Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Halten sich Unternehmen daran?

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4 Antworten

Die Firmen müssen 5% Schwerbehinderte einstellen. Ansonsten müssen sie eine Ausgleichszahlung leisten. Was sich für Firmen eher lohnt, ist dahingestellt. Denke aber, dass diese Regelung doch kontrolliert wird. Anders sieht es bei einer Einstellung aus. Die Firmen müssen sich bei der Ausschreibung an das AGG halten. Denkst du aber wirklich, dass die Firmen bei der Auswahl der Bewerber das wirklich machen? Nicht alle Firmen sind so, aber einige sieben sich die Männer/Frauen/Nationalitäten/usw. heraus, um diese dann einzustellen/nicht einzustellen.

Danke für die Antwort.

Aussieben der Bewerbern bereits vor einem Bewerbungsgespräch,  die man nicht will wegen Vorurteilen ist bestimmt möglich und kaum zu kontrollieren. Wenn allerdings der Schwerbehindertenvertreter eines Betriebsrat keine Kenntnis von der Bewerbung eines Schwerbehinderten hat, dann ist die Benachteiligung bereits erwiesen.
Ob nun absichtlich oder aus Unkenntnis ist nicht relevant.

Besonders wenn das Unternehmen die 5% Quote nicht erfüllt müsste Schadenersatz möglich sein. Denn in diesem Fall hätte der Betriebsrat den Grund für die Absage zur Kenntnis bekommen müssen.    

Auch Gesetze, die einen nicht gefallen müssen Arbeitgeber einhalten.

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@MikeRat

Ich würde mich da mal schlau machen. Es gibt bestimmt eine Stelle, wo man sich hinwenden kann, wenn man den Verdacht hat, dass die Firmen weder eine Abgleichszahlung und unter der 5%-Quote liegt.

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Die Absage muss individuell begründet sein. Ein Text wie es waren viele qualifizierte Bewerber reicht nicht. Diese Bewerber bringen das Unternehmen nicht auf ihre Quote. Es muss der Betriebsrat über die Bewerbung und Absage informiert sein

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Also ich war bereits bei vielen Berwerbergespräche (als AG) dabei.

Und unsere Personalabteilung hielt sich meistens daran. Allerdings wussten sie auch genau was sie nicht sagen dürfen um nicht verklagt werden zu können.
Bedeutet natürlich auch, dass sich eben manchmal NICHT dran gehalten wurde.

Das Problem für den Bewerber ist halt immer, das ganze zu beweisen.

Danke für die Antwort

Besonders wenn das Unternehmen die 5% Quote nicht erfüllt müsste Schadenersatz möglich sein. Denn in diesem Fall hätte der Betriebsrat den Grund für die Absage zur Kenntnis bekommen müssen.    

Auch Gesetze, die einen nicht gefallen müssen Arbeitgeber einhalten.

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@MikeRat

Tja, Betriebsrat hatten wir halt nicht, erst kurz bevor ich gegangen bin hat sich einer gebildet.

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Erfahrungsgemäß hatte ich bereits mit Firmen zu tun, die lieber die Ausgleichsabgabe bezahlen und es auch weiterhin so machen werden. Dem gegenüber stehen Firmen, die, bei gleicher Eignung, sehr gerne Schwerbehinderte einstellen und es in den letzten Jahren auch nie bereut haben. Es kommt am Ende immer auf die Branche, die Firma, die finanzielle Situation, die Arbitsleistung die erbracht werden soll und die Art der Schwerbehinderung an.

Die Ausgleichsabgabe ist finanziell gesehen nicht wirklich teuer.

Danke für die Antwort

Besonders wenn das Unternehmen die 5% Quote nicht erfüllt müsste Schadenersatz möglich sein. Denn in diesem Fall hätte der Betriebsrat den Grund für die Absage zur Kenntnis bekommen müssen.    

Auch Gesetze, die einen nicht gefallen müssen Arbeitgeber einhalten.

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Das AGG ist wertlos

diskriminiert wird immer noch munter !

Nun sieht man aber in den stellenausschreibungen keine angaben wie JUNG, BIS 25 bis maximal 30 usw. das ist nämlich nicht erlaubt, dass man es in dem Stellenangebot angibt 

aber Unternehmen diskriminieren trotzdem 

Sie schreiben nix rein von wegen WIR SUCHEN EINEN JUNGEN SCHLANKEN MANN oder DER BEWERBER MUSS UNTER 30 SEIN

aber im bewerbungsverfahren wird dennoch diskriminiert und nun Schwerbehinderte muss man NICHT einstellen. Es gibt zwar vorgaben die kann man aber gut umgehen von wegen WIR KONNTEN KEINEN QUALIFIZIERTEN SCHWERBEHINDERTEN FINDEN 

so einfach ist es 

Wenn man diskriminiert wird also Opfer davon ist muss man das nachweisen NA DANN MAL VIEL SPASS !

seit 2006 sind fast alle Unternehmen vorsichtig geworden und sie schreiben ihre Stellenausschreibungen so, dass keiner sich diskriminiert fühlt

und dennoch gibt es ab und an wenige Fälle wo das durchsickert 

Beispiel  JUNGES TEAM sucht Nachwuchs usw. 

Bei HOLLISTER in unserer Stadt gab es mal eine Anzeige da wurden schlanke junge Männer europäischen und südländischen Typs gesucht laut Anzeige. es war ein offenes Geheimnis dass das unternehmen in den usa und europa wenig bis keine asiaten oder Afroamerikaner einstellt 

die anzeige wurde schnell abgerissen 

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