Als Überbrückung studieren?

7 Antworten

Ich halte die Idee für ziemlich schräg.

Erstens dürfte es ziemlich schwer sein, mit einer 5 in Mathe ein wirklich stark mathelastiges Studium zu bestreiten - zumal du dafür sicher auch wenig Motivation hast. BWL ist außerdem nicht wirklich mathelastig - zumindest dient es nicht als Nachweis für "bessere Mathekenntnisse als in der Oberstufe".

Dann sieht so ein abgebrochenes Studium tatsächlich nicht wirklich gut aus und wirft auf den ersten Blick mehr Fragen auf als es Antworten gibt.

Die Überlegung, etwas für Mathe zu tun und das Bewerbungen beizulegen, ist aber eine gute - dazu gibt es aber viel bessere Möglichkeiten, als ein (ungeliebtes) Studium anzufangen:

Eine Idee wäre, einen Brückenkurs zu absolvieren, der (üblicherweise) auf das Studium vorbereiten soll, aber eben auch die Funktion haben kann, seine Kenntnisse zu verbessern und zu erweitern.

Hier sind z.B. die Brücken- und Vorkurse der Fernuni Hagen:

https://www.fernuni-hagen.de/studium/studienangebot/vorbereitendekurse.shtml

den da zum Beispiel:

https://www.fernuni-hagen.de/algebra/studium/k01011.shtml

Naja, den Ausbildungsberuf den ich anstrebe (Immobilienkauffrau) schätze ich ehrlich gesagt auch nicht als so stark mathelastig ein oder? Aber ich sehe mir die Kurse mal an.

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@MrsKnowItNotAll

Nein, da werden eben kaufmännische Kenntnisse erwartet, die aber kaum etwas mit der "Oberstufenmathematik" zu tun haben.
Dennoch wird auf die Mathenote geschaut - wenn auch etwas zu unrecht. Es kommt aber auch nicht nur darauf an, sondern bei einer Auswahl eines Azubis sind viele Faktoren beteiligt.

Genau deswegen ist aber die Idee, ein mathelastiges Studium anzufangen, völlig absurd.

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@liavah

Okay, aber der Algebra Kurs den du mir da vorgeschlagen hast macht wohl dann auch nicht so viel Sinn oder?

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@MrsKnowItNotAll

Deine Frage war:

Und wenn mich ein (abgebrochener) Studium nicht weiterbringt, was kann ich stattdessen tun um irgendwie zu zeigen, dass ich darum bemüht bin, meine Kenntnisse der Mathematik zu verbessern?

Das war meine Antwort darauf.

Wenn dir wirklich gesagt wurde, dass es an der Mathenote lag (und nicht an den Bewerbungen selbst, dem Auftreten, einem mangelndem Einsatz, sonstigen Noten, der besseren Konkurrenz, fehlende Praktika...), dann ist das m.E. die *deutlich* bessere Möglichkeit als ein Studium, welches man dann sowieso abbricht.

Man kann evt. an einigen Stellschrauben drehen - ob "Mathe" die richtige ist, das kann ich nicht beurteilen, sondern das musst du wissen und einschätzen können.
Wenn, dann ist og. Kurs m.E. eine gute Möglichkeit.

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irgendwie zu zeigen, dass ich darum bemüht bin, meine Kenntnisse der Mathematik zu verbessern? Warum bist di so fixiert auf ein Fach, das dir offensichtlich nicht liegt ? Nur dann, wenn du einen Beruf ausübst, der dir wirklich Spass macht und wozu du Talent hast, wirst du langfristig erfolgreich und zufrieden sein.

Die schlechteste Bewertung in einem Arbeitszeugnis lautet: "Er war immer bemüht". Zeig doch mal in der Praxis, wo deine Talente liegen und wo du bereit bist, dich zu engagieren. Greife nicht sofort nach den Sternen (Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsprüfer bei einer renommierten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) sondern konzentriere dich auf eine Ausbildung, die weniger Theorie und mehr Praxisbezug hat. Nur die Praxis zählt: Und das Schöne dabei ist: Du kannst es dir besser vorstellen und sofort anwenden.

Praktika in deinem Wunschberuf (erfolgreich) zu machen wäre sicherlich ausreichend überzeugend. Wenn es hinterher mit Immobilienkaufmensch dennoch nicht klappt, sehen die Praktika trotzdem auch nicht schlecht aus bei Bewerbungen für andere Berufe. Ein abgebrochenes Studium sieht hingegen niemals gut aus, egal, was du hinterher machen willst. Mal ganz abgesehen davon bezweifle ich, dass du auch nur eine einzige Klausur in Mathematik an der Universität bestehen würdest. Ich hatte keine 5 in Mathe in der Oberstufe, sondern war im Gegenteil ganz gut - aber der Vorbereitungskurs Mathematik an der Hochschule (den ich mir nur aus Neugier angeguckt habe) hat mir sehr schnell gezeigt, dass auch ich keine Klausur bestehen würde. Entsprechend hättest du also nicht nur ein abgebrochenes Studium, sondern ein offensichtliches Scheinstudium. Du kannst es versuchen, schon alleine weil Arbeitgeber manchmal auch über eine 5 hinwegsehen, wenn sie merken, dass der Bewerber ansonsten stark motiviert und geeignet ist. Du musst aber im schlimmsten Fall damit rechnen, dass du hinterher mit gar nichts als einem oder zwei verschenkten Jahren im Scheinstudium dastehst, und dann wird es zunehmend auch mit anderen Berufsfeldern schwierig, in denen die 5 in Mathe allein kein so großes Problem wäre. Mit Praktika (oder auch FSJ) als Übergangslösung könntest du zumindest diesen worst case verhindern, hinterher mit „gar nichts“ dazustehen.

Oh, und du solltest darüber nachdenken, dich auch für andere Berufe zu bewerben. Du wusstest im Voraus, dass eine 5 auf dem Abschlusszeugnis blöd macht, und insbesondere eine 5 in Mathe, wenn man eine kaufmännische Ausbildung anstrebt, und trotzdem hast du offensichtlich nichts gegen deine Faulheit unternommen, und nun bekommst du eben die Quittung dafür.

Studium abbrechen & Unternehmer werden?

Letztes Jahr habe ich ein Ingenieur-Studium begonnen (berufsbegleitend). Jetzt bin ich im 3. Von 6 Semestern noch ziemlich am Anfang aber finde einfach keinen Spaß mehr daran. Ich habe einfach das Interesse an der ganzen Thematik verloren.

Schaffen könnte ich das Studium ohne Probleme (auch von der Zeiteinteilung her), es geht wirklich nur darum, dass es mir nicht wirklich mit meinen Zielen hilft.

Seit etwa einem halben Jahr habe ich den Traum, ein digitaler Nomade zu werden. So bin ich vor einigen Monaten zum Online Marketing gekommen und bin gerade dabei, mein Business aufzuziehen. Da mein Studium aber nicht wirklich was damit zu tun hat, hilft es mir hier auch nicht weiter.

Und da ich sowieso nicht vorhabe, noch viel länger im technischen Bereich tätig zu sein, überlege ich, das Studium abzubrechen.

In meinem Umfeld wird das natürlich als sehr negativ angesehen und mein Traum von den meisten nur belächelt.

Würde ich mit der Online Geschichte schon Geld verdienen, dann wäre das alles natürlich leichter. Aktuell bin ich aber erst am Anfang und baue es erst auf (Gewerbe schon angemeldet, aber noch keine wirklichen Umsätze).

Ich bitte hiermit um ehrliche Meinungen und Tipps. Wie seht ihr das Ganze? Soll ich es riskieren oder mir doch lieber die Tür zu einer Karriere als Angestellter (bzw. Führungskraft nach dem Studium) offenhalten (auch wenn ich das nicht auf Dauer machen möchte) ?

Falls es nicht funktioniert mit dem Online Marketing wäre das natürlich keine Katastrophe, da ich ja trotzdem noch angestellter bin.
Das will ich aber nicht bleiben, sondern unbedingt Unternehmer werden.

Danke schon jetzt !

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