spezialbehandlung an einer Universität, an der ein neues Behandlungsverfahrren getestet wird. Das ist neu und deshalb natürlich auch anders. Der Patient kiann dabei Glück haben, und das Verfahren ist besser und dann ein paar Jahre später Teil des eingeführten Behandlungsrepertoires. Oder er haat eben Pech und das Verfahren ist nicht besser (vielleicht sogar schlechter) als die bisherige Standardbehandlung.

.

Nun zu Wirkung und Nebenwirkungen. Praktisch jedes Mittel, das wirkt hat auch Nebenwirkungen. Allerdings werden in der evidenzbasierten Medizin normalerweise nur Mittel verwendet, bei denen die Wirkungen deutlich stärker sind als die Nebenwirkungen.

Nebenwirkungen gibt es bei (zumindest Hochpotenz-) Homöopathika nicht. Woher auch, da ist keinerlei Wirkmittel drin. Damit gibt es aber auch keine hilfreichen Wirkungen, sondern eben nur den Placebo-Effekt.

Damit sollte Dir klar sein, dass das - was viele andere schon geschrieben haben - wahr ist. Du kannst die klassischen, wirksamen Medikamente nicht einfach durch "gleichwertige" Alternativ-Medizin ersetzen.

3
@BurkeUndCo

Aber, denk positiv, ich sehe doch eine Chance für Dich, bzw. deine Mutter.

Hör Dich um, ob es bei Euch in der Gegend nicht einen jungen engagierten Arzt gibt, der voller Tatendrag seine frisch erworbenen medizinischen Kenntnissse und gleichzeitig seine Computerkenntnisse austoben will. (Es kann naatürlich auch einen älteren Arzt geben, auf den diese Beschreibung genauso zutrifft, aber meist flaut im Alter die Lernbegierde doch etwas ab).

Dann besuche diesen Arzt mit Deiner Mutter und der gesamten Liste ihrer Krankheiten und der aktuellen Medikamentierung. Wenn Du Glück hast (ohne das geht es leider nie) versucht der neue Arzt seinen Ehrgeiz darin, dass er einen neuen Medikamentenmix für die bekannten Krankheiten zusammenstellt, bei dem es eben weniger Nebenwirkungen gibt, bzw. die Nebenwirkungen der verschiedenen Medikamente sich schon selbst zum großen Teil kompensieren, und bei dem durch die Wahl neuerer Medikamente - mit weniger Nebenwirkungen - und eben teilweise auch leistungsfähigerer Medikamente deine Mutter dann werniger Tabletten schlucken muss und hoffentlich weniger unter den Nebenwirkungen leidet.

3
@BurkeUndCo

Aber, denk positiv, ich sehe doch eine Chance für Dich, bzw. deine Mutter.

Hör Dich um, ob es bei Euch in der Gegend nicht einen jungen engagierten Arzt gibt, der voller Tatendrag seine frisch erworbenen medizinischen Kenntnissse und gleichzeitig seine Computerkenntnisse austoben will. (Es kann naatürlich auch einen älteren Arzt geben, auf den diese Beschreibung genauso zutrifft, aber meist flaut im Alter die Lernbegierde doch etwas ab).

Dann besuche diesen Arzt mit Deiner Mutter und der gesamten Liste ihrer Krankheiten und der aktuellen Medikamentierung. Wenn Du Glück hast (ohne das geht es leider nie) versucht der neue Arzt seinen Ehrgeiz darin, dass er einen neuen Medikamentenmix für die bekannten Krankheiten zusammenstellt, bei dem es eben weniger Nebenwirkungen gibt, bzw. die Nebenwirkungen der verschiedenen Medikamente sich schon selbst zum großen Teil kompensieren, und bei dem durch die Wahl neuerer Medikamente - mit weniger Nebenwirkungen - und eben teilweise auch leistungsfähigerer Medikamente deine Mutter dann werniger Tabletten schlucken muss und hoffentlich weniger unter den Nebenwirkungen leidet.

1
@BurkeUndCo

Warum ist das nicht selbstverständlich - Die ständige Suche nach dem optimalen Medikamentenmix?

1
@BurkeUndCo

Dafür gibt es mehrere Gründe:

  1. Jeder Arzt, der schon länger praktiziert, kennt seine Kranken, seine Medikamente und deren Erfolgsbedingungen. Und wenn er ein Medikament kennt, dass schon 10mal geholfen hat, dann wird er für den neuen Kranken kein neues Medikament suchen.

  2. Jeder Arzt, der schon länger im Geschäft ist, hat schon die Besuche von 1000ten von Pharmavertretern hinter sich. Und jeder bewirbt natürlich die Wundermittel seiner Firma. Die mögen ja nicht schlecht sein, aber auch die Mittel der Konkurrenz sind meist nicht schlecht. Und kein Arzt wird absolut immun dagegen sein, sonst gäbe es schon lange keine Pharmavertreter mehr.

  3. Es gibt viele, ja sehr viele Medikamente. Kein Arzt kann wirklich alle kennen. Und schon gar nicht deren Vor- und Nachteile abwägen. Und das in Kombination mit anderen Medikamenten. Und ... Das kostet wirklich Zeit, viel Zeit und das bezahlt keine Krankenkasse, denn das sind nicht ein paar Minuten, sondern das können Stunden werden.

Deshalb hast Du nur eine Chance, wenn Du Glück hast (ohne das geht es leidder fast nie) und du einen Arzt findest, der das als persönliche Herausforderung oder als Hobby ansieht. Und wenn der Arzt gerne am Computer sucht, dann schadet das seiner Meinungsbildung sicher nicht.

2
@BurkeUndCo

Und noch ein Tipp: .

Unabhängig davon, also auch wenn Du, bzw. deine Mutter, beim bekannten Arzt bleiben will, sollte es die Möglichkeit geben mit dem Arzt zu reden. Nicht dass die Medikamente unnötig wären - denn das weiß der Arzt besser als ihr, aber über die vorhandenen Nebenwirkungen zu klagen. Denn dann wird sich jeder (wirklich jeder gute) Arzt die Mühe machen zu schauen, ob es nicht doch den einen oder anderen Medikamentwechsel empfehlen/verschreiben kann, der dann diese Nebenwirkungen nicht mehr, dafür aber eventuell andere Nebenwirkungen hat. Denn nicht alle Medikamente wirken bei allen Menschen gleich. Das gilt auch für die Nebenwirkungen. So mag es Blutdruckmittel geben, die Nebenwirkungen haben, die sich auf deine Mutter negativ auswirken, und andere, die zwar auch Nebenwirkungen haben (können), die aber von Deiner Mutter nicht wahrgenommen werden

3
@Zephanjaa

Danke für den interessanten Beitrag. Was lernen wir daraus?

Der Kommentator kann zählen.

Der User mit den 7 Beiträgen hat diese alle unter gleichem Namen (und nicht unter Zusatz-Pseudonym) veröffentlicht.

Lernen wir auch etwas über den Inhalt? Nein - egal ob 1 oder 7 Beiträge, jeder kann richtig oder falsch sein.

Was lernen wir über den Kommentator? Können wir aus diesem Kommentar etwas lernen?

0
@Zephanjaa

Inhaltlich sind das keine widersprüchlichen Aussagen, sondern sollen von interessierten Lesern als zusammenhängend interpretiert werden. Ich hoffe das ist den meisten Lesern möglich.

Zusatz: Ich habe mehrfach bei längeren Texten auf diesem Forum erlebt, dass es Unterbrechungen mit der Datenübertragung gab. Dann war mein Text weg. Deshalb lieber in kleineren Häppchen abschicken.

Und deshalb als Kommentar, da ich nicht durch Zweit- oder Dritt-Antworten Zusatzpunkte erschleichen wollte.

Vorteil für interessierte Leser: Sollte doch eines meiner Argumente fehlerhaft sein (was ich natürlich nicht glaube), dann kann direkt darauf geantwortet werden.

0

Kann man nicht sagen, wenn jemand starke Mittel will wird er sagen, Naturmedizin hilft nicht. Das Vertrauen zum Behandler ist wichtiger. Bei Kindern würde ich aber immer zuerst natürlich behandeln. Bei ihr ist es zu spät, sie hätte früher die psychische Ursache suchen sollen etc..... da sie es nicht gemacht hat passt für sie die Schulmedizin besser.

Bei Kindern würde ich aber immer zuerst natürlich behandeln

Kann mein ein Kind auch "unnatürlich" behandeln?

Und sind Quecksilber oder Arsen (wie sie ja in der Homöopathie verwendet werden) "natürlich"?

Bei ihr ist es zu spät, sie hätte früher die psychische Ursache suchen sollen

Was macht dich so sicher, dass diese Erkrankung eine psychische Ursache hat?

3

brido,

Kann man nicht sagen, wenn jemand starke Mittel will wird er sagen, Naturmedizin hilft nicht.

Die Frage ging ja nicht um "Naturmedizin", sondern um "Alternativmedizin" und speziell um die Homöopathie.

Dass einige pflanzliche Präparate, wie sie schon in historischer Zeit aus der Natur gewonnen wurden, tatsächlich gezielte Wirksamkeit haben, würde hier niemand bestreiten.

Es ist aber gerade, weil die Homöopathie sich in der Werbung gerne als eine solche "Naturmedizin" dem Laien gegenüber präsentiert, wichtig auf die Unterschiede hinzuweisen.

Homöopathie (und viele alternativmedizinische Verfahren) haben mit traditioneller Naturmedizin und der tatsächlich vorhandenen gezielten Wirksamkeit von Phytowirkstoffen nicht das geringste zu tun. Sie beruhen nicht selten auf naturromantischen und/oder esoterischen Prinzipien und nahezu immer auf falschen Vorstellungen über unseren Körper. Diese Verfahren können auch keine Wirksamkeitsnachweise über Placebo hinaus vorweisen.

Bei Kindern würde ich aber immer zuerst natürlich behandeln.

Das ist auch bei wirksamer Pflanzenheilkunde keineswegs immer der richtige Weg; denn in Pflanzen sind als Stoffgemische oft mehr und schädliche chemische Wirkstoffe enthalten als in einem den nötigen Stoff isoliert zur Verfügung stellenden Präparat. Zudem enthalten Pflanzen den Wirkstoff in schwankender Konzentration, was die gerade bei Kindern (geringes Gewicht!) wichtige korrekte Dosierung erschwert.

Es ist eine die Natur romantisierende Vorstellung, dass "natürlich" gleichzusetzen ist mit "unschädlich" oder "das beste/sanfteste". Wer solches glaubt, mag einmal wirklich versuchen, in der Wildnis zu überleben - und dabei über die tiefere Bedeutung des Begriffes "Kampf ums Überleben" nachdenken.

4
@uteausmuenchen

@uteausmünchen!!! Das würde z.B. heißen, gib deinem Kind lieber vorsorglich Omneprazol statt Kräutertee. Das kann es ja wohl wirklich nicht sein!! Noch dazu, wo diese Medikamentengaben an Erwachsenen getestet wurden, und bei Kindern die Medikation nur übern Daumen geschätzt wird. Wobei eigentlich fast Jedem bekannt ist, das Kinder sehr viel empfindlicher auf Medikamente reagieren.

2
@Anaschia

Anaschia,

Das würde z.B. heißen, gib deinem Kind lieber vorsorglich Omneprazol statt Kräutertee.

Nein, würde es nicht.

Vorsorglich sollte man eigentlich gar nichts geben, sondern nur, wenn eine Medikation indiziert ist

Ist aber eine Medikation indiziert, dann ist es

a) ein Irrglauben, ein Präparat sei a priori "harmlos" oder nebenwirkungsfrei, nur weil es "natürlich" oder "pflanzlich" ist. In den Pflanzen sind dieselben chemischen Stoffe wirksam, wie auch in synthetischen Medikamenten. Auch in Pflanzen können sie deshalb Nebenwirkungen oder allergische Reaktionen auslösen und/oder die Wirkung anderer eingenommener Mittel verstärken oder abschwächen.

b) gerade weil exakte Dosierung bei Kindern wichtig ist, schwierig, diese mit pflanzlichen Präparaten einzustellen, weil in Naturprodukten Wirkstoffe nun einmal in schwankender Konzentration enthalten sind.

Noch dazu, wo diese Medikamentengaben an Erwachsenen getestet wurden, und bei Kindern die Medikation nur übern Daumen geschätzt wird.

Das ist schlicht falsch, sorry. Medikamente, wenn sie nicht ausreichend an Kindern getestet sind, müssen im Beipackzettel entsprechende Hinweise enthalten, dass sie für Kinder - meist unter einem gewissen Alter - nicht zugelassen sind.

Abgesehen davon: Gibt es denn saubere Studien für die Wirkung und Nebenwirkungen aller möglicher Kräutertinkturen bei Kindern?

3
@uteausmuenchen

Uteausmünchen!! Hast Du mich evtl. falsch verstanden ??? Es geht mir darum, dass Beschwerden, die man auch mit normalen Hausmitteln (z.B. Kräutertee) lindern kann, nicht gleich mit chemischen/ synthetischen Medikamenten behandeln muß. Niemand wird einen Kräutertee literweise in sich reinschütten -- Die Dosis macht das Gift -- und natürlich gibt es auch Kräuter, die Kinder auf keinen Fall zu sich nehmen sollten.. Diese Therapie mit Kräutern ist ein Wissen was über Generationen weitergegeben wurde. Einen Wirkstoff zu isolieren, ist nicht immer der bessere Weg, siehe auch Aspirin. Selbstverständlich sollten bei schweren Erkrankungen auch entsprechende Medikamente verordnet werden, dass muß aber nicht automatisch heißen, dass eine Phytotherapie grundsätzlich als unwirksam oder gefährlich abzulehnen ist.. Jede Therapie hat Ihre Vor - und Nachteile, und ich würde einen Teufel tun, bei einer lebensgefährlichen Krankheit, wo z.B. Antibiotika indiziert ist, diese abzulehnen, weil ich z.B. meine Magenverstimmung/ Magenschleimhautentzündung mit Pfefferminztee bzw. Kartoffelsaft erfolgreich behandelt habe. Es ist gut, dass es diese lebensrettenden Medikamente gibt Es gibt wie überall, auch in der Medizin nicht nur Schwarz oder Weiß. Und sorry,, das mit der Medikamentendosis bei Kindern ist leider so gewesen, wie ich es geschrieben habe. Wurde im Krankenhaus schön säuberlich Statistik über Höhe der Medikation, Wirkung und Nebenwirkung geführt. Mag ja sein, dass es aktuell nicht mehr so ist, man kann ja solche Versuche auch ganz gut in der dritten Welt durchführen.

1
@Anaschia
Es geht mir darum, dass Beschwerden, die man auch mit normalen Hausmitteln (z.B. Kräutertee) lindern kann, nicht gleich mit chemischen/ synthetischen Medikamenten behandeln muß.

Auch der Kräutertee wirkt chemisch - und ob eine Substanz nun auf natürliche oder synthetische Weise hergestellt wurde macht für die Wirkung keinen Unterschied.

Niemand wird einen Kräutertee literweise in sich reinschütten -- Die Dosis macht das Gift -- und natürlich gibt es auch Kräuter, die Kinder auf keinen Fall zu sich nehmen sollten..

Das gleiche gilt auch für chemisch synthetisch hergestellte Medikamente

Diese Therapie mit Kräutern ist ein Wissen was über Generationen weitergegeben wurde.

Die alten Chinesen haben auch über Generationen weitergegeben, dass zerriebener Tigerpenis ein gutes Potenzmittel sei. Und Ärzte haben über Generationen hinweg Kranke zur Ader gelassen. Alles basierend auf vermeintlichem Erfahrungswissen

Einen Wirkstoff zu isolieren, ist nicht immer der bessere Weg, siehe auch Aspirin.

Und da bist Du Dir speziell im Fall von Aspirin bzw. Acetylsalicylsäure sicher?

dass muß aber nicht automatisch heißen, dass eine Phytotherapie grundsätzlich als unwirksam oder gefährlich abzulehnen ist..

Hat das irgend jemand behauptet?

Jede Therapie hat Ihre Vor - und Nachteile,

Das heißt aber eben noch lange nicht, dass jede Therapie gleich sinnvoll ist.

Und sorry,, das mit der Medikamentendosis bei Kindern ist leider so gewesen, wie ich es geschrieben habe. Wurde im Krankenhaus schön säuberlich Statistik über Höhe der Medikation, Wirkung und Nebenwirkung geführt. Mag ja sein, dass es aktuell nicht mehr so ist, man kann ja solche Versuche auch ganz gut in der dritten Welt durchführen.

Ja wie jetzt? Erst behauptest Du:

Noch dazu, wo diese Medikamentengaben an Erwachsenen getestet wurden, und bei Kindern die Medikation nur übern Daumen geschätzt wird.

und nun wird doch nicht "nur übern Daumen geschätzt" sondern:

Und sorry,, das mit der Medikamentendosis bei Kindern ist leider so gewesen, wie ich es geschrieben habe. Wurde im Krankenhaus schön säuberlich Statistik über Höhe der Medikation, Wirkung und Nebenwirkung geführt.

Was denn nun?

man kann ja solche Versuche auch ganz gut in der dritten Welt durchführen.

Wie hat man den früheren Generationen herausgefunden welche Kräuter in welcher Dosierung giftig sind und ob sie überhaupt eine erwünschte Wirkung haben?

4
@MalNachgedacht

@malnachgedacht!! Ich hatte Dir doch wohl meine Meinung über Deine Kommentare unmissverständlich mitgeteilt. Also bemüh Dich nicht.

1
@Anaschia

Also ich bin ihm sehr dankbar, ich hätte weitestgehend dasselbe geantwortet. Ergänzt vielleicht um den Hinweis:

und ich würde einen Teufel tun, bei einer lebensgefährlichen Krankheit, wo z.B. Antibiotika indiziert ist, diese abzulehnen, weil ich z.B. meine Magenverstimmung/ Magenschleimhautentzündung mit Pfefferminztee bzw. Kartoffelsaft erfolgreich behandelt habe.

Genau darum geht es aber in dieser Frage: Die Leute behandeln Schnupfen, Kopfschmerz und Magenverstimmung - also von selbst ausheilende Bagatellen - mit homöopathischen Placebos. Und sind prompt von deren "Wirksamkeit" überzeugt. - und fragen in Überschätzung dieses Verfahrens nach Homöopathika, die lebenswichtige Medikation ersetzen sollen.

Diese Frage hier geht genau darum, was passiert, wenn man Placebos überschätzt.

3
@uteausmuenchen

@uteausmünchen!!! Hast Du Dich bei der Homöopathie festgebissen?? Soweit ich meinen Beitrag lesen kann, habe ich über Phytotherapie geschrieben. Gehört das bei Dir jetzt zur Homöopathie ???? Soweit ich weiß, besteht da ein gravierender Unterschied. Der FS hier etwas spezielles zu empfehlen, wäre wohl der größte Blödsinn überhaupt. Dafür gibt es Fachleute vor Ort, mit denen man in diesem Fall reden sollte. Du kannst z.B. Kortison oder Betablocker nicht urplötzlich absetzen, die Folgen können verheerend sein. Aber Du kannst Dich auf der Suche nach Alternativen von Ärzten beraten lassen. Was dann im Endeffekt möglich ist, oder auch nicht, ist eine ganz andere Frage, die hier ja wohl niemand beantworten kann. Aufgrund deiner vielen Antworten die ich gelesen habe, hast Du ja in dieser Hinsicht einen großen Sachverstand. Das wir bezüglich der Homöopathie verschiedener Meinung sind, ist hier auch nicht relevant. Also bitte erst meinen Kommentar richtig lesen, und dann antworten.

1
@Anaschia

Dann lass uns doch beim Thema bleiben.

Und nein, nicht ich habe mich bei der Homöopathie festgebissen, sondern die Frage dreht sich darum. In der Frage ist ganz explizit von "Alternativmedizin" und speziell der Homöopathie die Rede.

Und gerade deshalb bezog sich mein erster Kommentar an brido auf die Verwechslung von "Naturmedizin" mit "Alternativmedizin" und der die Natur romantisiernde nicht korrekte Aussage, Pflanzenpräparate seien grundsätzlich harmlos.

Und das ist halt falsch: Wenn was drin ist, kann es wirken - und dann kann es auch Nebenwirkungen geben. Bei der Homöopathie gibt's beides nicht.

3
@uteausmuenchen

uteausmünchen!! Dann noch mal ganz klar auf die Fragen der FS bezogen. Ja, man könnte Patienten alternativ zur klassischen Medizin, BEGLEITEND behandeln. Bei der Einnahme mehrerer Medikamente sollte immer mal wieder vom Arzt überprüft werden, was sinnvoll ist;; notfalls eine zweite Meinung. Und was ganz wichtig ist, der Wunsch des Patienten , bezgl. der Behandlung, sollte immer respektiert werden. Das gilt für den behandelnden Arzt, wie für die Angehörigen. Zur Homöopathie brauche ich mich hier nicht zu äußern, da kann ich mich anderweitig mit Kollegen austauschen, was ich auch für sinnvoller erachte. Wer sich diesbezüglich informieren will, wird das in einem anderen Forum tun.

1
@Anaschia
Ja, man könnte Patienten alternativ zur klassischen Medizin, BEGLEITEND behandeln.

Klar könnte man das - man könnte auch Zaubersprüche aus den Harry Potter Romanen vorlesen.

Die Frage ist eben nur ob eine derartige "Begleitung" irgendeinen Nutzen hat (für den Kranken natürlich, dass so eine Begleitung dem Alternativheilkünstler finanziell nützt ist natürlich klar und unbestritten)

Bei der Einnahme mehrerer Medikamente sollte immer mal wieder vom Arzt überprüft werden, was sinnvoll ist

Man sollte doch wohl vermuten, dass Ärzte auch schon zu dieser Erkenntnis gekommen sind.

Zur Homöopathie brauche ich mich hier nicht zu äußern, da kann ich mich anderweitig mit Kollegen austauschen

Kannst Du bei Gelegenheit mal deine Kollegen nach einem konkreten Beispiel für eine Erkenntnis auf dem Gebiet der Homöopathie fragen, die einer unabhängigen und objektiven Überprüfung standgehalten hat?

Das wäre toll - denn hier bei GF konnte mir bislang noch niemand so ein Beispiel für homöopathisches Fachwissen nennen - aber deine Kollegen können das doch bestimmt....kann ja eigentlich auch nicht so schwer sein.

3
@Anaschia

Was bedeutet "begleitend behandeln" ???

Begleitend kann man Vieles machen. Z.B. führt das Essen von Schokolade bei vielen Menschen zu einem Glücksgefühl - kann sich dann positiv auf den Placebio-Effekt auswirken.

Oder das Trinken von ??? auch das kann dazu führen, dass man weniger Kummer bzgl. der Krankheit hat.

Aber steigert das dann wirklich den Heilungserfolg?

Gibt es dafür Beweise oder doch nur die üblichen Behauptungen?

3
@BurkeUndCo

BurkelUndCo!! Du kennst dich mit entspr. Links im Netz doch gut aus, und Lesen kannst Du sie selbst. Ob Du sie dann auch verstehst, bleibt Dir überlassen. Gute Nacht !!!!

1
@Anaschia

Es ist traurig, wie unverblümt hier versucht wird, sich davor zu drücken, Behauptungen zu belegen.

Aber ein solches Verhalten beantwortet auch die Frage:

Alternativmedizin contra Schulmedizin, was ist besser ?
3

Ich würde auch mit einem Kind einen echten Arzt aufsuchen. Der kann/soll dann entscheiden, ob das Kind echte Medikamente benötigt oder nur Placebo bekommt.

Warum soll ein Kind weniger wert sein und statt echter Medizin erst mal andere Hilfsmittel erhalten?

0

Alternativmedizin die klassische Medizin ersetzen, ..... nein aber ergänzen

kann man alle Medikamente durch homäopatische ersetzen ..... nein gar keines

Nein, du solltest nicht alle Medikamente absetzen und versuchen zu ersetzen! ABER: Man kann durch homöopathische Mittel die Nebenwirkungen der Medikament abschwächen. Auch durch die Ernährung lässt sich einiges verbessern, z.B. der Bluthochdruck oder Magenprobleme oder das Immunsystem... Aber der Wille zum Leben sollte natürlich da sein.

Schau ob du irgend etwas tun kannst damit sie ihn wieder findet....

Alles Gute

ABER: Man kann durch homöopathische Mittel die Nebenwirkungen der Medikament abschwächen

ABER nur wenn man ein verbrecherischer Verräter der göttlichen Homöopathie ist. Denn wie hat Samuel Hahnemann (das war der Mann, der sich die Homöopathie vor circa 200 Jahren ausgedacht hat) in seinem Klassiker "Organon der Heilkunst" geschrieben:

§ 52 Es giebt nur zwei Haupt-Curarten: diejenige welche all ihr Thun nur auf genaue Beobachtung der Natur, auf sorgfältige Versuche und reine Erfahrung gründet, die (vor mir nie geflissentlich angewendete) homöopathische und eine zweite, welche dieses nicht thut, die (heteropathische, oder) allöopathische. Jede steht der andern gerade entgegen und nur wer beide nicht kennt, kann sich dem Wahne hingeben, daß sie sich je einander nähern könnten oder wohl gar sich vereinigen ließen, kann sich gar so lächerlich machen, nach Gefallen der Kranken, bald homöopathisch, bald allöopathisch in seinen Curen zu verfahren; dieß ist verbrecherischer Verrath an der göttlichen Homöopathie zu nennen!

http://www.doktor-quak.de/pdf/organon.pdf

Wer also behauptet, dass man während einer "schulmedizinischen" Behandlung nebenher noch mit Homöopathie Nebenwirkungen abschwächen könnte hat wohl Hahnemann nicht so ganz verstanden.

6
@MalNachgedacht

Ich kann nur aus MEINER Erfahrung sprechen.... Außerdem wie du schon sagtest (Nein, natürlich hast du es geschrieben ;-)) ...... vor circa 200 Jahren....

Aber danke für deinen Kommentar :-)

VG

1
@Nasevoll2012

Genau: vor 200 Jahren wurde die Homöopathie erfunden, und bis heute gibt es immer noch keinen Beweis für deren Wirksamkeit.

3
@Nasevoll2012

Genau: vor 200 Jahren wurde die Homöopathie erfunden, und bis heute gibt es immer noch keinen Beweis für deren Wirksamkeit.

3
@Nasevoll2012
Ich kann nur aus MEINER Erfahrung sprechen.

Jetzt ist eben die Frage wer mehr Erfahrung mit Homöopathie gemacht hat.

Samuel Hahnemann oder Nasevoll2012

4

Die Frage ist nur sehr schwer zu beantworten und hängt von den Krankheiten, der Konstitution des Patienten etc. ab. Ich würde eher sagen, dass sich die beiden ergänzen können. Nicht zu unterschätzen ist beispielsweise eine richtige Ernährung.

Vielleicht sollte deinen Mutter zu einem anderen Hausarzt (oder Facharzt) gehen und eine zweite Meinung einholen. Viele Schulmediziner arbeiten inzwischen mit Homöopathen zusammen.

Alles Gute!

nein, sonst wären die menschen ja früher nicht an lungenentzündung gestorben, sondern hätten einfach nen kräutertee getrunken

Was möchtest Du wissen?