Als Erzeuger ausgenutzt... kann man da noch irgendetwas tun?

11 Antworten

Nahezu alle Befürchtungen sind wahr geworden, was zumindest die Strafbarkeit solch asozialen Verhaltens angeht, aaaaber meine Anwältin meinte fast schon siegessicher, dass wir genügend Anpack-Möglichkeiten am Tau hätten um es noch rumzureißen, wenn auch erst dann wenn das Kind zur Welt gekommen ist. Um das Sorgerecht bräuchte ich mir also keine Sorgen zu machen, wenn sie ihr Verhalten nicht schlagartig ändern sollte. Den Psychologen von ihr habe ich ebenfalls darüber in Kenntnis gesetzt, blieb aber nur auf Zuhörerer-Modus, was passiert oder was er in die Wege leiten wird oder kann hat er nicht gesagt. Ich hatte mich heute Nacht noch darüber belesen, welche Möglichkeiten und auch welcher Stress auf sie zukommen würde, wenn aus ihrer psychologischen Betreuung wieder eine Behandlung werden würde. Besonders gefiel mir das Thema Einweisung, was jedoch von den zuständigen Ärzten oder Behörden angewiesen werden würde, wenn Gefahr in Verzug ist. Das wäre auch wenn es vielleicht etwas barbarisch klingt, sogar für das Kind das Beste, weil sie innerhalb einer solchen Anstalt oder eines Klinikums keinerlei Möglichkeiten hätte, sich extern irgendwelchen Scheiß zu kaufen, der sowohl ihr als auch dem Kind nicht gut täte. Aber erstmal nur reine Spekulation.

Das Jugendamt war in der Tat keine besonders große Hilfe, da die Kindsmutter im 20.sten Lebensjahr unterwegs ist, aber man kann auch nicht für alle Sorgen zuständig sein. Dafür fand ich beim Ordnungsamt Gehör, wenn auch nur im Bezug auf die Suizidgefährdung. Die möchten sich ein Bild davon machen, behalten es im Auge und kümmern sich um alles weitere... was auch immer das heißen mag, aber ich fühlte mich ein Stück weiter verstanden.

Die kleine Schwester von ihr, ich fühle mich schlecht, dass ich es irgendwie einer 12jährigen in die Hände lege, aber zum Glück ist sie allem Anschein nach etwas reifer als ihre große Schwester. Sie vertritt den von mir eingeredeten Gedanken, dass sie Tante eines gesunden Kindes werden will und wird sie hoffentlich richtig damit nerven, bis ihr die Kippe aus dem Gesicht fällt. Wenn sie allerdings mal wieder mit ihren Freundinnen um die Häuser zieht, wird ihr niemand das Rauchen und Saufen verbieten.

Ihre beste Freundin hängt schon halb bei mir im Boot, weil ich ihr Leid tue. Ich nutze diesen Umstand ein wenig aus und habe sie bei einem knapp 2stündigen Telefonat zu einer fast schon Geistlichen konvertiert und sie will sich da positiv einbringen. Selbst sie hat heute verlautbaren lassen, dass es ihr lieber wäre wenn das Kind in vernünftigen Händen aufwächst, da sie anhand dieses Dilemmas nun erkannt hat, welche Folgen und welches Ausmaß das Verhalten ihrer Freundin auf den Schirm bringt und dass sie ja schließlich nicht mehr 16 wären und sich wie die Gören auf dem Schulhof verhalten müssten.

Die Hälfte meiner Familie steht (bis jetzt) jetzt hinter mir, die andere Hälfte erreiche ich hoffentlich heute Abend, wenn die meisten Feierabend haben. Meine Großmutter sicherte mir schon zu, dass egal welche Kosten da auf mich zukommen würden (Prozess, Anwalt, Detektei) ich nicht alles allein tragen müsste, was schonmal ein wenig die Schultern entspannen lässt, bei dem Umfang an zu tragenden Päckchen. Ich werde mich gleich noch an die Online-Beratung der pro familia wenden, vielleicht gibt es noch Möglichkeiten die sich nicht innerhalb meines Fokus befinden.

Noch ein kurzes Statement von mir:
Es ist mir wirklich schleierhaft, dass es in unserem Land im 21.Jahrhundert kein Gesetz gibt, was dem männlichen Part ein Stück weit Rechte einräumt sich auch nachträglich noch gegen einen solch harten Umstand zu erwehren. Ich kann mir vorstellen, dass ein solches Gesetz die besten Geschichtenerzähler auf den Plan ruft, die sonstwas erzählen würden um eine solche Verantwortung abwenden zu können. Und klar würden im Falle des Erfolgs die Kosten auf das Volk umgewelzt werden, da man eine erwerbsunfähige werdende Mutter nicht einfach sich selbst überlassen kann. Aber da die Waagschale eindeutig auf Grund schlägt, erhält die Kindsmutter nicht nur erhebliche Vorteile bezüglich finanzieller Unterstützung, sie erhält auch noch das Grauzonen-Recht gleich 3 Menschenleben zu beeinflussen, was in den seltensten Fällen gut verläuft, wie man hier sieht. Ich finde mich aber vorerst mit meiner Situation ab, zumal man(´s) nicht jedem R/recht machen kann.

Danke Euch an dieser Stelle schonmal vielmals für die größtenteils hilfreichen Kommentare und möge Euch ein solcher Scheiß erspart bleiben.

Da hilft nur ein Anwalt. Bitte mach ihr aber keinen Stress, also z.B. dahin gehen und ihr eine "Standpauke" halten. Das kannst du gerne machen, wenn das Kind auf der Welt ist, aber jetzt würde ich Rücksicht nehmen, weil das ungeborene Kind den Stress der Mutter auch fühlt. Das Kind kann nichts dafür.

Eine schlimme Situation. Ich kann beide Seiten verstehen. Sie wollte unbedingt ein Kind, aber keinen Mann. Zudem will sie möglichst das ihr Kind dann auch versorgt wird, wodurch ein Mann doch ganz praktisch ist, wenn er dann jahrelang Unterhalt zahlen muss. Samenspender müssen keinen Unterhalt zahlen, demnach ist ein ungewollter Samenspender besser, wenn man nicht selber finanziell gut aufgestellt ist. Hat sie sehr geschickt gemacht.

Du musst höchst wahrscheinlich jetzt immer den Unterhalt des erzwungenen Kindes bezahlen, wirst hart arbeiten und immer geht ein Teil weg. Sehr ärgerlich. Wenn du später eine andere Frau heiratest, dann wird es diese sicher auch nerven, weil das Geld was weg geht dann für Urlaub oder das eigene gewollte Kind fehlt. Sehr ärgerlich, aber daran kann man jetzt nichts mehr ändern.

An alle anderen Männer: Nehmt euch das als Beispiel. Kein Sex ohne Kondom! Latexfreie Kondome benutzen, darauf bestehen sie auszuprobieren. Glaube kaum, dass die Frau alle Kondome die es gibt ausprobiert hat. Darauf bestehen. Ohne Kondom nur, wenn die Beziehung länger andauert, aber selbst wenn sie länger andauert, man evtl. sogar verheiratet ist, würde ich trotzdem zum Kondom raten, denn nur Kondome schützen vor Krankheiten. Nein, man muss nicht fremdgehen um eine Krankheit zu bekommen. Bakterien/Viren findet man auch auf öffentlichen Toiletten. Vielleicht wird der eine nicht krank, aber hat die Bakterien/Viren an sich, die er/sie dann an den Partner/in weiter geben kann.

Wirst Du bei mir niemals sehen, dass ich rumgröhlen und standpauken würde. Hab's in einem wirklich ruhigen und abgeklärten Ton vermittelt, auch wie unfassbar toll ich es fand hin- bzw reinhalten zu dürfen und hab sie dann gegen ihren Willen durch die offene Tür geschoben. Wenn sie also Stress hatte, dann selbstgemachten... wo sie ab sofort pennt oder so. Ich hätte nicht abschätzen können wie lange ich noch in diese Visage hätte blicken können ohne das mir 'ne Adernbaum geplatzt wäre

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Ouch das tut weh, und du hast ehrlich gesagt mein herzliches Beileid. Soetwas gehört sich seitens deiner "Freundin" einfach überhaupt nicht, aber in diesem Sinne lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.

Ich kann verstehen, dass du angepisst bist und dass du diese Verantwortung nicht willst. Du hättest ja im Vorfeld einiges getan, um genau das zu verhindern – was für dein Verantwortungsbewusstsein spricht.

Drücken wirst du dich aber meiner Meinung nach auch kaum können. Es ist immerhin auch dein Kind und wenn ich das so lese, weiß ich nicht, ob das Kind bei der Mutter besonders gut aufgehoben ist. Aber ich verstehe auch, wenn du diese Verantwortung und Bindung (an das Kind) nicht wollen würdest.

Ich würde mich aber ein Mal bei einem Anwalt beraten lassen – eventuell auch in Rücksprache mit deinen Eltern (solltest du ein gutes Band zu ihnen haben) – um etwaige Kosten, Probleme und so weiter abzufedern. Der kann dir sicherlich mehr und sehr genau sagen, was du für Möglichkeiten und Chancen bei einer Klage hättest. Die Polizei ist da ja nicht gerade die beste Auskunft, als dass sie viele Winkel des Gesetzes nicht so genau können. Rein theoretisch könntest du es auch drauf ankommen lassen, bis sie die Vaterschaft einklagt… Aber ich glaube dann wäre es zu spät.

Das einzig positive, was mir einfällt ist, dass ihr nicht verheiratet seid, was eigentlich nur Ansprüche seitens des Kindes, aber kaum ihrerseits gegenüber dir bedeuten dürfte. Und das arme Kind kann ja nichts für seine absolut verantwortungslose Mutter in spe…

Noch ein Mal, es tut mir herzlich leid, was dir da passiert ist, aber ich glaube das Vernünftigste ist der Gang zum Anwalt, viel mehr Rat kann ich dir aktuell leider nicht geben :(

Ich scheue mich nicht mal vor den Kosten, ich scheue mich davor ihr die Kohle in den Rachen zu schaufeln, weil davon auszugehen ist, dass effektiv nichts davon für's Kind draufgeht. Diese Kosten werden nämlich (hat sie ja schon alles abgeklärt) von der Familie getragen, die sich übrigens auch einen Ast gefreut hat, dass es "endlich" bei ihr geklappt hat. Horror, man

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@Untergaaaaang

Das glaube ich dir auch. Ich habe bei dir das Gefühl, dass du dich bloß nicht der Verwirklicher ihrer Träume sein willst, nachdem was sie mit dir abgezogen hat.

Dass sich die Familie über Nachswuchs freut, ist eine eigene Sache, aber wie du schon schön gesagt hast, "die Kohle in den Rachen schaufeln" wirst du ihr nicht müssen, denn hier gibt es gesetzliche Richtlinien und so weiter.

Wie gesagt mir tut das Kind bei einer solchen Mutter mega leid – glaube es wäre bei dir trotz deines (noch) Unwillens besser aufgebhoben und dann weißt du wenigstens direkt, wo das Geld hingeht und wie es verwendet wird.

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@lillian92

Die Familie kam mir plötzlich so vor wie eine wildgewordene Bande "Samenklauer" oder so, als würde man gegen einen ganzen Apparat antreten... mit Schaufel, Eimerchen und Förmchen. Sollte ich wirklich 0 Chancen haben es in irgendeiner Art und Weise abwenden zu können, werde ich definitiv in die Offensive gehen und versuchen jegliches Unheil vom Kind abzuwenden, auch wenn ich mir noch gar kein Leben als alleinerziehender Dad vorstellen kann. Aber bevor ich mich damit weiter wahnsinnig mache erstmal hören, was die Anwälte sagen.

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