Als Borderliner Tierhaltung sinnvoll?

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9 Antworten

Ich bin mir durchaus bewusst, dass Tiere in deiner Situation eine positive Wirkung auf dich haben. - Dennoch halte ich die Umsetzung deiner Überlegung als verantwortungsbewusster Tierfreund nur für vertretbar, wenn die dauerhafte und sichere Versorgung der Tiere gewährleistet ist. - Ansonsten ein klares Nein! - Tiere sollen nicht für die Krankheiten von Menschen leiden.

Was ist eigentlich mit den Tieren, welche du bei deinen Eltern zurücklassen musstest und warum gibt es keine Möglichkeit im Kreis deiner Eltern das "Tierglück" gemeinsam zu genießen? - Nur so ein Gedanke. So wäre wenigstens auch die Versorgung der Tiere in deinen "schlechten" Phasen sicher gestellt.

Nydold 06.02.2015, 09:51

Mir ist schon bewusst, dass dann auf mich Tierarztkosten, Futterkosten etc. zukommen würden, auch da müsste ich das vorher noch einmal deutlich überlegen. Mir ging es nur darum, von anderen Meinungen zu sammeln, ob ich dadurch nicht auch dem Tier schaden könne.

Die Katze ist zu alt gewesen und inzwischen verstorben und einen Hund kann man nicht auf 50 qm halten, wenn er vorher gewöhnt war, den ganzen Tag draußen und drinnen sich rumzutreiben. Ich fahre natürlich auch regelmäßig nach Hause um mich um meinen Hund zu kümmern und freu mich mindestens genauso sehr, wie er es tut, wenn ich ihn sehe :)

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homme 06.02.2015, 11:38
@Nydold

Verstehe. - Ein Katze sollte man allerdings auch nicht auf 50 qm Wohnfläche halten und schon gar nicht alleine. Das wäre Tierquälerei.

Zudem kostet die ordentliche Versorgung nur einer Katze im Monat gut und gerne 50 - 60 Euro, Krankheiten, Impfungen, insgesamt die Tierarztkosten gar nicht mitgerechnet.

Also suche lieber Kontrakt und pflege den Hund bei deinen Eltern. Das ist eine Aufgabe, welche dich aus dem Hause bringt und zusätzlich für Abwechslung sorgt.

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palusa 06.02.2015, 12:44
@homme

50m^2 ist ausreichend für zwei katzen. mehr sollten es aber nicht werden..

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Nydold 06.02.2015, 13:21
@homme

Das war auch einer meiner Gedanken, das Katzenheim bei uns im Ort meinte aber, dass 50qm mehr als genug Platz ist.

Über die Kosten bin ich informiert, danke trotzdem für diese Zusammenfassung. Ich werde ja auch nicht sofort in das Katzenhaus rennen, ich werde das noch ein wenig planen und weiterhin abwiegen.

Vielen Dank

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homme 06.02.2015, 14:53
@Nydold

@Nydold

Das was "Palusa" dir geantwortet hat, ist allein eine Frage der Auslegung und wird meistens von Menschen vertreten, welche gleichfalls Katzen in der Wohnung halten. - - Um der Natur des Tieres zu entsprechen, gehören Katzen aber nur in Haushalte, in denen ihnen auch Freigang gewährt werden kann. Nur dann sind Katzen wirklich glücklich. Das hört man aber nicht so gerne, weil man sich sonst als Wohnungshalter an der eigenen Nase packen. - Da soll dann die Katze doch lieber "ein bisschen weniger glücklich" sein.

G. homme

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palusa 07.02.2015, 09:10
@homme

die konsequenz wäre dass in den städten grundsätzlich keine katzen mehr gehalten werden könnten. das würde die zahl der katzen ohne zuhause in tierheimen und auf den straßen mal eben durch die decke treiben.

ich hab freigänger ;) und ich weiß auch wie toll freigang für eine katze ist. ich weiß aber auch dass, wenn man freigang zur grundvoraussetzung macht, die gesamtsituation der deutschen katzen katastrophal wird. einfach weil nicht mehr viele menschen in gegenden wohnen wo freigang überhaupt ne option ist. die tierheime in den städten würden sehr schnell an ihre grenzen stoßen.

was man nicht kennt kann man nicht vermissen. das gilt auch für katzen. eine katze die nie draußen war vermisst es auch nicht. voraussetzung ist aber ein ausreichendes beschäftigungsprogramm. ne wohnung bietet einfach vergleichsweise wenig reize

es gibt auch genug katzen die überhaupt nicht in den freigang sollten. fiv- und felvpositive. taube oder blinde. schwierig auch bei amputierten oder katzen bei denen die falsche nahrung schlimme auswirkungen hat (schwere allergiker oder diabetiker zb) oder die drauf angewiesen sind zu bestimmten zeiten medis zu bekommen

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homme 07.02.2015, 17:30
@palusa

Nur im Interesse aller Tierheimbewohner, oder auch "kranker" Katzen, schließe ich mich als Tierfreund deinem Plädoyer an. - Wie könnte ich anders?

Ansonsten ließe sich über deinen Kommentar aber noch trefflich streiten. - Dies hätte dann allerdings nicht mehr viel mit der Frage zu tun.

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homme 13.05.2015, 09:38

Danke für die Auszeichnung meiner Antwort und dir alles Gute!

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Ich denke schon, dass es sinnvoll ist, Tiere zu halten, Katzen bitte nicht einzeln, sondern mindestens paarweise, selbst mit Deiner Krankheit. Allerdings solltest Du sicher stellen, dass Deine Katzen immer optimal versorgt werden, auch wenn es Dir mal nicht so gut geht. Dann ist daran nichts auszusetzen.

Nydold 06.02.2015, 10:15

Danke für die Antwort. Katzen sollten nie allein gehalten werden, das ist mir bewusst. :)

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Da es einfacher ist Vertrauen zu einem Tier aufzubauen als zu einem Menschen haben Tiere eine sehr positive Wirkung, denn Borderliner haben ja gerade besonders ein Problem damit jemandem wirklich zu vertrauen. Generell tut es einem Borderliner gut wenn er Tiere hat um die er sich kümmern muss da er dadurch eine Aufgabe bekommt und sich dann in manchen Momenten weniger um seine eigenen Probleme kümmert. Habe selber eine Katze und inzwischen auch ein Pferd. Wenn ich mich mit den Tieren beschäftige und ihnen in die Augen schaue geht es mir gut und alle anderen Probleme sind verflogen.

Nydold 06.02.2015, 09:39

Danke für die schnelle Antwort :)

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bitte EINE katze nur nehmen wenn du freigang geben kannst. und auch dann ne erwachsene kastrierte. in wohnungshaltung oder bei kitten immer zwei. katzen sind nicht gern allein :)

grundsätzlich halte ich tiere bei psyhcischen erkrankungen für ne gute sache, vorausgesetzt der kranke ist in der lage sich auch richtig um die tiere zu kümmern. da du ja anscheinend mit tieren aufgewachsen bist wirst du, denke ich, wissen ob du katzen gerecht werden kannst :)

Tierhaltung ist für allgemein belastete Menschen eine sehr gute Sache, da nachweislich der Stresspegel sinkt, wenn man ein Tier streichelt. Außerdem finde ich es sinnvoll, da man für etwas Verantwortung übernehmen muss, seinem Leben einen neuen Sinn gibt und in einem Tier hat man zusätzlich einen Freund, der einen nicht verurteilt oder bewertet, wie ein Mensch das machen würde. Ein Tier lässt sich mit Bedürfnissen wie Essen und Zuwendung schon zufriedenstellen und hat sonst keine Ansprüche, was Erfolg oder Schönheit oder etwas anderes angeht.

Du solltest allerdings darauf achten, dass du das Tier artgerecht hälst. Entweder Freigang, Gesellschaft durch eine andere Katze oder gleich beides. Manchmal gibt es allerdings auch Ausnahmen. Im Tierheim gibt es eine ganz gute Auswahl von "Sonderlingen". Manche von den Tieren lassen sich nur einzeln halten, da sie zum Beispiel sich nicht mit Artgenossen vertragen. Wenn du eine kleine Wohnung hast, könntest du auch ein gutes Zuhause bieten für eine kranke, alte oder behinderte Katze. Es kann sogar ganz gut für dich sein, ein bedürftiges Tier aufzunehmen, da du dich für ein solches Tier hingebungsvoller aufopfern kannst und so die Beziehung noch inniger und wohltuender werden kann.

Alles in allem ist es eine seeeehr sehr gute Selbsttherapie, sich ein Tier zu halten. Allerdings nur, wenn man dabei auch die Bedürfnisse des Tieres berücksichtigt.

LG Elli

also ich habe eine Freundin mit der selben Krankheit, (ob wohl es bei dem einen schlimmer bei dem anderen weniger schlimm ist), kann ich bei dir jetzt nicht beurteilen. sie hat einen Hund und zwei Katzen, egal wie schlecht es ihr geht, für ihre Tiere ist sie immer da , und kümmert sich gut darum. durch die Tiere geht es ihr auch besser , sie komm mittlerweile sehr gut klar mit der Krankheit. aber du solltest auch jeden fall ob die katzen nun helfen oder nicht auch deine Krankheit so bekämpfen für ein besseres und schöneres leben mit deinen Vierbeinern :) lg

Nydold 06.02.2015, 11:37

Bin natürlich auch in Behandlung, sonst könnte ich ja hier keine Diagnose stellen.

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Freya8789 06.02.2015, 12:53
@Nydold

ok das ist gut wenn du was dagegen machst :) wünsch dir alles gute ! :)

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Soweit ich weiss kommen Menschen welche unter Borderline leiden oft viel besser mit Tieren klar als mit Menschen. Natürlich gibt es bei Borderline Menschen auch sehr große unterschiede. Hier kennt dich niemand persönlich, weshalb auch keiner beurteilen kann, inwiefern du dich um ein Haustier kümmern kannst. du solltest das ganze realistisch abschätzen. Von der Zeit, über das Geld, bis zum liebevollen versorgen. Vielleicht kannst du auch mal dir nahe stehende Personen fragen, ob sie der Meinung sind, dass du dich um ein Tier kümmern kannst ( selbst sieht man es ja nicht immer realistisch.).

das würde dir ganz sicher guttun und du hast ja auch schon die erfahrung gemacht. deine eltern haben sicher auch ein interesse daran, dass es dir gut geht und würden vielleicht für einen teil der kosten aufkommen.

also ich habe eine freundin mit borderline und die könnte glaub nie leben ohne ihre 2 katzen ! ich denke auch das dir das helfen würde tiere sind sowas tolles

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