Als 450 Euro Kraft angestellt - trotzdem noch eine nachträgliche Rechnung möglich?

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3 Antworten

Wenn Du aus Deinem Arbeitsverhältnis noch entlohnungsansprüche gegen Deinen früheren Arbeitgeber hast, gibt es 2 Möglichkeiten:

Entweder sind im Arbeitsvertrag (oder einem anzuwendenden Tarifvertrag) Ausschlussfristen formuliert - die auch sehr kürz sein können (z.B. bis zu nur 1 Monat) -. innerhalb derer Du Deien Ansprüche gegenüber dem Arbeitgeber geltend machen musst, da sie sonst verfallen.

Oder - falls es solche Ausschlussfristen nicht gibt - es gilt die "regelmäßige Verjährungsfrist" von 3 Jahren nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch BGB § 195; diese Frist beginnt ab Ende des Jahres, in dem ein Anspruch entstanden ist.

Das regelmäßige Überschreiten der Einkommensgrenze bei einem 450-€-Job hat übrigens zur Folge, dass die Abgabenpauschalisierung verfällt und Du entsprechende Sozialversicherungsbeiträge und Steuern zu entrichten hast - abgesehen von evtl möglichen rechtlichen Schritten gegen beide Parteien, wenn diese Überschreitungen "System" hatten oder als möglicher Sozialbetrug "neben" dem 450-€-Job liefen (siehe auch http://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/03_mj_in_privathaushalten/04_minijob/02_verdienstgrenzen/node.html !

Wenn bisher auf 450,- € Basis als 450-Euro Job mit regulärem Arbeitsvertrag (vermutl. Dienstvertrag?) abgerechnet wurde, jedoch auf Stundenbasis, dann hast Du vermutlich auch Anspruch auf Auszahlung der bisher nicht ausgezahlten Beträge.

Rechnungsstellung ist nicht notwendig - da Du ja einen Anspruch aufgrund des Dienstvertrags hast, und ohnehin ein gesetzlicher Anspruch besteht.

Dann jedoch rutschen Du und der Arbeitgeber in die Sozialversicherungspflichtige (Gleit)zone, wenn es um mehr als 450,- je Monat geht. Dann sind von Dir und bzw. auch Deinem Arbeitgeber eben Sozialversicherungsbeiträge und ggf. Steuern zu zahlen bzw. nachzuentrichten.

Dich nun als "Selbstständiger" auszugeben, kann ich Dir sowie dem Arbeitgeber nicht empfehlen - insbesondere im Hinblick auf Sozialversicherungs-, Steuer-, und Strafrechtliche Aspekte. Zu beachten sind insbesondere auch die Regelungen zur Scheinselbstständigkeit.

Wir kennen hier aber allesamt nicht Deinen Arbeitsvertrag und den genauen Wortlaut; Insofern ist die Beantwortung Deiner Frage ohnehin nur sehr eingeschränkt möglich. Insbesondere solltest Du Deinen Vertrag auf eventuelle Ausschlussfristen zur Geltendmachung von Lohn hin überprüfen.

Den Lohn kannst Du vor dem Arbeitsgericht geltend machen.

Grundsätzlich alles richtig - vor dem Gang zum Arbeitsgericht rate ich jedoch dazu, den Fall pragmatisch zu lösen, da der Fall ansonsten komplett aufgerollt würde. Das könnte Monate dauern...

Juristisch vielleicht nicht korrekt, würde ich trotzdem zunächst so verfahren, wie es @achherjesoists in seinem dritten Absatz vorschlägt.

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schwarzarbeiten und dann nachher meckern wenn man die kohle nicht bekommt geht...

gewerbe anmelden um eine rechnung zu stellen für leistungen die vor der firmengründung anfielen... wie dämlich müsste man sein?? :D

hingehen... sagen, pass auf... jetzt ist schluss mit lustig. kohle auf den tisch oder ich zeige mich selbst an.

sich selbst anzeigen ist keine androhung von gewalt oder sonst eine drohung... ist dennoch sehr bedrohlich wenn es sich um jemanden handelt der zukünftig noch irgendwelche geschäfte machen möchte.

naja, gut... man muss schon gucken wenns ein club ist, ob legale geschäfte da im fordergrund stehen oder ob man lieber mal die klappe hält.

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