Alter Ärger mit TV-Anbieter

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2 Antworten

Da wirst du nicht rueckwirkend rauskommen. Es kann zwar sein, dass du damals ein Sonderkuendigungsrecht hattest (gesetzlich aber nur, wenn der Anbieter die vereinbarte Leistung am neuen Wohnort nicht im vollen Umfang erbringen konnte und die Kuendigung fruehestens im Mai 2012 erfolgt ist), dafuer haettest du aber auf Verlangen des Anbieters den Nachweis des Umzugs an den betreffenden neuen Wohnort erbringen muessen. Wenn dieser beim Anbieter nicht eingegangen ist, laeuft der Vertrag natuerlich weiter und muss auch entsprechend von dir bezahlt werden.

Gleiches gilt, wenn der Vertrag nicht aufgrund des erst seit Mai 2012 bestehenden gesetzlichen Sonderkuendigungsrechtes bei Umzug in ein vom Anbieter nicht oder nicht ausreichend versorgtes Gebiet sondern aufgrund einer vertraglichen Regelung oder Kulanz des Anbieters gekuendigt oder vorzeitig aufgeloest werden und dieser hierfuer einen Nachweis dse neuen Wohnortes vorausgesetzt haben, gilt das oben Geschriebene entsprechend.

Die Beweispflicht fuer den Zugang des verlangten Nachweises liegt bei dir.

Allerdings haette deine Kuendigung hoechstwahrscheinlich in eine ordentliche Kuendigung zum naechstmoeglichen Zeitpunkt umgedeutet werden muessen. Da solche Vertraege meist eine Anfangslaufzeit von 2 Jahren haben, sich danach ungekuendigt immer wieder um 1 Jahr verlaengern und nur zum jeweiligen Ablauf mit zumeist dreimonatiger Kuendigungsfrist gekuendigt werden koennen, kann sich aber auch dabei eine noch sehr lange Laufzeit ergeben.

Ein Lastschriftenwiderruf waere hier keine gute Idee da die vom Anbieter eingezogenen Betraege diesem hoechstwahrscheinlich zustehen. Widerrufst du rechtmaessig erfolgte Lastschriften, kommen hierfuer noch weitere Kosten auf dich zu.

Das Sonderkündigungsrecht hatte ich damals durchaus, da bereits geprüft wurde, ob der Anbieter auch an meinem neuen Wohnort seine Leistung erbringen kann, was jedoch nicht der Fall war.

Sowas hab ich leider schon geahnt, naja bleibt noch die Hoffnung wenigstens in Zukunft aus Schaden klug zu werden und so etwas in Zukunft ausschließlich noch per Einschreiben mit Rückschein zu machen.

Die ordentliche Kündigung wurde von seitens Primacom auch eingehalten, nur bis dahin wurden ja bereits weiterhin noch etliche Monate abgebucht.

Hab dementsprechend auch schon einmal bei meiner Bank angefragt, die erst einmal etwas überfordert war und mir dann ein doch recht kompliziertes Prozedere erklärt hat, sodass ich mich nun entschlossen habe, es doch nochmals über den Weg der Kulanz bei meinem früheren Anbieter zu probieren, der zumindest schon einmal Gesprächsbereitschaft signalisiert hat, nu denn mal schauen.

Danke jedenfalls.

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die haben recht, rückwirkende Kündigungen gibt es rechtlich nicht! Du hättest den Abbuchungsauftrag widerrufen können und wenn das nicht geholfen hätte, das Geld bei der Bank zurück buchen lassen. Dann kann die Primacom nicht mehr abbuchen und du mußt per Überweisung oder Dauerauftrag bezahlen.

Hab´s mir schon halber gedacht, zumal ich die Kündigung ja bereits ausgesprochen, nur noch nicht den Beweis erbracht habe, welchen sie ja wahrscheinlich selbst verschlampt haben. Nu denn, ein Glück, dass man soviel ich weiß Lastschriften bis zu 13 Monaten widerrufen kann, wenn sie nicht selbst einlenken, dann eben so, kommt sie letztlich teurer, aber selber schuld.

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@burnedchild

Nee, das kommt dann hoechstwahrscheinlich DICH teurer und nicht den Anbieter.

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