Als Sozialarbeiter nach dem Bachelor nach London?

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7 Antworten

Ich gebe zu, ich weiß nicht, ob du als Soz.Arbeiter überhaupt in England arbeiten kann. Was ein Soz.Arbeiter dort verdient, weiß ich auch nicht,

Aber ich kannte einmal eine Frau, abgeschlossenes Studium in BWL, fließend Englisch, ist klar, fließend russisch, mit Arbeitserfahrung in Süd Korea.

Sie fand einen Job als Unternehmensberaterin in London. Arbeitszeit,, äh,,, 60 Stunden die Woche, schätze ich mal. Mindestens. Aber gut, das fand sie auch ok.

Sie verdiente als Anfangsgehalt (mit 28) ungefähr 3000 Euro netto. Umgerechnet.  Nett, könnte man meinen.

Sie sagte aber, dass sie in London damit nur ein gehobenes Studentenleben finanzieren könne. Kein Auto, braucht man allerdings eh nicht,  ein Zimmer in einer WG, allerdings in Sheperd´s Bush, also zentral und eine teure Gegend.

Sie hatte vorher  lange versucht, eine Wohnung zu finden. Ganz zu Anfang lebte sie in einem Hostel.  Zu Anfang, als man ihr Wohnklos für ein irres Geld anbot, war sie noch entrüstet über die hohe Monatsmiete. Bis sie erfuhr, dass es sich um die Wochenmiete handelte. LOL.

Sie hat dann über ihren Arbeitgeber ein WG Zimmer bei einem Kollegen vermittelt bekommen. Für ca 1500 Euro (umgerechnet) MOnatsmiete. Aber das war ein Freundschaftspreis. Das Zimmer war auch gut, recht groß, in einem Haus, das sogar einen Garten hatte. Der Kollege hatte es von seinen Eltern geerbt und bewohnte es mit insgesamt 4 Leuten. 

Wenn man den Film "Notting HIll" kennt, dann weiß man, wie das Haus aussah.

Ich habe sie dann gefragt, wovon denn Verkäuferinnen etc.. leben würden. Die verdienen bestimmt keine 3000 Euro netto. Sie sagte, dass die von weit außerhalb kämen, jeden Tag. Es gäbe Leute, die täglich von Yorkshire aus nach London pendeln. Oder halt in diesen Slums in Nordlondon leben. Wenn du von Stanton aus nach London fährst, weißt du, was ich meine. Schauder.

Also, stell dir das Einkommen mal nicht hoch vor. Das kannst du mit Deutschland nicht vergleichen, auch wenn es umgerechnet erst mal hoch erscheint. Meine Bekannte sagte auch, dass sie sich mit ihren 3000 Euro netto, wenn sie mal 1 Monat in Deutschland sei, wie eine Königin vorkäme. Aber in London? Gehobenes Studentenleben.

Wenn du in England arbeiten willst, dann wäre es sinnvoll, auch dort zu studieren. Fachliteratur, Fachbegriffe, landestypische Arbeitsweisen, das solltest du für das Land beherrschen, in dem du tätig sein willst.

Nicht zuletzt solltest du bereits während des Studiums Kontakte knüpfen, die dir nach deinem Abschluss weiterhelfen können. Es bringt dir nichts, diese Kontakte dann in D zu haben.

Allerdings würde ich generell meine Erwartungen ein Stück runterschrauben.

Das zu erwartende Gehalt solltest du deutlich niedriger kalkulieren. Als jemand, der gerade erst das Studium abgeschlossen hat, wirst du mit Sicherheit nicht das Spitzengehalt in deiner Branche beziehen.

Davon abgesehen mag der Lohn auch sonst erstmal höher aussehen, die Lebenshaltungskosten sind aber auch deutlich höher als bei uns. Wenn du so oft in England bist, dann geh da mal in einen Supermarkt und vergleiche allein die Lebensmittelkosten mit unseren.

London ist ein bestialisch teures Pflaster, selbst viele gut verdienende Menschen können sich dort inzwischen nur noch ein völlig überteuertes, winziges Loch leisten. Und die Spitze dieser Entwicklung ist noch lange nicht erreicht.

Davon einmal abgesehen würde ich auch erst einmal abwarten, welche Regelungen es nach dem tatsächlichen Austritt der Briten aus der EU geben wird und wie dann die Situation für Nicht-Briten auf dem britischen Arbeitsmarkt aussieht.

Hey.

Ist zwar schon bisschen länger her, dass du die Frage gestellt hast aber hier meine Tipps.

Ich bin genau auf dem selben weg wie du und mache gerade in Deutschland den Bachelor und würde später gerne in London leben und arbeiten. Habe mir überlegt den master evtl. In England zu machen, wegen den Fachwörtern und den vermutlich besseren Chancen. Allerdings gibt es auch in DE englische Studiengänge für soziale Arbeit im Master, die einen sicher darauf vorbereiten!

Ich hab bereits ein Jahr in England gelebt und dort ein FSJ gemacht und bin daher mit vielen darüber ins Gespräch gekommen. Auch online ist das startgehalt meist um die £24.000 im Jahr.

was die Miete in London angeht - ja sie ist hoch, doch kann ich mich meinen Vorrednern nicht anschließen! Die meisten Menschen in London, auch Berufstätige, wohnen in WG‘s, darüber sollte man sich bewusst sein. Jedoch kann man wenn man Glück hat schon ein halbwegs gutes Zimmer für £400 ergattern. Meist liegt der Preis für ein passables Zimmer jedoch bei £500-650 in Zone 1-2. Dass das keine luxuswohnung ist, ist natürlich klar, aber es gibt echt schöne Wohnungen dafür.

Wenn man eine eigene Wohnung erwartet und das auch noch mit Garten und das auch noch in Notting Hill, dann sorry, aber das sind einfach zu hohe erwartungen die sich fast kein Mensch in London leisten kann.

lass dich bloß nicht entmutigen und probiere es aus. London ist so multikulturell! Hast du denn dein Jahr in England schon gemacht? Das würde auf jeden Fall auch helfen, auch um die Menschen und die Kultur kennen zu lernen!

würd mich freuen von dir zu hören und wie deine Fortschritte sind :)

Elena

gerade als Berufsneuling wirst du keinesfalls so ein hohes gehalt verdienen.

kaum einer macht sich vorstellungen, wie teuer das leben in London wirklich ist. die miete fuer ein minimine 1-zimmeraprtment beginnen meist mit 1000£. dazu kommt hohe communalsteuer und hohe lebendkosten insgesamt. 

mein mann hat fuer eine grosse firma in London gearbeitet. er ist oft mit dem zug (90 minuten) von sommerset dort hingefahren. wir haben es vorgezogen, dort nicht zu leben (waren aber natuerlich oft in der stadt). seine kollegen wohnten auch weit ausserhalb mit ca 90-100minuten taegliche anfahrten einfach in die city..oder trotz hohem doppelverdienerhaushalt in studentenaehnlichen verhaeltnisssen..also mit 4 gut verdienend mescnhe in einem minireihenhaus... minikueche, mini livingraum ud 3-4 mini bedrooms von 6-8m2...  

als tourist ist London natuerlich toll -aber fuer laengere zeit geht es dir maechtig auf die nerven taeglich 14 millionen um dich zu haben... 2-3 stunden taeglich im stau zu stehen oder wie eine oelsardine im bus/bahn etc...

qualitativ guten wohnraum gibt es oft nur fuer millionaere, ein sozialarbeiter, lehrer, arzt oder krankenpfleger lebt schon fast in slumartigem umfeld oder im speckguertel von London -wo du zur arbeitszeit noch 1-2 stuendiger anund abfahrt rechnen musst -das heisst du arbeitest 8-9 stunden und brauchst dann noch c 3-4 stunden auf dem weg ....

dann zu deinem studium -sozial leistungen und das ganze soziale umfeld und sozialgesetze etc sind in engalnd total anders als ind Deutschalnd. du bist also was die englischen verhaeltnisse betrifft voellig ahnungslos. deshalb wirst du mit einem studium in deutschalnd kaum einen job in Eengland bekommen

Dinge im vorraus planen und Sozpäd studieren kann sich durchaus widersprechen. Im sozialen Bereich überrascht dich jeder Tag neu und du musst ständig flexibel sein. Mit Plan in die Arbeit gehen geht meist schief, weil man den Plan selten erfüllen kann.

Es gibt Einrichtungen in Großbritannien, welche um deutsche SozialarbeiterInnen werben - Links siehe am unteren Ende meiner Seite auf https://f-s.hszg.de/personen/rudolf-schmitt/absolvent-innen.html. Die Soziale Arbeit in Großbritannien, aber auch den USA ist stärker professionalisiert in dem Sinne, dass Berufverbände/Kammern eine größere Rolle bei der Vergabe von Lizenzen für die Arbeit spielen (ähnlich in Deutschland in der Medizin oder im Rechtswesen). Die oben genannten Stellen müssten dabei helfen können, habe auch gerade bei einer einer Recherche auf Amazon gesehen, dass es ziemlich viele Bücher vom Typus "Introduction to Social Work" gibt.

Sorry, in meiner Antwort ist der Link falsch - der Punkt am Ende muss gelöscht werden, dann funktioniert der Link

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Ich glaube nicht, dass man mit einem solchen Studium ein solches Gehalt verdienen kann.

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