Als Chinese in Deutschland studieren?

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7 Antworten

Du scheinst die Lebenshaltungskosten auszublenden in Deinen Berechnungen. Die müssen nun mal selbst getragen werden. Und wenn ich mir dann ansehe, wie hoch die Kosten für ein Studentenzimmer sind, dann komme ich ohne einen Schätzdaumen hoch zu heben locker auf 10.000,- Euro für das Studium. 

Ok. Du magst dann argumentieren, dass Ihr zusammen ziehen wollt. Aber auch dann fallen für Deine Freundin hälftig die laufenden Kosten an. Zur Kaltmiete kannst Du heute in D noch mal den gleichen Preis für anfallende Nebenkosten drauf schlagen. 

Dann ist noch kein Essen bezahlt, keine Hygieneartikel, keine Studienmaterialien, kein benötigtes Internet, keine Fahrtkosten, die in der Regel mit einzuberechnen sind. 

Eine seriöse Berechnung hast Du also noch nicht aufgestellt. 

Und dann noch die Versicherungen: Sozialversicherungen, Haftpflicht sollte auf jeden Fall abgeschlossen werden, Hausrat wird sinnvoll sein und eine Rechtsschutz. 

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Kommentar von Prisonofmind1
27.06.2017, 20:30

Nein, ich blende die Lebenserhaltungskosten nicht aus. Ich gehe nur davon aus, dass die bei ihr dann nicht anders ausfallen würden, als bei einem deutschen Studenten. Daher kann ich mir auch die 10.000€/ Jahr nicht vorstellen. Das geht ja nur mit Zusatzkosten, die ja scheinbar nicht (bzw. bei weitem nicht so hoch) ausfallen.

Ansonsten werde ich ja erst in einem reichlichen Jahr studieren, ergo habe ich das wirklich noch nicht ganz durchgerechnet. Also insgesamt kann das durchaus stimmen.

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Bis jetzt fallen keine weiteren Kosten an. Allerdings ist sehr wohl im Gespräch das ausländische Studenten zusätzliche Gebühren zahlen sollen. Zusätzlich bekommt sie natürlich keine staatliche Unterstützung wie Bafäg, dh sie muss hier ihre ganzen Lebensunterhaltskosten selbst bestreiten(die höher als in China sind).

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Kommentar von Prisonofmind1
27.06.2017, 19:17

Aber sie müssen nicht irgendwie extra noch etwas bezahlen, was man als Deutscher nicht zahlen muss? Also auch nicht für das Visum usw.

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Mit bis zu 10.000 Euro muss man schon rechnen, auch wenn das in Deutschland nicht unerheblich vom Ort der Universität abhängt. Das ist zwar viel Geld, es sollte euch aber keinesfalls entmutigten!

Aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen, dass das geht (und ganz normal ist), du musst aber einiges beachten. So wird ein Nachweis zur Finanzierung bereits beim beantragen eines Visums gefordert und liegt zwischen 8.000 und 10.000 Euro. Sofern du (also hier bist du gefragt) es dir leisten kannst, kannst du dabei angeben die Kosten zu übernehmen. Sollte das leider nicht der Fall sein, so ist ein Stipendium der geläufigste Weg ein Studium als nicht-EU-Bürger zu finanzieren. Leider gibt es kaum Möglichkeiten für sie BAföG zu beantragen. Außerdem solltet ihr euch rechtzeitig um die Bürokratie kümmern, welche in Deutschland bekanntlich sehr langsam arbeitet!

Hilfe bei der Finanzierung bekommst du auf jeden Fall, entweder im Internet oder bei eurer Universität, wo ihr studieren wollt und auch hier gilt: Je eher ihr anfragt, desto besser.


Spricht sie denn Deutsch (auf C1) Niveau?

Fall nicht solltest bereits vor der Finanzierung klären, ob es sich bei ihrem Studium um einen internationalen Studiengang handelt, ansonsten muss sie ebenfalls einen Nachweis für ihre Duschkenntnisse vorlegen. 


Viele Informationen bekommst du hier:


https://www.study-in.de/en/


Falls etwas unklar ist, kannst du deine Frage gern als Kommentar schreiben. Es würde mich freuen zu erfahren, ob es dir geholfen hat. :)


Ich hoffe das beste für euch beide und wünsche viel Erfolg. :)

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Hallo, ich bin auch ein chinese, studiere in Nordreihn-westfalen, kein Studiengebuehre, muss nur jedes semester c.a. 280 Euro als semesterbeitrag bezahlen. Gesamtkosten kann locker 10.000 Euro erreichen. aber auch nicht viel mehr 10000, wenn man nicht luxuslebens fuehrt. In Sueddeutschland kann das 30% mehr sein wegen Mietekosten und Verkehrkosten.

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Kommentar von Prisonofmind1
28.06.2017, 15:52

Wirklich 10.000/Jahr?

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Kommentar von JacksonLi15
07.07.2017, 17:33

durchschnittlich ungefähr 1000 Euro pro monate, das liegt im mittel niveau aller Studenten hier die ich kenne.

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Diese Kosten beziehen sich eventuell auf Unternehmen, die chinesische Studenten betreuen; da wäre die Miete für ein Zimmer wahrscheinlich schon mit drin, das gestellt wird.

An der Hochschule in Kleve gibt es ein Institut, dass chinesische Studenten betreut. Untergebracht sind diese in leerstehenden Häusern der Landesklinik Bedburg Hau. Da diese Häuser anderweitig seit Jahren nicht verkäuflich sind, dürfte der Mietpreis sehr niedrig liegen; zumindestens weit unter dem Niveau in der Stadt Kleve. Schliessen die betreuenden Institute Pauschalverträge für Unterbringung und Verpflegung ab, so kann man durch solchen billigen Mietraum seine Gewinne maximieren. Drumherum sind übrigens viele Häuser der Forensik mit hohen Zäunen. Welcher deutsche möchte freiwillig schon dort leben ?

Übrigens sind sitzen Vertreter des Landschaftsverbandes Rheinland (dem die Klinik gehört) in verschiedenen Gremien der Hochschule Kleve. Man darf sich also seinen Teil selber denken.

Für die anderen leerstehenden Häuser,  allesamt seit 12 Jahren unvermittelbar,  soll es Pläne geben, diese mit minderjährigen unbegleiteten Asylanten vollzustopfen; auch betreut von dem Hochschulinstitut. Solche stationären Plätze für unbegleitete asylanten kosten dem  Steuerzahler zwischen 3.000 und 4.000 Euro pro Monat.

http://www.kleveblog.de/was-erlauben-klotz-reifepruefung-diskussionen-um-scientific-freshers-an-der-hochschule-rhein-waal/

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Ich zahl einen Semesterbeitrag von 280€ und hab insgesamt 6 Semester. Allerdings muss man auch an Miete, Essen usw. denken.

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Kommentar von Prisonofmind1
27.06.2017, 18:52

Du bist wohl ein Student aus China?

Das mit dem Beitrag ist mir eigentlich schon klar. Den werde ich auch bezahlen müssen. Aber ansonsten, gibt es irgendwelche Extrakosten, die man hat, wenn man als Chinese in Deutschland studieren will?

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