Altenpflege und dann .A.?

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1 Antwort

Ich arbeite seit knapp 32 Jahren in der Krankenpflege,jetzt hat mich eine Krankheit 'rausgekegelt,siehe Profilname. Der Job war,ist und bleibt so,so deprimierend dies ist. Und wird schlimmer,mehr demente Menschen,weniger Personal,die Leute leben länger im Elend. Mit 16 Medikamenten,brüllend,aggressiv,Kinder überfordert. Ich kann niemandem den Beruf empfehlen,ob nun Altenpflege oder Krankenhaus. Ich habe ein Helfersyndrom,war in guten Teams,hab alles gegeben,was ich konnte. Es gab tolle Zeiten,aber so langsam gehen wir alle kaputt. Es muss sich etwas ändern im System,und bloß nicht dieser PseudoStudieShice! Es braucht Leute für die harte Arbeit am Bett,gut bezahlt,ausreichende Zahl,motiviert. Und keine Praxisfernen Junghupfer,die denen,die mit letzter Kraft die Drecksarbeit machen,und das ist sie,noch mit verblödeten Konzepten kommen,bei denen man die Wahl hat-entweder dokumentieren oder wirklich machen. Das ist alles krank. Viele wollen in den sozialen Beruf,aber abends nach Harnwegsinfekt riechen? Nee. Dann wollen alle so gerne Häuptlinge werden,und ein,zwei Dumme Indianer sollen den Angriff machen.
Es ist schlimm,was aus dem Job wurde. Und es muss vielleicht noch schlimmer werden,bis,wie jetzt,bei der Polizei,ein Minister von neuen Konzepten und endlich mehr Geld spricht. Suche Dir etwas,daß Dich nicht so zerstört. Alles Gute! Ich hab wegen all dem oft geheult,verzweifelt,Psycho,Pillen. Jetzt ist mein Körper hinüber-aber meine Seele findet Frieden.

Ich finde Ihre ehrliche Art super!

Ich wünsche ihnen eine gute Besserung und muss sagen, danke dass Sie mich an ihrer Geschichte teilhaben lassen, dass macht mich sehr nachdenklich.Ich bin froh das ich raus bin, obwohl ich dachte: Ich mache diesen Beruf, dass was ich gelesen habe kann doch nicht stimmen, leider doch.

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Danke! Ehrlichkeit hat mich vor vielem bewahrt,es ist/war "mein" Beruf,konnte mir nichts anderes vorstellen,heute auch noch nicht,aber meine Kraft ließ nach,und unsere Gesellschaft zeigt sich in diesem Beruf von einer Seite.. Ob arm,reich,In-oder Ausländer,soviel Unvernunft,Aggression,Neurotisches Verhalten.. Dazwischen arme,liebe Menschen,Schicksale,die einen auch an nach all der Zeit nachts an die Decke starren lassen. In meinen Armen sind Menschen gestorben,ich hab welche wiederbelebt,hab immer die Anrufe übernommen,wenn die Familie angerufen werden musste. Man kann soviel tun,und es gibt noch mehr. Man kann überall ein guter Mensch sein,jeder,der auch nur den kleinsten Job gut und würdevoll macht,ist besser,als ein vermeintlich "höherer",der sich mit Ellbogen und Aggression auf Kosten anderer ein schönes Haus erSchweint. Lieber ein unzufriedener Mensch als ein zufriedenes Schwein,das hat mal  ein Philosoph gesagt. Ich hoffe,Sie finden einen guten Job,eine Bestimmung. Es ist so schade,was aus dieser Aufgabe wurde. Ich wünsche nur das Beste!! Klingt komisch,ich habe jeden Tag Schmerzen und wenig Luft,aber ich bin glücklich,die Verzweiflung und Enttäuschung über die Entwicklung dieses Berufs hinter mir zu haben,obwohl mir das Helfen wirklich fehlt. Sie haben richtig gehandelt. ;)

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