Als Zimmermädchen hat man Anspruch auf dem stündlichen Tariflohn i. H. v. 9,55 Euro ?

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2 Antworten

Tarifverträge gelten grundsätzlich nur zwischen den Vertragsparteien. Und wenn du schon mal nicht in der Gewerkschaft bist, kannst du dich auch nicht auf den von der Gewerkschaft für ihre Mitglieder ausgehandelten Tariflohn berufen.

Anders nur, wenn in deinem Arbeitsvertrag ausdrücklich eine Anwendbarkeit des Tarifvertrages vereinbart ist oder der Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt wurde.

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Kommentar von petrapetra64
02.12.2015, 13:59

Tarifvertraege gelten fuer alle, nicht nur fuer Gewerkschaftsmitglieder, auch ausgehandelte Lohnerhoehungen bekommen alle). Nur im Verband muss der AG sein, dass der Tarifvertrag auf gilt. Und Beratung und Hilfe kriegt man von der Gewerkschaft dann auch nicht.

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Das waere ja erst mal zu klaeren, ob dein AG ueberhaupt Verbandsmitglied ist und damit an den Tarifvertrag ueberhaupt gebunden. Du kannst ja mal beim Verband nachfragen.

Gewerkschaftsmitglieder bekommen das gleiche, da gibt es keinen Unterschied, aber die Gewerkschaft koennte dir helfen, zu deinem Recht zu kommen und dich rechtlich beraten, wenn du Mitglied waerst.

Wenn dein Chef wirklich Mitglied im Verband waere und die 9,55 im Tarifvertrag stehen und auch deine Arbeitsbeschreibung da ueberein stimmt (vielleicht bist du ja als Hilfskraft eingestellt offiziell und nicht als Zimmermaedchen oder so was?), dann muesstest du dir den hoeheren Lohn gerichtlich einklagen, wenn dein AG nicht mit sich reden laesst (wuerde die Gewerkschaft auch fuer dich tun). Oft gelten fuer Lohn 3 Monats Fristen beim Einklagen.

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