Alter Arbeitgeber zahlt Gehalt nicht und macht das leider bei jedem so

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4 Antworten

Vorab kannst Du m.E. nichts machen. Warte den 15. ab. Wenn dann kein Geld da ist kannst Du eine Frist setzen. Schreib auch dazu dass Du bei Nichtzahlung zum gesetzten Termin Klage beim Arbeitsgericht einreichen wirst.

Falls Du in der Gewerkschaft bist oder eine Rechtsschutzversicherung hast, geh zum Anwalt. Klage kannst Du aber vorab schon kostenlos bei der Rechtsantragstelle des Arbeitsgerichts zu Protokoll geben.

sidius28 07.09.2012, 21:49

ich bin im Rechtsschutz. Ich kann doch vor dem 15. schriftlich mitteilen das ich direkt nach dem 15. Klage einreichen werde. Wenn erst nach dem 15. mit ner Frist komme haben die ja wieder Zeit Nicht zu zahlen! Ich hab ein Haus was ich abzahle und kann es mir nicht erlauben denen ihr Spiel mitzumachen!

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Hexle2 07.09.2012, 21:57
@sidius28

Normalerweise mahnt man aber erst an wenn das Ereignis (in Deinem Falle keine Überweisung des Gehalts) eingetreten ist.

Wenn Du es unbedingt vorsorglich machen willst, würde ich aber keinen Anwalt fragen (ich vermute mal dieser würde auch erst mal warten wollen). Dann schreib halt dass Du leider von anderen ehemaligen Mitarbeitern gehört hast, dass man auf die letzte Gehaltszahlung meist sehr lange warten muss und Du deshalb bei nicht fristgerechtem Zahlungseingang Klage beim Arbeitsgericht erheben wirst.

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threetimessix 07.09.2012, 23:17
@Hexle2

Vorher bringt gar nichts. Natürlich bis zum 15. warten und dann mit der "ganz goßen Kelle" "draufhauen"!

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threetimessix 08.09.2012, 00:17
@Seehase

Oder halt Gewerkschaft. Ich sag doch: gleich die "große Kelle" -um die Kohle "betteln" ist verschwendete Zeit und Nerven! :-)

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Eine weitere Fristsetzung ist nach Ablauf nicht notwendig, ab dem 15. ist der Arbeitgeber im (Schuldner-)Verzug.

Vor einem Gerichtsverfahren würde ich einen Mahnbescheid gegen den Arbeitgeber beantragen. Dazu musst du erst in Vorleistung gehen (ist aber billiger als ein Rechtsanwaltsbesuch) - du kannst die Kosten aber als Nebenforderung geltend machten (Hauptforderung = fälliges Gehalt, Nebenforderung = alle Kosten, die nachweisbar mit der Geltendmachung der Forderung verbunden sind, z.B. auch Verzugszinsen (5 % p.A. über Basiszins)).

Der Mahnbescheid ist vollstreckbar (das wäre die nächste Stufe).

Warum so? Im Gerichtsverfahren könnte der Arbeitgeber die Schuld sofort anerkennen und dann müsstest du die Gerichtskosten tragen, obwohl du natürlich im Recht bist. Deswegen immer erst den Mahnbescheid.

Wenn du möchtest, dann kannst du aber auch selbst noch ein Schreiben mit Fristsetzung (z.B. 14 Tage bis zum x.x.2012) aufsetzen, das bekräftigt nochmals deine außergerichtliche Anstrengung zur Schlichtung des Problems (ist wie gesagt aber rechtlich nicht erforderlich, da Verzug nach Ablauf des vereinbarten Datums bereits eingetreten ist).

viel Erfolg.

Du mußt keine weitere Frist setzen. Nach verstreichen des Zahlungstermines kannst Du sofort Klage erheben. Der Zahlungstermin muß nicht nocheinmal angemahnt werden.

Aber auf den 15. mußt Du schon warten.

hunos 08.09.2012, 10:25

Vor der Klage erst den Mahnbescheid als Mittel wählen (siehe mein Volltext).

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hunos 08.09.2012, 10:25

Vor der Klage erst den Mahnbescheid als Mittel wählen (siehe mein Volltext).

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Du schreibst es bereits selbst: Anwalt -laß´ den ein Pamphlet aufsetzen! Falls Du in der Gewerkschaft bist macht die das auch ohne zusätzliche Kosten für Dich!

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