Also ich bin verzweifelt ich (21) habe heute erfahren das ich schwanger bin weiß nicht was ich machen soll?

22 Antworten

denk immer daran, dass das ein künftiges menschenleben ist.

du bist 21, das ist kein alter mehr, in dem es einem peinlich sein muss, schwanger zu sein.

ich bin ehrlich gesagt kein vertreter der abtreibung, kann es aber in manchen fällen trotzdem nachvollziehen, da dem kind evtl kein gutes leben geboten werden kann, meinetwegen deruch finanzen oder soziales umfeld.

du musst dich mit deinem freund zusammensetzen und mit ihm reden, deine problematik schildern und ihn zu wort kommen lassen.

allerdings ist es nicht sonderlich reif von deinem freund zu sagen, du zerstörst mit deiner schwangerschaft sein leben, denn wie ich vermute, ist er ja der vater, was bedeutet, der unfall lag auf beiden seiten, denn für geschlechtsverkehr braucht es meines wissens mindestens 2 partner.wenn dann etwas passiert, ist nun mal was schief gelaufen und DANN muss man abwägen. wie siehts bei euch aus ? wie alt ist dein freund ? wie sind eure finanzen ? hast DU lust auf ein kind, denkst du, du bist reif genug ? ist er reif genug ? würden eure eltern euch gegebenenfalls unterstützen ?

aber letztendlich, und das ist das wichtigste, ist es im grunde DEINE entscheidung, und du brauchst keinen freund, der dir eine pistole an die brust hält, wenn du das schönste geschenk auf erden im körper behalten möchtest.

ich denke mir immer so, es kann ja immer was passiere, ich nehme an, IRGENDWANN hast du einen kinderwunsch, jetzt hast du meinetwegen in 2 jahren einen autounfall und bist dadurch unfruchtbar, dann wirst du dich zurückerinnern und innerlich zerbrechen.

letztendlich ist es wie gesagt deine entscheidung, lass dir nicht zu sehr reinreden, aber besprecht es ruhig und professionell, man kann sich dafür auch hilfe holen! aber bitte bitte lass dich von deinem freund nicht so einschüchtern.

Ich drücke dir die daumen!

Und was ist, wenn sie das Kind bekommt und in 2 Jahren durch einen Autounfall stirbt???

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  • Du solltest nur dann abtreiben, wenn es deiner Meinung nach die richtige Lösung für dich ist und wenn du mit guten Wissen und Gewissen hinter der Entscheidung stehen kannst. Du musst damit dein Leben lang klarkommen und dein jetziger Freund ist vielleicht ohnehin nicht mehr lange dein Partner.
  • Gleichwohl denke ich, dass man Kinder nur dann bekommen sollte, wenn man das wirklich will und dass sie in intakte Partnerschaften geboren werden sollten. Wahrscheinlich wärest du besser beraten, jetzt noch kein Kind zu bekommen und erst später eine Familie zu gründen. Bedenke, dass du wirklich die freie Wahl hast! Ein Schwangerschaftsabbruch ist nichts schlimmes, wenn man mit sich im Reinen ist. Lass Dir von den Moralaposteln und Gutmenschen nicht Deine eigenes Leben zerreden und verpfuschen. Sei Dir bewusst, welche weitreichenden Konsequenzen eine so junge Schwangerschaft für Dein gesamtes Leben in fast allen Aspekten haben wird. So etwas muss man wollen und nicht notgedrungen machen.
  • Ganz entscheidend ist, die Schwangerschaft unverzüglich von einem Frauenarzt bestätigen (oder ausschließen) zu lassen. Nur wenn die Schwangerschaft ärztlich festgestellt ist, hat es Zweck, weiter darüber nachzudenken. 
  • Falls Du wirklich schwanger bist, solltest Du Dir UNVERZÜGLICH einen Termin für eine dringliche SCHWANGERSCHAFTSKONFLIKTBERATUNG geben lassen. ProFamilia berät neutral, professionell und umfassend. Auf profamilia.de findest Du rechts-oben "Angebote vor Ort" und kannst dort eine nahegelegene Filiale kontaktieren. Nach der Beratung hast Du immer noch ALLE Optionen und kannst Dich fundiert entscheiden.
  • In Deutschland hat jede Frau die freie Wahl, eine Schwangerschaft auszutragen oder abzubrechen. Diese freie Wahl sollte sie nutzen und dabei ihre Lebensziele und Lebensplanung, ihre eigenen Ansichten und Wertvorstellungen, ihre wirtschaftliche Lage und die eventuelle familiäre Zukunft und Partnerschaft berücksichtigen. Schwangerschaftsabbrüche sind immer eilig. In Deutschland gilt die strenge Fristenlösung, nach der Abbrüche nur bis zur 12. Woche nach Empfängnis erlaubt sind.
  • Bis zur 12. Woche hat ein Embryo mit Sicherheit KEIN Bewusstsein, keinerlei Gefühle wie Angst und kein Schmerzempfinden. Anhaltspunkte nach Entwicklung: erste Motorik (16. SSW), Schmerzreizweiterleitung (ab 24-28, SSW), Bewusstsein (nicht vor 30. SSW) und Schmerzempfinden (35.-37. SSW): http://www.svss-uspda.ch/de/facts/embryo.htm

Das musst du für dich selbst entscheiden. Bei sowas gibt es kein richtig oder falsch. Wenn du auch allein für das Kind sorgen kannst (Unterhalt bekommst du natürlich, aber auch ansonsten müssen die Finanzen stimmen) und du dir sicher bist, dass du dich mind. 18 Jahre lang um das Kind sorgen kannst, dann spricht absolut nichts dagegen. Wenn du deinem Kind nichts bieten kannst und du dieser grossen Herausforderung noch nicht gewachsen bist, kannst du es immer noch abtreiben oder nach der Geburt zur Adoption freigeben. 

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