Alter Kater wird vom Notdienst unnötig behandelt, um Kosten in die Höhe zu treiben – wie reagieren?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Mein Tierarzt hat mir bestätigt, dass meine 18-Jährige Katze selbst entschieden hat, zu sterben, indem sie nichts mehr gefressen hatte. Insofern hat Euer Kater das wohl auch - so sehe ich das.

Frag doch einfach mal bei Eurem Stamm-Tierarzt nach, wie der das sieht! Und mit dessen Hilfe bekommt Ihr den Kater vielleicht auch zurück.

Insofern hat Euer Kater das wohl auch - so sehe ich das

Dem würde ich mich angesichts der dürftigen Faktenlage nicht so einfach anschließen wollen. Und der behandelnde Tierarzt war ganz offensichtlich auch nicht dieser Meinung. Er hat das Tier untersucht und ist danach zu dem Schluss gekommen, dass dieser Kater noch kein Kandidat für die Todesspritze ist.

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@HerrRaabe

Es gibt viele Tierärzte, die sich so eine goldene Nase verdienen. Das hat das Tier nicht verdient! Eine 2. Meinung hat noch nie geschadet ;-)

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Hallo Ribanu..., ich möchte auf deine Kernfrage antworten:
Ja, das denke ich auch, dass Tiernotdiensteinsätze und mehr noch jene "Tierkliniken" sich solche Notsituationen schamlos teuer bezahlen lassen.
Und, da es ihren Geschäftsabsichten entspricht, ihren medizinischen Einsatz möglichst teuer bezahlt zu bekommen und ihre Hilfe nicht für weniger leisten - würde es mich auch nicht wundern, wenn vielleicht noch sinnvolle Behandlungen nicht oder verspätet eingesetzt würden, um dann eben noch langfristigere Behandlungen abzurechnen.

Ich will hier nicht pauschal den Stab über Ärzte brechen, doch dass sie primär an der Krankheit und nicht an schneller Heilung interessiert sind, scheint mir gegeben. Von dieser schlimmen Situation: "Ja, die Behandlung ist teuer und langwierig, aber sehr wichtig für das arme Tier!" oder noch perfider: "Wir haben die einzig sinnvolle Behandlung begonnen. Das ist die letzte Chance! Sagen Sie, ob wir das abbrechen sollen!"

Ich wollte mich hier nicht zu Juristischem äußern, dazu habe ich keine Erfahrungen. Aber Zweifel habe ich, ob jemand durch das Tierschutzgesetz "gezwungen" werden könnte, eine unverhältnismäßig teure Spezialbehandlung an einem alten Tier zu bezahlen.   

Ich bin nun ein ausgesprochener Gegner von allzu schnellem "Bevor-es-sich-weiter-quält!"-Gnadentot, da ich es anders erlebte. Doch ein schon halbtotes Tier "auf-Teufel-komm-heraus" mühsam am Leben zu erhalten, widerstrebt mir.
Wie AriZona... Wenn das Tier bereit ist, soll es gehen dürfen!
Und meines Erachtens nicht per Zwangstot durch die Spritze (Das Tier quält sich in der Regel nämlich nicht!), sondern durch eigene Schwäche, wenn es soweit ist.

So erlebte ich es... https://www.gutefrage.net/frage/mag-es-nicht-wen-tier-leid-katze-10-jahre-hat-was-mit-der-leber-frisst-sehr-schlecht-o-garnicht-soll-ich-ihn-weiter-behandeln-lassen-o-lieber-einschlaefern?foundIn=list-answers-by-user#answer-244062701

Du fragtest, wie zu reagieren sei.
Das ist so eine schrecklich ethische Frage und ein Dilemma...

Das wird dir keiner besser beantworten als euer Gewissen. Ich weiß nicht, zu was ich dem armen Tier verhelfe, wenn ich es mit aller Macht am Schnaufen halte? Ebenso weiß ich nicht, ob ich ihm damit überhaupt einen "Gefallen" tue. Wenn keine echte Heilungschance besteht, also bei Nierenversagen, Leberzirrhose... dann lass ich ihn sich verstecken und weiß, dass ich dann in ein, zwei Tagen wohl tot darunter hervorholen werde, denn... Sie wissen wann es soweit ist und gehen ganz natürlich, ohne Scheu!

Alles Gute euch, es wird nicht schön, aber ihr könnt euch an die schöne Zeiten davor erinnern! :- )
Vielleicht ist ein Sterben in deiner Mutter Nähe und Pfflege noch das Schönste, was ihr tun könnt? Das wäre dann sinnvoll zu machen, nachdem die Diagnose bekannt und die biologischen Mängel bekannt sind. Dann kann man zumindest das Befinden erleichtern, wenn möglich. :- )



Ja, das denke ich auch, dass Tiernotdiensteinsätze und mehr noch jene "Tierkliniken" sich solche Notsituationen schamlos teuer bezahlen lassen

Na, dann vergleiche mal, wie viel du für einen Handwerkernotdienst am Feiertag oder nachts bezahlen musst, auch bei seriösen Anbietern.

Und, da es ihren Geschäftsabsichten entspricht, ihren medizinischen Einsatz möglichst teuer bezahlt zu bekommen und ihre Hilfe nicht für weniger leisten - würde es mich auch nicht wundern, wenn vielleicht noch sinnvolle Behandlungen nicht oder verspätet eingesetzt würden, um dann eben noch langfristigere Behandlungen abzurechnen.

Das sind bloße Vermutungen und Unterstellungen

 Aber Zweifel habe ich, ob jemand durch das Tierschutzgesetz "gezwungen" werden könnte, eine unverhältnismäßig teure Spezialbehandlung an einem alten Tier zu bezahlen

Das geht am Thema vorbei und trifft im vorliegenden Fall auch gar nicht zu. Der Tierarzt hat - und das wird er in angemessener Weise abgewogen haben - entschieden, dass eine Behandlung geboten und auch sinnvoll ist. Und die alte Dame hat in den Behandlungsvertrag eingewilligt. Ob die Kosten unangemessen sind, kann letztendlich niemand von uns beurteilen, aber das mal eben so als "Kritik" in den Raum zu stellen, ist reine Polemik.

Doch ein schon halbtotes Tier "auf-Teufel-komm-heraus" mühsam am Leben zu erhalten, widerstrebt mir.

Was soll diese Aussage, wenn du die konkreten Umstände des Falles nicht kennst?

Das Tier quält sich in der Regel nämlich nicht!

Von "in der Regel" kann gar keine Rede sein. Sicherlich gibt es Tiere, die ihr Leben durch sanftes Hinüberdämmern beenden, aber etliche leiden wirklich so sehr, dass eine Intervention angebracht ist.


 

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Oha, dir gefällt in Teilen meine Antwort nicht, die ich der Fragestellerin gab und du siehst dich aufgerufen, sie gar zu kritisieren? Kann das sein, dass du meinen Post nicht gelesen hattest? Mach mal...
Dass dir ein Handwerkervergleich nahe liegt, glaube ich dir, hat mit meinem Text aber nichts zu tun. Nein, mein Lieber, ich unterstellte gar nichts und schrieb von meinen real erfahrenen Einschätzungen, ohne sie dir nun im Einzelnen belegen zu müssen.
Du vermutest, dass jener Tierarzt "in angemessener Weise abgewogen" und dann eine "sinnvolle Behandlung entschieden" hätte. Das sind deinerseits bloße Vermutungen und Unterstellungen. Hier geht es um meine Zweifel, dass man die Dame "per Tierschutzgesetz zu etwas zwingen könnte", mir scheint das Tierschutzgesetz gar nicht betroffen. Hast  du Ribanus Frage nicht gelesen oder verstanden, hm? ;- )

Was meine Aussagen "sollen", könntest du erkennen, würdest du sie lesen 'aufforder'. Wenn ich von Regeln schreibe, kannst du auch davon ausgehen, dass ich Regeln meine. Vielleicht beschäftigst du dich etwas mit der Biologie. Von sanftem Hinüberdämmern war hier nicht die Rede. Vielleicht liest du auch besser vorher, was du anstänkern willst...? 'tippgeb' :- )

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Wenn ich solche Fragen lese, die dann meistens darauf hinauslaufen, ob es "sich noch lohnt" eine Behandlung anzufangen, sträuben sich mir die Nackenhaare.

Jeder Tierhalter muss damit rechnen, dass sein Tier krank wird. Nicht jeder hat das Geld dazu und gerät in Panik. Aber deshalb allen Tierärzten hier pauschal Geldgier auf Kosten unwissender Halter vorzuwerfen, finde ich mehr als unangebracht. Müßten wir die Behandlungskosten für uns Menschen im Krankenhaus selbst bezahlen, würden viele Leute ihre Verwandten eher sterben lassen, nach dem Motto: Oma ist 86, lohnt sich da noch die Beatmungsmaschine?

Tierhalter sind verantwortlich für ihre Tiere, die Besitzerin dieses Katers hängt mit Sicherheit sehr an ihm. Dass sie sich schon vorher Gedanken über das Einschläfern gemacht hat, ist doch bei einem älteren Tier normal. Meine beiden sind mindestens 13 und 14, natürlich denke ich auch über den Fall der Fälle nach und weiss aus meiner langjährigen Katzenerfahrung, wie ich damit umgehen muss. Dass mir das mit Sicherheit nicht leicht fällt, dürfte doch klar sein. Und dass ich alles versuchen würde, um ihnen zu helfen (wie auch immer das aussieht) steht doch fest. 

Deine Mutter hat die Tierärzte engagiert. Wenn sie nicht zahlt, qwie hier vorgeschlagen wurde, werden die sicher gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen. Von daher würde ich das Nichtzahlen gar nicht erst in Betracht ziehen. Lt. Tierschutzgesetz ist es verboten, Wirbeltiere OHNE VERNÜNFTIGEN GRUND einzuschläfern. Wenn Die Tierärzte den hier nicht sehen, wie können wir, die wir den Kater nicht kennen und nichts über seine Erkrankung wissen, pauschal darüber befinden,. dass die Tierärzte nur auf Profit aus sind? 

Im Gegensatz zu uns Menschen kann man den Tieren den Gang über die Regenbogenbrücke erleichtern, was ich persönlich für einen großen Zuneigungsbeweis halte, wenn es denn sein muss. Ich hoffe, dass die Ärzte hier in diesem Fall dem Katerchen noch helfen können und Dei ne Mutter noch einige Jahre Freude an ihm hat. Wenn nicht, dann haben sie sicher alles unternommen. Und dafür haben sie dann Anspruch auf Bezahlung, wie jeder andere Arbeitnehmer auch. Sag doch mal, ob der Kater es geschafft hat. Ich halte alle Daumen.

Hallo und herzlichen Dank für die Antwort.

Inzwischen hat sich die Frage von selber beantwortet, der Kater ist während der Behandlung verstorben (war laut Stamm-Tierarzt absehbar) und die Kosten wurden nach einigen Telefonaten auf den Einsatz des Notarztes und die erste Behandlung gekürzt. Also alles gut verlaufen - der einzige, der leiden musste, war der arme Kater....

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@Ribanu

Es tut mir wirklich leid, dass dem Kleinen nicht mehr geholfen werden konnte. Deine Mutter ist sicher auch fertig.

Auch, wenn es sich nicht gut anhört, aber er hat jetzt keine Schmerzen mehr. Kennst Du die Geschichte von der Regenbogenbrücke? An die glaube ich, deshalb tröstet sie mich in solchen Fällen.

Vielen Dank, dass Du Bescheid gegeben hast. Und Glückwunsch, dass die Ärzte die Rechnung reduziert haben. Das ist nämlich durchaus nicht selbstverständlich. Liebe Grüße.

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