Alter defekter Aufzug raus-neuer Fahrstuhl rein. Mieterhöhung?

5 Antworten

Soweit ihr mietvertraglich zu Betriebskosten für einen Aufzug verpflichtet seit,  ist regelmäßig davon auszugehen, dass ich euch - auch als Mieter im Erdgeschoss - auch anlässlich der Sanierung des Aufzugs als Modernisierungsmaßnahme  i. S. d.  § 559 I BGB  an den entstehenden Kosten des Vermieters beteiligen müsst :-(


Ersetzt der Vermieter den vorhandenen Fahrstuhl nämlich durch einen neuen modernen (betriebssicheren, komfortableren) Fahrstuhl, da der vorhandene Fahrstuhl irreparabel oder wirtschaftlich nicht reparaturfähig ist, handelt er über den reinen ihm zufallenden Erhaltungsaufwand hinaus, er saniert umfassend neu :-)

Ihr wärt verpflichtet, die Sanierung bzw. den Fahrstuhlaustausch als Modernisierungsmaßnahme zu dulden (§ 555d I BGB) und eine - durchaus je nach Lage der Wohnung differenzierten Kostenanteil von insgesamt bis 11 % seines Kostenaufwandes als Miterhöhung hinzunehmen :-(

Vorausgesetzt, bei der notwendigen Ersatzbeschaffung handelt es sich zugleich um eine Maßnahme, durch die der Gebrauchswert der Mietsache nachhaltig erhöht oder/und die allgemeinen Wohnverhältnisse auf Dauer verbessert werden: Der neue Aufzug fährt leiser, ermöglicht  Rollstuhlfahrern den Zugang, ist kindersicherer konstruiert ist, verbraucht weniger Strom, ist weniger wartungsanfällig, läuft schneller, komfortabler, ...

G imager761


Noch eine Sache - auf Grund der Instandsetzung kosten kann übrigens der Vermieter auch die Mitte hoch setzten wenn die Mitt. Sache nich mit Lift in Vertrag vermittelt war . Das Heist Standard verbessern . Komfort kostet heute mehr ...

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