Alte Katzendame hat sich im Maul verletzt

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3 Antworten

Eine Narkose ist nie ganz ohne Risiko - und was sein muss, muss leider sein …! Doch Aggression hin, Angst her - aus eigener Erfahrung kann ich euch sagen, dass bei Zahnbehandlungen bzw. -sanierungen immer eine Narkose gelegt wird, wenn auch nur eine leichte (Kurzzeitnarkose).

Mit Vereiterungen ist ferner nicht zu spaßen, und wenn ihr mit dem Arztbesuch zu lange wartet, kann aufgrund der Entzündungswerte im Blut auch ihr Herz Schaden nehmen, was lebensbedrohlich werden kann (womöglich benötigt sie Antibiotika). Zudem leiden gerade Katzen oft lange still vor sich hin, ehe man einen Verdachtsmoment hat. Dies ist auf ihr Sicherheitsbedürfnis in freier Wildlaufbahn zurückzuführen, denn wenn Feinde ihre Schwäche aufgrund Schmerzensschreie bemerken, werden sie leichter angreifbar. Außerdem: Vielfach wenden Tierärzte bestimmte Griffe an, um selbst schwierige Patienten behandeln zu können. Notfalls raten sie zur Sedation, d. h. zur Dämpfung der Funktionen des zentralen Nervensystems durch Beruhigungsmittel.

Da ihr sie erst 2 Monate habt, befindet sie sich noch mitten in der Eingewöhnungsphase. Diese kann ein wochen- bzw. monatelanger Prozess sein. Versetzt euch in ihre Lage - für sie ist alles neu: fremde Umgebung, fremde Geräusche, fremde Gerüche und fremde Menschen. Obendrein hat sie keine schöne Vergangenheit. All das soll verarbeitet werden, und jetzt hängt ihr Glück einzig davon ab, dass ihr ihr nach all der stressigen Zeit ausreichend Geduld und Verständnis entgegen bringt. Doch wie ich rauslese, seid ihr da auf einem guten Weg. Ungünstig ist für alle Beteiligten bloß, dass jetzt ein mit Stress verbundener Arztbesuch ansteht - wenngleich er sich nicht vermeiden lässt.

Stichwort Transportbox: Um ihr künftig die Angst davor zu nehmen, lasst sie in ihrem Lebensbereich stets geöffnet stehen. Befüllt die Box hin und wieder mit ein paar Leckerlis, damit sie etwas Positives damit verbindet. So hat sie die Möglichkeit, sie irgendwann als Rückzugsmöglichkeit anzusehen, liegt beim nächsten Arztbesuch im Idealfall gerade drin und hat so weniger Stress durch Hochnehmen oder Bändigen.

Für den Fall, dass sie langfristig (ca. ein halbes Jahr) sowie trotz aller Geduld ihre (Berührungs-)Ängste nicht abbauen kann, möchte ich euch dazu ermutigen, eine Tierpsychologin aufzusuchen. Sie hat einen ganz anderen Blick für die Situation und hinterfragt Dinge, die euch vielleicht gar nicht erwähnenswert vorkommen. Auf jeden Fall wird sie eine Lösung finden.

Alles Gute für euch und gute Besserung für eure Katze!

Sooo alt ist sie mit 12 Jahren nun auch noch nicht. Vermutlich hat sie sich noch nicht komplett an euch gewöhnt und es weiß ja auch keiner, wie man vorher mit ihr umgegangen ist. Daher ist sie vermutlich noch etwas scheu. Ich würde mal bei einem Tierarzt vorbeifahren und nachfragen, was man da machen kann. Es gitb ja auch schon viele Medikamtent, die man in den Nacken träufeln kann oder so.

TiKa09 07.03.2014, 16:23

Sie hat leider keine schöne Vergangenheit.

Ich bekomme sie nur einfach nicht in die Transportbox und kein Tierarzt hier macht Hausbesuche. Angerufen habe ich bereits. Und wir haben genau die gleiche Antwort bekommen, wie damals bei dem Tierfriseur. Wenn eine Katze so ausrastet, muss sie zur Behandlung in Narkose gelegt werden.

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Du fragst echt ob man mit einem kranken oder verletzten Tier zu einem Tierarzt sollte?

Du kannst es auch bei einem Internisten oder bei deinem eigenen Hausarzt versuchen, aber ich glaube der lacht dich aus.

Blöde Frage. Logisch gehst du zum Tierarzt. Dafür ist der doch da.

Mit Eiter ist auch nicht zu spaßen. Und mit 12 Jahren ist eine Katze noch nicht soo alt.

Und wenn deine katze Scheu ist, dann lasst sie doch auch mal in Ruhe. Warum schleppt ihr sie überall hin und lasst sie bürsten oder die krallen schneiden. Dann braucht ihr euch nicht zu wundern, wenn sie bald gar nicht mehr in eure Nähe kommt. Lass sie doch erstmal ein paar Wochen in ruhe. Irgendwann kommt die Mieze von ganz alleine auf euch zu, wenn sie merkt, dass ihr keine Gefahr seid.

TiKa09 07.03.2014, 16:20

Wir haben das mit dem Bürsten und so nur einmal versucht. Da sie in einem Zustand bei uns ankam, der fürchterlich war. Wir schleppen sie nicht überall rum. Mit ihren Krallen ist sie beim normalen Laufen hängen geblieben und ihr Fell war so verklebt, dass die Haut darunter schon wund wurde. Und keine Angst, wir bedrängen niemals ein Tier, dass scheu ist. Wir haben sie die ersten sechs Wochen komplett in Ruhe gelassen, doch mit wunder Haut und zu langen Krallen war auch nicht mehr zu Spaßen.

Und das wir zum Tierarzt müssen, ist mir auch klar. Meine Frage war, ob er ihr helfen kann. Sie lässt sich wirklich garnicht berühren und deswegen habe ich an eine Narkose gedacht und die ist ja bekanntlich auch nicht ungefährlich.

Leider macht hier keinTierarzt Hausbesuche und ich versuche leider schon länger, sie in die Transportbox zu bekommen. Möchte sie nicht noch mehr verschüchtern. Deswegen auch die Frage, was ich sonst noch tun kann. Ich möchte sie auch nicht zu arg belästigen, da ich hochschwanger bin und sie mit ihren zehn Kilo auch nicht so leicht zu bändigen ist.

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TiKa09 07.03.2014, 16:30
@TiKa09

Und außerdem finde ich es schade, in welchem Ton hier geantwortet wird. Man wird angegangen für Mutmaßungen....

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MaxGuevara 07.03.2014, 18:27
@TiKa09

Ja klar, kann der Tierarzt ihr helfen. Sie hat ja nun keine außergewöhnliche Krankheit.

Und wenn der Tierarzt nicht helfen kann, wer denn bitte sonst?

Auch wegen dem Fell sollte man zum Tierarzt gehen. Diese Schönheitssalons ist doch alles nur Geldschneiderei. Die haben doch Null Ahnung von Tieren.

Aber das nur nebenbei. Ab zum Tierarzt und dann ist gut :)

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