Als Arzt in U.S.A arbeiten

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Hallo,

um in den USA alss Arzt arbeiten zu könne, mußt Du entweder dort studiert haben und das dortige Staatsexamen gemacht haben (die deutsche Approbation wird in den USA, anders als in vielen anderen Ländern der Welt, nicht anerkannt und dies wird sich wohl auch in nächster Zeit nicht ändern) oder hier Medizin studieren, Dein deutsches Staatsexamen machen und anschließend auch noch das amerikanische Staatsexamen machen, das kann man im Prinzip auch hier in Deutschland machen, die amerikanische Botschaft in Berlin bzw. Konsulat in Frankfurt bietet da Termine an und es gibt Firmen, die sich auf die Vorbereitung auf dieses Examen spezialisiert haben, so ähnlich wie bei einem Repetitorium. Kostet natürlich beides (nicht wenig) Geld, das Examen muß natürlich in Englisch gemacht werden, daß heißt Du mußt Englisch (und zwar nicht nur Umgangssprache, sondern auch die englische medizinische Terminologie) perfekt beherrschen, um da eine Chance zu haben. Leicht ist es sicher nicht.. Weitere Informationen über das amerikanische Staatsexamen findest Du hier:

http://www.usmle.org/

Gruß docfm, Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin

Hier findest Du einen Erfahrungsbericht:

https://www.thieme.de/viamedici/pruefung/usmle/erfahrungsbericht.html

Weitere Informationen findest Du bei Google unter dem Stichwort USMLE, es gibt auch einen Wikipedia-Artikel darüber. Allerdings warne ich vor der Illusion, im amerikanischen Gesundheitssystem schnell reich werden zu können...der Job dort ist mindestens so hart wie in Deutschland, ein Großteil der Bevölkerung hat keine Krankenversicherung und kann sich daher hohe Arzthonorare nicht leisten, hinzu kommen soziale Probleme und in größeren Städten häufige Gewaltverbrechen, mit denen man als Arzt natürlich hautnah konfrontiert wird. Hinzu kommt das amerikanische Rechtssystem, wo auch bei kleineren Schädigungen infolge "Kunstfehlern" schon obszön hohe Schadenersatzzahlungen von den Gerichten zugesprochen werden, was natürlich auch die Kosten für Arzthaftpflichtversicherungen in astronomische Höhen treibt, sofern man sie sich überhaupt leisten kann bzw. eine bekommt - schon das kann einen arm machen. Und es gibt Legionen von Anwälten, die in den Notaufnahmen herumlungern und Patienten suchen, die ihre Ärzte bzw. das Krankenhaus verklagen wollen. Und wenn man nicht gerade in einer Top-Einrichtung wie der Harvard medical school, der Mayo-Clinic, dem Mt.Sinai Center oder der Johns-Hopkins-University arbeitet, ist der medizinische Standard dort keineswegs höher als in Deutschland, eher sogar niedriger, schon aus den o.g. Kostengründen. Also ich würde, obwohl ich erfahrener Anästhesist, Intensivmediziner und Notarzt bin, nicht dort arbeiten wollen.

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Werde erstmal Arzt; wenn Du Deine Approbation hast kannst du Dir die weiteren Schritte überlegen. bis dahin ist noch viel Zeit und vieles ändert sich, auch Deine Vorstellungen von den USA und dem Leben dort.

Du solltest mal als erstes darueber ueberlegen, wie Du Deinen Schnitt verbesserst und nicht gross ueber Budapest, Litauen oder die USA nachdenken..

Wie das in 10 Jahren aussieht, weiss heute niemand und kann Dir dementsprechend nichts sinnvolles dazu sagen.. peace^^

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