Altenpflegerin,will raus aus der Pflege...Hab ihr nen Rat was ich noch tun kann?

9 Antworten

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Ambulante Pflegedienste wenn du nicht ganz aus dem medizinischen Bereich raus möchtest. oder suchst du ganz etwas Anderes?

Ich bin schon seit 8 Jahren in der ambulanten Pflege...

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@Emily2003

Meine Freundin hat zB. hat bei der Post angefangen und ist nun schon seit 5 Jahren dabei und auch in einem Festvertrag,trotz Krankenschwesternausbildung!.Aber dieses Problem des " Aufsein", betrifft mich auch nach 23 Jahren auf der Intensivstation!!.Ich bin zwar immer noch dabei, aber nur noch an den Wochenenden und das ist Hölle,denn es ist kaum mehr Personal da und die Hauswirtschafterinnen wurden gekündigt,die Bettenzentrale einfach geschlossen, so dass wir wieder Betten auswaschen müssen usw.Auch ich weiß als Alleinerziehende Mutter , was es heißt Geld zu verdienen,um seine Kinder ohne Armut aufwachsen zu sehen und das ist nicht immer leicht,denn ohne Nebenjob geht da heute nichts mehr und man ist am Ende des Tages fertig und nervlich nicht mehr gut zu belasten. Bei uns gibt es im Rathhaus eine Pinnwand mit Jobs für Ältere,die im Sozialen Bereich eingesetzt werden. Kindergarten und Schule für die Mittagsbetreuung oder zur Hausaufgabenbetreuung.Oder mache mal einen Kurs für Tagesmütter ,denn viele Familien würden sich freuen,eine ältere DAme zur Betreuung der Kinder zu bekommen,denn man kann dir in deinem Alter die Reife und dein soziales Verhalten(viele Jahre in der Pflege) nicht aberkennen.Hochachtung!! Laß den Kopf nicht hängen.Versuche es erst mit Reduzierung in die Teilzeit,damit du in Ruhe etwas suchen kannst, was deinem Leben wieder mehr Sinn gibt.

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@lola66

Danke für deinen lieben Rat.Etwas mit Kindern oder Jugendlichen zu machen/betreuen etc.,vllt sogar mit behinderten Kindern,das hatte ich mir auch schon überlegt.Zumal ich vor 24Jahren zusätzlich,zu meinen Sohn,als Tagesmutter auch ein kleines Mädchen bei mir zuhause betreute.Auch besuchte ich nach der Schule für 3 Monate die Berufsfachschule für Kinderpflegerinnen.Hatte es damals aus wirtschaftlichen Gründen meiner Eltern aufgegeben und hatte dann eine Ausbildung zur Friseurin gemacht,welche mir aber so garkeinen Spass machte.Habe auch keine Probleme mit behinderten Kindern,da ich zusammen mit einer Schwester aufgewachsen bin welche Spina Bifida hatte...ich habe ihr als 11Jährige schon den Verband am offenen Rücken gewechselt(was ich von den Eltern her nicht musste,sondern ich wollte es machen).Warscheinlich bin ich deswegen später auch in die Umschulung zur Altenpflegerin gegangen..was anfangs auch Spass machte und mir berufliche Befriedigung brachte,aber so langsam bin ich mit diesem Beruf fertig.Teilzeit??Ja Teilzeit mache ich schon...erst 30 Wochenstd.,dann sollte ich zum Abbau der Über-std. auf 35 Wochenstd. aufstocken...hatte dann aber nicht abbauen können sondern hatte dann noch mehr Über.-std.,bin jetzt wieder bei 30 Wochenstd. weil mir der Stress zuviel wurde und ich wieder vermehrte Migräne-attacken bekam.Merke:in der Pflege sowieso nicht Vollzeit arbeiten..bei einer halben Anstellung kommt am Ende mit Mehrstd. sowieso eine 75%-Anstellung bei rum...und bei einer 75%-Anstellung kommt am Ende mit Mehrstd. eine Vollzeitanstellung rum.Also wie gesagt...reduziert habe ich nun auf 30 W.-Std.,habe aber 215 Mehrstd.Könnte also 1MONAT zuhause bleiben....geht aber zur Zeit nicht,sagen PDL und Geschäftsführer...Nur witzig...würde ich jetzt kündigen weil ich was Neues habe,dann müssten sie mir ja auch von heute auf morgen frei geben!Komischerweise....dann geht das!!!Natürlich auf Kosten der übriggebliebenen Kollegen....leider!!

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Wollte die nette Unterhaltung hier garnicht stören! Hab mir hier mal alles durchgelesen und kann dich sowas von gut verstehn :-(! Ich arbeite jetzt seit knapp 8 Jahren in dem Beruf. Bin examiniert und totunglücklich. Ich hab das Gefühl, die Pflege an sich zerstört mir alles, ob es Privatleben ist, meine Psyche oder mein Körper. Bin grad mal 26 Jahre und total planlos, was ich tun kann, um raus zu kommen. Habe davor Kinderpflegerin gelernt und damals keine Stelle bekommen. Allerdings ist das jetzt mehr gefragt. Wenn ich dem Arbeitsamt erzähle, wie es mir geht, dann kommt immer nur die Aussage: Aber hier haben sie doch so viele Chance, immer was zu kriegen. Bloss genau das, was ich nicht will. -_- Habe jetzt auch schon überlegt, evtl. mit behinderten Kindern zu arbeiten oder vllt. sogar in der Kindergrippe mal anzufragen, ob sich was ergeben könnte. Was ich auch noch ganz gut finde, wäre Masseurin.. nur wieder die Schulbank drücken?! Die Motivation muss unbedingt her, ohne ist man verloren. Alleine schon, weil einem diese Arbeit total fertig macht. Ob du s glaubst oder nicht, sogar bei mir hiess es schon ich wäre zu alt, was ne neue Berufsveränderung und so angeht. Da wurds mir richtig schlecht, als ich das hörte. Da kommt man motiviert an, etwas neues zu machen und ist sogar für eine Ausbildung bereit und dann sagen die mir bloss, die stehen für die jüngeren Leute, die die Schule grad beenden zur Verfügung. Bleibt einem nichts anderes übrig, als zum Arzt zu gehn, bestätigen lassen, dass man es körperlich alles nicht mehr schafft, es einen krank macht und dann müssen sie einen so viel ich weiss, andere Angebote machen. Tut immer so gut, zu lesen, dass es vielen Leute so geht. Kopf hoch an alle!

Falls du nichts mit Kinder- oder Behindertenpflege findest, gibt es noch den Job "Gesellschafterin". Das heisst, du besuchst ältere Leute und machst was mit ihnen, zum Beispiel singen, Kartenspiele, vorlesen, basteln, je nachdem was sie noch machen können oder wollen. Die Nachfrage ist allerdings begrenzt, weil sich das nur wohlhabende Leute leisten können. Aber wenn man etwas wirklich will und sich drauf konzentriert, ergibt sich oft eine Gelegenheit. Pflege behinderter Kinder klingt in deinem Fall erstmal am vielversprechendsten, finde ich.

Dankr für den guten Tipp,werde ich mal im Auge behalten.LG

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