Als Frau keine Ausbildung?

25 Antworten

Also meiner Meinung nach kommt das darauf an, wie viel im Haushalt zu erledigen ist. Ist die Wohnung klein und kostet vielleicht eine Stunde Arbeit am Tag fände ich das Recht unfair, wenn sie nicht arbeiten geht. Hat man aber zum Beispiel ein Haus das mehrere Stunden Arbeit bedarf und wenn sie zum Beispiel auch das Kochen übernimmt sehe ich das Recht fair aufgeteilt.

Trotzdem, realistisch gesehen fände ich die bessere Verteilung, wenn beide arbeiten und beide im Haushalt was machen.

Wenn das für beide Parteien in Ordnung ist, passt es doch. Ich kann mir das auch sehr gut vorstellen, allerdings würde ich schon gerne einen teilzeitjob ausüben, wenn es möglich ist und keine kleinen Kinder im Haus sind. Das hat die Gründe, dass ich mir auch mal etwas von meinem eigenen Geld leisten will und nicht vom Geld vom Partner abhängig sein will.

Sollte sie eurer Ansicht nach arbeiten, und wenn ja wieso?

Ich habe in meinem Umfeld einige wenige Frauen, die sich für den Weg als Hausfrau entschieden haben. Die Männer waren/ sind in beruflich guten Positionen, um dieses Modell finanzieren zu können.
Problematisch wurde es an den Punkten, an denen die Ehe irgendwann nicht mehr so gut lief und die Männer Frauen kennen gelernt haben, die ihren Alltag mit ihnen geteilt haben. Also ebenfalls voll im Berufsleben standen, berufliche Herausforderungen selbst erlebt und geteilt haben, finanziell und persönlich unabhängig waren und das, was die eigene Ehefrau leistet, zusätzlich zum Beruf bewältigt haben. Teilweise waren die neuen Frauen dann zusätzlich noch deutlich jünger als die Ehefrau. Der Großteil der Ehen ist an diesem Punkt gekippt und inzwischen geschieden.

Beruflich lerne ich immer mal wieder Frauen kennen, für die dieses Modell der Einstieg in die Altersarmut war. Wenn die Ehen relativ spät geschieden wurden, gab es auf dem Arbeitsmarkt so gut wie keine Chance mehr für diese Frauen, wirklich gut bezahlte Jobs zu bekommen. Selbst wenn jemand mit 40 die Chance bekommen würde, noch eine Ausbildung zu machen, würde er bzw. sie es nicht mehr schaffen, sich auf das finanzielle Niveau eines Gleichalterigen hochzuarbeiten, weil die Berufserfahrung fehlt. Und dass man es in den jetzigen Zeiten schafft, mit einem Azubi- Gehalt zu leben, nachdem man einen höheren Lebensstandard hatte, wage ich zu bezweifeln.

Bedenken sollte man auch den Einfluss auf das soziale Umfeld. Freunde, die bisher den gleichen hohen Lebensstandard gepflegt haben, werden es nicht so prickelnd finden, auf Azubi- Ikea- Möbeln Chips zu knabbern, weil die Freundin es sich plötzlich nicht mehr leisten kann, in ein Restaurant zu gehen. Bitter, aber auch das bringt Spannungen.

Ganz persönlich würde mir mit diesem Modell etwas fehlen. Kultur, Sport, Freunde, Ehrenamt- all das hat auch Raum im Leben von berufstätigen Menschen und ist nicht Lebensinhalt, sondern Ausgleich. Einer Aufgabe nachzugehen, in der man bestenfalls richtig gut und erfolgreich ist, seine Talente einbringen und vielleicht sogar seiner Berufung nachgehen kann, die den Tag strukturiert, das Zusammensein mit Kollegen ermöglicht, die vielleicht sogar Ansehen steigert, finanzielle Unabhängigkeit und damit positiven Einfluss auf das Selbstwertgefühl hat - all das kann pure Freizeit nicht ersetzen.

Nennt sich auch "Tradwives" - aber in jeder Beziehung müssen die Partner so leben können, wie sie es für richtig halten.

Ok, interessant. Hab noch nie das Wort gehört

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@zxyzxy

Ist eine amerikanische Bewegung, google das mal - aber Vorsicht, nichts für emanzipierte Gemüter, klingt wie 1950er.

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Von einem Experten bestätigt

Daran ist nichts falsch. Früher da eine Familie nur mit einem Elternteil ernährt worden konnte, war das üblich.

Für Kinder ist es das Beste, Mama ist Zuhause wenn es aus der Schule kommt, es bekommt sein Essen, Mama kann die Hausaufgaben überwachen und helfen. Perfekt.

Vielen Frauen fühlen sich mit Heim und Herd nicht gut, kann ich auch verstehen, jeder tickt da anderes.

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