Als Metalband erfolg haben?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich stimme Arsenique82 uneingeschränkt zu, muss es also nicht nochmal wiederholen. Aber ein paar Ergänzungen hab ich noch:

Ihr habt nur eine Chance, wenn ihr gut seid. Dabei geht es nicht darum, sich mit wahnsinnig anspruchsvoller Musik die Finger zu brechen und die Stimmbänder zu zerren. Es wirkt unprofessionell, wenn man versucht mehr zu machen als man kann und daraus für Laien hörbare Fehler resultieren. Was ihr macht darf einfach sein, aber es muss handwerklich einwandfrei sein. Ihr müsst als Band eine Einheit bilden, zusammenspielen wie ein einziger Organismus. Ihr müsst einen eigenen Stil entwickeln, dem ihr im großen und ganzen treu bleibt und auf dessen Basis ihr variiert. Nur so erreicht ihr Wiedererkennungswert. Wer bei der ersten Show begeistert ist, wird wiederkommen, er darf dann nicht den Eindruck bekommen, eine andere Band zu sehen. Universalisten, die bei jedem Song total anders klingen und am Ende doch nichts so richtig überzeugend rüberbringen, gibt es schon zu viele.

Ihr braucht ein Facebookprofil und einen Youtubekanal, auf denen ihr regelmäßig Neuigkeiten aller Art, Livemitschnitte usw. präsentiert. Wenn's mal einigermaßen angelaufen ist und mehr als eine Hand voll Leute euch hören wollen, solltet ihr immer eine minimalistische Auswahl gut gemachten Merch (z.B. ein schönes T-Shirt und Sticker) und natürlich auch CDs vorrätig habt, die ihr zu jedem Auftritt mitnehmt. Die T-Shirt- und CD-Preise müssen nur die Herstellungskosten decken und die kostenlosen Sticker subventionieren. Es geht darum, möglichst viel davon unters Volk zu bringen, um möglichst schnell bekannt zu werden.

Spielt gut, spielt lang, die Leute wollen für ihr Geld was geboten bekommen. Und lasst Euch nach den Shows viel Zeit für intensiven Kontakt zur Basis, Händeschütteln, Selfies, Autogramme .....

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Vielen Vielen und nochmals vielen Dank für die detaillierte Antwort auf meine Frage! Ich werde es versuchen mal schauen :D

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@ZloZlo

Wenn man realistisch denkt, ist es unwahrscheinlich, dass eine neue Metalband (oder sonstiger Stil im erweiterten Dunstkreis des Rock 'n Roll) jemals vor mehr als 500 Leuten spielen wird, wenn es nicht gerade ein Festival ist (bei dem die meisten Leute eigentlich wegen jemand anders gekommen sind). Selbst richtig gute und in der Szene bekannte Bands spielen erschreckend oft vor weniger als 200 Leuten oder sogar noch deutlich weniger. Die Konkurrenz ist riesig, es fehlt nicht an Bands, die was können. Aber da Du sicher nicht nur Musik machst, sondern auch viel Musik hörst, erzähle ich dir da bestimmt nix neues. Davon kann man nur leben, wenn man unermüdlich tourt.

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Ein Facebook/Youtubeprofil ist hauptsächlich für Labelarbeit und Konzertanfragen gut (Wobei selbst da eine echte eigene Homepage besser ist)

Für potentielles Publikum wage ich zu bezweifeln, dass das einen nenneswerten Effekt hat. Man frage sich mal selbst wie viele Bands man hört, und wie viele Vlogs, Interviews, Rezensionen man verfolgt. Kommt da was zusammen gehört man zu den Leuten die sich richtig für die Musik interessieren. Diese Masse ist im Metal zwar größer als im Pop, aber wirklich fett machen tun diese Leute den Kohl auch nicht. Zumal das Verfolgen eines Kanals ja eher dadurch entsteht, dass man eine Bands bereits sehr dolle hört. Kaum einer verfolgt einen Kanal und findet dann eine Band gut.

Werbung muss man, neben dem klassischen Aufhängen von Plaketen und Auslegen von Flyern, über bereits bestehende Veranstalterportale machen. Denn hauptsächlich darauf wird geschaut.

Für Kontakte kommt es aber deutlich besser, auf eine echte Homepage zu verweisen. Auch hier gilt das sich jeder hier einen Namen einfügen ein Facebookprofil anlegen kann. Das ist nichts Besonderes. Eine gut gemachte Hompage ist was Besoderes.

Der Rest ist aber eine gute Antwort!

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Die traurige Wahrheit ist eher, dass man das annähernd vergessen kann.

Um mal ne Hausnummer zu sagen: Eluveitie, Equilibrium sind Bands, die ungefähr an der Grenze liegen vom reinen Musik machen leben zu können.  

Mit CD Verkäufen hat man unterm Strich kaum noch was verdienen. Pro Onlinedownload eines Albums oder pro CD  bekommt ein Künstler 4 bis 10% des Preises. Würde ein Album nun standartmäßig 14€ kosten würde das quasi 1€ pro Verkauf bedeuten, womit man also 8000 CDs verkaufen müsste damit eine 4 Köpfige Band 2000€ brutto pro Monat hätte. 

Dazu kommen aber noch Steuern und man hat dabei nichts in die gesetzlichen Sozialversicherungen eingezahlt. Ein Album aufzunehmen kostet ab 3000€ und das ist noch nicht mal hochprofessionell. Bei hochprofessionellen Alben landet man schnell bei über 10.000€. Das muss man alles hinterher reinholen.

Ich hab leider keine Zahlen wie viele Alben eine Band wie Eluveitie im ersten Jahr verkauft, aber 8000 Verkäufe/Monat sind für eine junge, unbekannte Band absolut unrealistisch. Für das erste Album presst man für gewöhnlich +- 500 Stück. 

Youtube wurde hier ja schon teilweise vorgeschlagen, denn jeder kann schnell mal Musik hochladen. Youtube ist aber für´s Geld verdienen noch schlechter, als CD´s und Merch zu verkaufen. Man schaue auf die großen Youtuber wie Gronkh und die blonde Schminkbiene. Selbst die schwimmen nicht im Geld trotz Millionenklickzahlen. Allenfalls um seine Musik potentiell(!) bekannter zu machen taugt das was. Glaub aber nicht, dass Youtube geeignet ist um „entdeckt" zu werden. 

Um überhaupt erstmal zu nennenswerten Verkaufszahlen und nennenswerter Größe zu kommen darf man auch eins nicht vergessen, das man nämlich über den Durchschnitt hinaus gut sein muss. Seit ihr nur normalgut geht ihr in der schiere Masse an Bands auf Youtube und Spotify, unter.

Gut zu sein bedeutet exzellent spielen zu können. Das heißt auch das 7 Stunden die Woche zu üben nicht mehr ausreicht. Zusätzlich zum reinen Fingertraining kommt noch die Theorie. Du kannst nicht nur Songs nachspielen, sondern musst eigene Sachen schreiben, da man mit Covern nie eine Chance haben wird. Dort weicht auch meistens der Traum des Rockstars der Realität. Musiker zu sein bedeutet nicht nur auf der Bühne zu stehen, sondern hauptsächlich jeden Tag sich in der Musik weiter zu bilden. 

Und spätestens dann kommt irgendwann das Konkurenzverhältnis zum Job. Sofern du regulär im Job bleibst und nur in der Freizeit lernst, sage ich mal kommt man nicht über eine Größe hinaus die beim Konzert mehr als 500 Leute zieht. Und dann steht man vor der Entscheidung, obt man seinen sicheren Job zugunsten eines unsicheren und nicht Erfolg versprechenden Musikerlebens aufgibt. (Und das müssen btw. 4 Leute gleichzeitig tun.) Teilzeit ist nur ein Kompromiss.

Diesen Schritt macht nur ein ganz kleiner Bruchteil der kleinen Bands. Und wenn du das als Band tust, bist du abermals nur ein ganz kleiner Fisch in einem riesengroßen Teich an richtig professionellen Bands vor denen es noch schwerer ist sich durch zu setzen. Und dann bist du auch unter Schaffenszwang, denn floppt ein Album bleibt das Konto und der Kühlschrank leer. 

Über so was wie Erfolg solltest du dir keine Gedanken machen. Wichtiger sollte die Musik sein. Wenn man die Musik nur macht um erfolgreich zu sein, dann muß man sich zu sehr anpassen - unter Fans ist so was nicht gerne gesehen. Und es birgt das Risiko, daß man irgendwann nicht mehr relevant ist, dann ist man ruckzuck vergessen.

Nur mal ein Beispiel: die Band Tankard sind seit etwa 35 Jahren aktiv. Sie sind eine der bekanntesten deutschen Thrash Metal Bands und hatten auch schon Touren in Asien und Südamerika (und natürlich in Europa). Diese Band könnte von ihrer Musik leben - das wollen sie aber gar nicht. Die müßten sonst genau gucken, was sich gerade gut verkaufen läßt und was nicht. Die gehen lieber noch nebenbei arbeiten - dafür können sie genau die Musik machen, die ihnen und ihren alten (und neuen) Fans gefällt. Da gibt es keine Anbiederei an irgendwelche Trends.

Und nur mal als Vergleich: gerade neulich kam im TV eine Sendung über Musik der 80er, 90er und 2000er. Es war erschreckend, wieviele Popmusiker aus dieser Zeit nicht mehr aktiv sind. Sei es weil sie keine Lust mehr auf die Musik haben, oder weil sie nicht mehr relevant sind.

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-- Damit endet leider die Infostrecke --

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Ich hoffe sehr ihr könnt mir hier weiter helfen.

rockige Grüße!

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