Als Student mehr wie 20 Stunden die Woche arbeiten

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3 Antworten

Hallo,

die 20-Stunden-Grenze ist - außer in der vorlesungsfreien Zeit - einzuhalten.

Bei schwankenden Zeiten ist der Durchschnitt maßgebend. Bei einer Woche mit 25 Stunden ist es sinnvoll, die folgende Woche nur 15 Stunden zu arbeiten. Dann passt der Durchschnitt wieder. In Zukunft ist es vielleicht besser, zunächst die geringere Stundenzahl zu arbeiten und dann erst die höhere (dann kommt man auf keinen Fall über die 20 Stunden).

In Zweifelsfällen sollte die Personalabteilung eine schriftliche Entscheidung der Krankenkasse anfordern. Sonst kann ggf. bei der alle 4 Jahre stattfindenden Betriebsprüfung eine Beitragsnachzahlung festgestellt werden.

Hier die offiziellen Einzelheiten:

deutsche-rentenversicherung-bund.de/nn_9694/SharedDocs/de/Inhalt/Zielgruppen/02arbeitgebersteuerberater/03publikationen/GemeinsameRundschreibenderSV/2004/

Der Verzicht auf Urlaub und Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall ist rechtlich nicht möglich.

Gruß

RHW

Deine Verpflichtungen sind der Krankenkasse leider egal. Arbeitest du mehr als 20 Std in der Woche, also 84 im Monat, dann musst Du mehr als den normalen Studitarif in der Krankenkasse zahlen. Dabei wird nicht nach insgesamt, sondern nach Monaten geguckt. Also angenommen, du arbeitest 9 Monate 2 Std im Monat, aber in 3 arbeitest du 84,1 h dann bist du nicht mehr als Student versichert und musst das ganze Jahr als normaler Versicherter nachzahlen. Das ist auf einmal viel Geld! Du kannst in den Semesterferien (aber auch nur dann!) mehr arbeiten, nämlich 40Std. die Woche). Das ist nem Arbeitskollegen passiert, der musste etwas mehr als n tausender nachzahlen...

Hey! Danke für die schnelle Antwort! Das habe ich verstanden, also muss ich auf jedem Fall unter 20 Stunden/Woche bleiben. Zählt der Samstag aber separat (20+8 Stunden)? Weil der ist ja üblicherweise vorlesungsfrei, ebenso wie die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester... Angenommen, ich bleibe in der 20-Stunden-Grenze und verdiene mehr wie 800€ (z.B. durch Sonntagszuschläge): Muss ich dann auch wie ein normal Versicherter Krankenversicherung zahlen? Ich hatte so etwas gehört, da man mit 800€ Einkommen über die Gleitzone kommt. Ich freue mich auf eine Antwort!

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@susi1988

Der Krankenkasse ist egal, wieviel du verdienst und wann. Sie gehen davon aus, dass du bei mehr als 20 std kein richtiger Student mehr bist. Das mit dem Geld wird eigentlich nur für die Steuer relevant. Da kenne ich aber die Grenzen nicht.

In meiner alten Firma haben wir das so gemacht : Ich habe offiziell immer 20Std die Woche gearbeitet und wenn ich krank war oder im Urlaub, meine "überstunden" abgefeiert. Frag mal in der Buchhaltung nach, ob die sowas machen. In deinem Vertrag muss dann aber auch weiterhin drin stehen, dass du als Werkstudent arbeitest und max. 20 Std. machst. Viele Firmen machen das mit, da es ja unterschiedlich viel Arbeit im verlauf eines Jahres gibt. Also toi toi toi!

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@pippes

Prima! Ich wusste nicht, dass nur die Monatsstunden relevant sind, und nicht die Wochenstunden. Es hat sich alles geklärt, und ich werde mal mehr, mal weniger arbeiten. Vielen Dank für die schnelle Antworten!

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Wenn du in einem Minijob angestellt bist, dann kannst du 450€ pro Monat verdienen und musst keine Abgaben zahlen. Du bekommst das Geld "Bar auf die Kralle" wenn du so willst. Wenn du mal über die 450€ kommst ist es ok, solange es "unerwartet" war und solange es nicht öfter als 1 mal in 6 Monaten passiert. Das ist eine Ausnahme Regelung die man aber nicht ausreizen sollte, weil es ein Entgegenkomme des GEsetzgebers für Notfälle ist. Wenn du öfter über die 450€ kommst, dann musst du anfangen Sozialabgaben zu zaheln.

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