Alten Karabiner zu verkaufen - an wen darf man das?

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6 Antworten

Der verkauf einer geerbten Waffe für die man eine Erwerbserlaubnis braucht ist eigentlich sehr einfach.......

  • Man stellt die Waffe bei E-Gun ein, das ist im Prinzip das selbe wie E-Bay, bloß eben nur für Waffen und alles was sich darum dreht.

  • Schon in der Auktion wird angegeben, daß die Waffe erwerbsscheinpflichtig ist, dann bieten normalerweise auch nur WBK-Inhaber mit.

  • Hat jemand die Waffe ersteigert schickt er dir normalerweise seine WBK im Original oder als beglaubigte Kopie zu, oder er holt die Waffe sowieso selbst ab und legt die Erwerbserlaubnis vor.

  • Will man ganz sicher gehen, wendet man sich an die Waffenrechtsbehörde des Käufers und fragt dort nach ob alles rechtens ist, das kannst du auch über die Behörde machen bei der dein Vater registriert war. Sowohl der Käufer als auch der Verkäufer müssen sich eh wegen des ein-und austragens an ihre jehweiligen Behörden wenden, die schließen sich dann ebenfalls kurz deswegen.

  • Soll die Waffe versendet werden sollte man dafür tunlichst eine Firma verwenden, die überhaupt Waffen transportiert, manche schließen das in ihren AGB´s nämlich ausdrücklich aus. Desweiteren sollte man eine Versandart wählen, bei der der Gegenstand nur " eigenhändig " ausgeliefert wird, sprich das Paket wird nur an den Empfänger persönlich ausgeliefert.

Der für dich problemloseste Weg ist, einfach mit dem Dokument welches der Käufer dir zuschickt zur Waffenbehörde deines Heimatortes zu gehen, die können dir dann mit Sicherheit bestätigen das der Verkauf in Ordnung geht.

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sejler 09.03.2014, 11:20

Ergänzung......: für die Auktion sind aussagekräftige Fotos über den Typ und den Zustand der Waffe wichtig, ebenso die Angabe ob es ein Einzel-oder ein Mehrlader ist ( früher hatten Sportschützen über die gelbe WBK nur eine Erwerbserlaubnis für Einzelladerlangwaffen, militärische Repetierer wurden dafür dann oft umgebaut ). Das müßte man übrigens auch aus der WBK deines Vaters ersehen können, normalerweise steht hinten drauf was für Waffen man mit eben dieser WBK erwerben darf.

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FloTheBrain 10.03.2014, 07:28

Jup, und soweit ich weiß muss der Verkäufer auf alle Fälle den Verkauf innerhalb von 14 Tagen auch selbst der Behörde melden.

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Die Antwort von sejler gibt dir schon mal einen guten Ansatz.

Du könntest aber auch die Waffe von einem Büchsenmacher "unbrauchbar" machen lassen. Dann könntest du sie als Erinnerungsstück ganz unkompliziert behalten.

Mit etwas mehr Aufwand könntest du auch eine WBK als Erbe bekommen, wenn du alle Anforderungen erfüllst. Ist nur die Frage ob man sich mit sowas nach einem Todesfall beschäftigen möchte.

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Ein Käufer muss min. eine WBK haben. In der muss eingetragen sein dass der zum Erwerb der Waffe berechtigt ist. Oder aber der Käufer kann ein Jäger sein.

Schwierig wird es erst dann wenn die Herkunft der Waffe hinterfragt wird. Wenn die Waffe erst jetzt entdeckt wurde, könnte das hilfreich sein, aber .....

Oder aber es wird ein Waffenhändler gefunden, der die Waffe an sich nimmt, denn sie dürfen diese nicht besitzen.

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Am einfachsten ist es, wenn du die Waffe einem Händler gibst, der regelt das alles für dich, nimmt dann vom Verkaufspreis einen kleinen Anteil. Aber, wenn es, wie ich vermute, sich eh nur um einen k98k o.ä. handelt, dann liegt der Verkaufspreis bei 200-400 Euro, dann zahlst du deine 50 Euro Provision ist bist auch sicher.

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newcomer 09.03.2014, 09:46

Auskünfte für Privatpersonen Anfragen von Privatpersonen

Zentrale Auskunft Telefon: 0351 44834-510 E-Mail: info.privat@zoll.de Telefax: 0351 44834-590

du kannst auch deine Frage als E-Mail dort hinsenden

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newcomer 09.03.2014, 09:51
@newcomer

§ 19 Erwerb und Besitz von Schusswaffen und Munition, Führen von Schusswaffen durch gefährdete Personen (1) Ein Bedürfnis zum Erwerb und Besitz einer Schusswaffe und der dafür bestimmten Munition wird bei einer Person anerkannt, die glaubhaft macht,

1. wesentlich mehr als die Allgemeinheit durch Angriffe auf Leib oder Leben gefährdet zu sein und 2. dass der Erwerb der Schusswaffe und der Munition geeignet und erforderlich ist, diese Gefährdung zu mindern.

(2) Ein Bedürfnis zum Führen einer Schusswaffe wird anerkannt, wenn glaubhaft gemacht ist, dass die Voraussetzungen nach Absatz 1 auch außerhalb der eigenen Wohnung, Geschäftsräume oder des eigenen befriedeten Besitztums vorliegen.

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newcomer 09.03.2014, 09:51
@newcomer

§ 20 Erwerb und Besitz von Schusswaffen durch Erwerber infolge Erbfalls (1) Der Erbe hat binnen eines Monats nach der Annahme der Erbschaft oder dem Ablauf der für die Ausschlagung der Erbschaft vorgeschriebenen Frist die Ausstellung einer Waffenbesitzkarte für die zum Nachlass gehörenden erlaubnispflichtigen Schusswaffen oder ihre Eintragung in eine bereits ausgestellte Waffenbesitzkarte zu beantragen; für den Vermächtnisnehmer oder durch Auflage Begünstigten beginnt diese Frist mit dem Erwerb der Schusswaffen. (2) Dem Erwerber infolge eines Erbfalls ist die gemäß Absatz 1 beantragte Erlaubnis abweichend von § 4 Abs. 1 zu erteilen, wenn der Erblasser berechtigter Besitzer war und der Antragsteller zuverlässig und persönlich geeignet ist. (3) Für erlaubnispflichtige Schusswaffen und erlaubnispflichtige Munition, für die der Erwerber infolge eines Erbfalles ein Bedürfnis nach § 8 oder §§ 13 ff. geltend machen kann, sind die Vorschriften des § 4 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 und des § 8 und der §§ 13 bis 18 anzuwenden. Kann kein Bedürfnis geltend gemacht werden, sind Schusswaffen durch ein dem Stand der Technik entsprechendes Blockiersystem zu sichern und ist erlaubnispflichtige Munition binnen angemessener Frist unbrauchbar zu machen oder einem Berechtigten zu überlassen. Einer Sicherung durch ein Blockiersystem bedarf es nicht, wenn der Erwerber der Erbwaffe bereits aufgrund eines Bedürfnisses nach § 8 oder §§ 13 ff. berechtigter Besitzer einer erlaubnispflichtigen Schusswaffe ist. Für den Transport der Schusswaffe im Zusammenhang mit dem Einbau des Blockiersystems gilt § 12 Abs. 3 Nr. 2 entsprechend. (4) Das Bundesministerium des Innern erstellt nach Anhörung eines Kreises von Vertretern der Wissenschaft, der Betroffenen, der beteiligten Wirtschaft und der für das Waffenrecht zuständigen obersten Landesbehörden dem Stand der Sicherheitstechnik entsprechende Regeln (Technische Richtlinie – Blockiersysteme für Erbwaffen) für ein Blockiersystem nach Absatz 3 Satz 2 sowie für dessen Zulassungsverfahren und veröffentlicht diese im Bundesanzeiger. Die Prüfung der Konformität und die Zulassung neu entwickelter Blockiersysteme gemäß der Technischen Richtlinie erfolgt durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt. (5) Der Einbau und die Entsperrung von Blockiersystemen darf nur durch hierin eingewiesene Inhaber einer Waffenherstellungserlaubnis oder einer Waffenhandelserlaubnis nach § 21 Abs. 1 oder durch deren hierzu bevollmächtigten Mitarbeiter erfolgen. Die vorübergehende Entsperrung aus besonderem Anlass ist möglich. Die Zeitpunkte aller Einbauten und Entsperrungen sind schriftlich festzuhalten. § 39 Abs. 1 Satz 1 gilt entsprechend. (6) In der Waffenbesitzkarte ist von der Waffenbehörde einzutragen, dass die Schusswaffe mit einem Blockiersystem gesichert wurde. (7) Die Waffenbehörde hat auf Antrag Ausnahmen von der Verpflichtung, alle Erbwaffen mit einem dem Stand der Sicherheitstechnik entsprechenden Blockiersystem zu sichern, zuzulassen, wenn oder so lange für eine oder mehrere Erbwaffen ein entsprechendes Blockiersystem noch nicht vorhanden ist. Eine Ausnahme kann auch für Erbwaffen erteilt werden, die Bestandteil einer kulturhistorisch bedeutsamen Sammlung gemäß § 17 sind oder werden sollen.

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sejler 09.03.2014, 11:24
@newcomer

Wild irgendwas aus dem Net zusammen zu kopieren ohne sich mit der Materie ansatzweise auszukennen hilft bei Fragen die konkrete gesetzliche Regelungen betreffen reichlich wenig......

Und wie kommt man überhaupt auf die Idee, dafür beim Zoll anrufen zu wollen...????

Da kann man auch gleich beim Wasser und Schiffahrtsamt anfragen, die dürften sich ähnlich gut auskennen.

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Hallo,

Vorsicht, Vorsicht!

Die Waffenbesitzregelungen sind drastisch geworden!

Emmy

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