Alternative Lebensmöglichkeiten ohne Geschäftemacherei, Lohnarbeit, Bettelei?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du zielst auf die Sanyassins ab, Oshos Sekte, die genau dies verspricht, und im Endeffekt hört heute keiner mehr was davon. Also, auch wer heute "aussteigt", den kriegen die Behörden schnell wieder bei der Uhr. In Deutschland z.B. ist nicht erlaubt, wild zu campen, Höhlen zu bauen etc. Auswandern? In politisch unsichere Gebiete, wo man den Straßenräubern direkt in die Hände fällt?

Eigentlich erschüttert mich eine solche Frage zutiefst: Denn: Das Ganze ist eine versteckte massive Kritik an den Errungenschaften der modernen Zivilisation, wie Staatsformen und Solidargemeinschaften. Im Grunde ist sich derjenige nicht bewußt, daß diese Denkweise auf Tribalismus herausläuft. Genau so denken die Afghanen zum Beispiel. Darum kriegt man es nicht in deren Köpfe herein, daß sie nicht nur als Sippe alleine auf der Welt sind. Gedanken an übergeordnete Vergesellschaftungsformen, wo jeder seinen Beitrag zum Gelingen des Ganzen beitragen muß, stößt auf Unverständnis.

0
@AnonymerNutzer

Betreffs Frage:
Das liegt wohl in der Auslegung der Frage (und was sie im Betrachter widerspiegelt bzw. auslöst) ... :-]

Betreffs Tribalismus:
Kannte den Ausdruck zwar nicht - kenne aber das Gefühl des "NICHT allein gelassen seins".

ZITAT: Die Begriffe Tribalismus und Stamm sind durch die Kolonialzeit als Charakterisierung „primitiver“ Gesellschaften vorbelastet und werden heutzutage in der Ethnologie nicht mehr verwendet.

Soweit die klassische Definition. Nur ist diese klassische Definition in einigen Punkten mindestens zweifelhaft.

Entscheidend für den Tribalismus ist das dahinter stehende Weltbild und die gesellschaftliche Struktur der Stammesgesellschaften. Nach Vine Deloria ist Tribalismus eine Art Gefühlszustand des „nicht alleine gelassen seins“, bei dem sich das Individuum sicher und aufgehoben fühlt. Nach Ferdinand Tönnies zeichnet sich eine Gruppe im Sinne einer Gemeinschaft im Gegensatz zur Gesellschaft durch Vertrautheit, gemeinsame Interessen und Ziele, Wertvorstellungen und Rituale aus. Tribalismus ist also als eine Form des Lebens in Gemeinschaften zu betrachten.... etc.
http://de.wikipedia.org/wiki/Tribalismus

1
@AnonymerNutzer

Hallo @Kbra01 Ach ja jetzt sind Afghaner schuld daran?bist du sicher dass diese tolle Gemeinschaft( Rest der Welt) mit seinem bewusstsein nicht genuegend Bombe auf solchen Laendern geworfen hat? Errungenschaften?wovon redest du denn???

Hurerei???

willst du noch in den Koepfen was rein tun?wer sind die Naechsten?

Russen?

Ach toll....die zwangs Neurose.

Gruesse

0

Also ich kenne jemanden, der es geschafft hat. Aber gehört viel Selbstaufgabe dazu. Er reiste durch die Gegend. Und das Leben/Gott schenkt ihm immer , was er braucht. Sein Motto ist allerdings 'Ich brauche nichts, so kann ich alles geben' . Er hat in Indien auch gelernt, 10 Tage ohne Essen auszukommen. Sein Ziel sind 40 Tage. Aber gerade iim reichen Europa gibt es immer genug. 'Dumpstern' z.B. , Altkleidercontainer . Es liegt egtl. alles rum. Und oft helfen Menschen auch, wenn es escht nicht mehr geht. Schlafplätze gibt's überall. Leerstehende Gebäude. Spielplätze... Für diesen Menschen gibt es keine Grenzen, keinen Pass, keinen Papierkram. Dann irgendwann hat er ein Didgeridoo in die Hände bekommen, damit spielt er auf der Straße., bis er 10 Euro für einen Joint zusammen hat. Das ist seine Restabhängigkeit vom System:)

Selbstversorger auf einem Hof (alles Lebensnotwendige selbst anbauen/züchten)

Ja - war auch mein erster Gedanke - und erscheint mir immer noch am realistischten.

0

Was möchtest Du wissen?