Als Frau in die Bundeswehr

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3 Antworten

Hallo,

Wo müsste ich mich melden bzw mit wem könnte ich sprechen um mich zu informieren?

Du kannst einen Wehrdienstberater anrufen (am Besten in deiner Nähe, dann kannst du auch ein Gespräch vereinbaren). Die Nummer findest du auf der offiziellen Homepage der Bundeswehr.

Welche Bereiche gibt es in der Bundeswehr( z.b. marine..)

Falls du damit die Teilstreitkräfte meinst, dann gibt es:

  • Die Luftwaffe
  • Das Heer
  • Die Marine

Natürlich hat jede Teilstreitkraft eine sehr große Zahl an Berufen.

Könnte man nicht auch andere Wege in der Bundeswehr einschlagen wie z.B Ärztin oder so?

Ja Ärztin kannst du auch werden. Du kannst dann im Sanitärsdienst o.ä. arbeiten. Du kannst auch Medizin bei der Bundeswehr studieren. Das gute an einem Studium bei der Bundeswehr ist, dass es kostenlose ist. Während des Studium bekommst du sogar schon einen Sold (liegt anfangs bei ca. 1.300 Euro). Wenn du zivil studierst kommst du wahrscheinlich weiter weg von deinem Heimatort. Das bedeutet du brauchst eine Wohnung, du brauchst, Essen/ Trinken usw. dann musst du zusätzlich noch das Studium bezahlen. Bei der Bundeswehr lebst du in der Kaserne, bekommst dort Lebensmittel usw. und bekommst zusätzlich deinen Sold. Natürlich hat es auch seine Nachteile. Was viele beispielsweise stört- man hat einfach zu wenig Privatsphäre in der Kaserne (natürlich kannst du nach dem Dienst nach Hause, aber du wirst selten in der Nähe deines Familienhauses stationiert). Aber im Allgemeinen ist ein Studium bei der Bundeswehr keine schlechte Idee.

Wenn ich mich für den Bereich Soldatin entscheiden würde,wie laufen diese Einstellungstests ab und wann könnte man für ein Auslandseinsatz antreten?

Als erstes: Du kannst drei Laufbahnen einschlagen.

  • Laufbahn der Mannschaften- Hauptschulabschluss bzw. Berufsausbildung
  • Laufbahn der Feldwebel/ Unteroffiziere- Mittlere Reife oder Hauptschulabschluss+ abgeschlossene Berufsausbildung
  • Offiziere- Abitur

Für dich kommt wohl die Laufbahn der Offiziere in Frage. Natürlich gibt es in den Laufbahnen Unterkategorien, dazu hier mehr https://mil.bundeswehr-karriere.de/portal/a/milkarriere/!ut/p/c4/04_SB8K8xLLM9MSSzPy8xBz9CP3I5EyrpHK93Myc7MSioszUolS9zIyiVDinKDUxpzg5ozQnMQlI5ZQWF-sXZDsqAgDfCBv1/


Test gibt es sehr viele. Du musst als allererstes die Musterung überstehen und T1 oder T2 gemustert werden. Dann musst du dich an der OPZ durchsetzen (mehrtägiges Prüfungsverfahren). Dort werden dich u.a. viele Test erwarten. Du brauchst dafür bzw. wirst dafür folgendes absolvieren müssen: Mathematik, Technisches Verständnis, Räumliches Denken, Sport-Test (dazu unten mehr), ein Gespräch mit einem Psychologen usw.

Der Sporttest dürfte auch interessant sein. Soweit ich weiß wird nur noch der BFT angewendet (Basis-Fitness-Test) und nicht mehr der PFT (Phsysical Fitness Test). Hier sind mal die Disziplinen:

Die Übungen des PFT:

  • Pendellauf (4× 9 m)
  • Sit-Ups (40 Sek.)
  • Standweitsprung
  • Liegestütze (40 Sek.)
  • Cooper-Test (nur für die Offiziersanwärter)
  • Ergometer-Test (für Mannschaften, Feldwebel und Unteroffiziere)

Die Übungen des BFT:

  • 11x10 m Sprinttest
  • Klimmhang für mindestens 5 Sekunden
  • 1000-Meter-Lauf in maximal 390 Sekunden

Genaue Durchführung:

  • 11 × 10-m-Sprinttest: Die Testperson startet in der Bauchlage mit dem Kopf in Laufrichtung, die Hände berühren sich auf seinem Rücken. Auf das Kommando "Fertig, Los!" beginnt die Zeitmessung, und die Testperson sprintet los und umläuft so schnell wie möglich eine Wendepylone in 10 m Entfernung und läuft zurück. Nach Erreichen der Startposition legt sich die Testperson wieder in Bauchlage, die Hände müssen sich erneut kurz auf dem Rücken berühren, bevor er wieder aufsteht und die erneut die Wendepylone umläuft. Nach der 5. Runde muß die Testperson noch einmal in Richtung Pylone sprinten, sobald sie auf deren Höhe angekommen ist, stoppt die Zeit.

  • Klimmhang: Die Testperson muß zunächst die Startposition einnehmen. Dazu steigt sie an einer Reckstange auf einen kleinen Kasten und greift die vor ihr befindliche Reckstange. Die Daumen zeigen nach außen (Kammgriff). Die Griffbreite soll in etwa der Schulterbreite entsprechen. Die Schulter befindet sich auf Höhe der Reckstange, die Arme sind soweit wie möglich gebeugt. Auf das Kommando des Testleiters verlässt die Testperson den Kasten und verharrt so lange wie möglich in der Endposition eines Klimmhanges.

  • 1000 m-Lauf: Die Testperson absolviert eine Strecke von 1000m (vorzugsweise auf der 400m-Bahn von der 200m-Markierung aus). Die Zeit wird sekundengenau erfasst.

Die Auswertungstabelle für die Disziplinen schreibe ich in den Kommentar als Link


Wann genau ein Auslandseinsatz kommt, kann dir keiner sagen. Je nach Lage kannst du einberufen werden oder eben nicht.

Wie läuft das mit der Bezahlung ab?

Einen Link zur Besoldungstabelle gebe ich dir ebenfalls als Link.

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LegendaryDante1 26.01.2013, 11:39

Auswertungstabelle der Disziplinen- http://i40.tinypic.com/2468lrl.jpg

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LegendaryDante1 26.01.2013, 11:42
@LegendaryDante1

Gehalt/ Besoldungstabelle- http://www.gutefrage.net/frage/hallo-was-verdient-ein-offizier-beim-


Zu deiner letzten Frage:

Ist es für eine Frau in der Bundeswehr hart?

Das kann man pauschal nicht sagen. Die sportlichen Anforderungen sind beispielsweise nicht so hoch. Ich denke, dass es für Männer und Frauen in der Bundeswehr gleichermaßen schwer/ leicht ist. Es kommt eben auch auf die Person, nicht nur auf das Geschlecht, an. Und du brauchst dir auch keine Sorgen darüber zu machen. Heutzutage werden Frauen gleich behandelt wie Männer (was die Möglichkeiten der verschiedenen Berufe dort usw. angeht). MfG.

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Rusty1995 26.01.2013, 14:27

Als erstes: Du kannst drei Laufbahnen einschlagen. •Laufbahn der Mannschaften- Hauptschulabschluss bzw. Berufsausbildung •Laufbahn der Feldwebel/ Unteroffiziere- Mittlere Reife oder Hauptschulabschluss+ abgeschlossene Berufsausbildung •Offiziere- Abitur

Nicht wirklich...

Bei den Mannschaften kommst du schon ohne Abschluss mit Erfüllung der Vollschulzeitpflicht theoretisch rein. Die Unteroffiziere haben gegenüber dem Feldwebel andere Anforderungen. Hier ist der Hauptschulabschluss die Mindestanforderung. Auch bei dem Offizier gibt es mehr Möglichkeiten, als Abitur.

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LegendaryDante1 26.01.2013, 16:42
@Rusty1995

Ich habe doch erwähnt, dass es sozusagen als Faustregel gilt.

Bei den Mannschaften kommst du schon ohne Abschluss mit Erfüllung der Vollschulzeitpflicht theoretisch rein

  • Richtig, theoretisch, praktisch sieht das ganz anders aus. Es gibt viele Hauptschulabgänger die zur Bundeswehr gehen (weil das gerade für Leute mit einem schlechten Schulabschluss ein sicherer Arbeitsplatz ist) und ich denke es gibt genug Hauptschüler die sich vielleicht auch für die Laufbahn der Mannschaften verpflichten, weil sie sich nicht gleich für 12 o.ä. viele Jahre verpflichten wollen. Es gibt viele Leute die die Laufbahn der Mannschaften als Überbrückung nutzen und dann wird es denke ich schwer da ohne Abschluss und ohne Ausbildung rein zukommen!

Die Unteroffiziere haben gegenüber dem Feldwebel andere Anforderungen. Hier ist der Hauptschulabschluss die Mindestanforderung.

Auch hier ist die Zahl im Feldwebel sowie im Unteroffiziersdienst der Realschulabgänger höher, als die von Hauptschulabgängern.

Auch bei dem Offizier gibt es mehr Möglichkeiten, als Abitur.

Hier sollte dir klar sein, dass ich das für die Fragestellerin relevante angegeben habe! Natürlich kommst da auch mit anderen Möglichkeiten dran, aber Abitur ist die gängige und sicherste Variante. Du kannst auch ein Fachabitur + Berufsausbildung o.ä. absolvieren, aber das ist für die Fragestellerin völlig irrelevant!

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Rusty1995 26.01.2013, 22:11
@LegendaryDante1

Richtig, theoretisch, praktisch sieht das ganz anders aus.

Das sind trotzdem falsche Informationen, weil es trotzdem möglich ist.

Auch hier ist die Zahl im Feldwebel sowie im Unteroffiziersdienst der Realschulabgänger höher, als die von Hauptschulabgängern.

Siehe oben...

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LegendaryDante1 26.01.2013, 23:11
@Rusty1995

Für was sollte ich deiner Meinung nach bitte eine Quelle angeben? Ich habe alles wo kein Link angegeben ist, von mir selbst bezogen. Natürlich habe ich das irgendwo anders mal gelesen/ gehört, aber ich geb ja auch keinen Link an, wenn ich meine, dass die Erde rund sei.

Und nein es sind keine falschen Informationen. Ich komme nicht mir irrelevanten Fakten, wenn die Realität ganz anders aussieht. Als falsch sehe ich das nicht an! Je nach dem wie man es dreht, es ist und bleibt die Realität. Unnötige Fakten die so auf etwas nicht zutreffen, sind meiner Meinung nach einfach unnötig.

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Am besten wäre es, wenn du dich mit dem Wehrdienstberater in deiner Nähe in Verbindung setzen würdest. Die Kontaktdaten des Wehrdienstberaters findest du auf der Homepage der Bundeswehr.

Wenn du dich für den freiwilligen Wehrdienst interessierst, musst du dich ebenfalls bei dem für dich zuständigen Wehrdienstberater vorstellen. Eben dieser wird dich nach telefonischer Absprache eines Termins kompetent beraten. Eine vorherige telefonische Terminabsprache ist unabdingbar erforderlich.

Eine schriftliche Bewerbung für den freiwilligen Dienst in den deutschen Streitkräften, ist ausschließlich über den Wehrdienstberater bei den Zentren für Nachwuchsgewinnung einzureichen, da eben diese ansonsten unbearbeitet zurückgeschickt werden. Die nötigen Bewerbungsbögen erhältst du ebenfalls von deinem Wehrdienstberater.

Nach der abschließenden Bearbeitung deiner Bewerbung, wirst du zu einem zweitägigen Auswahlverfahren in eines der Zentren für Nachwuchsgewinnung eingeladen, wo du dich einer ärztlichen Untersuchung unterziehen musst, dein Wissen in verschiedenen Bereichen getestet wird, du an einem Sporttest teilnimmst und ein Gespräch mit einem Psychologen führst. Entweder bist du tauglich oder untauglich, um in den deutschen Streitkräften Dienst zu leisten.

Natürlich gibt es innerhalb der Bundeswehr viele verschiedene Organisationsbereiche, wie z.B das Heer, die Luftwaffe, die Marine, die Streitkräftebasis und den zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr.

Wenn du eine medizinische Karriere bei der Bundeswehr anstrebst, musst du dich für insgesamt siebzehn Jahre in der Laufbahn der Offiziere des zentralen Sanitätsdienstes verpflichten, über das Abitur verfügen und während deiner Dienstzeit an einer zivilen Universität Medizin studieren.

Jeder Bewerber durchläuft ein und dasselbe Testverfahren, welches eine ärztliche Untersuchung, einen Sporttest, einen computergestützten Test und ein Gespräch mit einem Psychologen umfasst.

Du kannst erst dann an einem Auslandseinsatz der Bundeswehr teilnehmen, wenn dir der Status "Combat ready" verliehen wurde.

Natürlich steht es dir offen, alle Angebote der zentralen Aus- und Weiterbildung in Anspruch zu nehmen, wenn du dich in der Laufbahn der Unteroffizier oder der Feldwebel des allgemeinen Fachdienstes verpflichtest, was ich in deinem Falle jedoch für äußerst kontraproduktiv halte.

Der Aspekt der Bezahlung verläuft wie in jedem anderen Unternehmen auch. Du erhältst deinen monatlichen Sold, welcher sich nach deinem Familienstand und ähnlichen Faktoren richtet. Zusätzlich zum normalen Sold, erhalten z.B Luftlandetruppen eine Zulage für ihre Tätigkeit.

Die Anforderungen für die weiblichen Soldaten sind etwas lascher, als die der männlichen Rekruten. Ein Mindestmaß an körperlicher Fitness und eine äußerst hohe physische und psychische Belastbarkeit ist in jedem Falle erforderlich.

Ich hoffe dir mit meinen Ausführungen gedient zu haben und stehe dir auch weiterhin für Fragen zur Verfügung.

Mit fteundlichem Gruß

Soldat1991

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Also ich kann dir erzählen, dass mein großer Bruder vor 3 Jahren noch zum Wehrdienst musste! Dann fand er es klasse dort und hat sich für 13 Jahre verpflichtet! Er ist bei der Luftwaffe ( es gibt außerdem noch: Marine, Feldjäger) zuerst war er für ein Jahr auf der Offiziersschule aber ich weiß nicht ob das Pflicht ist wenn man sich verpflichtet. Dann ist er nochmal freiwillig ein Jahr nach Frankreich an die Offiziersschule gegangen. Jetzt studiert er in Hamburg von der Bundeswehr aus VWL....Das hat er sich ausgesucht aber ich weiß nicht ob man das immer kann. Ich denke mittlerweile mit dem abschaffen des Wehrdiensts müsste man sich das aussuchen können. Es gibt bei der Bundeswehr natürlcih auch Medizin als Studienfach, die Bundeswehr braucht ja auch schließlich Ärzte ;) Aber der Standort wird dann woanders sein! Das Studium bezahlt die Bundeswehr und ich glaube alles ist zivil nur einmal in der Woche gibt es eine "militärische Aufgabe" Das mit dem Studium finde ich klasse, da die Studienzeit zu deiner Verpflichtungszeit zugehört! D.h bei einem Medizinstudium würden bestimmt 5 Jahre wegen Studium "wegfallen" Allerdings sind die Studienfächer nicht immer übereinstimmend mit den einer öffentlichen Uni. Nach der Uni gibt es glaub ich 1 Jahr Einführungszeit wo du in deinen Job eingeführt wirst. Ins Ausland denke ich kannst nach deinem Studium wann du willst aber nur für 3 Monate am Stück.

So das war jetzt alles was ich zur Bundeswehrlaufbahn weiß. Allerdings war das eine Geschichte von einem Mann. Ob das bei Frauen genauso abläuft weiß ich nicht, aber ich denke eigentlich ist da alles gleichberechtigt. Das einzige was ich glaube zu wissen ist, dass wenn Frauen schwanger werden oder Kinder haben müssen sie nicht ins Ausland, denn ich glaube jeder muss einmal wenn er sich verpflichtet. Deine ganzen Anfangsfragen kann ich dir leider nicht beantworten aber jetzt hast du denke ich mal einen kleinen einblick bekommen ;)

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