Als Authist in eine Therapie?

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4 Antworten

Ein leichter Autismus kann nicht diagnostiziert werden. Entweder man ist autistisch oder man ist es nicht. Desweiteren ist eine Form des Autismus bei dir offenbar noch nicht mal diagnostiziert worden sondern lediglich eine Eigendiagnose. Bei der Häufung dieser Fragen kann man davon ausgehen das Asperger Autismus das neue Borderline ist. Für eine Asperger Diagnose spielt es auch keine Rolle ob du 10, 20 oder 40 Jahre alt bist. Wenn du eine starke Beeinträchtigung in deiner Alltagsbewältigung hast gehst du damit zu einem Psychiater. Es gibt viele die auf Autismus spezialisiert sind.

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Hast du nun eine Diagnose oder nicht?

Ein Psychologe wird dir da nicht viel bringen, wenn er mit dem Thema nichts zu schaffen hat. Also keine Patienten mit Autismus betreut.

Solltest du noch keine (richtige) Diagnose haben, empfehle ich dir zu einem auf Autismus spezialisierten Psychiater zu gehen.

Allerdings sind die für Erwachsene noch dünner gesät als die für Kinder und Jugendliche. Manche KJP nehmen bis 21 Jahren auf. Am besten nachfragen. Vorausgesetzt, es sind Kapazitäten für einen Ersttermin frei.

Ob fachkundiger Psychologe oder Selbsthilfegruppe bzw. beides zusammen, kannst nur du allein raus finden.

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Kommentar von Ostsee1982
06.03.2014, 17:53

Auch Verhaltenstherapeuten/Psychoanalytiker etc. können Autismus diagnostizieren dazu braucht es nicht zwingend einen Psychiater aber man braucht einen Konsiliarbericht bzw. eine Vor-oder Verdachtsdiagnose um überhaupt zum einem Gesprächstherapeuten zu kommen.

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" Früher glaubte man, Autismus sei ein Schicksal, das man einfach akzeptieren müsse. Heute verfügen wir jedoch über eine große Vielfalt von Behandlungsmöglichkeiten, die sehr hilfreich sein können. Manche Therapien bewirken eine wesentliche Besserung, während andere nur eine geringe oder gar keine Wirkung zeigen. Bei der Wahl einer Therapie wäre die Bewertung biomedizinischer Interventionen durch Eltern ein guter Ausgangspunkt. "

Das ist ein Exzerpt aus dem Internet und damit stellt sich fest, dass eine Therapie durchaus sehr hilfreich sein könnte, oder auch nicht. Ich würde sagen, ein Versuch wäre es sicherlich wert! Nun, ob du deswegen deine Ausbildung abbrechen musst, weiß ich jedoch nicht. Aber wäre sozusagen auch sinnvoll, kannst du glaube ich auch ebenfalls nachvollziehen!? Ich denke nicht, dass eine Selbsthilfegruppe dabei eine gute Entscheidung wäre, denn wenn man sich auf eine Therapie einlässt, konzentriert sich der Psychologe nur auf dich. In einer Selbsthilfegruppe jedoch auf mehrere Leute, also würde ich dir eher eine Therapie empfehlen. Die Entscheidung ist aber wiederum deine.

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Kommentar von Rechercheur
06.03.2014, 20:00

Eine Selbsthilfegruppe kann aber muss nicht von einem Psychologen oder anderweitigen Fachmann geleitet werden. Es gibt auch selbstorganisierte Selbsthilfegruppen. Welche für einen geeigneter ist oder ob eben eine Therapie oder ein Coaching geigeneter ist, muss jeder für sich selbst herausfinden.

Quelle des kopierten Textes übrigens:
autism.com/index.php/trangermanisitasd

Weiter heißt es in dem Text:

Es handelt sich dabei um das Ergebnis einer Umfrage über die Wirksamkeit verschiedener Therapien, an der sich über 25�000 Eltern autistischer Kinder beteiligten.

Das finde ich bedenklich. Es wurden nicht die Autisten selbst gefragt, ob sie die Therapien als hilfreich empfanden, sondern die Eltern. Und Eltern wollen mitunter nicht, dass ihr Kind MIT dem Autismus gut leben kann, sondern arbeiten gerne auch mal GEGEN den Autismus, damit ihr Kind möglichst "normal" ̶w̶̶i̶̶r̶̶d̶ wirkt. Das muss nicht im Sinne des Autisten sein und kann auch im frühen Burnout enden, wenn der Autist permanent nicht er selbst sein darf.

Zusätzlich wird auf der Website ABA (dort "intensive, frühe Verhaltenstherapie" genannt) propagiert, eine Therapie, die bei erwachsenen Autisten stark in der Kritik steht! Denn ABA tut genau das: ABA versucht, den Autismus "auszutreiben", statt dem Autisten wirklich zu helfen und ihm gutes Handwerkszeug für das Leben unter Nicht-Autisten mitzugeben.

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Autismus, ohne h bitte.

Du willst zunächst die Diagnose bestätigen lassen?
Dafür solltest du dich an einen auf Autismus spezialisierten Psychiater wenden zur Diagnostik.
Eine Therapie kannst du machen, ich denke, ein gutes Coaching ist da sinnvoll. Dazu solltest du dir einen Psychologen/Therapeuten/Coach suchen, der sich mit Autismus auskennt.
Ob dir das oder eine Selbsthilfegruppe mehr bringt, liegt bei dir.

Schau dich doch erstmal in Boards und Chats im Internet um, in denen sich Autisten austauschen. Da findest du dann auch passende Adressen zur Diagnostik und vielleicht auch von passenden Therapeuten. Auch verschiedene SHG stellen sich dort vor.

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