Alternative Wirtschaftspolitik, was versteht man darunter?

4 Antworten

Der Begriff alternative Wirtschaftspolitik ist recht schwammig und kaum mit Inhalt gefüllt. Er soll uns offensichtlich suggerieren, dass es jenseits des real existierenden Kapitalismus sowie dem Sozialismus noch was Drittes gäbe, wobei natürlich der Nachweis ausbleibt. Es gibt nämlich nichts Drittes, allenthalben einen reformierten Kapitalismus, den Reformisten erträumen. Es wird hierbei unterstellt, dass der Kapitalismus vermenschlicht werden könne, wenn man dies nur wolle. Bis jetzt gab es dass ansatzweise in einem nichtrimperialistischen Land, nämlich Schweden unter Olaf Palme und zwar in einerv Zeit der aufsteigenden Konjunktur. Kaum ließ diese nach, war es dann auch um diese Sozialpolitik geschehen.

Das glaubst du doch nicht wirklich, was du da schreibst - alles vermengt und verworren, was klarer und einfacher auszudrücken wäre, ..!?

es gibr genügend Organisation die sich mit "alternativer Wirtschaftspolitik" beschäftigen, nicht um den "Kapitalismus" zu retten, sondern die Menschen dahinter, bevor dieses System komplett abstürzt, das sollte man auch mal versuchen zu begreifee??

http://www.alternative-wirtschaftspolitik.de/

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@Brettone

Es ist Blödsinn, was du da schreibst, da lediglich Vorwürfe, die völlig unsubstantiiert sind. Was soll an meinen Ausführungen übrigens vermengt und verworren sein? Das allein bleibt dein Geheimnis! Sicherlich gibt es Ökonomen, die an einer Lebensverbesserung der breiten Masse u.a. interessiert sind. Doch das ist nur ein subjektives Gebahren allenthalben, im objektiven Sinne wollen sie so das bestehende System attraktiver gestalten, die Massen an dieses binden. wieder andere haben die Illusion, dass der Kapitalismus wandelbar sei und daher reformiert werden könne.

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In Wikipedia ist nachzulesen:

"In der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik (auch Memorandum- oder kurz Memo-Gruppe) arbeiten nach Selbstdarstellung[1] Wirtschaftswissenschaftler und Gewerkschafter „an der Entwicklung wirtschaftspolitischer Vorschläge und Perspektiven, die sich an der Sicherung sinnvoller Arbeitsplätze, der Verbesserung des Lebensstandards und dem Ausbau des Systems der sozialen Sicherheit für die Arbeitnehmer sowie wirksamer Umweltsicherung in der Bundesrepublik orientieren“.

Dabei werden Positionen und Theorien kritisiert, „die Beschäftigung, Einkommen, Sozialleistungen und Umweltschutz den Gewinnen der Privatwirtschaft nach- und unterordnen“. Die große Mehrheit der Wirtschaftswissenschaftler unterstütze eine in erster Linie auf private Gewinnförderung gerichtete Wirtschaftspolitik und vermittele den Eindruck, es gebe aus wissenschaftlichen Gründen keine Alternative. Dem setzte die Arbeitsgruppe ihre Analysen und Vorschläge entgegen."

Entscheidend ist der Satz: "Dabei werden Positionen und Theorien kritisiert, „die Beschäftigung, Einkommen, Sozialleistungen und Umweltschutz den Gewinnen der Privatwirtschaft nach- und unterordnen“. "

Es handelt sich also um eine interessengeleitete Gruppe, die nicht an einer wissenschaftlich-neutralen Analyse der Wirtschaftsvorgänge interessiert ist, sondern die aus einer speziellen Perspektive und Zielstellung analysiert. Das ist ein "verdeckter Sozialismus". Für mich ist es fraglich, ob Gewerkschaften (finanziert durch die Beiträge aller Mitglieder, die ja keine Sympatie für Sozialismus haben müssen) dazu da sind, Quasisozialistische Theorien zu erstellen. Wenn Sympatisanten des bisher gescheiterten Sozialismus sich zusammentun würden und aus eigenen Mitteln eine solche Forschungsgruppe finanzieren würden, wäre dagegen nichts einzuwenden.

Wenn man sich die Entwicklung der ehemals sozialistischen Länder anschaut, wird der Knackpunkt all solcher Theorie erkennbar: Die Ego-Bezogenheit des Menschen. Die einen Ehemals-Sozialisten rutschen ab in eine Art Clan-Herrschaft (Nordkorea, Kuba) und die anderen sind dominiert von Funktionären, die, wie jetzt in China, offensichtlich doch in der Lage sind, sich ordentliche Vermögen außerhalb des Volksvermögens auf die Seite zu schaffen. Vergessen ist hier auch, dass ein Herr Putin und alle ehemaligen Funktionäre der sowjetisch kommunistischen Partei, die sich ebenfalls ehemaliges Volksvermögen unter den Nagel gerissenhaben, "Produkte" einer "sozialistischen Erziehung" sind, an denen diese offensichtlich gescheitert ist.

Grundfalsch, eine neutrale Wissenschaft gibt es nicht, denn auch diese ist zweck, - und interessengebunden. Die bürgerliche Ideologie suggeriert den Massen, dass es eine neutrale Wissenschaft gäbe, um so ihre Ausbeutungsmechanismen besser zu verschleiern.

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@Saatgut

Bereits Deine Ausdrucksweise im Gott-Teufel-Dualismus (hier Bürgerliche - Arbeitermassen) zeigt an, dass Du voreingenommen, ausgesprochen bewusst parteiisch an die Fragestellung herangehst. Das ist etwas anderes, als der erkennbare Wille, möglichst die Fakten sprechen zu lassen. Dass es keine ganz neutrale Wissenschaft gibt ist glar. Aber es gibt eine dogmatische und eine undogmatisch. Und Deine Ausdrucksweise strozt nur so von dogmatischer Sprache.

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Jenseits der Unterschiede der von ihm diagnostizierten "drei Richtungen" alternativer Wirtschaftspolitik formuliert Joachim Bischoff sein reformistisches Konzept wie folgt:

"Die Ziele alternativer Wirtschaftspolitik, die Wege und Maßnahmen sowie der Ordnungsrahmen und die Instrumente, um diese zu erreichen, sind in ihrer Gesamtheit darauf gerichtet, einen gegenüber der gegenwärtigen typischen ökonomischen Entwicklung in Deutschland und in der EU alternativen Typ der sozial-ökologischen Wirtschaftsentwicklung herauszubilden. Dieser bedeutet in einem absehbaren Zeitraum nicht, den Kapitalismus zu überwinden. Er setzt jedoch voraus, dass es durch Veränderungen in den ökonomischen Machtstrukturen und in den gesellschaftlichen Kräfteverhältnissen gelingt, die Dominanz des Profitprinzips zurückzudrängen und damit auch Elemente einer stärker sozial und ökologisch strukturierten Wirtschaftsweise herauszubilden." (A.a.O., S. 176)

s.http://www.islinke.de/keynes.htm

ebentuell Wirtschaftspolitik die von der realität abweicht? also reine modellpolitik (nicht umsetzbar) oder vllt WiPo die vom standard abweicht, also unübliche wirtschaftssysteme?

meine einzigen ideen die ich dazu hätte

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