Alternativen zur DDR

6 Antworten

Eine Alternative hätte sein können, dass die DDR ein eigenständiger Staat geblieben wäre, in dem die Menschen im Vordergrund gestanden hätten und nicht Macht und Geld.

So schön diese Vision auch klingt, hier war nach Alternativen gefragt, nicht nach Wunschträumen.

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@Shanrhy

nicht nach Wunschträumen.

Die Deutschen träumen gerne, sind romantisch und sentimental ;-) Kein Land hat so viele Philosophen wie Deutschland.

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Das könnte in eine unendliche Diskussion einmünden.

Es hat gleich nach der Wiedervereinigung, sprich Beitritt der fünf Länder, Untersuchungen (vor allem eines Bremer Wissenschaftlers) gegeben, der die spätere Entwicklung prophezeit hat.

Durch die gemeinsame Staatlichkeit ist das ganze Geld, das westdeutsche Steuerzahler aufgebracht haben (Solidaritätsbeitrag), durch die so genannte Abwicklung in die Kassen westdeutscher Konzerne geflossen.

Die anfangs geplante Konföderation mit einer um Jahre verschobenen Wiedervereinigung (nicht Beitritt) hätte zumindest das Geld in der DDR gelassen.

Eine Alternative ur Wiedervereinigung hätte es nur theroetisch geben können, paraktisch wäre sie nicht umsetzbar gewesen.

Das hat folgende Gründe: Die beiden deutschen Staaten waren zu sehr kulturell, mentalitätsmäßig ("seelisch"), teilweise auch wirtschaftlich und nicht zuletzt familiär miteinander verbunden. Allein schon viele DDR-politiker hatten ihre Wurzeln im Westen Deutschlands, westdeutsche Politiker wiederum im Osten; Honecker kam aus dem Saarland. Eine zweite eigenständige ostdeutsche "deutsche" Kultur, losgelöst von Westdeutschland, zu schaffen wäre unmöglich gewesen (gleiches galt und gilt natürlich auch umgekehrt).

Ein nicht zu unterschätzender Punkt ist die gemeinsame Sprache, der Braindrain sowie die Bereitschaft vieler Leute zum Umzug nach Westen und vor allem die Orientierung an Westdeutschland sowie die Konsumierung westdeutscher Medien begünstigen würde.

Allein die Arbeitsproduktivität einer erneuerten DDR stünde, ähnlich der im heutigen Russland, entwickelter Industiestaaten nach, In der SU lag die Arbeitsproduktivität ca 3-4 Mal hinter der der USA. Heute ist es etwas besser, es reicht aber nicht, um mit Ländern USA und Japan in für eine Volkswirtschaft wichtigen Branchen zu konkurrieren.

Die DDR-Bürger wären weiterhin in den Westen abgewandert, wo man bessere Arbeitsbedingungen vorfand. Die BRD hätte die Staatsbürgerschaft der DDR wahrscheinlich nach wie vor nicht anerkannt und aus ideologischen und nationalen Interessen aber auch "ethisch-patriotischen" Gründen den Zuzug von Ostdeutschen, den sog. "Brüdern und Schwestern" nicht gestoppt.

Wäre die DDR räumlich und vor allem sprachlich nicht so dicht mit der BRD beieinander, hätte es vielleicht mit dr Eigenständigkeit geklappt. Dann wäre die DDR heute ebenfalls Mitglied in der EU, der NATO und hätte den Lebensstandard von Tschechien oder Polen.

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