Als EU - Bürger in Deutschland leben und arbeiten: Was ist anfangs zu beachten?

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2 Antworten

Punkt eins stimmt schon einmal nicht. Als Ausländer hat man erst dann einen Anspruch auf Hartz IV, wenn man fünf Jahre lang sozialversicherungspflichtig in Deutschland gearbeitet hat. Ist auch in jedem anderen EU-Land so. Krankenversichert ist er in Deutschland ab dem ersten Tag, an dem er im Job ist. Nicht erst dann, wenn das erste Gehalt auf dem Konto ist. Vorher ist er über die griechische Krankenversicherung im Rahmen einer Auslandskrankenversicherung weiterversichert.

Was Punkt zwei betrifft hat er zunächst einen Anspruch darauf, beschäftigt zu werden, sofern es bereits einen Arbeitsvertrag gibt. Natürlich ist eine Kündigung während der Probezeit binnen kurzer fristen möglich.

Was das Wohnen betrifft, darfst du ihn offiziell überhaupt nicht beherbergen, falls dein Mietvertrag das nicht gestattet. Aber so oder so musst du das mit dem Vermieter absprechen. Die Nebenkosten-Vorauszahlungen sind nach der Anzahl der gemeldeten Personen in der Wohnung berechnet und wenn du durch den Gast mehr als ein paar Tage höhere Energiekosten verursachst, dann ist das eine Mehrbelastung für den Vermieter, für die er erst einmal nichts bekommt. Da hat er Rechtsmittel.

Ansonsten würde ich einmal mit einer Migrationsberatungsstelle von Diakonie, Caritas oder dem DRK sprechen. Die können weiterhelfen, auch was die Unterlagen betrifft und haben viel Personal, das alle möglichen Sprachen beherrscht.

Danke dir GoaSkin,

zu Punkt 1: Also ganz anders als das meine Recherchen ergeben haben - also wenn alles schief läuft sitzt er praktisch mittellos "auf der Straße"?

Zum Wohnen: Da werde ich morgen meinen Vermieter fragen. Im Mietvertrag (eben nachgeschaut) steht dazu nichts. Höhere Nebenkosten durch mehr Personen würden ja sowieso von mir bezahlt (Jahresendabrechnung)

Das mit Diakonie, Caritas, DRK usw. ist eine super Idee. Ebenfalls fiel mir als Ansprechpartner eben noch die griechische Botschaft ein (Berlin) die müssten auch Auskunft geben können denke ich.

Danke!!

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@Justus2012

Für die höheren Nebenkosten darf der Vermieter aber auch einen höheren Kostenvoranschlag verlangen, da bei ihm ggf. die monatlichen Kosten für Sachen steigen, für die er dann erst am Jahresende sonst wieder einen Ausgleich verlangen könnte.

Die werden sich aber schon nicht verdoppeln. Manche Teile der Nebenkosten sind pro Wohnung pauschal, andere gehen nur nach Quadratmetern und der Energieverbrauch würde sich auch nicht verdoppeln.

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Suche bei dir im Ort oder Nachbarschaft nach einer griechischen Gemeinde. Diese werden viele Erfahrungen mit solchen Fällen haben, sie sind für viele die erste Anlaufstelle in Deutschland.

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