Alltag eines Musikstudenten

2 Antworten

Vorlesungen nach Plan, das kann von morgens um 8 bis abends um 10 (Ende) gehen. Da gibts reichlich, Theorie, Praxis , und die ganzen Nebensachen, die ich nicht mehr im Kopf hab. daneben ist Üben angesagt, bis die Lippen bluten. Überäume in der Hochschule sind meist Mangelware, und müssen meist frühzeitig reserviert werden. Mit Glück bekommst du auch eine Unterrichtsraum, ist aber schwer. Wochenende sind die Chancen höher (Die Übezellen, zB, in Köln, sind nicht gerade prickelnd, vor allem nicht für Bläser). Wochenenden sind natürlich etwas lockerer, das ist Party angesagt, VORSICHT: Musikstudenten sind allerübelste, feierfreudige Partytiere. Wie du deine Freizeit sonst verbringst, liegt an dir und der Stadt, wo du studierst... In Köln war es zB bei einigen Studenten beliebt, DSDS-Rudelgucken zu machen, um sich über die Deppen abzulachen, die dort auftreten.

Aber praktisch bist du den ganzen Tag in irgendeiner Form mit Musik beschäftigt. Der Konkurrenzdruck ist schon hoch

Wichtig!

Der Pförtner ist der, der dir einen Überaum gibt, sofern das nicht automatisiert ist. Bzw er gibt dir einen außerhalb des regulären Systems. Also: Stell dich gut mit dem Pförtner, und benutze die beiden Zauberwörter.

Ein "Ich muss üben, gib mir 'nen Raum" ist GANZ GANZ schlecht!

Fächerübergreifende Kontakte zu anderen Studenten sind wichtig, müssen aber nicht. Musikhochschulen sind bunt und international, zum Teil hat es dort über 50 % Nicht-Deutsche Studenten. Befindlichkeiten in der Richtung sind fehl am Platz und eig auch tödlich. Internationale Kontakte dagegen sind absolut wichtig!

WICHTIG! (Immer vorausgesetzt, du schafft die Eignungsprüfungs-Hölle!) Unbedingt zum "Semesteransaufen". ... Semestereröffnung mit Ersti-Party, wie das offiziell heißt. Dort laufen auch viele ältere Studenten rum. Unbedingt an Einen ran schleimen und unter seine Fittiche! Eventuell hilft auch da der Pförtner, wenn er wirklich gut ist (Ich war mal einer in Köln, auch wenns ein paar Jahre her ist), der ist eigentlich für sehr viel nützlich. 

Das sind so die Sachen, die mir auf Anhieb einfallen... Wenn du noch spezielle Fragen hast, schreib mich an... Mit Einzelheiten zu den Vorlesungen kann ich dir aber nicht helfen.

Vielen Vielen Dank für deine tolle ausführliche Antwort! Bist du Trompeter? Wenn ja: weist du noch, welche Stücke du bei der Aufnahmeprüfung vorgespielt hast? Reicht da ein Trompetenkonzert von Hummel oder muss es gleich Arutjunjan sein? Dankeschön im Voraus

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Ach ja noch eine Sache: bringt es einem "Pluspunkte" bei der Aufnahmeprüfung, wenn man Orchester Erfahrung hat ( Landes Blasorchester, Sinfonisches Lamdesjgendblasorchester ,....) und wenn man an Meisterkuren mit Professoren teilgenommen hat??? Gruß

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@Trompeter1194

Ich war dort Pförtner! Selbst kein Musiker!

Vorerfahrung in dem Bereich sollte in jedem Fall hilfreich sein! Du hast dabei eventuell auch Variationsmöglichkeiten beim Studium, als in Bereiche zu gehen, die nicht überlaufen sind,. Außerdem sind das Sachen, die klar machen, das du entsprechende Fähigkeiten besitzt

Vorspiel: du bekommst ein (?) Pflichtstück, und ein Wahlstück. Das ist weitgehend egal, was du da spielst, zu einfach sollte es nicht sein, aber auch nicht außerhalb deiner Fähigkeiten.

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Ich kann dazu nur sagen, als ehemaliger Trompetenschüler, nie Student:

Achte   auf   Deine   Zähne !!!

Das sagten mir 2 Lehrer. Mit einer Zahnprothese kann man Dich, nach einer Faschingsschlägerei z.B., nirgends mehr gebrauchen. Deine gesunden und vollständigen Zähne brauchst Du zwingend für alle Berufsjahre, um den nötigen Mundstückdruck aufrechtzuerhalten. Das dürfte mit einem oder zwei Vorderstiftzähnen oder sogar einer Vollprothese, nicht mehr möglich sein. Des weiteren solltest Du vor allgemeiner Gesundheit nur so strotzen was z.B. Herz, Lunge und auch Sitzvermögen angeht. Denn die wenigsten Trompeter stehen bei der Arbeit. 

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