Altbau, Keller feucht, zum wiederholten Mal Schimmel im Schlafzimmer und jetzt gesundheitliche Beschwerden: Was tun?

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7 Antworten

Haben Sie den Vermieter von den Mängeln schriftlich mit der Bitte um Behebung in Kenntnis gesetzt? Das ist die Voraussetzung für alles weitere Tun. Ohne eine schriftliche Mängelanzeige geht rechtlich gar nichts. Sie können erst wenn der Vermieter sich das danach nicht anschaut, kann man die Miete unter Vorbehalt weiter zahlen. Mindern Sie eigenmächtig die Miete und tragen eine Mitschuld an der Schimmelbildung, so sind Sie für die Beseitigung verantwortlich und müssen die geminderte Miete zurückzahlen. Fristlose Kündigung geht gar nicht, dafür gibt es nur wenige, rechtlich einwandfreie Gründe. Eine fristgerechte Kündigung geht immer. Sie müssen ja auch erst einmal eine andere Wohnung finden.

Schimmel in Schlafzimmern ist in 99% der Fälle auf falsches Heiz- und Lüftungsverhalten zurückzuführen. Es muss täglich morgens stoßgelüftet werden bei weit geöffnetem Fenster. Keine Kipplüftung! Das ist falsch und lässt Schimmel entstehen. Im Herbst/Winter muss das Schlafzimmer leicht geheizt werden.

Feuchtigkeit aus Bad, Küche, die ins Schlafzimmer bei offenen Türen eindringen kann, begünstigt Schimmel ebenso wie Wäsche in der Wohnung hängen und viele Pflanzen.

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Schimmel sollte umgehend entfernt werden und die betroffene Stelle danach behandelt.

Ich würde empfehlen die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer zu messen und dann ggf. entgegenzuwirken indem die Feuchtigkeit reduziert wird.

http://www.schimmel-entfernen24.net/luftfeuchtigkeit/

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Aktueller Stand: Feucht + Schimmel, draußen kalt.

So lange du keine neue Bleibe hast, solltest du vernünftig lüften, und zwar so:

Mehrfach täglich Fenster ganz auf, am besten auf zwei Seiten gleichzeitig, so dass du Durchzug hast. Nach wenigen Minuten Fenster wieder komplett zu (niemals auf Kipp). Bei Durchzug können 2 Minuten manchmal schon reichen, mehr als 5 wird es definitiv nicht brauchen.

Bei Anwesenheit machst du das derzeit am besten so alle zwei Stunden. So bekommst du erstens viel Feuchtigkeit abtranportiert und hast zweitens ständig frische, unbelastete Luft.

Fristlos kündigen geht nicht. Also kündige jetzt, dann bist du in 3 Monaten raus.

Den Schimmel kannst du vielleicht mit einem Alkohol-Wasser-Gemisch (50:50) abwischen.

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Ob ein Altbau gedämmt ist oder nicht hat nichts mit der Schimmelbildung zu tun. Die innere Wandoberfläche muss warm genug sein, um Kondensat und erhöhte Feuchten zu vermeiden. Eine Dämmung wärmt aber nicht. Nur die Heizung erwärmt den Raum und diese Wärme sollte gleichmäßig durch die Heizanlage vor den Aussenwänden verteilt werden, dann bleibt es auch schimmelfrei im Raum.

Dein Heizkörper produziert punktuell die Wärme im Raum und durch die Raumluft soll diese Wärme nun im Raum gleichmäßig verteilt werden. Durch Luftauskühlung vor kalter Wandoberfläche steigt die oberflächennahe rel. Luftfeuchte stark an. Dadurch wird die Wand befeuchtet.

Wird durch das Wasser die Luft in den Poren und Kapillaren des Wandbaustoffes verdrängt, so sinkt der Dämmwert der Wand erheblich. Die Folge sind hohe Heizkosten und eine Wohnung, die nicht mehr warm zu bekommen ist. Durch die starke Feuchte in der Wand fällt dann aussen auch der Putz ab.

Es muss einiges getan werden am Haus, aber eine Dämmung auf nasser Wand, ist so das unsinnigste, was ich mir vorstellen kann.

Ich rate zu einem Wohnungswechsel, wenn schon gesundheitliche Probleme anfangen. Ansonsten kann man sich monatelang über einen Rechtsanwalt mit dem Vermieter streiten. Wenn er kein Geld für die Sanierung hat, bleiben die Zustände so. Durch den kaputten Rollladen und der damit für eine lange Zeit einher gehenden nicht möglichen Lüftung des Zimmers geht der Schimmelschaden jedoch voll zu Lasten des Vermieters.

Achte bei der neuen Wohnung auf möglichst geringe Aussenwandfläche und wenn, dann sollte vor dieser eine Heizmöglichkeit sein. Bei EG-Wohnungen sammelt sich auf dem Fußboden immer kalte Luft, die erst wieder ab der Unterkante des Heizkörpers erwärmt wird und aufsteigt.

Dieser Effekt von kalter Luft auf dem Boden wird durch bodentiefe Fenster noch verstärkt, weil sich hier an der Fensterscheibe die Raumluft bis zum Fußboden abkühlen kann. In der Regel gibt es darunter keine Heizung.

Eine Wohnung unter dem Dach hat an der Decke die Auskühlfläche. Damit sind dort auch erhöhte Heizkosten zu erwarten. Fensterläden, Rollläden, etc. vermindern nächtliche Wärmeverluste, wenn sie geschlossen werden.

Altbautypische Kastenfenster schützen gut vor Straßenlärm (durch zwei Fensterrahmen, durch die der Schall dringen muss), wenn sie nicht verzogen sind und gut schließen. Vorsicht ist dagegen bei unbeheizten Vorratskammern etc. Diese neigen durch die fehlende innere Wärme zur Auffeuchtung und Schimmelbildung.

Gut wäre auch eine Wohnung mit Fußbodenheizung - hier ist keine Schimmelbildung zu erwarten, weil die Fußbodenheizung als Flächenheizung für viel Wärmestrahlung im Raum und damit für eine gute Wärmeverteilung sorgt, was kühle Wandbereiche verhindert.

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Hallo
Was willst du mit einem Anwalt? Wird dadurch die Wohnung trocken? Man ärgert sich nur, aber ändern tut sich nichts.
Kündigung auf den Tisch und eine andere suchen.

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In deinem Fall hilft nur ausziehen. Denn vor allem anderen müsste das Haus rundum bis unter die Kellersohle ausgegraben werden um eine funktionierende Drainage zu installieren. Dann müssen die Kellerwände trocknen (ca 2 Monate im Sommer) und die Wände neu isoliert werden. Gegen das Erdreich sollte mit einer Elefantenhaut isoliert werden. Der Graben um das Haus wird bis zur Bodenkante mit Kies aufgefüllt .  Keinesfalls Sand verwenden, dann war die Mühe umsonst. Gleichzeitig muss für ausreichende Kellerentlüftung gesorgt werden. Nus so kannst du erwarten in einer Bewohnbaren Wohnung zu leben. Offenbar ist das Dach auch noch defekt. Also, da kommen beträchtliche Summen zusammen. Ob der Vermieter bereit ist, soviel zu investieren, wage ich zu bezweifeln. Also nichts wie raus.

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Wohnst du im Erdgeschoss? Wie heizt du (Raumtemperatur) und wie lüftest du? Miete kann man mindern, aber langsam mal. Zuerst muss abgeklärt werden, wer der Verursacher ist, sonst geht der Schuss nach hinten los.

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Kommentar von Onki73
21.02.2016, 08:22

Vor dem Einzug waren bereits feuchte Flecken zu sehen und fünf Monate lang war der Rollladen defekt, dass der Mieter nicht vernünftig lüften könnte. Ich sehe da kein Verschulden beim Mieter.

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Kommentar von Padri
21.02.2016, 12:13

Ohne schriftliche Mängelanzeige kann keine Miete gemindert werden. Besser ist die Miete unter Vorbehalt zu zahlen, wenn der Vermieter nichts tut, bzw. sich herausstellt, dass der Mieter eine Mitschuld trägt.

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