Als Beispiel ( Christentum) : Warum erforschen die Religionsfanatiker ihre theologischen Werke nicht?

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5 Antworten

Weil Fanatiker oft Schmalspurtheologen sind, die sich an die Bibel klammern und Mühe haben, genügend Ausreden für die vielen Widersprüche (bei wörtlicher Auslegung) bereit zu halten.

Damit will ich die Bibel selbst nicht abwerten - ich als Atheist halte sie für ein wichtiges historisches und philosophisches Werk.

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Kommentar von SiroOne
16.01.2016, 00:14

Ich denke die meisten Fanatiker können nicht mal lesen und schreiben, der Koran wird häufig nur mündlich weiter gegeben, das war früher bei der Bibel auch so, erst wo immer mehr lesen und schreiben konnten, hat die Bibel ihre Bedeutung verloren. Fanatiker sind Menschen denen von klein auf eingebläut worden ist an was sie zu glauben haben, so sind Ideologien, wenn sie keine Lösung sehen, dann basteln sie sich einfach eine zusammen, ist beim Kapitalismus genauso, und Millionäre könnte man auch als Fanatiker abstempeln die Menschen erkennen auch keine Widersprüche in ihren Handlungen.

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Das liegt daran, dass Fanatismus und Intelligenz nicht unbedingt positiv korrelieren. Und um sich eingehender mit der Bibel(oder irgendeinem anderen heiligen Buch), mit Religionswissenschaft, Philosophie, Theologie, allgemein mit einem komplexen Thema zu beschäftigen, braucht man nun einmal Intelligenz.

Und wenn diese Intelligenz fehlt, dann ist man nicht nur unfähig, sich wirklich eingehend mit einem komplizierten Thema zu befassen, sondern auch deutlich anfälliger für Fanatismus jeder Art. 

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Religonen sind oft Idiolgien und die sind ja so allumfassend, so das sie für jedes Problem eine Antwort in ihren Büchern suchen und oft finden sie auch Antworten. Oft sind die Bücher der Religionen auch so weitläufig geschrieben das man alles mögliche darunter verstehen kann, so sucht ein hoher Religionsangsangehöriger die Weisheit und deutet alles so wie er denkt das es richtig is.


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Warum erforschen die Religionsfanatiker ihre theologischen Werke NICHT ?


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Islam und Bildung ist sehr wichtig für Muslime.

 Denn mit Islam verbinden viele
Menschen eher Unwissenheit, nied­ri­ges Bil­dungsniveau und vor allem geringe
Förderung von Mädchen und Frauen. Bil­dung spielt im Islam jedoch eine ungemein
wichtige Rolle.

„Iqra,
Lies!“ -  so lautete das erste Wort, die
erste Botschaft, die der Prophet Mo­ham­med, Friede sei mit ihm, von Gott
erhielt. Im Koran heißt es in Sure 96:

Lies im Namen deines Herrn, Der erschuf.     

Er erschuf den Menschen aus einem Blutklumpen.

Lies; denn dein Herr ist allgütig ,       

Der mit dem Schreibrohr lehrt ,

lehrt den Menschen, was er nicht wusste.

(Koran
96,1-5).

Das Wort Iqra´ bedeutet: lies.
Es bedeutet aber auch untersuchen, erforschen, gründ­lich durcharbeiten.

Gott hat diese Aufforderung
nicht zufällig gewählt. Denn wie kann ein Mensch gläu­big sein, ohne seine Religion
verstehen und erforschen zu wollen? Wie können Men­schen unterschiedlichen
Glaubens aufeinander zugehen, wenn sie über ih­re eigene Kul­­tur und Re­li­gion
nur wenig wissen?

Im
Koran schließen sich Glaube und Bildung nicht aus. Im Gegenteil: Bildung im
weitesten Sinne wird an genauso vielen Stellen erwähnt wie der Glaube. Jeder
Muslim, Junge oder Mädchen, Mann oder Frau, sollte sich so intensiv wie möglich
der eigenen Bildung widmen und folgende Worte Gottes aus dem Koran bedenken:

"...
und darum fürchten Gott von seinen Dienern nur die Wissenden." (Sure 35, 28)

Im
Islam geht man davon aus, dass jemand sich seines Schöpfers umso stärker
bewusst wird, je mehr er sich mit ihm beschäftigt. Im Koran finden wir Hinweise
und Er­klä­run­gen Gottes auf Geschehnisse und Gesetzmäßigkeiten in der Natur,
die zur Zeit des Pro­pheten Moham­med noch gänzlich unbekannt waren. Sie sollen
uns zum Nachden­ken anspornen. Beispiele dafür sind folgende Koranverse:

"O
mein Herr, mehre mein Wissen." (Sure Ta Ha, 114 ).


„Gott
wird die unter euch, die gläubig sind, und die, denen Wissen gegeben wurde, um
Rangstufen erhöhen.“ (Sure Al-Mugadala, 11 ).   

Auch
zahlreiche Hadithe - Aussprüche des Propheten Mohammed - verdeutlichen die
große Be­deu­­tung von Bildung und Wissenserwerb. Wir Mus­li­me scheinen dies
im Lau­fe der Jahrhunderte vollkommen vergessen und ignoriert zu haben, sonst
würden wir uns heute nicht in einer solch schwierigen Lage befinden.

Der
Prophet Mohammad sagte: "Das Streben nach Wissen ist eine Pflicht für
jeden Muslim, Mann oder Frau" (Taberani, Bejheki, Ibnu Adijj und Hatib), und weiter: „Die Suche
nach Wissen eine Stunde lang ist wertvoller als eine ganze Nacht lang im Gebet
zu verbringen, und die Suche nach Wissen einen Tag lang ist besser als drei Monate
zu fasten.“ (Dejlemi)

In der muslimischen Welt des frühen Mittelalters
versperrten keine Hindernisse oder Verbote den Frauen das Streben nach Wissen.
Im Gegenteil, die Religion hat sie sogar dazu ermutigt. Eine der berühmtesten
Frauen der islamischen Geschichte ist Aischa, die Frau des Pro­phe­ten. Sie
gilt aufgrund ihres außerordentlichen Gedächtnisses und ihrer heraus­ra­gen­den
Intelligenz als eine der verlässlichsten Quellen bei der Über­lie­ferung der
Aus­sprü­che und Handlungsweisen des Propheten Mohammed. Mehr als 2000 Hadithe
gehen auf sie zurück. Sie gilt als eine der großen Hadith-Lehrer.

Im
Abendland ist weitgehend in Vergessenheit geraten, dass viele zivilisatorische
Er­run­genschaften des modernen Zeitalters in engem Zusammenhang stehen mit den
wissen­schaftlichen Leistungen morgenländischer Gelehrter. So übersetzten
beispiels­weise Muslime Werke griechischer, persischer und indischer
Philosophen ins Ara­bi­sche. Muslimische Mathematiker, Astronomen und Chemiker
zögerten nicht, vom Wissen der Völker zu profitieren, es weiter zu entwickeln
und an nachkommende Ge­ne­rationen weiter­zugeben.

Ein
gutes Beispiel dafür ist die Medizin. Vor allem in den Bereichen Anatomie und
Phar­mazie erzielten muslimische Ärzte enorme Fortschritte. Ihre Werke gehören
bis heu­te zur Basisliteratur der ganzheitlichen Medizin.

Das
Streben nach Wissen darf indes nicht nur der Vermehrung von Wohlstand, Macht
und Ansehen dienen. Es sollte dem Menschen vielmehr dazu dienen, eine Balance
zwi­schen dem Diesseits und dem Jenseits zu finden. Wir leben in einer Zeit, in
der sich Technik rasant entwickelt und der Mensch oft auf der Strecke zu
bleiben droht.

Deshalb
sollten wir zu den ursprünglichen Motiven der Bildung zurückfinden. Wissen und
Bildung sollen das Leben der Menschen bereichern, unterstützen und weiterent­wickeln.
Sie sollen zum friedlichen Fortschritt aller beitragen, und sie sollen helfen,
sich der Schöpfung und des Schöpfers bewusster zu werden.


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Kommentar von BalTab
11.01.2016, 14:39

Und was hat diese Predigt jetzt mit der Frage zu tun?

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