Alternative Für Demokratie?

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16 Antworten

Diejenige, die einen demokratischen Diktator hat. Also jemanden, der unbestechlich ist, nur nach Fakten entscheidet und das Wohl des Staates bzw. seiner Bürger ganz obenan stellt.

Also jemanden wie mich ;-)

In der Realität gibt es so jemanden aber nicht, also bleibt nur die Demokratie, wie wir sie haben.

Es ist ja nicht so, dass man nichts bewirken kann. Man kann eine Partei gründen, eine Organisation, eine Interessengruppe oder an kleinen Projekten mitarbeiten.

Das Minimum sollte aber ein Gang zur Wahlurne sein, nicht nur bei der BT-Wahl, sondern auch bei Wahlen zum Landtag, zum Gemeinderat oder bei der Direktwahl des Bürgermeisters, falls vorgesehen.

Du darfst aber ja auch eine Sprechstunde bei den Abgeordenten Deines Wahlkreises einfordern.

Und dass die Masse nicht weiß, was gut für sie ist, liegt daran, dass sich niemand mehr eingehend informiert. Oder man plappert das nach, was in irgendwelchen sozialen Medien geredet wird (fast immer ohne Grundlagen und nur aus dem Bauch heraus bzw. von einer bildungsfernen Unterschicht ins Unreine gesprochen).

Ich bin gerade dabei, mir Daten - und Fakten - für die BT-Wahl zu besorgen, um die Parteifuzzis mal zu fragen. Das geht aber nur für drei, vier Themen und ist da schon ein Riesenaufwand, fast wie eine Steuererklärung.

Soziale Gerechtigkeit mit Alterssicherung (muss für private Vorsorge jetzt für 10 Jahre zurück Sozialabgeben zahlen - zu den Steuern natürlich), Energiesubventionierung durch den Verbraucher, Strompreise (die zweihöchsten in Europa nach Dänemark, obwohl weltweit sinkend), Sozialneid der Linken, seit 1980 sinkende CO2-Emissionen in DE, Gewinnverschiebung großer Konzerne ins Ausland.

Das reicht für eine Wahlpeirode locker aus. Tja, aber trotz allem: welche Alternative gibt es wirklich?

Ich bin (noch) gegen (mehr) Volksabstimmungen, einfach weil der deutsche Michel zu uninformiert ist, um das große Ganze zu überblicken. Das darf man ihm nicht unbedingt überlassen.

Es bleibt schwierig, das gebe ich zu.

wenn das ganze Volk so handeln würde wie du hätten wir deutlich weniger Probleme, denke ich :D

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In der idealen Form, wie die antiken Griechen das definiert haben, wäre eine Aristokratie ("Herrschaft der Besten") das bessere System.

Das Problem: wer wählt die aus?

Sollen die sich selber auswählen? - Dann läuft das darauf hinaus, daß diejenigen mit der größten Macht dazu gehören werden.

Sollen die von der Gesamtbevölkerung gewählt werden? - Dann wäre das eine Demokratie, die sich selber abschafft.

Also lassen wir es besser bei einer Demokratie, die mitunter grandiose Fehler macht, bei der es aber immer die Möglichkeit gibt solche Fehler zu korrigieren, ohne daß gleich eine gewaltsame Revolution nötig ist.

Gruß

Deswegen haben wir ja in DE bspw. bereits die beste Staatsform:

Repräsentative Demokratie

bzw. indirekte Demokratie. Hier werden Entscheidungen nicht unmittelbar vom Volk getroffen, sondern von Volksvertretern. Diese haben optimalerweise dann auch Fachwissen und haben als Abgeordnete auch die nötige Zeit, um sich mit diversen politischen Themen, Pro und Kontras und evtl. langfristigen Auswirkungen von Entscheidungen auseinanderzusetzen.

trotzdem ist das Volk sehr anfällig für Manipulation. Stichwort Populismus.

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Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, aber es gibt keine bessere.

Die Frage ist doch, wie wir diese Demokratie gestalten. Mit unserem System kommen wir nicht weit. Die Bürger sind teils besser informiert wie die Abgeordneten selbst. Außerdem: Was gibt es uns Wählern für einen Anreiz uns über die Gesetze im Detail zu informieren, wenn wir kein Mitbestimmungsrecht darüber haben?

Volksentscheide nach Schweizer Art ist kein Heilmittel für alles, aber bei unserem Nachbarn läuft es um einiges besser wie bei uns. Sei es in der Sozialpolitik, oder Verkehrsinfrastruktur oder der Steuerpolitik.

Schau noch mal in den Spiegel!

Dann wirst du vielleicht entdecken, dass du Teil dieser "Masse" bist - wie wir alle, die wir uns hier äußern. Ich kann an uns - und auch an dir - nichts Besonderes finden.

Langfristige Interessen zu formulieren ist leicht (mal abgesehen davon, dass wir langfristig alle tot sind): Wohlstand/ Reichtum, Langlebigkeit/ Unsterblichkeit/ Ruhm, Weisheit, etc.

Die Schwierigkeit besteht wohl eher in einer realitätsgerechten Annäherung an  diese Ziele.
Wer - außer Leuten vom Schlage Kim Jong-uns - könnte behaupten, im Unterschied zur "Masse" dafür einen politisch operablen und zugleich verbindlichen Weg zu kennen?

Hart im demokratischen Raume stoßen sich die artikulierten Interessen ...
und gleichen sich dann ein bisschen aus.

Hart im undemokratischen Raum stoßen sich dieselben Interessen. Man darf sie dann nur nicht mehr offen artikulieren.

Ach die meisten Menschen wissen schon was das Beste für sie wäre, sie haben nur keine Lust es zu tun. Die beste Regierung in meinen Augen wäre eine kluger Berater mit einem gütigen König oder Entscheider. Dadurch würden Gesetze und Regeln durchgesetzt werden die gut für Alle sind und keine Gesetze durchgeführt werden, die unmoralisch wären. Problem ist aber diesen klugen Berater und einen gütigen König zu finden und das immer und immer wieder. Weswegen es praktisch nicht Durchführbar ist.

So lange die Demokratie wehrhaft bleibt, und man nicht das Gefühl haben muss, dass sie sich mit demokratischen Mitteln selbst zerstört, ist sie für mich nicht die schlechteste Staatsform.

Eine bessere Staatsform fällt mir nicht ein.

auf keinen Fall ist es die schlechteste Form

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Jedwede Staatsform bedeutet Fremdbeherrschung (jemand herrscht über andere).

Eine Alternative dazu wäre perfekte Selbstbeherrschung. Doch hält man die Sintflutgeschichte für wahr, dann hat das noch nicht einmal Gott hinbekommen.

wäre es nicht gut die Fremdbeherrschung möglichst zu minimieren? Also nur die Grundsätzlichen Regeln festlegen (zb niemand anderem mutwillig Leid zufügen) und den Rest den Menschen überlassen.

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@Leonider

Ja, es wäre gut, die Fremdbeherrschung zu minimieren. Das Problem ist aber, daß es kaum jemanden oder auch niemanden gibt, der das wirklich will. Niemand möchte von anderen beherrscht werden (wenn man mal den Sado-Maso-Bereich außen vor läßt), aber jeder versucht mehr oder weniger, anderen etwas vorzuschreiben.

Politische Ideologien  existieren zur Unzeit - sie sind etwas, das der Evolution (der geistigen Weiterentwicklung) um viele Jahrtausende vorauseilt.

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Die einzige bessere Alternative wäre die Monarchie mit mir als König. ;)

Churchill hat mal gesagt: "Demokratie ist nicht die beste Staatsform, aber die, die machbar ist."

Nein, die Mehrheit hat nicht immer recht. Aber die, die mir sagen, was gut für mich ist, auch nicht.

die Frage ist jetzt, bei wem ist es wahrscheinlicher, dass sie wissen was gut ist. Das 'dumme' Volk oder Spezialisten auf ihren jeweiligen Gebieten.

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@Leonider

Das Problem bei Spezialisten ist, dass sie eben nur auf ein Gebiet spezialisiert sind und wenig Ahnung von den Auswirkungen haben.

Alleine die Verminderung des Steuersatzes (UST) für Hotelübernachtungen hat zu massiver Mehrarbeit für die Personalabteilungen und Buchhaltungen geführt.

Wenn ich ein Steuersystem machen würde, wäre es vielleicht nicht einfacher, aber handhabbarer und - vor allem - gerechter.

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@Seeheldin

darum sollten viele unterschiedliche Experten zusammenarbeiten.

Es kann nicht sein, dass die Drogenbeauftragte der BRD keine Ahnung von Drogen hat und eigentlich aus der Landwirtschaft kommt.

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Die Anarchie ist die beste Alternative zu jedem Staat, sie ist allerdings eine Utopie, da irgendjemand immer herrschen und die Mehrheit immer beherrscht werden will.

selbst ohne Staaten würde sich irgendwie eine Art Regierung bilden, denke ich.

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Die Demokratie ist die beste Staatsform von allen, weltweit.Für die Führung ist  die jeweils gewählte Regierung verantwortlich.Was willst Du mehr?


das Volk ist viel zu leicht zu manipulieren (Trump, AfD, Populismus) um zu entscheiden wer die Macht haben soll.

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Ich bleibe bei der Demokratie, eine bessere Staatsform gibt es meiner Meinung nach nicht

hältst du es für realistisch, dass ALLE Leute des Volkes zusammen die beste Lösung finden und vorausschauend genug denken?

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@Leonider

Nein, das wird auch nicht passieren.

Allein daran dass die Afd gewählt wird sieht man ganz gut das viele Menschen wenig Ahnung davon haben.

Aber welche Staatsform denn sonst?

Diktatur?

Präsidiale Herrschaft?

Monarchie?

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und wo ist die demokratie? ich kann nix machen ausser zwei kreuzchen und dann entscheiden reiche leute für mich die noch reicher werden wollen und für fehler nie belangt werden.

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@BRaptor

eine direkte Demokratie wäre doch noch kritischer. Bestes Beispiel: Brexit.

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@Leonider

Eben.

In der Schweiz gibt es die direkte Demokratie ja auch.

Dort leben aber nur 8 millionen Menschen.

In Deutschland also undenkbar sowas zu machen

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ich konnte über euro und europa nicht entscheiden. das wurde mir diktatorisch aufgezwängt genau wie es der kohl dann auch zugegeben hat.

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@BRaptor

Oh nein, das ist natürlich blöd.

Demokratie heißt auch nicht das das Volk über alles entscheiden darf.

Wenn du bei allem Mitentscheiden willst, zieh in ein Land mit direkter Demokratie.

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@BRaptor

Und ich konnte über die Wiedervereinigung nicht entscheiden, obwohl dies sogar in der Präambel des Grundgesetzes vorgesehen ist.

Ich halte zwar nach wie vor die Wiedervereinigung für den schwersten politischen Fehler seit der Machtübergabe an Adolf Hitler, aber ich versuche, eine gute Verliererin zu sein. Die Geschichte wird das letzte Wort haben.

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@Seeheldin

Oh man........

So, und warum bitte hältst du das für einen Fehler?

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@Seeheldin Wusste ich doch das du keine Antwort darauf hast. Nicht mal begründen können warum man das so sieht. Hast wohl keine Gründe oder Argumente, was ? Traurig

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Und wie soll sich eine "bessere" Staatsform IN DER PRAXIS darstellen?

es dürfte Recht schwer werden die Demokratie wieder abzuschaffen. Ich mein, die USA führen ihre ganzen Kriege doch offiziell um die Demokratie in andere Länder zu bringen.

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@Omikron6

Beruhigen sie sich! Wieso sollte eine bessere Staatsform in der Praxis nicht funktionieren?

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Und du weißt, was das beste für alle ist? Nein, eine Demokratie ist schon das beste. Diktatoren sind so überflüssig wie der Abfallhaufen.

Es gibt mehr Systeme als Demokratie und Diktatur. Und nein, ich weiß nicht was das beste ist. Deshalb habe ich hier nach anderen Meinungen gefragt.

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"Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen - abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind."
Winston Churchill

also, dann brauchen wir was neues.

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@Leonider

ja so funktioniert das mit der Entwicklung man muss was neues probieren und wenn es besser ist behält man es wenn nicht dann nicht

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