Als Österreicherin mit Rente aus Deutschland

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Gehe bei Deinen Kindern (in Deutschland) ins Rathaus und lass Dich im Sozialamt beraten. Oder starte einen Chat mit drv-bund.de. Geht auf deren Website.

Den Chat werde ich morgen gleich ausprobieren. Das mit dem Rathaus ist wohl auch eine Möglichkeit. Ich möchte aber gerne Selbständig für mich sorgen können, ohne dass meine Kinder oder das Sozialamt für mich bezahlen müssen. Ich habe drei wunderbare Kinder, die alle fleißig arbeiten und Familie haben. Da möchte ich sie wirklich nicht belasten. Ich weiß ich bin kein Einzelfall, aber nach 38 Jahren Beitragszahlungen sollte man wenigstens, wenn auch bescheiden, von der Rente leben können. Solange ich gesund bin, gibt es sicher einen Weg noch Arbeit zu finden, aber wenn man mal krank wird, sieht die Sache schon anders aus. Vielen Dank, für die wirklich guten Informationen.

0
@rosenknall

Das Sozialamt im Rathaus ist von mir nicht für die Beantragung von Sozialleistungen gedacht sondern als Auskunftsbüro für Deine Rechte.

Bei uns in Bayern geht man ins Rathaus zum Sozialamt um seine Rente zu beantragen oder um die verschiedenen Angebote des Staates auf die eigene Eignung abzuklopfen. Schliesslich gibt es Rentenaufstockung, Wohngeld und natürlich Rente usw. Der Laie kann sich da nicht umfassend auskennen und entsprechend beantragen.

Die Antwort von DerHans kann ich nicht nachvollziehen. Nach meinem Verständnis wird in der EU wie folgt vorgegangen. Jeder Staat zahlt entsprechend seiner Regeln die Rente aus den Beitragszeiten. Die Krankenkassenbeiträge werden nach den Regeln des Staates berechnet bei dem der Rentner die längste Zeit gearbeitet hat. Und zwar unabhängig davon wo der Rentner dann lebt. In Deinem Fall gelten die Regeln aus Deutschland. Und eine Kürzung von 30% könnte ich mir bei Nicht EU Bürgern wie z.B. Türken vorstellen weil da eigene zwischenstaatliche Abkommen abgeschlossen wurden. Aber innerhalb der EU gibt es keine Abzüge - egal wo man lebt. Nur unterschiedliche Kosten für die Krankenversicherung. Und die kostet in Deutschland ca. 10% der Rente. Auch wieder egal wo man in der EU seinen Lebensabend verbringt. Man bekommt dann von der deutschen Krankenkasse eine Bestätigung die man im Gastland dann in eine kostenlose Krankenversicherung umwandelt (weil man ja in Deutschland Krankenversicherung durch Rentenabzug zahlt).

Und deshalb - gehe zum Sozialamt und lass Dir das alles erklären.

Natürlich kann es eine Differenz zwischen den Zahlen 2005 und heute geben weil 2005 sicherlich von weiteren Beitragsjahren ausgegangen wurde Aber auch das würde ich mir im Rathaus erklären lassen.

0

Das liegt am Sozialversicherungsabkommen zwischen den Staaten. Du bekommst deine Rente eben nicht direkt aus Deutschland sondern über die österreichische Rentenversicherung.

Das dachte ich auch erst, jedoch die Rentenzahlung kommt direkt aus Deutschland, nur bei der Österreichischen Krankenkasse wird der Betrag der aus Deutschland kommt berücksichtigt. Da ich in Österreich nur 4 Jahre gearbeitet habe, bekomme ich nur 81,-- Euro, davon gehen 45,.--Euro für Krankenkasse ab, also kommen aus Österreich nur mehr 36,-- Euro. Diese ganze Berechnung ist für mich nicht nachvollziehbar und deshalb ist es gut, nochmal nachzuhacken, wie das weitergehen soll. Der Betrag ist so passend gemacht an die Österreichische Mindestpension und nach dem Bescheid von 2005 war eben der Betrag so angekündigt, dass jetzt tatsächlich genau 3o% in Abzug gebracht wurden. Ich werde sehen, was ich noch erreichen kann. Auf jeden Fall werde ich gegen den Bescheid Einspruch einlegen. Danke für alle Eure sehr hilfreichen Antworten!

0
@rosenknall

Als Österreicherin bist du insofern tatsächlich benachteiligt, weil der Lebensstandard und de Kosten annährend gleich sind. Diese Regelung ist wahrscheinlich für ehemalige "Gastarbeiter" aus Anatolien gedacht gewesen, für die der Abschlag von 30 % vielleicht akzeptabler wäre.

0

ich habe mich neulich um dieses Thema auch informiert. ich habe beim Vdk diese Info hier gefunden, die ich sehr hilfreich fand http://vdk.de/cms/mime/3191D1345626965.pdf

für die Zeit des Rentenbezugs besteht in Deutschland die KVdR, sofern man sich in einem Staat aufhält, der mit Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat. Österreich ist dabei eingeschlossen.

die Deutsche Rente wird nicht aufgestockt, nur weil es so eine Regel in Österreich gibt. hier gibts nur das, was man in der Renteninformation stehen hat.

Das ist sicher richtig, dass Deutschland nicht aufstockt, es gibt ja in Deutschland keine Mindestpension, nur eine Grundsicherung . Die wichtigste Frag für mich ist, wenn ich weiter in Deutschland leben würde, ob dann dieser Abzug auch wäre. Danke für die Antwort, die empfohlene Seite werde ich mir noch ansehen. lg

0

Was möchtest Du wissen?