Als gelernte Kraft nur Mindestlohn?

8 Antworten

Hallo, Deine Frage stellte ich mir selbst auch mal... ;)

Du sprichst von Mindestlohn.... wurde in Deutschland 2015 auf 1473,00 € pro Monat festgesetzt. Es gilt seit dem 1. Januar 2015 bundesweit als Lohnuntergrenze von brutto 8,50 Euro pro Stunde. 

So wie ich Deine Frage lese, müsstest Du vor der evt. Einstellung sagen, dass Du nicht bereit bist (logischer Weise) für diese Entlohnung zu arbeiten. Du solltest selbstbewusst auftreten, da Du Fachverkäufer/in bist und nicht irgendein Hansel, der die Kasse bedienen kann.

Somit müsstest Du Dich gründlich in Deiner Umgebung informieren, was man als Fachkraft bekommt, evt. bei einem Konkurrenten wo Du Dich vorher vorstellst. Stell die Frage, was eine Fachkraft bekommt und sage einfach was Du Dir vorstellst, so hast Du in dem Betrieb wo Du Dich tatsächlich bewerben willst eine Richtlinie.

Fakt ist leider: Fachkräfte werden deswegen auch ungern genommen. Da man als Chef natürlich ungelernte Kräfte zu den billig Konditionen formen kann, wie man sie gern hätte.... wenn Du Dich umschaust, ist es leider leider sehr oft so....

Ich denke.... wenn man was kann, sollte man einen Weg suchen sein eigenes Geschäft zu eröffnen, damit man einfach frei ist von dieser dämlichen Preisleistungs-Politik.

In Deinem Fall evt. Partyservice oder Catering. (Total gefragt!)

Jedoch ist das natürlich nicht Jedermanns Sache.

Ob es rechtens ist..... also diese Antwort gebe ich Dir einfach mal aus meiner Sicht:

Wenn man keine andere Wahl hat, bist Du es der entscheidet, ob der Lohn angemessen ist. Auch das AA wird Dich da nicht besser vermitteln können und würde Dir sagen:

Entweder so oder garnicht, aber sie müssen sich vorstellen sonst Sperre.

Armes Deutschland für Menschen die was können!!!

Der Verbraucher ist nicht bereit für Lebensmittel angemessene Preise zu zahlen (das Geld gibt er lieber für Urlaub, Auto, Elektronik aus) also muss der Metzger bei Löhnen und im Einkauf sparen. Zahlt er Mitarbeitern und Bauern höhere Preise / Löhne, kauft niemand mehr bei ihm ein und er muss seinen Laden schließen. So einfach ist das!

Rechtlich zulässig ist es natürlich, denn der Mindestlohn wird ja nicht unterschritten. Das ganze sind direkte Folgen der rot/grünen Agenda 2010, deren Ziel es war, flächendeckend die Löhne zu senken um erstens international "wettbewerbsfähiger" zu werden und zweitens Investoren anzulocken, indem man ihnen höhere Gewinne in Aussicht stellt (niedrigere Löhne für die Beschäftigten = höhere Profite für Investoren, so die kurzsichtige "Logik" dahinter).

Je mehr Bewerber es für einen Arbeitsplatz gibt, umso niedriger in der Regel der Lohn, da sich die Bewerber gegenseitig niederkonkurrieren. Es wird immer jemanden geben, der so verzweifelt einen Job sucht, daß er auch einen Hungerlohn zu akzeptieren bereit ist. Wieso sollte also ein sogenannter Arbeitgeber mehr zahlen als nötig? Er hat seine Bilanzen im Blick, die besser aussehen wenn er von seinem Profit möglichst wenig für diejenigen, die ihn erarbeiten, abgeben muß. Also stellt er den Bewerber ein, der am billigsten für ihn ist und dankt der Politik, die den Menschen mit HartzIV so viel Angst vor Arbeitslosigkeit gemacht hat, daß sie diesen Zustand um jeden Preis vermeiden wollen.

Wenn du das falsch, ungerecht und unmoralisch findest, dann mach bei der nächsten Wahl dein Kreuz bei einer Partei, die sich gegen diese Zustände wendet, statt sie immer weiter zu verschärfen. Und laß dich nicht auf die Argumentation derer ein, die da sagen, man müsse die Arbeitslosen nur noch viel mehr unter Druck setzen, damit sie einen Job fänden. Denn genau dies erhöht (politisch gewollt) die Konkurrenz derjenigen, die nichts außer ihrer Arbeitskraft besitzen, untereinander. Und damit die Chance für die "Arbeitgeber", immer jemanden zu finden, der für noch weniger Lohn zu arbeiten bereit ist als du.

Wie viele Verbraucher sind bereit, höhere Preise für Fleisch / Wurst zu zahlen, damit die Verkäuferin einen höheren Lohn bekommt? Der Lebensmittelhandel + Discounter ist in Deutschland der größte Fleisch-/wurstverkäufer. Wieviele Fleischereifachverkäuferinnen werden bei Aldi&Co beschäftigt?? Die Verbraucher entscheiden, wem sie ihr Geld geben - nicht die Politiker!

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@alphonso

Also würde niemand mehr Lebensmittel kaufen, wenn die Politik keine Niedriglohnstrategie eingeschlagen hätte? Das ist natürlich Unfug. Wären die Beschäftigten in den letzten anderthalb Jahrzehnten am Wirtschaftswachstum beteilig worden, statt alles zusätzlich erwirtschaftete der Kapitalseite zuzuschieben, hätten die Verbraucher schlicht mehr Geld in der Tasche um die dann etwas höheren Preise zahlen zu können. Natürlich entscheidet der Kunde, wem er sein Geld gibt. Aber die Politik setzt die Rahmenbedingungen. Wenn Hungerlöhne politisch unterbunden werden, kann der Verbraucher sich nicht dafür entscheiden, von diesen zu "profitieren". Was gesamtwirtschaftlich eh unsinnig ist, da die niedrige Kaufkraft der Niedriglöhner langfristig auch die anderen Löhne stagnieren läßt, da das Wirtschaftswachstum immer mehr abgewürgt wird. Wie man in Deutschland ja gut sehen kann, wo Miniwachstumsraten die kaum die Produktivitätssteigerung übersteigen, inzwischen schon als "Boom" gefeiert werden.

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