Alter vermieter Miete und Nebenkosten trotz Auszug?

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4 Antworten

Bis heute gestern bekomme ich einen Brief das ich ihm die Miete und die
Nebenkosten für 1.12.2016 bis 11.12.2016 umgehend überweisen soll???

Zurecht: Da der VM an der Weitervermietung der Wohnung bis zum Ausbau und ordentlichen Rückgabe am 11.12. gehindet war, steht ihm eine Nutzungsentschädigung n. § 546a I BGB zu: https://dejure.org/gesetze/BGB/546a.html

Dies gilt selbstverständlich auch anteilig für vereinbarte Betriebskosten(vorauszahlungen).

Was soll ich jetzt machen?

Den gefordeten Betrag, sofern er 11/30 der vereinbarten Mietzahlung Dezember entspräche, schnellstens überweisen.

30 Miettage sind die gängige Jahresdurchschnittregel für anteilig berechnete Forderungen: Für die paar Euros, die man nach dem monatsgenauen 11/31 Ansatz sparen würde, sollte man sich nicht herablassen.

G imager761

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Der Vermieter kann Nutzungsentschädigung verlangen denn Du hast die umbauten nicht rechtzeitig rückgängig gemacht.

Das er nur Miete und NK bis 11.12. verlangt, zeigt  mir als Vermieter, dass er sich auskennt, denn er verlangt ja nur Miete bis zur endgültigen korrekten Übergabe.

Er hätte eventuell auch eine höhere Nutzungsentschädigung verlangen können.

Das war also ein recht humaner Vermieter.

Was soll ich jetzt machen?

Den Betrag zahlen und froh sein, dass es nicht mehr ist.

Oder Du zahlst nicht und berufst Dich auf die 6 monatige Verjährungsfrist die bei Beendigung des Mietverhältnisses gilt.


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johnnymcmuff 06.10.2017, 23:29

Oder Du zahlst nicht und berufst Dich auf die 6 monatige Verjährungsfrist die bei Beendigung des Mietverhältnisses gilt.

Korrektur:

Die gilt nur bei Mängel die der Vermieter in der Zeit geltend machen kann, wenn diese bei Auszug noch vorhanden sind.

Gibt es ein Übergabeprotokoll. kann er nur noch verdeckte Mängel geltend machen.

Verjährungsfrist für Nutzungsentschdigung beträgt laut folgendem Link 4 Jahre.


Schau mal hier unter Punkt 3.1

http://ids-verwaltung.de/download/C5fbe4e4fX125075b991eXY594f/Nutzungsentschaedigung.pdf



Nach der Ansicht des BGH (Urteil v. 14.7.1999, XII ZR 215/97, NZM 1999, 803) muss der Anspruch auf die ortsübliche Miete nicht geltend gemacht werden, sondern besteht von vorneherein.


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gianni171717 06.10.2017, 23:29

Ich danke dir sehr für deine Antwort aber was ist 6 Monatige Verjährungsfrist? Ich kenne mich damit leider null aus Kannst du es mir bitte erklären? Danke dir schonmal im voraus

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gianni171717 06.10.2017, 23:31

Habe es verstanden also er kann dann nichts von mir verlangen will ich mache ihm das gesetzt 6 Monatige Verjährungsfrist klar?

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gianni171717 06.10.2017, 23:36

Achso ok jetzt habe ich es verstanden. Danke

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Du hättest den Ausbau/Umbau der Klimaanlage so terminieren müssen, dass die Wohnung zum vereinbarten Zeitpunkt für die Weitervermietung zur Verfügung steht.

Das war aber nicht der Fall. Somit hat der Vermieter ein Recht auf eine sog. Nutzungsentschädigung die du auch zahlen musst.

Dem Vermieter gehen Mieteinnahmen verloren, wenn er die Wohnung nicht weitervermieten kann, weil da noch Sachen von dir in der Wohnung sind.

Solange die Wohnung nicht weiter vermietet werden kann, was hier der Fall war, hat der Vermieter Anspruch auf eine Entschädigung.

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Ist richtig. Er konnte die Wohnung ja nicht ab Dezember vermieten, weil du da noch blockiert hast.

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