Als Student einer privaten Hochschule mehr als 20h pro Woche arbeiten möglich?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Hallo chbjanos,

Sie schreiben:

Als Student einer privaten Hochschule mehr als 20h pro Woche arbeiten möglich?<

Antwort:

Warum sollte dies nicht möglich sein?

Alles andere ist eine Sache mit Ihrer Einkommenssteuererklärung am Jahresende und Abstimmung mit Ihrer zuständigen Krankenkasse!

Meine Frage lautet daher: Ist es für mich unproblematisch im Schnitt mehr als 20 Stunden pro Woche zu arbeiten und wenn nicht: wie viel mehr müsste man als Normalversicherter an Beiträgen zahlen?<

Antwort:

Siehe hierzu z.B. unter folgendem Link der AOK:

http://www.aok-on.de/studierende/aok-studenten-service/faq/studentische-krankenversicherung.html

Studentische Krankenversicherung

Mit dem 25. Geburtstag endet die Familienversicherung. Jetzt können Sie als Studierende/-r die günstige studentische Krankenversicherung bei ihrer AOK beantragen. Diese besteht bis zum Abschluss des 14. Fachsemesters – längstens bis Ende des Semesters, in dem das 30. Lebensjahr vollendet wird. Die Krankenversicherung kann unter bestimmten Voraussetzungen über die genannte Höchstdauer hinaus verlängert werden. Dafür muss einer der folgenden Gründe nachweisbar vorliegen:

Geburt eines Kindes und anschließende Betreuung
Behinderung
Erwerb der Zugangsvoraussetzungen zu einem Hochschulstudium über den zweiten Bildungsweg
längere Erkrankung
Mitarbeit in Hochschulgremien
Nichtzulassung im Auswahlverfahren der Stiftung für Hochschulzulasssung
Betreuung behinderter Familienangehöriger
Ableistung von (freiwilligem) Wehr- oder Bundesfreiwilligendienst
Ableistung eines freiwilligen sozialen bzw. ökologischen Jahres

Freiwillige Weiterversicherung (nach dem 30. Geburtstag oder ab 15. Fachsemester) Freiwillige Krankenversicherung

Endet Ihre studentische Krankenversicherung, weil Sie die Höchstgrenzen (30. Geburtstag oder Ende des 14. Fachsemesters) erreicht haben, bietet die AOK Ihnen an, dass Sie sich für maximal sechs Monate bei der Gesundheitskasse zu einem vergünstigten Beitrag freiwillig weiterversichern. Das geht aber nur, wenn Sie weiterhin eingeschrieben sind. Und auch danach können Sie sich zu guten Konditionen bei der AOK versichern. So zahlen Sie als Arbeitnehmer Beiträge, die sich nur am Einkommen orientieren und nicht am Alter oder Gesundheitszustand. Selbstverständlich können Sie auch als Referendar im Beamtenverhältnis, Selbstständiger oder Freiberufler die AOK als Krankenkasse wählen.

Fazit:

Bei Ihrer Krankenkasse wird es ähnlich sein, fragen Sie doch dort ganz einfach dierekt nach, schriftlich oder mündlich!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Hallo,

ist die Hochschule staatlich anerkannt?

Wie hoch ist der aktuelle Monatsbeitrag?

Aus welchem Grund wurde die Familienversicherung beendet?

Wie hoch ist der aktuelle Bruttoverdienst im Durchschnitt? Was wird vom Verdienst vom Arbeitgeber abgezogen?

Gibt es Semesterferien an dieser Hochschule?

Was steht genau auf der Studienbescheinigung/Semesterbescheinigung? Teilzeitstudent? Oder ...?

Gruß

RHW

chbjanos 29.12.2013, 12:14

Hallo RWH, Erstmal danke für die rasche Antwort. Ja die Hochschule is staatlich anerkannt und akkreditiert. Mein aktueller Monatsbeitrag sind 77 €. Der durchschnittliche verdienst beträgt ca. 800 € brutto wovon nur die Rentenversicherung abgezogen wird. Vom nettogehalt zahle ich dann die 77euro monatlich. Aufgrund der Höhe des verdienstes bin ich auch nicht mehr familienversichert.

Ob es Semesterferien gibt weiß ich selbst nicht so genau bzw ob diese zeit sich so nennt. Das sommersemester geht jedoch offiziell vom 01.03.-31.08. Und das Wintersemester vom 01.09.-28.02. Auf der Immatrikulationsbescheinigung steht "als ordentlicher Student" eingeschrieben. Es handelt sich aber meiner Meinung nach um ein teilzeitstudium da es an nur zwei tagen die Woche stattfindet.

0
RHWWW 29.12.2013, 13:09
@chbjanos

Tja, das ist jetzt schwierig:

  • Bei Teilzeitstudenten gelten die Sonderreglungen für Werkstudenten nicht. Wenn man als Arbeitnehmer mehr als 450 Euro brutto verdient, wird man in der gesamten Sozialversicherung versichert. Ein Teil der Beiträge wird dann vom Arbeitgeber direkt vom Verdienst abgezogen.

Wenn man im Durchschnitt mehr als 20 Stunden pro Monat arbeitet, zahlt man Versicherungsbeiträge für die Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Hier kann man die genauen Beträge errechnen:

.sueddeutsche.de/app/jobkarriere/gehaltsrechner/ -> 3 mal "w" ergänzen!

Wenn man unter 850 Euro brutto verdient, unter Berechnungsmodus "mit Gleitzone" einstellen.

Der bisherige Studentenbeitrag von 78 Euro entfällt, wenn der Arbeitgeber Krankenversicherungsbeiträge vonm Gehalt abzieht.

Wenn der Arbeitgeber bisher eine falsche Beurteilung vorgenommen hat, ohne dass ihn ein Verschulden treffen sollte, ist er verpflichtet auch für die Vergangenhait noch Sozialversicherungsbeiträge nachzuzahlen (Arbeitnehmeranteil durch Abzug vom Verdienst).

0
chbjanos 29.12.2013, 14:34
@RHWWW

Ja danke das ist mir aber bereits alles bekannt. Dann frag ich mal so: diesen Monat werde ich definitiv über 84std im monat arbeiten. Was könnte die konsequenz daraus sein? Hab im internet gelesen das man dann kräftig nachzahlen muss sobald man 1mal die 84h grenze überschreitet. Oder wird das aufs ganz jahr gerechnet ?! Dann hab ich ich im schnitt weni******

0
RHWWW 29.12.2013, 14:43
@chbjanos

Der Arbeitgeber muss bei Beschäftigungsbeginn prüfen, ob die 20-Stunden überschritten werden. Wenn im Vertrag einen Stundenzahl angegeben ist, ist das einfach. Wenn eine monatliche Stundenzahl angegeben ist, muss er einen Durchschnitt bilden. Bei einer schwankenden Stundenzahl muss der Arbeitgeber einen Durchschnitt schätzen. Wenn sich die Lage ändert, muss er ggf. eine neue Schätzung machen und für die Zukunft die Änderung berücksichtigen .

Die Rentenversicherung prüft spätestens alle 4 Jahre, ob der Arbeitgeber alle Beiträge zur Sozialversicherung richtig gezahlt hat. Bei einer falschen Beurteilung sind dann Beiträge nachzuzahlen. Wenn der Fehler beim Arbeitgeber liegt, braucht der Arbeitnehmer nur für maximal 2 oder 3 Monate Beiträge nachzuzahlen.

0

Was möchtest Du wissen?