Also mich würde es interessieren wie ein erdähnlicher Planet gefunden werden kann obwohl es rund 1,5 Millionen Lichtjahre entfernt ist?

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6 Antworten

Hallo xmen101alb,

erst mal willkommen auf gutefrage =)

In 1,5 Millionen Lichtjahren Entfernung können wir mit der heutigen Technik keine Planeten aufspüren: Das wäre zu weit. So gut ist die Auflösung der Instrumente nicht.

In 1,5 Millionen Lichtjahren bist Du schon über die Hälfte des Weges zur Andromeda-Galaxie. Alle uns bekannten Exoplaneten (also Planeten, die einen anderen Stern als die Sonne umkreisen) sind Objekte der Milchstraße. Um ehrlich zu sein: Sogar der näheren Sonnenumgebung. Bei einem Durchmesser der Milchstraße von rund 100 000 Lichtjahren ist es eben praktisch vor der Haustür, wenn ein Exoplanet 1400 Lichtjahre weg ist - und das ist dann auch die richtige Entfernung zu Kepler452b.

Wie entdeckt man Exoplaneten?

Im Licht des Sterns, den sie umkreisen, hinterlassen Exoplaneten ihre Spuren, vor allem dann, wenn die Ebene in der sie ihren Stern umrunden aus unserer Blickrichtung günstig liegt. Am günstigsten ist es, wenn der Stern von uns aus gesehen von Zeit zu Zeit vor seinem Stern vorbeizieht. Einen Transit nennen das die Astronomen dann.

Zu diesem Zeitpunkt wird der Stern ein klitzekleines bissi dunkler. Weil eben dieses winzige Pünktchen ein bissi von dem Licht abdeckt. Mit sehr genauen Helligkeitsmessern kann man diese Schwankungen aber nachweisen. Genau so hat es das Kepler Teleskop gemacht, mit dem Kepler452b entdeckt wurde. (Deswegen heißt der so) Aus den periodischen Verdunkelungen kann man dann z.B. die Umlaufdauer des Planeten bestimmen.

Auch wenn der Planet nur ungefähr in einer Ebene den Stern umkreist, in die wir schauen, können wir ihn im Licht des Sterns entdecken: Und zwar durch den Dopplereffekt. Ein Stern und sein Planet rotieren ja eigentlich um den gemeinsamen Schwerpunkt. Davon merkt man mit bloßem Auge aber nichts, weil die Sterne im Verhältnis zu ihren Planeten so viel schwerer sind. Der Schwerpunkt in unserem System liegt zum Beispiel mal im Innern der Sonne, mal außerhalb, je nachdem wo Jupiter und Saturn stehen.

Dieses "wackeln" des Sternes um den gemeinsamen Schwerpunkt mit seinen Planeten kann man tatsächlich messen; sehr genbau sogar. Und zwar über die Verschiebung der Spektrallinien des Sternes, je nachdem ob er sich auf uns zu bewegt oder von uns weg.

Im Idealfall, so hofft man, kann man sogar etwas über die Atmosphäre des Planeten im Spektrum des Sternlichtes lernen. Aber dazu sind Messgenauigkeiten nötig, an die man sich gerade erst herantastet.

Wenn Du mehr dazu hören möchtest: Der Astrophysiker Josef Gaßner hat es hier einmal sehr schön erklärt:

Grüße


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Durch Beobachtung einer Lichtirritation.
Fliegt ein Planet an seinem Stern vorbei wird das Licht des Sterns gebrochen und schon hat man den Kanditaten gefixt.

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Über die Strahlung die er abgibt. Daraus kann man die Stoffe ermitteln.

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Kepler 452 ist aber "nur" 1400 Lichtjahre entfernt, nicht 1,5 Millionen.

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Die meissetn werden durch die Radialgeschwindigkeitsmethodik gefunden, zumindest war es "früher" mal so.

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??? Durch diverse Hochleistungsteleskope á la Hubble und wie dein Name schon sagt^^

Aber verstehe die Frage auch nicht recht - was hat die Enternung damit zu tun?^^

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Kommentar von xmen101alb
10.07.2016, 04:54

Also die frage ist ja eben durch welche Hochleistungsteleskope :) 
Ob eine Hochleistungsteleskop schon so viele Lichtjahre es finden kann :)) 

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