Als Dj bei der Gema anmelden, Gebühren?!

5 Antworten

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Hallo,

ursprünglich war es so, dass Du Dich als DJ um die GEMA nicht zu kümmern hattest. Der Verantstalter hat für die Aufführungsrechte der durch die GEMA vertretenen Künster gezahlt. Mit dem Trend der MP3s wurde ein zweiter Tarif eingeführt, für den Fall, dass ein DJ mit MP3s auflegt. Das wurde damit begründet, dass das Originalwerk (z.B. auf CD) durch den DJ mit Erstellen der MP3 verfielfältigt wurde. Die Gebühren für diesen Tarif wurden mehrfach angehoben, bis die letzte angekündigte Erhöhung Ende 2012 so hoch ausfallen sollte, dass die Clubs gesagt haben, dass sie die Erhöhung ruinieren würde. Deshalb hat man den Tarif auf die DJs umgelegt.

Spielst Du Deine Musik von Original-CDs oder nutzt Du nur die MP3s, die Du original gekauft hast, musst Du auch weiterhin als DJ keine GEMA-Gebühren bezahlen. Liest Du aber CDs ein, und erstellst somit eine digitale Kopie des Werks, musst Du die Tracks bei der GEMA lizensieren. Aktuell sind das 55€ pro 500 Tracks (meine GEMA-Rechnung für dieses Jahr ist letzte Woche gekommen).

Die Tracks, die Du schon jetzt digital besitzt, und nun nutzen willst, musst Du nachlizensieren. Das Angebot, egal wie viel Tracks man hat, diese für eine geringe Einmalzahlung nachlizensieren zu lassen, galt meines Wissens nach nur bis Mitte 2013.

Es spielt keine Rolle, ob Du die Tracks, die Du auf Deinem Rechner hast, in Deinem aktuellen Set nutzt oder nicht. Du zahlst ja die Gebühr für die digitale Kopie, nicht für die Aufführung selber. Die Aufführungsgebühr muss immer noch der Veranstalter tragen.

Gruß aus Köln und viel Erfolg!

DJ Til Dawn

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Ich habe jetzt erstmal einen Antrag an die Bezirksdirektion abgeschickt für 500 Titel als Pauschale, meine Musikdatenbank habe ich erstmal auf dem Home Server ausgelagert. Wie kontrolliert denn die GEMA das alles denn? Ich meine, angenommen ich habe 500 Titel lizensiert aber bei der Veranstaltung 1000 auf dem Rechner.

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@2Radfreak

Das ist eine Frage, die Dir dann wohl am besten der Mitarbeiter der GEMA beantwortet, wenn er vor Dir steht.

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Die Darstellung des VR-Ö entspricht nicht den gesetzlichen Regelungen, siehe Kommentar unten 

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@MB345

Dieser Hinweis ist falsch und spiegelt  nur eine Mindermeinung wieder, die von unzufriedenen DJs gerne propagandiert wird.

Von Kopien für den Heimgebrauch spricht hier niemand. Natürlich geht es um die gewerbliche Nutzung der Kopien, also immer dann, wenn ein DJ mit seiner Musik Geld verdient. Das ist dann immer der geforderte geldwerte Vorteil. Der Veranstalter zählt nur bei öffentlichen Events zusätzlich. Andernfalls hieße das, dass man kopierte Musikstücke als bezahlter DJ auf einem privaten Event einsetzen darf, ohne die schaffenden Künstler an seinem Gewinn zu beteiligen. Es kann niemand glauben, dass das rechtens ist. Und falls doch, wünsche ich ihm wenig Erfolg bei einer Musterklage. 

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Nachfolgend erfolgt KEINE Rechtsberatung! Diese obliegt in Deutschland ausschließlich den Anwälten. Bitte daher selbst die Gesetze lesen und sich informieren.

Kein reiner DJ zahlt VR-Ö !!! Das ist ein weit verbreiteter Irrglaube, es gilt das Gesetz und nicht der Wunsch der GEMA. 

Die GEMA zahlt immer der Veranstalter, da dieser erst die Öffentlichkeit herstellt und somit den 'geldwerten Vorteil' generiert. Dies ist seit Jahrzehnten so gesetzlich geregelt. Auch den Tarif VR-Ö hat der Veranstalter zu zahlen, da Handlungen, welche nicht in der Öffentlichkeit stattfinden nicht lizenzierungsfähig sind, oder wie es im VGG §39 so schön heißt:

"(1) Berechnungsgrundlage für die Tarife sollen in der Regel die geldwerten Vorteile sein, die durch die Verwertung erzielt werden."

In den eigenen vier Wänden entsteht also kein geldwerter Vorteil, solange man eine Kopie anfertigt um diese technisch abzuspielen. Klare Ausnahme wäre es, wenn ihr zu zweit auf einen Pool zugreift und beide gleichzeitig irgendwo auflegt. Es gibt hierzu aber noch kein Urteil. 

Der reine DJ, welcher auflegt zahlt also keine GEMA solange er nicht auch der Veranstalter einer öffentlichen Veranstaltung ist oder z.B. Stücke remixed etc. 

Leider hat die GEMA es geschafft bei VR-Ö uninformierten DJs einen Bären aufzubinden. Es gibt sogar einen Aufruf, dass sich DJs bitte melden sollen, die von der GEMA aufgefordert werden VR-Ö zu zahlen ohne dass sie Veranstalter sind. Es gibt bis heute noch keinen, der sich gemeldet hat. 

Gerade der BVD e.V. ist hier ein Ärgernis, denn er paktiert mit der GEMA ohne selbst mal einen Fachanwalt diesbezüglich gefragt zu haben. Deren Aussagen decken sich mit denen der GEMA und stimmen NICHT mit dem geltenden Gesetzen überein! 

Es wäre gut, wenn man einfach mal Schweigt, wenn man die Gesetze nicht kennt und eigentlich keine Ahnung davon hat. 


Finde den Hinweis ziemlich frech formuliert. Außerdem ist er falsch und spiegelt  nur eine Mindermeinung wieder, die von unzufriedenen DJs gerne propagandiert wird.

Von Kopien für den Heimgebrauch spricht hier niemand. Natürlich geht es um die gewerbliche Nutzung der Kopien, also immer dann, wenn ein DJ mit seiner Musik Geld verdient. Das ist dann immer der geforderte geldwerte Vorteil. Der Veranstalter zählt nur bei öffentlichen Events zusätzlich. Andernfalls hieße das, dass man kopierte Musikstücke als bezahlter DJ auf einem privaten Event einsetzen darf, ohne die schaffenden Künstler an seinem Gewinn zu beteiligen. Es kann niemand glauben, dass das rechtens ist. Und falls doch, wünsche ich ihm wenig Erfolg bei einer Musterklage. 

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@DjTilDawn

Bleiben wir mal bei Fakten und werden wir bitte nicht persönlich:

1. Es ist kein Hinweis der frech formuliert ist, sondern eine Richtigstellung, da die Aussage schlicht falsch ist und nicht mit dem geltenden VGG vereinbar. Frag hierzu bitte einen Anwalt vom Fach.

2. Es ist keine Meinung, sondern Faktenwissen, welches ich mir bei Kultur-retten.de als Pressesprecher bei der damaligen Petition gegen die GEMA erworben habe. 

3. Ich bin kein unzufriedener DJ und propagiere gar nichts sondern stelle falsches richtig.

4. Auch ich spreche nicht von Kopien für den Heimgebrauch. Deine Zeile zeigt jedoch, dass kein Grundwissen des Urheberrechts vorliegt und du daher meine Zeilen gar nicht verstehst. 

Auch ein DJ, der gewerblich arbeitet erzeugt noch keinen geldwerten Vorteil, wenn er zuhause ohne Öffentlichkeit ein paar Kopien erstellt. Wäre es so wie von dir behauptet müsste jede Privatperson zahlen, zum Glück sieht dies das VGG nicht vor. 

5. Sehr wohl darf man kopierte Musikstücke als bezahlter DJ bei einem PRIVATEN Event einsetzen, da ohne Öffentlichkeit z.B. beim eigenen Geburtstag, kein geldwerter Vorteil entsteht. Somit ist diese Kopie nicht lizenzierungsfähig und es muss keine Lizenz erworben werden. 

Kurzum, bitte lese mal das VGG welches all dies regelt. Ein DJ in seinen eigenen vier Wänden kann keine geldwerten Vorteil erzeugen, denn er stellt keine Öffentlichkeit her. Erst dort kann dieser entstehen. Nur wenn ein DJ auch Veranstalter ist, zahlt dieser auch.

Bitte einfach das VGG mal lesen. Tarife und deren Grundlagen sind unter §39 zu finden.


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Bis Ende 2013 konnte man über das neue VR_Ö die Titel f. 125 € sanktionieren lassen f. alle kopierten Titel auf dem Laptop. Im BVD Magazin gab es mal Infos bzgl Cloud-Outsorcing usw

Normalerweise zahlt der Veranstalter die Gema Gebühren, ich habe als Veranstaltungstechniker sog. Meldekarten, je nach Medium (MP 3 + 30 %) wird nach Personen oder m² abgerechnet, bei Livebands kann man auch Titelabfolgen vorlegen

Meine private Musiksammlung umfasst ca. 20000 Stücke, aus CD Digitalisierungen, von Freunden, Soundcloud, etc..

Ein Set für eine öffentliche Veranstaltung ändert sich ja nicht ständig. Sprich ich würde die 50€ Pauschale zahlen und 500Titel (250Lieder Set + 250 die dazukommen über das Jahr) für das Set lizensieren. Der Rest bleibt quasi ungenutzt auf dem Rechner während Veranstaltungen. Das müsste dann so in Ordnung sein oder?

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@2Radfreak

Die 125 € waren schon recht günstig, sonst sind 0.13 € pro Titel zu entrichten, was schon wieder 2600 € kosten würde

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Du bist doch gar nicht der Veranstalter sondern nur der Techniker, der vom Veranstalter gebucht wurde. Wieso willst du der GEMA irgendetwas zahlen? Die Grundlage für die Lizenzierung hat sich seit Jahrzehnten nicht geändert, zahlen muss der, der die Öffentlichkeit herstellt - der Veranstalter. 

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