Als Mieter vor 11 Jahren Starkstromleitung durchgebohrt nun Auszug wer zahlt?

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10 Antworten

Richtig ist, dass der Mieter für unterputzverlegte Leitungen nicht die Reparatur zu bezahlen hat. Das gilt aber nur, wenn die Leitung "von allein" kaputt geht, z.B. auf Grund des Alters. Wenn du diese Leitung beschädigst, dann musst du sie natürlich auch wieder reparieren (oder genauer gesagt: der Vermieter lässt reparieren und du bezahlst).

Es gilt immer, dass der Verursacher einen Schaden zu ersetzen hat. Hättest du damals einen Handwerker offiziell beauftragt und nicht einen Bekannten das machen lassen, dann wäre damals schon die Haftpflichtversicherung des Handwerkers in Anspruch zu nehmen gewesen. Wahrscheinlich wäre der Schaden aber gar nicht entstanden, weil der Handwerker vorher geprüft hätte, ob dort Kabel oder Wasserleitungen liegen. So bleibst du jetzt aber auf den Kosten sitzen, denn auch dein Bekannter kann im Rahmen der sogenannten Nachbarschaftshilfe (und erst recht nicht nach so langer Zeit) seine Haftpflichtversicherung in Anspruch nehmen.

Nebenbei: Ich finde die Frage schon frech. Ihr beschädigt fremdes Eigentum und glaubt jetzt ernsthaft, dass der Eigentümer/Vermieter das bezahlen soll? 

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Es geht hier aber um den "Auszug" wir sind schon ausgezogen. Und im Internet steht: Nicht vom Mieter zu zahlen sind Reparaturen an der Klingelanlage, derAbwasserleitung oder an Leitungen unter Putz



Das gilt bei normalem defekt.

Hier musst Du das zahlen, weil Dein Bekannter das verursacht hat.

Heute kam der Brief des Vermieters, dass er alle Kleinreparaturen + Die Leitung unterm Putz repariert haben will. Er möchte das wir eine Firma beauftragen und für die Schäden bis Dato aufkommen.

Möchte mal wissen was der  Vermieter unter Kleinreparaturen versteht.

Ich würde mal durch einen Anwalt den Mietvertrag prüfen lassen, vielleicht muss man nur besenrein hinterlassen.

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Kommentar von bwhoch2
18.08.2016, 13:24

Der Vermieter und Fragesteller werden schon wissen, dass es hierbei um Dinge geht, die tatsächlich unter die Kleinreparaturklausel fallen.

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Sie haben den Schaden zu verantworten und dementspechend müssen Sei für den bei der anläßlich einer Wohnungsüberabe festgestellten Schaden zahlen.

Ihr eigener Anspruch gegenüber Ihrem dilletantischen Handwerker hingegen dürfte zwischenzeitlich verjährt sein.

Da hätten Sie mal früher drauf kommen sollen!

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Dein Bekannter als Verursacher muß am Ende zahlen. Der Vermieter hält sich natürlich an dich, als den Verantwortlichen für das was in der Wohnung passiert. D.h. Du mußt zunächst bezahlen, ob du das Geld jedoch noch von deinem Bekannten zurückfordern kannst - da bin ich mir auf Grund der 11 Jahre gerade nicht sicher.

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Kommentar von bwhoch2
18.08.2016, 13:23

da bin ich mir auf Grund der 11 Jahre gerade nicht sicher.

Ich bin mir da schon sicher. Ganz sicher ist das bereits verjährt.

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Dein von Dir beauftragter Heimwerker hat diesen Schaden verursacht - "also Du" - und der Verursacher kommt für den Schaden auf. ( Gleichgültig ob Du den Bohrer selbst geführt hast oder nicht ).

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Wenn Du Leute beschäftigst, die Schaden in der Wohnung anrichten, oder das selbst tust, musst Du dafür aufkommen, aber voll. Wenn das nicht fachgerecht sondern nur provisiorisch eingerichtet wurde, freu Dich, dass das Haus nicht abgebrannt ist. Auch dafür wärest Du verantwortlich.

Wäre es anders, könnte ja jeder munter drauflos bohren und wenn er elektrische Leitungen oder Wasser- und Gasrohre abohrt, hat der Vermieter die Kosten für die Reparatur zu überhemen.

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Kommentar von Cleverfantasy
17.08.2016, 10:41

Es geht hier aber um den "Auszug" wir sind schon ausgezogen. Und im Internet steht: 

Nicht vom Mieter zu zahlen sind Reparaturen an der Klingelanlage, der Abwasserleitung oder an Leitungen unter Putz.

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ich finde es doch etwas eigenartig das in der Wohnung eine Starkstromleitung mit 400 Volt liegt. Das gab es vor 50 Jahren als die ersten Gefriertruhen auf den Markt kamen. Ich denke aber in deinem Fall ist es Sache des Vermieters, wobei es auch schon vor 11 Jahren Leitungssuchgeräte gab!

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Kommentar von Kuno33
17.08.2016, 10:49

Liebes Biberchen, 400 V Leitungen sind heute nahezu in jedem Haus, früher waren es 380 V. Es handelt sich um 3-Phasen-Wechselstrom mit 3 Phasen zu 230 bzw. 220 V. Zwischen den Phasen liegt dann aber eine Spannung von 400 bzw. 380 V. Das ist der Stand der Technik und ads schon sehr lange.

Der Vermieter hätte Probleme mit der Stromversorgung des Hauses, wenn er keine 3 Phasen im Hause hätte.

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Deine Haftpflicht hätte es gezahlt.Schäden die du nicht vorsätzlich verursachst,sind von der Haftpflicht gedeckt.Z.B.Fällt der Rasierer ins Waschbecken,bist du gegen den Schaden versichert.

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Der Vermieter kann verlangen, dass du die Wohnung in Originalzustand, wie du Sie beim erhalten erhalten hast abgiebst, deswegen kann der Vermieter dies verlangen und der Mieter muss die Kosten dafür tragen.

Wenn du damals deinen Vermieter gefragt hast, ob du das darfst und er JA gesagt hat (mach jeweils Schriftliche Einverstänsdnis mit Unterschrift!) dann muss du das nicht zahlen, da du aber aufgrund deiner Schilderung das nicht gemacht hast, muss du die Kosten zahlen.


Für ein nächstes mal, wie gesagt, wenn du etwas verändern möchtest, frag erst dein Vermieter, wenn er ja sagt, sagst du, er soll dir sofort also innert eines Tages einen Zettel schreiben, wo das steht und er handschriftlich unterschrieben hat. SIS - Sicher ist Sicher und du kannst bei Auszug das vorlegen, wenn er das repariert haben willst.


LG

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Kommentar von bwhoch2
18.08.2016, 13:24

Klar, der Bekannte hat vorher den Vermieter gefragt, ob er die Leitung anbohren darf...

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Der Vermieter hat die Starkstromleitung durchbohrt und will das vom Mieter ersetzt haben? Hä?

Lern bitte Mieter und Vermieter auseinanderzuhalten, das ist ja die Hölle.

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